Warum schmilzt die Erdkruste/Mantel nur zum Teil also was ist der Indiz dafür das es nicht komplett aufschmilzt?

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2 Antworten

Ob ein Gestein fest oder (partiell) geschmolzen ist hängt stark damit zusammen, um was für ein Gestein es sich handelt. Denn jedes Gestein hat eine andere Fliessfestigkeit.

Die Fliessfestigkeit sagt aus, wie viel "zusätzliche Spannung" nötig ist, damit ein Gestein duktiles Verhalten zeigt. (Mit zusätzlich meine ich die Differenz zwischen der tiefsten und höchsten Spannung, welche auf das Gestein einwirkt).

Die Fliessfestigkeit wiederum hängt mit der Temperatur zusammen: Je wärmer das Gestein, desto tiefer seine Fliessfestigkeit.

Nun ist die Lithosphäre aus verschiedenen Gesteinsschichten aufgebaut, wobei jede Schicht eine andere Auflast/Temperatur benötigt, um (partiell) geschmolzen zu sein.

Beispielsweise benötigt Peridotit (Mantelgestein) eine viel höhere Auflast/Temperatur, um zu schmelzen, daher liegt auch in grösserer Tiefe (wo anderes Gestein schon geschmolzen wäre) noch fester Peridotit vor.

Diese Fliessfestigkeiten werden experimentell untersucht. Dabei wird eine Probe bestimmten Spannungen/Temperaturen ausgesetzt und ihr Fliessverhalten wird beobachtet.

Wenn man nun (durch andere Messungen) herausfinden kann, in welcher Tiefe welches Gestein vorliegt, kann berechnet werden, ob dieses fest oder duktil vorliegt.

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Das liegt an der Reibung, dem Druck und an der Wärmeleitfähigkeit der Erdkruste. 

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Kommentar von Hgoezel
08.07.2016, 20:29

Die Temperaturen in der Erdkruste z.B. sind ja niedriger als im vergleich der anderen Bereiche des Erdinneren ist der Druck auch dann nicht hoch und deswegen reicht es nicht aus um es komplett zu schmelzen kann man sich das vllt so erklären oder liege ich daneben ? :/

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