dieVerena am 28.03.2007 um 21:45 Uhr
Mit dem Zusammenkneifen der Augen verringern wir die Abbildungsfehler, die bei großer Pupille verstärkt auftreten, und erhalten so ein schärferes Bild. Vor allem bei unkorrigierten Kurzsichtigen zu beobachten!
Wer beim Zusammkneifen besser sehen kann, leidet an einer Fehlsichtigkeit. Bei gesunden Augen tritt dieser Effekt nicht auf. Denn die Lichtstrahlen, die aus allen Richtungen durch die Pupille ins Auge eindringen, bündeln sich in einem Punkt - normalerweise direkt auf der Netzhaut. Wenn das Bild unscharf ist, trifft das Strahlenbündel vor oder hinter der Netzhaut auf. Das Gehirn entwickelt daraus ein unscharfes Bild. Beim Zusammenkneifen der Augen, wird der Lidspalt kleiner und viel weniger Lichtstrahlen dringen durch die Pupille ein. Das Strahlenbündel wird kleiner und trifft an einem anderen Punkt auf. Das ist dann im Idealfall der Punkt, wo das Bild scharf gestellt wird. Der Effekt gleicht einer Kamera, wo man durch Drehen am Objektiv die Schärfe verändern kann. Auch hierbei wird das eindringende Strahlenbündel verändert.
Denoch ist das neue Bild nie dem eines gesunden Auges gleich. Durch den engen Lidspalt verringert sich das Sichtfeld. Außerdem dringt weniger Helligkeit ein.
Etwas anderes ist es wenn das Bild von vorneherein unscharf ist. Dann wird das Bild beim zusammenkneifen sozusagen "scharf gerastert"
Man verengt damit das Gesichtsfeld, d.h. das Auge konzentriert sich auf das Wesentliche.

Durch das zusammenkneifen der Augen veringern wir das Sichtfeld der Augen. Dieses hat dann wesentlich weniger Reitze zu verarbeiten bzw. an das Sehzentrum im Hirn zu senden. Diese Signale könne somit wesentlich besser verarbeitet werden. Gruß greimel

Ich muss meinen Vorrednern widersprechen. Der wahre Grund ist das 'Ausblenden' der Randstrahlen. Sie heißen so, weil sie die äußeren Bereiche der Linse durchdringen. Je weiter außen, desto mehr machen sich Linsenfehler bemerkbar, Farbsäume, andere Brennweite, u.s.w. . Indem man die Blende schließt, die Augen zusammenkneift, verbessert sich die Bildqualität. So wie bei einem billigen Fotoapparat, der auch bei Blende 11 ein schärferes Bild bringt als bei Blende 2,8.