
Auf diese Frage habe ich einmal eine Antwort gehört, die mir sehr gut und logisch erscheint:
Mit zunehmendem Alter haben wir schon einen längeren Zeitraum hinter uns, mit dem wir etwas vergleichen können und weniger "große Meilensteine", auf die wir "hinleben"!
Als Kind kommen einem 10 Minuten im Vergleich zu den (sagen wir mal) 3 Jahren, die wir schon gelebt haben sehr viel länger vor. Im Vergleich zu 30 oder 40 Jahren ist das ja auch so! (Prozentual gesehen!)
Ausserdem gibt es im Laufe des Lebens ja auch "Meilensteine", auf die man sich freut: Weihnachten, Kindergarten, Schuleintritt, 18. Geburtstag, Führerschein, eigene Wohnung, ...
Und wir alle wissen doch, das die Zeit (scheinbar) viel langsamer vergeht, wenn wir sehnlichst auf etwas (oder jemanden!) warten - wie Ulf ja schon so treffend bemerkt hat!
Wenn man viel zu tun hat, merkt man auch nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Ganz anders wenn man Langeweile hat (lange Weile!)!

Hallo Heidi.
Ich weiß nicht, wie alt Du bist. Aber da Du so gezielt fragst, gehe ich davon aus, dass Du genau dies gerade festgestellt hat.
Ich behaupte hingegen, dass die Zeit genauso schnell verfliegt, wie wir es zulassen.
Ich bin fast 45 und habe täglich so viel um die Ohren, dass ich mir Tage mit 48 Stunden wünsche.
Als ich ein kleines Kind war, konnte ich stundenlang spielen und hatte abends das Gefühl, schon seit Tagen zu spielen.
Eine meiner Omas wurde 87 und sagte mir immer, dass jetzt im Alter ihre Tage sich so zäh wie Kaugummi hinzögen.
Arbeite mal 10 Minuten oder warte mal 10 Minuten. Was geht schneller?
Ulf, mir gefaellt Antwort von Kolibri. Deiner Oma war's langweilig. Mir nie. Aber ich denke jetzt, mit 72 Jahrringen anders ueber Zeit, wie mit deren 50 oder so. Wie manchmal noch Schwalben sehen, usw ? Dann der innere Ruhigsteller, in unserer Familie wird man alt, koennten ja noch 20 Jaehrchen oder so drin liegen. Auch bei mir sind 10 Minuten eben 10 Minuten. Die innere Stimme fragt nach der Lebenszeit. Erst jetzt im Alter.

Meine Theorie sieht folgendermaßen aus. Das Vergehen der Zeit muss etwas mit Bewegung zu tun haben. Bewege ich mich schnell, vergeht die Zeit relativ langsam. Bin ich aufgeregt oder kann etwas kaum erwarten, schlägt das Herz relativ schnell, die Folge: die Zeit schleicht nur so dahin. Bei Kindern schlägt das Herz z.B. auch viel schneller als bei uns Erwachsenen.
Interessante Frage, die mit dem Thema Zeit zu tun hat. Mit zunehmendem Alter hat der Mensch einfach weniger Zeit übrig. Natürlich ist 1 Std. immer 1 Std.. Wertvoller, wenn auch nicht länger, wird sie jedoch mit zunehmendem Alter. Das beantwortet zwar nicht unmittelbar deine Frage. 1 Std. Nichtstun ist genauso lang wie 1 Std. Arbeit. Ob Sie sinnvoller ist,ist jedoch wieder ein anderes Thema. Mit 20 hat man ein anderes Zeitgefühl, als mit 60 z.b., weil man ja offensichtlich mit 20 halt einfach noch mehr Zeit hat. Vielleicht kann man die Zeit damit vergleichen in einem Karusell zu sitzen. Mit 20 sitzt man in der Mitte, man dreht sich zwar genau so schnell wie wenn man ganz aussen sitzt,d.h die Anzahl der Umdrehungen sind die gleichen,nur man empfindet es nicht so schnell. Je weiter man nach aussen driftet desto fühlbar " schneller " dreht sich das Karussell, und irgendwann fliegt man raus. Vielleicht kann man das mit dem Alter vergleichen, und das Zeitgefühl oder Zeitempfinden ist im Alter einfach ein anderes, scheinbar schnelleres. Vielleicht hilft dieser Vergleich.
genau nach solcher Formulierungn habe ich die ganze Zeit gesucht. Klasse antwort. Glückwunsch dazu
Danke - aber die ist gar nicht von mir! Hab sie nur mal irgendwo gehört und da sie mir so gut gefiel auch behalten! Aber ich nehm den Glückwunsch dann gerne als Kompliment für mein Gedächtnis! :))
Vielen Dank für das Sternchen - freut mich sehr! :)