Frage von claire227 18.09.2011

Warum setzten so viele Menschen Vorurteile in die Welt?

  • Antwort von kosmopolit 18.09.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    1) aufgrund von eigener, mangelnder Intelligenz 2) weil es einfacher ist, Vorurteile zu übernehmen, statt selber nachzudenken (also aus Faulheit) 3) aus irgendeinem steinzeitlichen Instinkt heraus ("wir gegen die anderen") 4) aus eigener Schwäche heraus (das was du unter dem Stichwort "Sündenbock" schreibst): wenn die Meute auf andere einprügelt, braucht man selber erst mal keine Angst haben. Deswegen rottet sich oft ein Mob auf schwachen Menschen zusammen, die sich in der Menge stark fühlen und über andere herfallen. 5) aufgrund eigener Lebenserfahrungen. Ich habe schon oft beobachtet, dass Leute die in Ihrer Kindheit Schwierigkeiten mit EINEM Ausländer hat, dann später Vorurteile gegen ALLE Ausländer entwickelten. Oder dass Menschen, welche mal positive Erfahrungen mit EINEM Homosexuellen hatten, dann ALLE Homosexuellen als gute und bessere Menschen ansehen. Oder Leute, die Schlechtes über EINEM Priester erfahren haben, dann ALLE Priester verurteilen. Usw, usw Es ist eigentlich immer wieder die gleiche Dummheit: Erfahrungen mit einem oder wenigen Menschen werden dann auf eine ganze, große Gruppe projeziert. Schade und oft auch sehr traurig. Und auch rein rational sehr kontraproduktiv. Vielleicht ist ja hier auch noch der eine oder andere Psychologe, der mehr dazu sagen kann!?Auf jeden Fall ein sehr wichtiges und interessantes Thema.

  • Antwort von wueselduesel 18.09.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    So pauschal kann man das nicht beantworten. Manche Vorurteile dienem dem Selbschutz, andere entstehen aus Mißverständnissen und wieder andere sind schlicht und ergreifend durch Dummheit entstanden.

  • Antwort von Ulenvater2 18.09.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vorurteile werden zwar von einigen Denkfaulen übernommen, aber die die sie in die Welt setzen haben ERFAHRUNGEN gemacht, die sie zu der Meinung eines Vorurteiles gebracht haben.

    Als ich Kind war hieß es z. B., daß Zigeuner - auch Nichtseßhafte bezeichnet - Kinder stehlen, überhaupt stehlen, ihnen als Nichtzigeuner also überhaupt nicht zu trauen ist. Im Mittelalter war es entsprechend angebracht, das außerhalb des Hauses herumliegende Eigentum einschließlich z.B. des Geflügels in's Haus zu holen und ebenso die Kinder - sofern Zigeuner sich zeigten.

    Sofern diese Befürchtung Berechtigung gehabt hätte, wäre es Leichtsinn gewesen, diese vorherrschende Meinung in den Wind zu schlagen. Zu dem Vorurteil beigetragen haben Handlungen, die von Nichtzigeunern getätigt wurden, z. B. einen nicht erwünschten Hoferbe-Aspiranten oder Titelerben den Nichtseßhaften mitzugeben mit der Auflage, niemandem davon zu berichten und sich nie wieder in der Gegend sehen zu lassen. Das tat man, wenn man sich keines (als Christ z. B.) eines MORDES nicht schuldig machen wollte.

    Wer keine Vorurteile hat, ist aus meiner Sicht nicht ernst zu nehmen und wird das noch teuer zu bezahlen haben ! Richtig aber ist, daß JEDER MENSCH, der uns begegnet eine Chance haben sollte, sich so ordentlich herauszustellen, wie wir selbst glauben zu sein.

  • Antwort von Johnnybln 18.09.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vorurteile haben immer eine Schutzfunktion. Sie erhöhen eigene Positionen (Denken, Handeln) und werten andere eher als geringschätzig. Eine wirkliche Auseinandersetzung im positiven Sinne mir anderen Denkweisen, Menschen, Kulturen usw. wird gepofert und findet nicht mehr statt. Vorurteile erleichtern das Denken nicht, sie schalten es ab. Straßen der Propaganda werden zu Wegen vermeintlich eigenen Denkens.

    Gerade in der heutigen zugespitzten ökonomischen Situation finden wir recht viele Vorurteile. "Fremdes" bedroht die vermeintlich heile Welt, Vorurteile helfen so manchem in seinem Wahn "Schuldige" zu finden.

    MfG.

  • Antwort von JiiZii 18.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil es immer wieder Menschen geben wird die stigmatisiert werden!... das umdenken muss im Kopf passieren von Sich selbst aus!

    Außerdem lässt sich die Welt durch Vorurteile zurecht biegen wie ,man sie gerne hätte, Akzeptanz und Toleranz gehören für viele in den Fremdwörter Duden, ebnfalls ist es eine Sache von Erziehung!

    Leide rist das ein Thema was man nicht von heute auf Morgen lösen kann,

    Die Ausländer sind Kriminelle, die Jugend schreckt vor nichts zurück! das alles sind die erzeugnisse von den Medien!

    immer wieder hört man, Mann brutal niedergeschlagen in der Ubahn, im endeffekt waren es die Ausländer, das lässt sich besser schreiben als hätte es ein Deutscher gemacht!...

    lg Jii

  • Antwort von Maerchenkiste 18.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Vorurteile entstehen oft aus Unwissen, Dummheit und Intoleranz.. Manchmal auch aus Angst und Unsicherheit. Ich glaube nicht, dass sich jemand durch die Verbreitung von Vorurteilen besser darstellt.... eher nur als DUMM und NAIV. Wie würden solche menschen zum Beispiel reagieren, wenn " die " Ausländer mal pauschal alle Deutschen als Naziverbrecher bezeichnen würden?

  • Antwort von cortijero 18.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Vorurteile entstehen nicht aus dem Nichts. Etwas Wahres ist immer dran

  • Antwort von Realito 20.09.2011

    Vorurteile werden meist strategisch benutzt. Wenn das nicht der Fall sein sollte, klaffen bei einigen grosse Bildungslücken auf.

  • Antwort von Affia 19.09.2011

    Vorurteile sind tatsächlich erstmal normal. Aus der eigenen Gruppe heraus 'beurteilt' man die anderen oder ordnet sie nach bestimmten Kriterien ein. Vorurteile können durchaus auch positiv sein, es kommt darauf an, wie wir während unserer Sozialisation auf Fremde vorbereitet wurden. Für die einen haben wir ein negatives Bild im Kopf und für andere wiederum ein äußerst positives.

    Die eigene Gruppe muss auch nicht zwangsläufig gleich die eigene Nation sein. Gruppendenken fängt schon in der Familie an, funktioniert für den Klassenverband oder das eigene Team beim Sport. Natürlich denkt man über eigene Gruppen überwiegend positiv, zumindest wenn es um einen Vergleich mit anderen Gruppen geht. Die Probleme der eigenen Gruppe treten fast immer dabei in den Hintergrund.

    Menschen mit Vorurteilen gegenüber Fremden werden fast immer behaupten, dass sie keine Vorurteile haben und sie werden oft über den eigenen Schatten springen, um das auch zu beweisen. Manchmal erkennt man übertriebenes Gehabe und eine Leutseligkeit, die man sonst an diesen Menschen nicht kennt. Bei der kleinsten negativen Reaktion der 'fremden' Seite sind umgehend alle negativen Vorurteile auf dem Plan und man fühlt sich bestätigt und kann eigene Vorurteile rechtfertigen durch eigene Erfahrungen.

    Zum Glück gibt es Menschen, die ernsthaft Interesse haben an den 'Fremden' und ganz bewusst mit eigenen Vorurteilen umgehen und sie bekämpfen (können). Es ist meisten Kopf- und Herzenssache. Wer seinen Verstand nicht benutzt, wird den Fremden immer als Fremden sehen und im schlimmsten Fall irgendwann als Feind.

    Als Schwäche sehe ich das aufeinander zugehen nicht, es gehört m.E. sogar Stärke dazu, der eigenen Gruppe gegenüber ehrlich zu sein und eigene Sichtweisen darzustellen. Als Schwäche würde ich es ansehen, wenn ich meiner eigenen Gruppe verschweige, dass ich das ein oder andere Vorurteil abgelegt habe.

  • Antwort von MichaelSelm 18.09.2011

    Weil es einfach von eigenen Fehlleistungen ablenkt.

    Ob es um Ausländer, Kriminelle, Prostituierte, oder egal was geht, die Ablenkung von eigenem Fehlverhalten spielt zum Teil eine große Rolle.

    Millionen machen bei uns einen Steuerausgleich. Und da wird dann nicht betrogen, gelogen und falsche Angaben gemacht. SOndern es wird eben "nur" gemogelt.

    Und dann bekommt man einige hundert Euro mehr zurück.

    Und wenn darauf gezeigt wird, dann heist es: ":-( ich habe ja nur ein paar Euro mehr. Schau mal der böse Unternehmer, der hat einige tausend Euro erschwindelt. Und dann kenne ich noch den Fall "X", der hat Millionen erschwindelt."

    Alle Dinge haben den gleichen Ausgangspunkt: Jemand hat gelogen, betrogen und falsche Angaben gemacht. Abgewogen wird das Ganze dann an der Höhe der Summe.

    Natürlich klauen auch Ausländer. Aber Millionen klauen bei der Steuer.

    Natürlich gibt es die geschilderten Ausländer die kein deutsch sprechen.

    Aber bei den Analphabeten ist die Gruppe der Ausländer unter 50 %. Die Gruppe der jungen Menschen unter 20 %. Und die Gruppe der deutschen Analphabeten mit über 30 % liegt in der Gruppe der 50 bis 64 jährigen.

    Quelle: Bundesregierung.

    Eigene negative Dinge werden eben oft dadurch relativiert, das darauf gezeigt wird wo diese Sache noch schlimmer ist.

    Es geht also nicht darum ob eine Sache schlimm ist. Sondern darum das sie wo anders noch schlimmer ist.

    Es geht nicht darum vor der eigenen Tür zu kehren. Sondern darum den eigenen Dreck unter den Abtreter zu fegen und so alles sauber erscheinen zu lassen.

    Und das alles sind Schwächen mit denen man umgehen lernen muss.

  • Antwort von candybomberz 18.09.2011

    Also ich kenne Vorurteile persönlich in meinem Umfeld nur aus witzen^^ man nimmt diese klisches wie zB. Polen klauen, und wenn was verschwindet oder man über das Thema Diebstahl redet macht man mal einen scherz über jemanden der polnische Wurzeln hat, ich persönlich kenne wenige Leute die Vorurteile (zumindest Rassistische) ernst nehmen, ich denke Voruteile kommen einfach daher das man Leute die man nicht kennt irgentwie beurteilen will/muss und da man sie nicht kennt einfach auf Voruteile zurückgreifen muss, weil man sie ja wie schon erwähnt nicht kennt und daher nicht wirklich beurteilen kann

  • Antwort von MrT4allMan 18.09.2011

    Ich denke mal das dein lehrer da schon mehr erfahrung hat, als ein paar community-schreiber.

    eine frage: Was ist der Sowi-Unterricht?

  • Antwort von Wasabicliochips 18.09.2011

    Mit Vourteilen ist es wie mit Gerüchten - aus irgendeinem Kern müssen sie ja mal entsprungen sein :)

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