Frage von PcHilfee, 105

Warum senkt Deutschland nicht die Steuern?

Einfach bitte nur eine Antwort drauf. Was passiert hier so großartig verglichen mit anderen Ländern, dass man hier viel mehr Steuern zahlen muss ?

Antwort
von baindl, 52

Deutschland bewegt sich, was die Abgabenlast betrifft, im Mittelfeld.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellse...

Steuern sind notwendig um einen Staat am laufen zu halten.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Steuern/steuern.html

Antwort
von Skinman, 41

Die Steuerlast in Deutschland ist überhaupt nicht besonders hoch. Was für die unteren Einkommensschichten richtig ins Kontor schlägt, sind vielmehr die Sozialabgaben. Renten- und Krankenversicherung. Und zwar deswegen, weil der Gesetzgeber den Reichen die entsprechenden Schlupflöcher geschaffen hat, damit die sich aus der Krankenversicherung und der umlagefinanzierten Rente verp|ssen können.

Das merken die ganzen Angestellten-Schafe nur nicht, weil die entsprechende Kohle direkt vom Arbeitgeber abgeführt wird und sie sie nie zu sehen bekommen.

Man hat sich halt angewöhnt, hierzulande nur über Nettogehälter zu reden, und findet das auch noch normal.

Und nebenbei leben die statistisch glücklichsten Menschen ausgerechnet in Skandinavien, wo die Steuerlast tatsächlich viel höher ist als hier.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

was wäre der Effekt, wenn Selbständige und Beamte in die Rentenversicherung einzahlen würden?

richtig, die Rentenversicherung stünde vor dem Kollaps, weil durch die Einzahlungen natürlich auch Ansprüche entstehen ....

und da die Reichen nahezu Höchstbeträge einzahlen müßten, würden sie auch die Höchstmögliche Rente bekommen .....

Kommentar von Skinman ,

Eine umlagefinanzierte Rente kann nicht kollabieren, wenn alle einzahlen, die auch irgendwas erwirtschaften. Jedenfalls nicht, so lange die Produktivität entsprechend steigt, und das hat sie seit dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich getan.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ja klar ...

ein Beamter zahlt 2 Jahre in die gesetzliche RV ein, geht dann in Rente ....

wie willst du das finanzieren?

Kommentar von Skinman ,

Verstehst du das Wort "umlagefinanziert" nicht?

Dessen Rente zahlen die Kollegen, die noch arbeiten.

https://youtu.be/4L3XJP8YgC0

Wieso sollte er nach zwei Jahren in Rente gehen, nur weil er Beamter ist? Und wieso ficht dich das Problem der Frührentner nur bei Beamten an?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ich weiß, was umlagefinanziert ist ....

ein Beamter geht genau so mit 65 in Rente wie ein anderer Arbeitnehmer.

wenn der Beamte jetzt 63 ist, zahlt er noch 2 Jahre in die Rentenversicherung ein ..

und bekommt dann Rente aus der Rentenversicherung ...

da es ja dann keine Pensionszahlungen mehr geben dürfte ....

das System kann nicht funktionieren ...

ist Dir klar, wieviele Beamte es gibt, die kurz vor der Rente stehen?

es gibt ein Land (ich bin mir nicht mehr sicher welches, ich glaube, es war die Schweiz ....), wo JEDER verpflichtet wurde, in die Rentenversicherung einzubezahlen. 2-3 Jahre war alles in Ordnung, dann kamen die ersten Fälle, wo der Rentenbeginn angestanden ist .....

System stand vor dem Kollaps ....

(ich habe dies nicht weiter verfolgt, kann also nicht sagen, wie das gelöst wurde ....)

Kommentar von Skinman ,

Klar kann das System funktionieren. Dass man sich natürlich für eine Übergangszeit zur Umstellung was einfallen lassen müsste, versteht sich eh von selbst. Aber das umlagefinanzierte System funktioniert in der Schweiz problemlos seit Anbeginn aller Zeiten, und dieses Land ist wohl kaum des Sozialismus verdächtig.

Wie Pispers ironisch anmerkt (hast du das Video geguckt?) "Die Schweiz macht das ja, weil die da alle nicht rechnen können. Die haben das System, weil di da ein bisschen blöd sind."

Ebenfalls gut aufpassen so kurz nach der Vier-Minuten-Marke, wenn er das mit der Beitragsbemessungsgrenze erklärt ("Schutzzaun für Reiche").

Was nicht funktioniert, ist alles, was sich die letzten paar Altparteien-Regierungen haben einfallen lassen in Sachen Altersarmut, Risterrente und derlei Schmarrn. Und das erschließt sich auch jedem in zwei Minuten, der die Grundrechenarten beherrscht und etwas googeln kann. Nur Frau von der Leyen und Konsorten, die brauchen neun Monate bis Unendlich, bevor sie irgendwas merken.

Hier ist nochn lustiges Pispers-Video, hier speziell zu der Riester-Abzocke, Goldkettchen-Gerd's kleinen "Gefallen" an den Maschmeyer und seine anderen sauberen Amigos aus der Versicherungsbranche:

https://youtu.be/to_3ZykGIEk

Kommentar von kevin1905 ,

Und zwar deswegen, weil der Gesetzgeber den Reichen die entsprechenden Schlupflöcher geschaffen hat, damit die sich aus der Krankenversicherung und der umlagefinanzierten Rente verp|ssen können.

Und dafür bin ich auf ewig dankbar, dass mich keiner nötigt dort einzubezahlen, wenn ich das nicht will.

Man hat sich halt angewöhnt, hierzulande nur über Nettogehälter zu reden, und findet das auch noch normal.

Das stimmt wohl. Für viele Dinge ist aber der Nettoverdienst irrelevant als kalkulatorische Größe (Steuern, Sozialversicherung, sonstige Entgeltersatz- oder Transferleistungen).

Wohlstand wird am Nettovermögen gemessen, nicht am Einkommen. Begreifen auch viele nicht.

Antwort
von FooBar1, 16

Für das was du dafür bekommst sind die Steuern nicht hoch

Antwort
von MrHilfestellung, 76

Von welchen anderen Ländern redest du denn?

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