Warum sagt man eigentlich "Freund und Kupferstecher"?

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6 Antworten

Die Wendung wird heute recht freundschaftlich, aber auch  recht herablassend verwendet.

Lutz Röhrich: "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten"(Taschenbuchausgabe  in 3 Bänden, Herder)  gibt eine mögliche Erklärung für die Wendung, deren Entstehung allerdings nicht nachweisbar ist. 

Viele Kupferstecher wurden im Barock und auch danach noch  beschäftigt, um Gemälde als Kupferstich zu kopieren oder  für Buchillustrationen druckfähig zu machen. Die Kupferstecher waren selber keine kreativen Künstler, sondern übertrugen die Arbeiten von anderen, aber dazu  mussten sie über große  zeichnerische und handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Wenn man einem solchen Kupferstecher also ein eigenes Werk anvertraute, damit er es "in Kupfer stach" gab, musste man dem Kupferstecher daher wie einem echten Freund  vertrauen können, denn er hatte ja die Möglichkeit,  seine Arbeit selbständig zu verkaufen oder Stiche in vielen Kopien  herzustellen oder gar das Original zu fälschen oder verfälschen. Der Fall des Kupferstechers  Abraham  Küfner ist bekannt, der ein Selbstbildnis Dürers  fälschte, das ihm die Stadt Nürnberg zum Stechen anvertraut hatte. 

Die Erklärung findet sich auch auf Redensarten.de, die Adresse hat PatrickLassan gegeben

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Ein Kupferstecher ist ein Künstler. Künstler sind und waren Lebemänner, denen man nicht wirklich trauen konnte und die nie Geld in der Tasche haben aber mit denen man in Notlagen auch Pferde stehlen konnte. 

"Mein Freund und Kupferstecher " heiß also "was hast du jetzt wieder angestellt" oder auch "ich hab da mal was nicht ganz legales"

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Kommentar von swissss
10.12.2015, 09:49

so eine Quatschantwort. 

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Der Kupferstecher ist ein mittlerweile nicht mehr sehr verbreiteter grafischer Beruf. Die (Selbst-)Bezeichnung wird heute in der Regel nur noch für Künstler verwendet, die mit der grafischen Technik des Kupferstiches Druckplatten für die Vervielfältigung von Abbildungen hergestellt haben.

Redewendung:

Die sprichwörtliche Anrede „Mein lieber (oder alter) Freund und Kupferstecher“ deuten manche als abwertend und misstrauisch, da die Kupferstecher mit dem Aufkommen des Papiergeldes die nötigen Voraussetzungen mitbrachten, um als Geldfälscher tätig zu werden.

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Kupferstecher waren selber nicht kreativ tätig, sondern übertrugen die Arbeiten anderer, was aber trotzdem hohe Anforderungen an ihre zeichnerischen und handwerklichen Fähigkeiten stellte. Wenn man jemandem also ein eigenes Werk zum "in Kupfer stechen" gab, musste man diesem vollund ganz vertrauen können (wie einemFreund), denn er hatte die Möglichkeit, quasi das "Negativ" des eigenen Werkes entweder zu veräußern oder damit eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Kopien herzustellen oder gar wie derKupferstecher Abraham Wolfgang Küfner das ihm von der Stadt Nürnberg überlassene Selbstbildnis Albrecht Dürers 1799 zu fälschen (siehe auch "etwas abkupfern"). 

http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~Mein%20lieber%20Freund%20und%20Kupferstecher!&suchspalte%5B%5D=rart_ou

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Kommentar von swissss
10.12.2015, 09:54

Ich habe Graveur gelernt und als AZUBI  selber 4 bis 5 Kupferstiche gemacht :-)

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Das ist eine gute Frage, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich habe eine Antwort bei Wikipedia gefunden

https://de.wikipedia.org/wiki/Kupferstecher

lg Lilo

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Kommentar von DetlefWeissmuel
10.12.2015, 09:54

ich weiß, ihr habt alle gegoogelt, aber ich fand sie auch nicth so schlecht, ich dachte, vielleicht wäre mal jemand richtig gebildet und hätte es gewusst und mit eigenen worten ausdrücken können^^

aber ich fand die auch legitim, hier wird so viel ergoogelbares gefragt...

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