Frage von JohnGrammaticus, 165

Warum schießen Sportschützen oft Geschosse ohne Mantel, schont das die Züge des Laufs oder ist es einfach günstiger?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ES1956, 130

Beides.

Beim Lauf würde ich sagen: Kommt darauf an, viele Läufe von modernen Waffen sind vom Drall auf bestimmte Geschosse (vor allem bei militärischer Verwendung) ausgelegt, da würde ein Bleigeschoss Einbussen bei der Präzision bringen.

Ein reines Bleigeschoss ist nicht nur günstiger im Einkauf sondern kann auch selbst hergestellt werden. Meine .36 MaxiBall für den Vorderlader hab ich immer selbst gegossen.

Antwort
von PSVitafan, 122

Vollgeschosse sind deutlich günstiger und einfacher in der Produktion --> günstigeres Endprodukt. Es gibt auch viele Wiederlader die solche Geschosse selber gießen.
Und bei den meisten sportlichen Waffen werden einfach keine Mantelgeschosse benötigt, da man mit den günstigeren Vollgeschossen auskommt, beim Sportschiessen geht es ja darum ein Ziel möglichst Präzise zu treffen und nicht darum welches Geschoss den größten Schaden anstellt. Und da eignen sich die Vollgeschosse (meist aus Blei) am besten da dort die Präzision und die Laufschohnung am besten ist. Das weiche Blei macht den Lauf nicht kaputt, nimmt aber den Drall auf und fliegt konstant.
( je nach Bleihärte hält sich auch die Laufverschmutzung in Grenzen.) 

Antwort
von FloTheBrain, 87

Das kommt immer auf die Waffe an. Jede Waffe schießt mit einer bestimmten Munition am besten. Das gilt auch für baugleiche Waffen. Bei Fabrikmunition muss man immer durchtesten bis man die beste gefunden hat. Stellt man als Wiederlader die Munition selbst her (da ist man genauer als die Fabrik) ist es ähnlich.

Generell gilt, dass Geschosse mit Schwerpunkt hinten (Teilmantel, Hohlspitz, Kegelkopf) präziser sind als die "normal" geformten mit Vollmantel.

Bei meiner Pistole habe ich aber nach ca. 8 - 10 Sorten eine Munition mit Vollmantel und normalen Rundkopf gefunden, die da am besten läuft. Ausnahmen bestätigen die Regel..

Antwort
von liheido, 70

Mantelgeschosse sind schlicht normalerweise nicht notwendig, da wo nur Löcher in Pappscheiben gemacht werden sollen.

Solange man bestimmte Geschoßgeschwindigkeiten nicht überschreitet, kann man prima mit Blei-oder mit beschichteten Bleigeschossen leben.

Blei-oder beschichtete Geschosse sind um einiges billiger als Voll-oder Teilmantelgeschosse.

Probleme gibts wie erwähnt dort, wo die Geschosse hohe Geschwindigkeiten erreichen ( müssen ? ), wie z.B. in Langwaffen.

Das führt dann bei nackten Bleigeschossen zu starken Ablagerungen in den Zügen des Laufes und wenn die Bleigeschosse auch noch sehr weich sind kann es sogar sein, daß sie die Züge quasi " überspringen ". Von sowas wie Präzision kann da keine Rede mehr sein.

Ich habe z.B eine Marlin 336 CSS mit einem " Micro-Groove "-Lauf, die mag Blei gar nicht und verkupferte Geschosse nur mit sehr moderaten Ladungen.

Die Kurzwaffen schieße ich bis auf die CZ 75 ( bei 9 Para bin ich zu faul zum selber laden...) sehr erfolgreich mit beschichteten-oder verkupferten Bleimurmeln, im Falle der .357er sogar erheblich komfortabler als mit Fabrikmun ( weil es keine fertig zu kaufende Munition mit 200grs Geschossen gibt ).

Antwort
von WDHWDH, 81

Sportgeschosse sind "zylindrisch" mit einem scharfkantigen Rand. Daher wird das Loch auf der Scheibe scharfkantig/rund und kann daher genauestens mit einem Lochprüfer einem Ring zugeordnet werden. Spitzgeschosse "reißen" ein Loch und daher kann der Treffer nicht genau bewertet werden. Die Art des Geschosses blei/mantel hat überhaupt nichts mit der Laufabnützung zu tun. Je nach Art des Geschosses sollte auch der "Drall" verschieden sein.

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