grada13 am 27.10.2008 um 19:42 Uhr
Denkt ihr auch so??
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Für uns Menschen ist natürlich der Mensch das Maß aller Dinge, zumindest sollte das so sein. Woran sollten wir uns messen wenn nicht an uns selber? Wie könnte man Entscheidungen und Entwicklungen beurteilen ohne dabei an ihre Auswirkung auf den Menschen zu denken, ob als Einzelwesen oder als Menschheit.
Abgesehen vom philosophischen oder soziokulturellem Teil hat das Maß des Menschen im ganz wörtlichen Sinn eine sehr große Bedeutung in sehr vielen Bereichen, nicht nur in der Konfektionsgröße.
Eine ganze Wissenschaft, die Anthropometrie, beschäftigt sich mit der Ermittlung und Anwendung der Maße des menschlichen Körpers. In der Ergonomie zur Gestaltung von Gegeständen, im Arbeitsschutz zur Festlegung von Sicherheitsabständen und so weiter. Es gibt auch eine DIN 33402: "Körpermaße des Menschen".
Berühmte Ikonen der Architektur wie Le Corbusier haben sogar Maßlehren entwickelt, die auf menschlichen Maßen basieren. Corbu hat seinen "Modulor" seinem gesamten architektonischen Schaffen zugrunde gelegt. Seine Architektur sollte so gleichermaßen menschliches Maß und objektive Ordnung haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Modulor (leider sehr kurz)

Der MENSCH sagt, dass "der mensch das maß aller dinge ist"? Andere hat man dazu noch nicht befragt.

Der bekannte Homo mensura Satz von Protagoras...
Leider existiert er nicht in der originalen Formulierung, sondern nur in der Überlieferung durch Platon (der ihn dann selbstredend für seine Zwecke verwendet).
Der Satz kann verschieden verstanden werden - ist jedoch in jedem Fall problematisch. Die ganze Entwicklung des Problems mit den unterschiedlichen Schichten (erkenntnistheoretisch, ontologisch, ethisch usw.) hier aufzuschreiben, würde zu weit führen.
Daher nur ein Gedanke: Welcher Mensch ist das Mass aller Dinge? Und wenn zwei Menschen unterschiedliche Massstäbe haben - wer entscheidet dann, welcher Mensch mehr Mass aller Dinge ist?
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Zuendegedacht führt der Satz zu einem Widerspruch oder doch zumindest in ein Dilemma.
jobo22 am 27. Oktober 2008 19:47 vielleich auch in ein Drama DH
Baiana am 27. Oktober 2008 19:50 Vielleicht noch zur Ergänzung: Protagoras gehört zu den Sophisten, Menschen, die Philosophie und hier vor allem die Kunst der Argumentation und Rhetorik gegen Geld vor allem an aufstrebende Politiker weitergaben. - Es ist durchaus möglich, dass dieser Satz von ihm als rhetorischer Taschenspielertrick und mögliches Totschlagargument eingeführt wurde - aber da wir seine Überlieferungen nicht haben, wissen wir es nicht. :-)
Baiana am 27. Oktober 2008 19:53 Und noch eines - der vollständige Satz ist den meisten nicht bekannt. Er lautet:
Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden, dass sie sind, und der Nichtseienden, dass sie nicht sind.
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Das Zitat lautet:
"Es gab einmal ein Zeitalter - es war das griechische - da war der Mensch das Maß aller Dinge. Heute sind die Dinge das Maß aller Menschen."
(Werner Finck)
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Nichts zu danken. Fundierte Antworten wie diese schüttle ich aus dem Ärmel ...

Er ist eines der erfolgreichsten Modelle, aber nicht die Perfektion.

... das "man" überhaupt nicht, und ich schon mal gar nicht !

Nur der Mensch beurteilt, denn Tiere machen sowas nicht, z.B. Gut und Böse.

Hierzu fällt mir spontan der Mensch nach Leonardo da Vinci ein, wie er als einziges Maß aller Dinge die Quadratur des Kreises ermöglicht:
http://hometown.aol.de/astbadabbach/DasMassallerDinge.html
Ich meine, metaphysisch gesehen ist der Mensch derjenige, der Ursache und Wirkung vieler Probleme und Erkenntnisse ist, als auch derjenige, der diese bekämpfen/beseitigen kann.

Manchmal habe ich das Gefühl, der Mensch ist die Mutation des Grauens...von Perfektion weit entfernt...

Halloooo? Welcher man(n) sagt denn, dass der Mensch das Maß aller Dinge ist?

Weil man zum Wohle der eigenen Spezies handeln sollte - und unsere Spezies ist nun mal die menschliche.