H0LLYW00Dx3 am 05.05.2009 um 16:43 Uhr
Hallo,
ich frage mich seit langer Zeit, warum manche Leute sich davor schämen, öffentlich zu Gott zu stehen. Sie sagen immer, sie glauben an Gott. Bei mir in der Schule ist das auch so. Wenn man zu zweit ist und den anderen fragt, ob er an Gott glaubt, dann sagen sie alle immer ja. Wenn wir dann aber in einer Gruppe sind und die anderen fragen, sagen diejenigen, die vorher ja gesagt haben, plötzlich nein. Warum? Man muss sich doch nicht davor schämen zu Gott zu stehen. Ich tue das auf jeden Fall persönlich nicht und ich stehe dazu.
Weil es unter jungen Leuten wohl als "uncool" gilt... Was ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Jedem das Seine...
Weil es keinen gibt und es einfach peinlich ist imaginäre Kinderfiguren anzubeten
daddysdearest am 7. Mai 2009 14:34 Solche Typen wie Du sind ein Grund, dass mancher nicht über seinen Glauben spricht.
Solipsist am 7. Mai 2009 16:23 Und nicht zu vergessen mich, Dad.
Bizarr, dass Du Dich ausgerechnet Noel nennest. Weißt Du, was der Name bedeutet? Weihnachten! :-) Freud würde sagen: "Die Wiederkehr des Verdrängten".
nierskiesel am 1. Juni 2009 10:40 Auch solche Meinungen und selbst der Ausdruck "peinlich" in Bezug auf Religiösität haben das Recht respektiert zu werden, solange sie in nicht verletzendem und aggressiven Tonfall vorgetragen werden. Liebe Christen... das hat schon dem Gebot der Nächstenliebe und Toleranz zu entspringen.
lenno am 14. Juni 2009 16:04 Du hast es auf den Punkt gebracht! Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Weil sie Angst haben, nicht für "voll" genommen zu werden. Es gibt auch andere Gründe, die gehen dann tiefer.

Weil sie wissen, das viele Menschen ein völlig abstruses Bild von Gott und von gläubigen Menschen haben. Und oft fehlt dann der Mut, sich immer wieder als doof hinstellen zu lassen, nur weil andere nicht wissen, worum es wirklich geht.

Ich nehme an, weil man privat durchaus in einer selbsgezimmerten Gedankenwelt leben kann, in der Öffentlichkeit aber die Empfindung der Märchenhaftigkeit der Religionsauffassung unvermeidlich spürbar wird. Das geht gar nicht anders, wenn man mit einem gütigen Gottesbild an die harte Realität des Universums stößt und dies in den Blicken der Öffenlichkeit gespiegelt empfindet.
Das führt zu einem vorsichtigen Verschweigen der Vorstellung, in der man privat lebt. Nur auf diese Weise können Menschen, die an ein künstliches Gedankengebäude (eine Ideologie) glauben, die angehme Wunschvorstellung von der Welt bewahren. Ich habe diese Erkenntnis übrigens nicht in christlichen Kreisen sondern im Osten, im Zusammenhang mit dem Sozialismus gewonnen. Das Wort Kommunismus war dort genauso unbehaglich auszusprechen, wie hier "Gottes Güte" oder im Islam die entsprechenden Begriffe.
Im Übrigen, ich habe es viele Jahre lang in der evangelischen Kirche versucht, bis ich angewidert durch die weibische und wirklichkeitsleugnende Grundnatur der christlichen Auffassung mich abgewandt habe. Seitdem ist meine Erkenntniskreativität wieder befreit, ich versuche nicht mehr zu leugnen, dass die Wirklichkeit so ist, wie Gott, nämlich gut und gleichzeitig auch ganz übel.
daddysdearest am 7. Mai 2009 14:36 Gelebten Glauben kennst Du aber ganz offensichtlich nicht.

Ich habe, obwohl ich Agnostiker bin, keinerlei Probleme mit überzeugten, praktizierenden Christen. Allerdings haben sie eines mit Homosexuellen gemeinsam: Wenn sie mich bekehren wollen, gibt es Ärger!

das ist schön für dich und deinen glauben und solange du nicht versuchst, die anderen von deinem glauben zu überzeugen ist auch alles ok
H0LLYW00Dx3 am 5. Mai 2009 16:46 Nein, dass tue ich auf jeden Fall nicht. Wenn jemand, dass nicht will, dann ist das seine Sache. Aber wie gesagt, ich kann das einfach nicht nachvollziehen, warum sie sich für ihn schämen.
Wieso sind Fundamentalisten schlecht? Ich denke wenn jemand weiß, dass seine Meinung richtig ist, dann sollte er sie auch publizieren dürfen
wienochmal am 5. Mai 2009 16:59 wie publizieren? in der zeitung oder wo?

Sowas gibt es nunmal unter Menschen, einige fühlen sich in einer Gemeinschaft wenn sie ihre Meinung sagen nicht so gut, geht mir selten auchmal so bei manchen Themen. Ist nunmal auch bewiesen das Menschen mit wenigen Personen besser sprechen können als mit Gruppen von Personen.
Ich glaube weils manche Leute denken es sei uncool oder nicht mehr zeitgemäß

sie finden: das sei nicht cool. zu buddhas zeit durfte man den begriff gott nicht erwähnen.da gehörte mut zu,solches zu tun.im westen ist der begriff energie an sich besser.energie ist unschaffbar und unzerstörbar.also gott.westler verstehen das eher.vor allem atheisten...

Wie kommst Du darauf, dass sie sich Gottes schämen? Würden sie denn dann an ihn glauben, wenn sie so eine geringe Meinung über ihren gott haben? Für manche Menschen ist Glaube eben eine persönliche Sache.
Es ist nicht deine sache das igendwie zu bewerten. SIe schulden dir keinerlei beweis.

Ich blaube nicht an den christlichen Gott und ich schäme mich deswegen kein bischen. Warum auch? Das tun nur Leute ohne Selbstbewußtsein oder Leute, denen zu wichtig ist, was andere von ihnen denken.
nierskiesel am 1. Juni 2009 10:47 Durchaus zu respektieren und auch nachvollziehbar. Doch ob sich dieses große Selbstbewusstsein und solcher tatsächlicher oder vermeintlicher Realismus hält, wenn es eines Tages soweit ist, und die Ärzte einem den nahen Tod prophezeien, oder das Flugzeug, in dem man sitzt, gerade abzustürzen droht... Denn die materielle Welt, die man als nicht-religiöser Mensch für wahrscheinlich oder sicher gegeben hält, hat wesentlich weniger an Versprechungen für einen Fortbestand des Bewusstseins nach dem physischen Tod übrig als die Welt, wie sie in religiösen Vorstellungssystem existiert.

Es gibt ja auch Leute die sich nicht nackt zeigen, oder die noch nicht mal sich trauen offen zu sprechen! Ist wohl hauptsächlich eine Erziehungsfrage!
coeleste am 4. Oktober 2009 11:41 keine schlechte antwort.sollten manche mal drüber nachdenken.
vielleicht sagen sie nur vor dir , dass sie zu gott stehen. vielleicht fürchten sie deinen zorn. vielleicht vertrauen sie auf den schutz der mehrheit.