Frage von acidfairy, 110

Warum sieht man Familie als selbstverständlich an?

Ist diese Tatsache psychologisch erklärbar?

Klar, schätzt man seine Familie.
Oft lässt man sich aber vom Alltagsstress aber so leiten, dass man Dinge die wirklich wichtig sind, aus den Augen verliert. Warum sind Menschen so?
Beispielsweise die Großeltern anrufen und fragen wie es ihnen geht.

Antwort
von JaniXfX, 28

Hallo acidfairy,

die Menschen fangen zu häufig an, die Familie als etwas wertvolles und die Arbeit und den Stress als etwas zu deklarieren, was davon abhält und stört. Es ist leider eher nicht so. Wenn man sich mit erfolgreichen Managern unterhält und fragt, was ihnen wichtig ist, werden sie immer antworten: meine Tochter und meine Familie. Klar, das hätte er gerne so, um dieser sozialen Erwartung gerecht zu werden. Tatsächlich ist er aber viel mehr arbeiten alsdass er bei seiner Familie ist. Das heißt: Arbeiten tut er lieber. Wir sind allerdings in unserer Gesellschaft viel zu sehr moralisch aufgeladen, um das mal nüchtern betrachten zu können. Es ist in ordnung, "egoistische" Motive zu haben. Es geht sogar so weit, dass ich in meiner Grundhaltung davon ausgehe, dass es gar keine Selbstlosigkeit gibt...

Zurück zur Frage: Wenn die Familie wichtig ist, ruft man sie an. Wenn etwas anderes im Alltag wichtig ist, geht man eher dem nach. Und dann plagen einen Schuldgefühle...

Kommentar von acidfairy ,

Ja aber das WARUM meiner Frage wurde damit nicht beantwortet. zumindest kann ich es nicht herauslesen... du kannst mir gerne auf die Sprünge helfen

Antwort
von catman, 7

Es gab unter Lenin, wohlgemerkt nicht mehr unter Stalin, das Gesellschaftsexperiment, Familie abzuschaffen und Männer und Frauen auszusingulieren. Die Initiative dafür ging von den bolschewistischen Frauen aus. Sex sollte eine Tagesentscheidung sein. Der bolschewistische Mensch sollte nicht mehr an seine Kinder gebunden sein, um die sich der Staat gekümmert hätte. Stalin, der einfach nur die Macht wollte, interessierte sich nicht mehr für Gesellschaftsexperimente. Trotzki hielt ihn deswegen für einen Idioten, was ihn das Leben kostete.

Kommentar von acidfairy ,

was soll mir das jetzt sagen

Antwort
von berkersheim, 21

Die Bedeutung der Familie ändert sich im Wechselspiel gesellschaftlicher Verhältnisse. Das Verhältnis zur Familie ist immer auch ein Abbild des geltenden oder zumindest propagierten Menschenbildes und wenn das mit den real gegebenen Verhältnissen nicht zusammenpasst, sind es die Menschen, die sich selbst mit einen "schiefen Familienverständnis" Schaden zufügen. Da das alles individuell sehr verschieden ist, sind generelle Aussagen schwer zu treffen. Die Bedeutung des Familienverbunds als soziale Absicherung hat seit den umfassend wirksamen Sozialversicherungen stark abgenommen. Wir können uns auch als Einzelne gut aufgehoben und versorgt fühlen - glauben wir - bis die Nagelprobe kommt. Da Familie immer auch Bindung bedeutet sind wir mit unserem Streben nach Ent-Bindung der sozialen Sicherungsgestaltung stark vorausgeeilt. Wenn diese Sozialsicherungen schon länger - aber von vielen noch unbemerkt - an ihre Leistungsgrenzen stoßen, wird manchem erst im Krankenhaus klar, wie einsam er ist in seiner Freundesmasse. Unser Familienbild lebt im Moment auch stark von der öffentlich propagierten Auffassung, dass wir alle ständig nur im Alter zwischen 20 und 40 sind. Dass die 40 Jahre aufwärts bis 80 echt beschissen werden können und das verdammt lange dauert, wird uns vorenthalten. Da gibt es nur glückliche Alte - oder Jungalte.

Kommentar von acidfairy ,

tut mir leid zu viel Fachsprache. was für sozialsicherungen. bitte gehe doch nicht davon aus, dass jeder im Kontext etwas mit solchen Begriffen oder Thesen anfangen kann, die du von Büchern gelernt hast. ich glaube, dass was du sagen möchtest, ist bestimmt richtig. nur leider kann ich nicht herauslesen, was du genau meinst

Kommentar von froggle ,

Wenn du das nicht verstehst liegt es nicht an ihm sondern an dir, Du hast hier Lücken, nicht er. Anscheinend hast du ja ein Pc der Internet zugang hat, diesen kannst du auch benutzen um etwaige Lücken zu füllen

Antwort
von froggle, 21

Ich erkläre mir es so:

a) Der Mensch ist ja von Natur aus ein Sozialeswesen und neigt zu Sozial-emotionalen Bedürfnissen, also sowas wie Liebe, Zuneigung, Geborenheit, Sicherheit ect.

b) Das Menschengeschlecht hat den Trieb, wie alle anderen Lebewesen auch, sich zu vermehren und da er, wie gesagt ein Sozialwesen ist, möchte er Familienleben

c) Die meisten Menschen sind innerlich so arm und leer (vorallem Frauen), dass sie jene Leerheit z.b mit Lustbarkeiten, Ausfahrten oder auch eben ein Familienleben, zu kompensieren suchen. Das Leben hat für sie erst einen Sinn, wenn sie diesen Sinn auch mit anderen teilen können.
Der höher gestelle Mensch wird ja eher die Einsamkeit aufsuchen.
"Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise; Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise." oder
"Ein geistreicher Mensch hat in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung."

d) Es ist eine gesellschaftliche Lüge, Täuschung, dass ein Familienleben
glücklich macht. Dies wird vor allem von Frauen propagiert, wofür sie
aber nichts können, weil deren Gemüter von Natur aus läppisch,
kindisch und schwärmerischer sind, als beim Manne. Deshalb können
Frauen ja auch mit Kindern gut, weil sie mit Kindern kindisch sein können, ohne sich, allzu bis garnicht, zu nivellieren.

e) Es gibt natürlich noch etwaige Betrachtungen die man anstellen kann, Stichwort: Egoismus. Der Mensch ist ja von Grund aus egoistisch und erwartet sich ja auch etwas bei einer Gründung einer Familie wie z.b, wie oben angeführt, Liebe, Zuneigung, Geborenheit, Sicherheit ect. Dies tut er meiner Meinung nach aus Egoismus.





Kommentar von JaniXfX ,

Jaaaa NICE! Ein echter Chauvinist :D

Aber leider muss ich Dir sagen: Hier ist nicht nach Deiner Meinung, sondern psychologischer Kenntnis gefragt - und da liegt Deine Antwort leider voll daneben.

Kommentar von acidfairy ,

Da gib ich dem Kommentar recht. Eine subjektive Meinung als all gemeingültige Tatsache darzustellen ist alles andere als weise. Frauen können ebenso gut alleine glücklich sein. Das was du sagst ist lediglich eine kleine Behauptung eines unsicheren Menschen.

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