Warum sagen hier in Deutschland Menschen wegen angeblicher Überbevölkerung keiner Kinder haben zu wollen?

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22 Antworten

Hi, der Begriff "Überbevölkerung" ist m. E. nicht eindeutig zu definieren und wird wohl auch subjektiv (und religiös motiviert) unterschiedlich interpretiert.

Ich kenne eine ganze Reihe von Menschen, die ihre gewollte Kinderlosigkeit glaubwürdig mit der exzessiv steigenden Bevölkerungsdichte auf globaler Ebene begründen, die sich also nicht nur auf Deutschland beziehen. Deren Argumentation reicht bis zu der Aussage "Andere hecken ohnehin schon für uns mit", was bei näherer Betrachtung auch kaum zu entkräften ist.

Das Hauptargument liegt allerdings bei den permanent steigenden Kosten und der damit verbundenen Unsicherheit, was langfristige Lebensplanung betrifft - auch gibt es gravierende Versäumnisse der Politik, die sich erst seit kurzer Zeit dazu in der Verpflichtung sieht, neben der Profitmaximierung für Konzerne nun auch die Bedürfnisse von Familien in den Fokus zu rücken. Was, wie sich zeigt, ebenso schlafmützig gehandhabt wird wie die erforderlichen Korrekturen in der Bildungspolitik.

Sicher gibt es noch weitere Faktoren, welche hinsichtlich der Geburtenrate in Deutschland eine tragende Rolle spielen. Ob die Populationsdichte und Geburtenrate (des Menschen) in Deutschland als zu gering anzusehen ist oder einer eher fragwürdigen Einschätzung diverser Interessengruppen unterliegt, vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Ob die Rechnung der Politik, den "schwindenden Anteil" an Steuerzahlern über die "Mithilfe" gebärfreudiger Migranten auszugleichen, auch aufgehen wird, ohne sich um eine baldige und allumfassende Familienförderung bemühen zu müssen, darf allerdings bezweifelt werden.

Meine Überzeugung ist, dass die Geburtenrate auch deutscher Familien in dem Maße steigen wird, wie es gelingt, dem permanenten ökonomischen Druck und den entsprechend unangemessenen Erwartungshaltungen zu begegnen. Ein Rückschritt in die "geschlechtliche Rollenverteilung" manch anderer Kulturen, deren Vertreter sich hier unisono über zu wenige Kinder mokieren, wäre m. E. keinesfalls wünschenswert und bereits im Ansatz zu unterbinden.  LG 

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Kommentar von SedOwl
27.02.2017, 02:14

Hi, ManuTheMaiar, danke für dein Sternchen!  LG.

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Hier wird ein Paradoxum zum Problem, weil der Furcht vor einer Überbevölkerung der Erde die Furcht vor den Folgen zunehmender Altersarmut gegenübersteht und den Verantwortlichen so ziemlich alles einfällt, nur nicht, das Technik, Produktion und Wirtschaft der Versorgung und der Verbesserung der Lebensbedingungen dienen soll anstatt der Vermögensvermehrung weniger.

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Ich denke sich damit rauszureden ist für viele einfacher als eventuelle wahre Gründe zu nennen wie "ich bin zu Pleite für ein Kind/kann nichts bieten" - "die Welt ist zu schlecht, als dass ich es einem Kind antun würde", oder ein ganz einfaches "ich mag keine/hasse Kinder".

Die Gesellschaft ist recht intollerant, gerade, wenn ein Mensch etwas gegen Kinder hat, da wird man schnell verurteilt und in eine Schublade gesteckt, in die man nicht hingehört, Diskussionen werden angefangen usw... Deswegen reden sich viele wahrscheinlich mit einer 0815 Argumentation raus, um diesen Nervensägen von "über kinderliebhaber/übereltern" aus dem Weg zu gehen und/oder einfach, weil anderen persönliche Gründe nichts angehen und nicht drüber reden wollen.

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Hallo!

hier ist es doch eher andersrum und es gibt zu wenige Kinder

Das ist richtig und die meisten sehen das auch so.

Gruß Kami

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Von vielleicht 70 Mill. Menschen gibt es stets paar Leute, die Dieses oder Jenes sagen, doch ist es nicht der allgemeineTrend, was du hier behauptest. Kinderlosigkeit wird selten wegen Überbevölkerung herangezogen, da gibt es weitaus handfestere Gründe und sei es das Berufsleben der Frau u.a.m.

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Das ist zwar faktisch richtig, aber ich habe noch nie jemanden sagen gehört daß er keine Kinder bekommen will weil es faktisch schon zu viele Menschlein gibt. Insofern kann ich Dir leider nicht helfen, aber mich würden doch SEHR Deine Quellen interessieren. Bekannte ? Fernsehen ? Zeitung ?

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Kommentar von ManuTheMaiar
28.11.2016, 00:51

Ellenlange Diskussionen in den Kommentaren auf Youtube und viele viele Frage hier auf Gf das sind meine Quellen

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Das ist weder schwachsinnig, noch unlogisch. Es resultiert einfach nur aus der Erkenntnis dessen was auf uns zu kommt. In ein paar Jahren leben auf diesem Planeten mehr als 10 Milliarden Menschen, mit immer weniger werdenden Ressourcen. Natur wird es nur noch in Reservaten geben und viele noch heute lebenden Tierarten werden ausgestorben sein. Es wird Kriege nicht nur um Rohstoffe, sondern auch um Wasser geben. Der kleine Flüchtlingsstrom aus dem letzten Jahr wird uns im Vergleich zu dem was uns erwartet, erscheinen wie ein warmer Sommerregen. Wer will schon seinem Kind diese Zukunft antun? Die Leute die sich gegen Kinder entscheiden haben vollkommen Recht!

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Die Überbevölkerung gilt weltweit, das hat nichts mit der Geburtenrate einzelner Länder zu tun. Dabei ist das eigentliche Problem, dass Mensch die Natur ausbeutet. Wächst die Bevölkerung weiter und findet kein Umdenken statt, wird es schwierig, diese zu ernähren. Momentan müsste noch keiner hungern, es läuft nur die Verteilung falsch. Wenn die Gesamtbevölkerung aber weiter wächst und der Boden weiterhin vergiftet wird, könnten wir an den Punkt kommen, dass es tatsächlich nicht mehr möglich wäre, alle zu ernähren.

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Das mit der Übervölkerung Deutschlands ist nicht richtig, sonst müsste die Person, die das sagt durch Selbsttötung für eine Regulierung der Bevölkerungszahl sorgen. Tatsache ist, dass der Wohlstand eine wesentliche Ursache für die zurückhaltende Bereitschaft, Kinder zu halten, ist. Desweiteren ist die problemlose Steuerung der Unfruchtbarkeit der Frau mittels Pille zu berücksichtigen. Denn mit dieser Methode kann man sich dem Ausleben der geschlechtlichen Lust widmen, ohne die Folgen einer Schwangerschaft befürchten zu müssen. Nur wird dies niemand zugeben.

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Die Entscheidung, keine Kinder zu wollen als das Ergebnis eines politischen Denkprozesses darzustellen hört sich einfach besser an als "Kinder sind mir zu anstrengend und zu teuer".

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Überbevölkerung nenne ich eine Ausrede. Wenn man seinen Kindern kein Hartz4 Lodderleben leisten möchte dann braucht man heutzutage einiges dafür. Ich würde mir anhand der allgemeinen wirtschaftlichen Situation auch kein Kind ans Bein binden.

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Kommentar von ManuTheMaiar
28.11.2016, 00:36

Aber wozu rausreden kann doch jeder selbst entscheiden ob er ein Kind will

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Kann ich dir nur zustimmen. Ich halte es für einen fadenscheinigen Vorwand. Es wäre ehrlicher zu sagen, "ich will keine Kinder haben weil ich.." ...keine Verantwortung für Kinder übernehmen will...mein hedonistischer Lebensstil mir wichtiger ist...meine Karriere mir wichtiger ist..ich zu faul bin...ich keinen passenden Partner finde...ich Angst vor der Zukunft habe...selber noch ein Kind bin.. usw.

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Kommentar von Zoroastres
28.11.2016, 10:38

Ja, ich denke das triffts gut. Aber eine einfach und noch dazu ethisch bründetet Erkläung (die nachträglich zur eigenen Einstellung gesucht wird) ist einfach schöner. Heuchler. Ich hasse es wenn Leute sich so rausreden. Denn das schlimmste ist, dass sie es dann beginnen selbst zu glauben.

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Naja auf uns Menschen kommt ein Problem zu. Und Überbevölkerung ist die Ursache. Überleg dir mal, sagen wir wir haben 2018 10Milliarden Menschen, davon bekommen 7milliarden jeden Tag ausreichend zu essen. Das ganze essen muss angebaut werden, und die Energie für die Städte muss erzeugt werden. Resultat irgendwan Kamm man die Luft nicht mehr atmen, aufgrund zu hoher Stickstoff und CO2 werte. 

Das ist natürlich sehr theoretisch und so aber die Überbevölkerung kann ein Problem werden, 

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Kommentar von ManuTheMaiar
28.11.2016, 00:50

Aber Europa macht nur einen ganz kleinen Teil davon aus, hier gäbe es noch genug Ressourcen um die Bevölkerung zu verdoppelt wenn Menschen hier wegen Überbevölkerung keine Kinder bekommen dann hilft das kein bisschen viel mehr würde es helfen den Lobbyismus mit dem gierige Firmen unter Mithilfe korrupter Staaten arme Länder ausbeuten zu stoppen

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Kommentar von MonkeyKing
28.11.2016, 07:57

Aber die Überbevölkerung ist in Europa nicht das Problem und wird auch nicht dadurch bekämpft, dass Menschen in Europa weniger Kinder bekommen. Das wäre so als würde ich sagen: mein Nachbar ist zu fett also mache ich eine Diät.

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Die Leute sagen nunmal, was ihrer Meinung, Ansicht oder ihrem Bedürfnis entspricht. Das muss sich doch nicht mit deiner Wunschvorstellung einer Antwort decken, capice1? :-)

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Dein Argument ist nicht tragfaehig, es wird nur von wenigen Buergern unsinniger Weise benutzt.

Tatsache ist, 188Tsd. Menschen sind im letzten Jahr mehr gestorben, als Kinder geboren wurden.

vonHauptgrund fuer Kinderlosigkeit ist der Arbeitsplatz der Frau, hier hapert es von Anfang an, warum werden denn erst jetzt Kindergartenplaetze geschaffen, damit das Berufsleben der Frau weiter gehen kann?

Man bedenke, bei einem Verdiener koennen sich nur wenige Familien eine Wohnung , z.B. in Muenchen leisten, usw. Es ist also ein Wohlstandsproblem, da beisst die Maus keinen Faden ab.

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Wo hast Du denn das aufgeschnappt?

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Naja, so ein Unsinn ist das mit der Überbevölkerung garnicht. 

Natürlich haben wir hier in Deutschland leider einen sehr hohen Geburtenrückgang zu verbuchen, das ist wahr. Aber Deutschland ist nur ein kleines Fleckchen Erde. ;)

Zumal man ja auch bedenken muss, das nonstop Erwachsene mit ihren Kindern zuwandern. 

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Kommentar von ManuTheMaiar
28.11.2016, 02:49

Aber Deutschland ist nur ein kleines Fleckchen Erde

Was können die Menschen in Deutschland denn dafür das andersort so viele Kinder geboren werden das diese Überbevölkerung entsteht hier besteht doch kein Grund deswegen den eigenen Kinderwunsch zurückzuhalten

Zumal man ja auch bedenken muss, das nonstop Erwachsene mit ihren Kindern zuwandern.

Ist das nicht gerade ein Grund mehr selber auch Kinder zu bekommen ?

Ich bin angehender Physikstudent (noch Abiturient) und vergleiche das deshalb mal mit der Diffusion und deswegen erscheint es mir logisch hier mehr Kinder zu bekommen um ein besseres Gleichgewicht zu haben

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Da muss man vorsichtig sein. Es ist eine sehr persönliche Entscheidung eines Jeden. Und wenn jemand keine Kinder haben möchte so ist das seine Sache - egal aus welchem Grund.

Ausserdem kann es sein, dass diejenigen die profane Gründe angeben, evt. in Wirklichkeit aus biologischen Gründen keine Kinder bekommen können und dies ihnen unangenehm ist.

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Kommentar von ManuTheMaiar
28.11.2016, 01:18

Ich habe doch überhaupt kein Problem damit wenn jemand keine Kinder will, gerade als Anarchist respektiere ich die freie Selbstbestimmung

Ich habe nur ein Problem mit diesem Argument als Grund

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Die Leute hier haben sehr viel Zukunftsangst, die sie lähmt

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Wenn Deutschland an einem nicht leidet, ist das eine zu geringe Bevölkerungsdichte?. Warum sollte man die vergrössern?

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