Frage von daria78, 186

Warum seid ihr religiös (geworden)?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 44
hab meine Religion mit der Zeit für mich entdeckt

Ich bin jetzt Buddhist und wuchs in einer weltoffenen Familie aufg, in der religiöse Gebräuche, wie etwa der Weihnachtsbaum, lediglich Teil des allgemeinen gesellschaftlichen Brauchtums waren.

Meinen Eltern war es wichtig, ihre Kinder nicht im Säuglingsalter zu taufen, damit sie später ihre eigenen Entscheidungen treffen konnten.

Religion wurde also nur in Form von guter Allgemeinbildung vermittelt und nicht als absolute Wahrheit präsentiert.

Ich begann aber schon relativ früh mich mit den verschiedenen Religionen und ihren Lehren zu befassen, suchte Kontakt zu Menschen unterschiedlicher Bekenntnisse, besuchte ihre Gemeinden usw.

Schließlich fand ich den Buddhismus in seiner Ausprägung als Zen für mich am Sinnvollsten, so dass ich schließlich die "Zufluchtname" absolvierte und Buddhist wurde.

Was gefällt  mir an dieser Religion?

Mir gefällt unter anderem, dass man nicht mit Versprechungen auf ein "besseres Leben" nach dem Tod geködertund keine Erlösung außerhalb von uns Selbst versprochen wird.

Der pragmatische Ansatz des Buddhismus, das gesamte Leben als achtsame Praxis zu üben und somit konkret etwas zu tun, anstatt sich auf den Beistand von Göttern zu verlassen, spricht mich ebenfalls an.

Die Lehre, nicht nach außen zu blicken,  dabei die Welt in absolute Kategorien aufzuteilen und nach dem Glück zu suchen, sondern immer auf uns selbst zu besinnen, uns selbst als Ursache zu begreifen, finde ich sehr sinnvoll.

Durch Meditation mich selbst und Andere besser zu verstehen, erlebe ich als sehr bereichernd und ich stelle positive Veränderungen an mir fest.

Tja, so wurde ich eben Buddhist. :-)

Antwort
von JTKirk2000, 24
hab meine Religion mit der Zeit für mich entdeckt

Als Kind habe ich mich für die evangelische Kirche zu interessieren begonnen, weil es diese als einzige in meiner Gegend gab und weil ich schon immer, selbst im Kindergartenalter an ein ewiges Leben und an die ewige Liebe geglaubt hatte. 

Als ich später mehr Fragen hatte, warum die Lehre der evangelischen Kirche in den mir wichtigen Punkten nur über Interpretationen mit der Klarheit der Bibel irgendwie vereinbar ist, ich aber selbst nach Monaten nach der wöchentlichen Leserunde in der "Jungen Gemeinde" keine Antworten erhielt, wurde mir bewusst, dass diese Kirche nicht die richtige für mich sein kann. Zu diesem Zeitpunkt, war ich wohl etwa 15 Jahre alt.

Als ich 30 Jahre alt war, begegneten mir zwei Leute in Anzügen mit Namensschildern, die mich fragten, ob ich mich für Gott interessiere. Mein Glaube an Gott stand für mich, seit meiner Zeit in der evangelischen Kirche und insbesondere seitdem ich in der Bibel, genauer genommen im Neuen Testament gelesen hatte, außer Frage, aber ich wollte weder in eine Sekte hineingeraten noch eine weitere Kirche kennen lernen, die mir ebenso wenig Antworten auf meine mir wichtigen Fragen hätte geben können. Daher fragte ich diese beiden jungen Männer, "Das kommt darauf an, was sie von ewiger Ehe halten." Die beiden waren positiv überrascht über meine Frage und wir machten zum Nachmittag desselben Tages noch einen Termin bei mir zuhause aus, um über die Bibel und diese Frage zu sprechen und sie begannen bei diesem Termin das Gespräch, nach einem Gebet mit genau der Stelle der Bibel, auf welche ich in meiner Jugend meine Frage zur Ehe gegenüber der Pfarrerin begründet hatte. Etwa viereinhalb Monate, nachdem ich den beiden Missionaren der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage zum ersten Mal begegnet bin, wurde ich durch Taufe Mitglied dieser Kirche und habe bis jetzt (zehn Jahre später) meine Entscheidung nie bereut, wenn man mal von dem einen Punkt absieht, dass es mit den geistigen Gaben entsprechend der Heiligen Schrift nicht so konsequent vertreten wird, wie es diese nahelegt. In Moroni 10 des Buches Mormon wird eindeutig und klar davor gewarnt, die geistigen Gaben zu leugnen, aber dennoch ist mir kaum jemand in dieser Kirche begegnet, der tatsächlich an deren Existenz glaubt oder gar solche wirklich zu nutzen gelernt hat. 

Daher habe ich vor, zwar immer noch Mitglied dieser Kirche zu bleiben, aber einen Weg zu finden, das notwendige Vertrauen zu erlangen, um das Wissen um die mir offenbar mitgegebenen geistigen Gaben nutzbar zu machen. Da dies viel Zeit und daher auch etwas finanzielle Reserve erfordert, die ich momentan noch nicht habe, werde ich vermutlich erst in etwas über einem Jahr einen Weg beginnen können, der mir zumindest momentan dahingehend am besten erscheint, nämlich die SLA in Aarau zu besuchen. Mir wurde zwar geschrieben, dass man mit den Gaben, auf die sich meine Verheißungen beziehen noch nicht behandelt hat, aber dass verschiedene andere bereits in einem Programm enthalten sind, worauf ich geantwortet hatte, dass es mir genau genommen nur um das notwendige Vertrauen geht, welches irgendwo bei all diesen Gaben gleichermaßen notwendig ist.

Klar ist für mich aber, dass ich Mormone bleiben werde, da dies für mich ansonsten die bisher treffendste christliche Religion ist, die einen Einklang mit der Bibel hat, die meines Wissens nach in anderen christlichen Kirchen kaum erreicht wird. Wenn ich das notwendige Vertrauen gefunden habe, diese geistigen Gaben zu verwirklichen, kann ich vielleicht auch dazu beitragen, dass diese angedeutete Warnung vor der Verleumdung der geistigen Gaben endlich wirkliche Resonanz findet und in der Lehre dieser Kirche einen besser vertretenen Aspekt darstellen wird, der auch entsprechend konsequenter vertreten wird. Doch das sollte nur dann etwas werden, wenn ich mit dieser Selbstfindungszeit wirklichen Erfolg habe.

Antwort
von wfwbinder, 56
bin damit aufgewachsen

Ich bin damit aufgewachsen. Habe mich dann ab wohl ca. 16/17 entfernt und bin dann ab ca. 30 durch persönliche ERlebnisse dem Glauben näher gerückt und bin heute überzeugter Lutheraner. Meine ehefrau ist übrigens katholisch, wir gehen mal in den einen, mal in den anderen Gottesdienst.

Antwort
von moonchild1972, 16
bin damit aufgewachsen

In der Kindheit war ich auf eine anthroposophischen Schule gegangen und habe den Religionsunterricht sehr gemocht. Ich mag die Atmosphäre und die Worte des Geistlichen, in der ich einen Hauch von Göttlichkeit und göttlichem Geist spühre.

Aber noch vor der Schulzeit spührte ich, dass es etwas gibt, was uns über die Maßen liebt und bewahrt. Was in allen Lebenslagen Zeuge und ein wachendes Auge darüber ist, wenn kein Mensch da ist, wenn wir durch eine Person Leid und Unrecht erfahren. Nur als Vierjährige konnte ich diese Liebe nicht benennen, die uns trägt und allgegenwärtig ist, bis ich erfuhr, dass sie Gott genannt wird.

Später in meiner Jugend erfuhr ich, dass Gott einen Retter geschickt hat, der mich und andere von aller Schuld, die uns quält, befreit und den Weg zur reinen, liebenden Gott zugänglich gemacht hat.

Wenn ich den Gottesdienst besuche, schöpfe ich darin Kraft für die kommende Woche und fühle mich geborgen, gestärkt und aufgehoben.

Ich wünsche Dir auf Deinem Weg Frieden und Segen und dass Du das findest, wonach Du suchst.

Gruß,

Mondkind

Antwort
von TimeosciIlator, 20
hab meine Religion mit der Zeit für mich entdeckt

Es passierte im Zusammenhang mit Transzendentaler Meditation, die ich im Alter von 17 Jahren erlernte. Der Glauben, den ich besitze, bezieht sich hierbei auf das "Reine Sein". Dieses Reine Sein ist die Ursache von allem. Es entstand niemals, ist immer da und unvergänglich.

Die uns allen bekannte Gruppe GENESIS versucht im Song "It" auf dem Album "The Lamb Lies Down On Broadway" dieses Reine Sein zu beschreiben.

Textauszüge:

"It is the jigsaw. it is purple haze. It never stays in one place, but it's not a passing phase...

It is only knock and knowall, but I like it."

Aufgrund der besseren Textverstehbarkeit des Songs ist eine Coverversion der Band Rewiring Genesis im Video zu hören.

Antwort
von SoerenRB, 78
hab meine Religion mit der Zeit für mich entdeckt

Liebe daria78,

ich müsste eigentlich zwei Optionen ankreuzen, denn ich bin zwar religiös aufgewachsen und insb. meine Mutter hat sehr viel Wert darauf gelegt, mir Werte zu vermitteln, aber meine aktuelle Religion habe ich selbst für mich entdeckt. Ich bin in einer evangelisch-lutherischen Familie aufgewachsen und später im Studium zu den Bahá'í konvertiert.

Konkrete Nachfragen immer gern ;-)

Kommentar von daria78 ,

Was hat dich an Bahá'í so fasziniert?

Kommentar von SoerenRB ,

Also zuerst habe ich mich hauptsächlich mit Fragen der christlichen Theologie befasst, mit denen ich Probleme hatte. Also so Sachen wie Trinität, Gottessohnschaft Jesu, Jungfrauengeburt, Kreuzigung und Auferstehung, Erbsünde, leibliche Auferstehung...

Da habe ich das Glück gehabt, auf Bahá'í-Literatur gestoßen zu sein, in der sich genau mit diesen Fragen und auch mit der Person Jesu aus Bahá'í-Sicht beschäftigt wurde und wo mir die Antworten deutlich schlüssiger schienen, als die christlichen. Später habe ich ein Buch über das Jesusbild der Bahá'í-Religion geschrieben.

Erst danach habe ich dann weitergelesen und mich weiter informiert. Was mich besonders fasziniert hat war der lebenspraktische Ansatz, dass es also nicht nur darauf ankommt, bestimmte Glaubenssätze zu verinnerlichen oder bestimmte Rituale durchzuführen, sondern langfristig die Welt zu verändern. Es gibt ein geschlossenes Konzept, wie die Welt sich weiterentwickeln soll und wie die Bahá'í dazu beitragen können. Es gibt Vorstellungen von einer neuen Art, Politik zu betreiben und die Angelegenheiten der Gemeinschaft zu regeln, ohne Parteien, Wahlkampf, Mauschelei oder Lobbyismus. Es gibt Konzepte für einen dauerhaften politischen Weltfrieden sowie für den Frieden der Menschen untereinander, was einhergeht mit der Ablehnung von Rassismus, Nationalismus, Sexismus und anderer Formen von Diskriminierung. Außerdem soll ein sozialer Ausgleich geschaffen und die Armut weltweit bekämpft werden, vornehmlich durch mehr und bessere Bildung überall auf der Welt.

Es geht halt bei den Bahá'í-Lehren nicht so sehr um das Leben nach dem Tod, sondern um das Leben vor dem Tod und was ich als kleiner Hansel dazu beitragen kann, die Menschheit insgesamt voranzubringen.

Kommentar von Enzylexikon ,

dass es also nicht nur darauf ankommt, bestimmte Glaubenssätze zu verinnerlichen oder bestimmte Rituale durchzuführen, sondern langfristig die Welt zu verändern.[...]Es geht halt bei den Bahá'í-Lehren nicht so sehr um das Leben nach dem Tod, sondern um das Leben vor dem Tod und was ich als kleiner Hansel dazu beitragen kann, die Menschheit insgesamt voranzubringen.

Sehr schön. :-)

In ähnlicher Weise verstehe ich nämlich auch den Buddhismus - als etwas das nicht an Ritualen und Gebräuchen festzummachen ist, sondern eine konkrete Lebenshilfe darstellt und zu verantwortungsbewusstem Handeln erzieht.

Kommentar von Empylice ,

Wow, Bahai...ja, ist eine Religion, die ich selbst als Atheistin sehr respektiere und achte.

Kommentar von daria78 ,

Es gibt Vorstellungen von einer neuen Art, Politik zu betreiben und die
Angelegenheiten der Gemeinschaft zu regeln, ohne Parteien, Wahlkampf, Mauschelei oder Lobbyismus.

Wie soll das dann aussehen?

Kommentar von SoerenRB ,

Da hat erst letztes Jahr ein Bekannter von mir, Emanuel Towfigh, ein sehr umfangreiches Buch zu verfasst, da dann aus staatsrechtlicher Perspektive.

Im Prinzip ist der Kern des Gedankens, dass politische Debatten durch eine andere Form der Auseinandersetzung ersetzt werden, wobei mit Debatten gemeint ist, dass mehrere Parteien versuchen, ihre Meinung in einer Diskussion als "die richtige" durchzusetzen, so lange, bis eine Meinung "gewinnt" und umgesetzt wird. Letztendlich ist das ja auch das Prinzip unserer Wahlen, da am Ende zwischen Parteiprogrammen entschieden wird und nicht zwischen Personen. Auf die personelle Besetzung der Parlamente hat man stellenweise wenig bis gar keinen Einfluss. Am Ende gibt es dann eine Koalition und die Mehrheit der Parlamentarier setzt ihre Vorstellungen um, während die Opposition in der Regel alles boykottiert und alles anders machen will. Vier Jahre später wird eine neue Regierung gewählt und die macht was völlig anderes als ihre Vorgänger. Das ist besonders deutlich in der Bildungspolitik, wo alle vier Jahre die Lehrpläne und das Schulsystem völlig umgekrempelt werden. Mal werden Gesamtschulen gefördert, dann werden sie wieder behindert. Dann werden sie wieder gefördert und wieder behindert. Langfristige Planung über sagen wir mal zwei jahrzehnte ist in so einem System eigentlich unmöglich.

Den Bahá'í schwebt da ein System vor, das auf Beratung und Konsens aufgebaut ist. Das heißt, jeder geht mit seiner eigenen Meinung in eine Beratung, versteht sie aber nicht als "die einzig richtige", sondern als einen Baustein und einen Aspekt, der wertvoll ist, um gemeinsam zu einer guten Lösung für alle zu kommen. Daher soll jeder seine Meinung, aber auch Sorgen und Hoffnungen offen äußern dürfen, aber sich nicht daran festklammern und versuchen, sie gegen andere durchzusetzen. Man berät so lange, bis ein Ergebnis gefunden wird, mit dem im Idealfall alle, die an der Beratung beteiligt waren, gut leben können. Nur in Ausnahmefällen sollte es Mehrheitsentscheidungen geben.

Ist aber schwer, jetzt in der Kürze zu beschreiben, wie das praktisch in Deutschland umgesetzt funktionieren würde.

Kommentar von daria78 ,

versteht sie aber nicht als "die einzig richtige", sondern als einen
Baustein und einen Aspekt, der wertvoll ist, um gemeinsam zu einer guten Lösung für alle zu kommen.

Wenn alle Meinungen das gleiche Gewicht haben, kommt man zu keinem Ergebnis. Das heißt, die Mehrheit würde auch hier gewinnen und die Anliegen der anderen wäre wieder egal.

Kommentar von SoerenRB ,

Aber nur, wenn man seine eigene Meinung eben absolut setzt und es einem darum geht, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen. Das entscheidende ist die Geisteshaltung dahinter. Natürlich klappt das Ganze nur, wenn zumindest die Mehrheit der Beteiligten diese Geisteshaltung auch verinnerlicht hat. Wie gesagt, ist in der Kürze schwer zu erklären, wie das Prinzip der Beratung funktionieren sollte.

Antwort
von Empylice, 48

Bin zwar Atheistin, aber das interessiert mich auch. Möchte religiöse Menschen gern noch  besser verstehen, da ich einfach nicht an einen gütigen Gott glauben kann, nicht bei dem, was in dieser Welt geschieht.

Kommentar von matzemaen ,

Die Theodizee-Frage also...

Kommentar von Empylice ,

Wusste nicht, dass das einen Namen hat. Aber wenn das so heißt, dann wohl ja.

Kommentar von matzemaen ,

https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee

Interessante Frage - interessante Lösungsansätze

Kommentar von Empylice ,

Uiii, da muss ich mir nachher Zeit nehmen.

Antwort
von comhb3mpqy, 60

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube
nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Kommentar von daria78 ,

"Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind."

Wie meinst du das?

Kommentar von comhb3mpqy ,

Was genau haben Sie nicht verstanden? Dann kann ich das vielleicht besser erklären.

Die Ärzte erfahren nicht immer im Vorfeld, dass sie für die Kirche arbeiten.

Kommentar von Empylice ,

Ich glaube, er meint, dass man zufällig etwas für die Kirche tut, ohne zu wissen, dass das, was man gerade tut, der Kirche hilft.

Kommentar von daria78 ,

@comhb3mpqy: Ich meinte, inwiefern die Kirche von ärztlichen Untersuchungen profitiert.

Kommentar von moonchild1972 ,

ich glaube, dass die Kirche nicht von ärztlichen Untersuchungen profitiert und es auch gar nicht möchte. Und wenn sie es doch zufällig tut, dann ist es auch nicht unbedingt verkehrt. Es gibt sehr viele andere Institutionen und Einrichtungen, die ebenfalls von anderen profitieren und da wird ihnen auch nichts nachgesagt. Ich verstehe manchmal nicht, was andere gegen die Kirche haben :(. Auch dort sitzen Menschen, die Fehler machen können. Aber nenne mir nur einen Menschen, der niemals Fehler gemacht hat. Nur einen.

Kommentar von Trashtom ,

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird.

Eigentlich könnte der Satz im Duden unter "Zirkelschluss" als Beispiel stehen.

Antwort
von almmichel, 15
bin damit aufgewachsen

Uns hat man die Religion eingeprügelt. Deswegen bin ich heute nur noch ein lauer Christ.

Antwort
von matzemaen, 61

Ich bin zwar religiös erzogen worden, habe mich aber später selbst bewusst entschieden.

Ich habe mich mit der Thematik viel beschäftigt und viel gelesen - pro und contra. Es ist für mich auch schon die Logik, die mich dazu zwingt religiös zu sein. Im Gegensatz zu vielen bin ich der Meinung, dass gerade wissenschaftliche Erkenntnisse für Gott sprechen und eine Verneinung von Gott lächerlich unlogisch und unvernünftig erscheint. Das ist die/meine objektive Seite.

Die subjektive Seite sind meine Erfahrungen . Gottesnähe zu spüren, zu erleben. Berührung mit dem metaphysischen zu haben. Sinn im Leben zu haben und zu erleben. Dinge mit anderen Augen zu sehen. Glaube eröffnet mir ständig andere Blickwinkel, die ich sonst nicht hätte. Ein Leben ohne Religion erscheint mir weniger sinnvoll/ Sinn voll.

Das ist ganz kurz gefasst. Ich könnte Seiten lang darüber schreiben... ;-)

Kommentar von Trashtom ,

Im Gegensatz zu vielen bin ich der Meinung, dass gerade
wissenschaftliche Erkenntnisse für Gott sprechen und eine Verneinung von Gott lächerlich unlogisch und unvernünftig erscheint.

Hier die Standarddefinition von "objektiv":

unvoreingenommen, nicht von Gefühlen und Vorurteilen bestimmt

Kommentar von matzemaen ,

Deshalb schrieb ich von "  Meinung " ... mit objektiv meine ich hier die rationale Seite. Mit subjektiv die emotionale... dies vielleicht zur Erläuterung.

Kommentar von Trashtom ,

Weder hat die Wissenschaft irgendwas mit Gott am Hut noch kann ein göttliches Wesen rational erklärt werden.

Die üblichen verdächtigen "Argumente" wie "Es kann doch nicht alles aus dem Nichts entstehen" oder "Die Natur ist schön" beruhen auf deiner subjektiven Wahrnehmung.

Kommentar von Jonas711 ,

Ist dein Gott denn der Gott der Bibel oder eines anderen religiösen Buches oder ist Gott für dich nur eine - von den irdischen Religionen losgelöste - höhere Instanz, welche in den Schriften völlig falsch und unzureichend beschrieben wird?

Kommentar von matzemaen ,

Trashtom, sie ist genauso subjektiv wie deine. Übrigens glaube ich an einen Big Bang. Aber einen durch den Big Banger...

Das ist zB Logik: Ursache - Wirkung.

Kommentar von Trashtom ,

Eigentlich habe ich meine Meinung gar nicht geäußert.

Das ist zB Logik: Ursache - Wirkung.

Also dann schließen wir das Gespräch mit deiner Theorie:

"Mann mit Zauberstab wars - weil eine andere Erklärung gibts noch nicht".

Na dann!

Kommentar von matzemaen ,

@jonas - mein Gott ist der Gott der Bibel. Wobei ich jetzt die Bibel ernst, aber nicht immer wörtlich nehme. Und da ich an den Gott der Bibel glaube, gibt es für mich keinen "von Organisationen gelösten" Glauben.

Das Problem was aber bei heiligen Schriften immer besteht, ist das Problem der Interpretation...

Kommentar von matzemaen ,

Ich bin zB gern religiös, da auch der Wert der Toleranz dort großgeschrieben wird. Das vermisse ich bei dir ein wenig, trashtom.

Mann mit Zauberstab ist schon unlogisch, da vor BigBang kein Mann... ;-)

Kommentar von Trashtom ,

da auch der Wert der Toleranz dort großgeschrieben wird

Das klingt toll, von welcher Religionsgemeinschaft sprechen wir? Fällt mir schwer zu glauben, wenn man beobachtet wie sich Christen und Moslems hier im Forum zerhacken.

Was hat deine Zirkelschluss-Argumentation mit Toleranz zu tun? Ich respektiere deinen Glauben, trotzdem gibt es auf jede Frage deinerseits nur eine Antwort: x = Gott. Wäre dein Weltbild vorherrschend, hätte ich Mathematik studiert.

Antwort
von BeneBackfisch, 37
hab meine Religion mit der Zeit für mich entdeckt

Ich bin anti-religiös, hab ich gelernt, als ich die misststände in den weltreligionen gesehen habe und habe dann den satanismus für mich entdeckt

Antwort
von DerOnkelJ, 108

Ich habe mich von der Kirche und der Religion entfernt, weil ich die ganze Geschichte mit nüchternen Augen betrachtet habe und mir zu viele Scheinheiligkeiten ud Merkwürdigkeiten aufgefallen sind.

Antwort
von oxygenium, 67

ich glaube an ein höheres Selbst und das hat mich gefunden.

Weit entfernt von Kirche und Religion.

Antwort
von FAThemaGlaube, 65

Glaübig weil ein Leben ohne Gott kein Sinn macht und ich glaube das es ihn gibt.

Kommentar von Trashtom ,

weil ein Leben ohne Gott kein Sinn macht

Klingt ja nach einem spannenden Leben.

Antwort
von nervenbuendelx, 51
hab meine Religion mit der Zeit für mich entdeckt

weil sich G'tt nicht leugnen lässt.. egal wie man sich dreht und wendet.. er ist da und psricht zu einem.. man muss nur hinhören

(p.s. der teufel spricht (nicht nur) auch zu einem)

Antwort
von gottesanbeterin, 24

Könnte es sein, dass du Religiosität an der Ausübung einer Religion festmachst?

Man kann durchaus religiös sein, ohne einer bestimmten Religion anzugehören.

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