Rosabrille am 06.05.2009 um 14:34 Uhr
Aus einem Bericht ging hervor, dass Dividendensteuern die Investitionen von Unternehmen senken. Wie genau hängt das eine mit dem andern zusammen? Wird die Dividendensteuer nicht von dem Investor getragen? Versteh ich nicht.

ist doch klar, wenn das Geld in Form von Steuer zum Fiskus wandert, bleibt weniger für Investitionen übrig
Ein Grund Aktien zu kaufen, sind Dividenden. Sinkt die Dividende oder steigt die Steuer darauf wird die Anlage in Aktien unattraktiver. Das führt dazu, daß das Unternehmen z.B. die Dividende erhöhen muß, um die Attraktivität konstant zu halten. Dieses Geld fehlt dem Unternehmen natürlich um mit Eigenmitteln Investitionen zu tätigen. Das hört sich trivial an, man könnte ja auch sagen: "Egal, an bereits ausgegeben Aktien verdient das Unternehmen nichts mehr". Dennoch hat ein Unternehmen durchaus Interesse an einem gut laufenden Aktienkurs. Wegen möglicher Übernahmen oder zukünftiger Kapitalerhöhungen z.B.. Allerdings sind die Auswirkungen auf einzelne Unternehmen marginal. Aber in der Summer wäre schon eine Schwächung der Wirtschaft möglich. Aus gleichem Grund ist IMHO die geplante Börsenumsatzssteuer abzulehnen.
Aber würden Dividenden nicht sowieso nicht im Unternehmen bleiben sondern an die Aktionäre gehen?