Frage von Ghanasoccer, 57

Warum setzt Telekom auf DSL, ADSL, SDSL oder VDSL?

Warum kein Kabelanschluss ? Hier laufen neben dem Fernsehsignal auch die Internetverbindung und das Telefon mit über das Breitbandkabel. Jetzige Kabelanbieter besitzen ein eigenes Netz, was höhere Internetgeschwindigkeiten zulässt als DSL-Anschlüsse. Auf Kabelanschluss aufstocken?

MfG Ghanasoccer

Expertenantwort
von Telekomhilft, Business Partner, 25

Hallo Ghanasoccer,

ich danke Ihne für Ihre Frage und möchte Ihnen gerne mitteilen, weshalb wir auf die genannte Technik setzten. Wir bauen unser Festnetz kontinuierlich aus und investieren dafür jährlich Milliarden. Unser Ziel ist, 2018 80 Prozent aller Haushalte mit Vectoring zu versorgen.

Das bedeutet Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s und perspektivisch (über Super-Vectoring) bis zu 250 Mbit/s. Dafür müssen wir aber grünes Licht von der Bundesnetzagentur bekommen. Grundsätzlich gilt: Die Telekom hat 50 Prozent Marktanteil und kann nicht überall alleine ausbauen. Die Wettbewerber sind ebenfalls gefragt. Kein Unternehmen engagiert sich so sehr für ländliche Gebiete wie die Telekom. In Gebieten, in denen der Breitbandausbau wirtschaftlich nicht machbar ist, haben wir bisher mehr als 6000 Kooperationen mit Kommunen vereinbart und so drei Millionen Haushalte zusätzlich ans schnelle Netz gebracht.

Viele Grüße

Matthias Müller von Telekom hilft

Antwort
von Karldiekleine, 57

Im Zuge der Privatisierung hat die Telekom das Kabelnetz einst verkaufen müssen. Das war kein freiwilliger Vorgang. 

Kommentar von Ghanasoccer ,

WAS ???

Anfang 1997 forderte die Monopolkommission, die Deutsche Telekom müsse ihr Kabelnetz verkaufen. Die Bundesregierung lehnte diese Forderung noch im März 1997 mit der Begründung ab, ein solcher Zwangsverkauf verstoße gegen Grundgesetz und   Aktienrecht.

Quelle: Telekom darf Netz behalten in: Die Welt vom 4. März 1997

Antwort
von Kai42, 54

Das Kabelnetz musste die Telekom damals verkaufen. Aber schau dir mal die Uploadwerte von Kabel Deutschland an. Die sind miserabel. Ausserdem ist beides ohne langfristige Zukunft. Das ist der reine Ausbau mit Glasfaserkabel. Bis ins Haus.

Kommentar von Ghanasoccer ,

Bis ins Haus ist leider nicht durchführbar..., wegen der Physik der Glasfasern (begrenzt biegbar, kein flexibler Einsatz möglich)

Kommentar von Kai42 ,

Also ich habe es bis ins Haus. FTTH ist das Stichwort.

Kommentar von Ghanasoccer ,

Da wurdest du leider falsch informiert. FTTH steht für Fibre To The Neighborhood. Das heißt wiederum dass das Glasfaser nur bis in deinen nähesten Verteiler läuft umkodiert wird und dann weiter per Kupferkabel in deine kleine sichere Fritzbox...

Kommentar von Kai42 ,

*Lol* Glaub mir bitte. Ich habe den Abschlusskasten für FTTH hier in der Bude. Von da zum ONT und dann zum Router

Kommentar von Kai42 ,

Das was du meinst ist FTTB. FTTH heißt Fiber to the Home. Deswegen ja auch ins Haus. Und dann gibt es noch FTTC. Fiber to the Curb. Das ist Glasfaser bis zum Outdoor-DSLAM.

Kommentar von Ghanasoccer ,

Du bist offensichtlich besser informiert als ich. Hast du eine Quelle mitder ich die Funktion/Aufbau nachvollziehen kann. Würde mich echt interessieren wie das funktioniert.

Kommentar von Kai42 ,

Ich habe meine Infos über Schulungen erhalten. Aber da die Telekom FTTH aber auch FTTC anbietet, schau mal unter Telekom.com und suche mal nach FTTH.

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