Frage von Xboythehidden, 607

Warum sagen einem alle, man wäre egoistisch, wenn man Organspende ablehnt?

Also mein Bruder und ich (wir sind 14) haben uns vor kurzem Ausweise geholt und da "Nein" angekreuzt.

Jetzt sagen uns alle, unsere Eltern (allen voran unsere Mutter), weiter Angehörige und Bekannte der Familie und ein paar unserer Lehrer wir wären egoistisch und würden damit anderen die Chanche auf ein weiterleben (unter schwersten Medikamenten) nehmen.

Wir haben denen dann erzählt, dass uns dieses Thema einfach zu sehr belastet und wir deshalb vorläufig "Nein" gesagt haben und das dann mit 16-17 wenn wir reifer sind neu überlegen wollen, aber die meisten meinen trotzdem wir wären egoistisch.

Ich frag mich, was ist daran bitteschön egoistisch ?

Antwort
von FelixFoxx, 128

Es ist Eure Entscheidung. Allerdings solltet Ihr Euch Gedanken darüber machen, was Ihr darüber denkt, wenn Ihr selbst mal ein Organ braucht, es geht dann oft um Leben und Tod.

Ich bin jetzt 46 Jahre alt, war mit 17 Jahren aufgrund von Schrumpfnieren das erste Mal an der Dialyse. Mit 20 habe ich eine Niere eines Verstorbenen bekommen, ich habe sie immer noch, auch wenn ich seit 2013 wieder an die Dialyse muss. Ich bin dankbar dafür, dass ich durch diese Möglichkeiten weiter leben kann. Und es ist trotz allem ein schönes Leben! Ich arbeite Vollzeit, habe meinen Mann und meine zwei Ponys.

Kommentar von Xboythehidden ,

Natürlich würde ich meinem Bruder eine von meinen Spenden oder auch ein Stückchen meiner Leber wenn nötig.

Das wäre auch eh allein schon weil es da keine Abstoßung gibt, das beste.

Aber wenn wir darüber nachdenken ob wir ja sagen sollen, dann kommen immer sehr quälende Gedanken auf und deshalb kann ich momentan einfach nicht ruhigen Gewissens ja ankreuzen und er kann das auch nicht.

Ich hab ihn einfach alles lieb, ich könnte das nicht ertragen, wenn man ihm sein Herz rausschneidet.

Dazu haben wir noch unsere Zweifel an den Diagnosen.

Deshalb haben wir gesagt, dass wir das später, mit 16 mal neu überdenken wollen.

Aber mich würde echt mal interessieren, wie du so mit den Medikamenten klargekommen bist, man hört ja, dass das der Horror sein soll.

Kommentar von FelixFoxx ,

Warum sollte es der Horror sein??? Ich hatte kaum Nebenwirkungen (nur ein fehlendes Sättigungsgefühl vom Prednisolon, mit erheblicher Gewichtszunahme). Ich musste morgens eine Tablette Prednisolon und abends 2,5 Tabletten (=125mg) Azathioprin nehmen. Dazu Blutdrucksenker, Entwässerungstabletten und etwas gegen zu hohes Cholesterin. Man gewöhnt sich an die Tabletteneinnahme, wenn man chronisch krank ist.

Übrigens, da Ihr ja eineiige Zwillinge seid, braucht Ihr gar keine Medikamente gegen Abstoßung im Falle einer Organspende untereinander...

Kommentar von Xboythehidden ,

Danke für die Antwort :)

Das es bei Zwillingen keine Abstoßung gibt, das wusste ich und dass ist unter anderem der Grund, warum ich für meinen Bruder im ernstfall ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen spenden würde.

Zumal es ja eh Verschwendung wäre, da er durch mich wieder kompett gesund würde, wenn man ihm dann ein Organ von sonst wem einbaut.

Und wurdest du durch die Medikamente öfter krank oder sowas ?

Kommentar von FelixFoxx ,

Nein, bei mir war das nicht der Fall, obwohl die Medikamente ja das Immunsystem schwächen. Das liegt vermutlich daran, dass ich wegen meinem Hobby (die Ponys) bei jedem Wetter draußen bin. Außerdem habe ich eine sogenannte "Fullhouse"-Niere, d.h. alle Kriterien, die getestet werden, stimmen zwischen mir und dem Spender überein. Kaputt gegangen ist meine Spenderniere durch die unzureichende Herzfunktion, ich habe ein Aneurhysma am Herzen. Wenn das Herz nicht richtig funktioniert, werden die Nieren nicht ausreichend durchblutet und können schnell ihren Dienst einstellen...

Kommentar von Xboythehidden ,

Ok, das erklärt einiges.

Ich hoffen meine Fragen waren nicht zu persönlich für dich, ich hinterfrage nur gerne, weil ich sehr wissenschaftlich denke

Kommentar von FelixFoxx ,

Kein Problem :-)

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Hmm, jetzt fällt mir auf was mein Bruder vergessen hat, wir hatten uns damals echt gefreut das du uns das so genau erklärt hast wie es bei dir lief und eigentlich wollten Flo dir dafür auch den Stern geben, naja aber als er das tun wollte hat in jemand gesperrt und als er 14 Tage später seinen Account (vorerst) zurückbekam hat er nicht mehr dran gedacht, tut uns leid das du deinen Stern nun doch nicht bekommen hast

Kommentar von FelixFoxx ,

Ich freue mich zwar über jeden Stern, aber ich bin nicht auf der Jagd danach ;-)

Antwort
von Melynn, 170

Es ist eure Entscheidung und da hat euch niemand rein zu reden! Ich denke es ist sehr stark nein zu sagen.

Hinzukommt, dass man bei so einer Spende ja noch nicht  gänzlich tot ist (nur hirntot), weil die betreffenden Organe ja noch verwendbar seien müssen und ich persönlich finde es heuchlerisch von einem Land, das sich so vehement gegen Sterbehilfe - ganz gleich wie schlecht es dem Betroffenen geht - wehrt, einen Menschen dann damit endgültig zu töten.

Außerdem finde ich, die Mediziner sollten endlich aufhören Menschen als Ersatzteillager zu benutzen und dermaßen auszuschlachten, sondern endlich eine dauerhafte Methode zu finden ein Organ auf künstliche Art zu ersetzen. Dazu ist die Medizin heutzutage eindeutig fähig, immerhin haben die Menschen, die auf ein Spenderherz warten ebenfalls einen Ersatz, zwar mit einem Gerät, das sie andauernd mit sich herumtragen müssen, aber sie leben.

Jeder hat das Recht zu entscheiden, dass nach seinem Tod nicht alles verwendbare aus seinem Körper herausgeschnippelt wird, insbesondere, wo die Wissenschaft nicht mehr darauf angewiesen ist. Und eure Eltern sollten sich schämen, dass sie euch gegen euren Willen dazu bringen wollen so etwas zuzustimmen.

Kommentar von dadita ,

Was du hier schreibst ist (gefährlicher) Unfug. Organtransplantationen werden nicht durchgeführt wenn es einen künstlichen Ersatz gibt, aber es ist eben nicht in allen (oder auch nur den meisten) Fällen möglich.

Forschung an künstlich hergestellten Organen oder Ersatzmaschinen ist ein großer Schwerpunkt der biomedizinischen Forschung. Aber und dies ist leider Fakt: Noch sind wir nicht imstande biologische Organe zu ersetzen. Die Medizin ist dazu eindeutig NICHT fähig. 

Die Formulierung "nur hirntot" ist indes amüsant, den mehr tot kann man schwer sein. Alles was wir sind, unsere Gedanken, Erinnerungen, Emotionen, unsere gesamte Persönlichkeit ist an die Funktion unseres Gehirns gebunden, kommt diese zum erliegen sind wir unwiederbringlich tot. Dass ein Teil unseres Körpers (mit maschineller Hilfe) im Stande ist, weiter zu arbeiten ändert daran nichts. 

Kommentar von Xboythehidden ,

Was sie da schreibt ist teilweise wahr, denn es gibt Kunstherzen und Dialyse.

Und das nur Hirntod stimmt, denn der reine Körper lebt ja immernoch und wird zerschnippelt

Kommentar von Mucker ,

"Den Hirntod gibt es überhaupt nicht. Er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin."

(Prof. Dr. Franco Rest, zit. nach Die Wurzel Nr.
3/2012, S. 36)

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Danke, Melynn - sehr gute Antwort ! :)

Antwort
von berkersheim, 21

Erstens: Das ist eine ganz persönliche Entscheidung. Zweitens so wichtige Dinge sollte man von Zeit zu Zeit neu überdenken. Mein Bruder war 58, als bei ihm die Frage (Unfall) anstand. Niemand wünscht Euch, dass ihr es eilig habt. Also nehmt Euch Zeit und lasst Euch nicht drängen. Mit den Erfahrungen ändern sich hin und wieder auch die Einstellungen.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Oh, tut mir Leid das wir deine Antwort erst jetzt sehen, aber der Support hatte sowohl meinen Bruder als auch mich mehrfach gesperrt und deswegen hat er es halt nicht mehr sehen können, ich antworte dir jetzt einfach mal für meinen Bruder, denn er ist überhaupt nicht mehr bei Gutefrage

Wir haben uns mitlerweile entschieden das wir komplett gegen Organspende sind, vor allem nachdem wir einen Artikel gelesen haben das es schon möglich ist Hirntote Ratten zu heilen und das bald auch bei Menschen getestet wird, naja wir nehmen für den Ernstfall jede Chance die wir kriegen können

Und unsere Herzliches Beleid für deinen Bruder, das tut uns echt leid für dich :(

Antwort
von Andretta, 164

Ich finde, das ist absolut Eure eigene Entscheidung. 

Unfair finde ich, Euch hinsichtlich Eurer Entscheidung emotional unter Druck zu setzen. 

In der Tat gibt es nicht nur Gründe für, sondern auch gar nicht wenige Gründe gegen die Organentnahme. Ihr seid bei weitem nicht die einzigen, die sich für ein Nein entschieden haben. 

Empfehlen würde ich Euch, das Thema nochmals gründlich zu recherchieren, das Für und Wider gegeneinander abzuwägen, um mit diesem Wissen dann eine fundierte Entscheidung zu treffen, die nicht allein auf einem Bauchgefühl beruht. 

Dann habt Ihr auch bessere Karten, Eure jeweilige Haltung klar zu kommunizieren, wenn sie denn hinterfragt werden sollte. 

Alles Gute ☺

Kommentar von Xboythehidden ,

Das werden wir machen, wenn wir emotional reif genug dafür sind, wir haben uns gesagt, da mit 16 nochmal dranzugehen

Kommentar von Mucker ,

Frage ist ja auch, ob die anderen überhaupt emotional und rational reif genug sind. Und was ist mit ihrem Beurteilungsvermögen ? Sind da nicht einige Defizite erkennbar ?

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Ich sehe anhand eurer bisherigen Fragen, dass ihr euch bereits ausgiebig mit dieser Thematik auseinandergesetzt habt und ich würde daher eure emotionale Reife nicht so geringschätzen und unterbewerten wie du...:) 

Kommentar von Xboythehidden ,

Ja, die Sache ist halt die, dass wir davon Sorgen und Albträume bekommen.

Antwort
von Mucker, 70

Na Ja - alle sagen das wohl nicht - aber sicher viele - insbesondere diejenigen, die nicht umfassend informiert und auf die Werbung und Schönrederei der an Organen interessierten Befürworter und Lobbyisten hereingefallen sind. 

Ich finde eure Reaktion auf die Leute, die euch unter Druck setzen wollen, cool und angemessen.

Menschen, die sich gegen die "Spende" ( Begriff der Verniedlichung, Verharmlosung und Manipulation) entscheiden als egoistisch zu bezeichnen - ist nichts weiter als ein Totschlagargument.

Diese Spezies sollten sich besser mal die Mühe machen, sich ausreichend zu informieren, um die Würde des Menschen - den Sterbeprozess - den Hirntod und die Organ"Spende" objektiv beurteilen zu können. Das können sie eben nicht ! Sie neigen zu subjektiven Urteilen und Vorurteilen.

Dabei hat jeder von uns die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren - wie z.B. hier:

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.
Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

“Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …”

Bitte hier weiter lesen: http://www.diagnose-hirntod.de/?page\_id=391

Kommentar von Mucker ,

Und damit sind wir beim Hauptthema dieses offenen Briefes. Bis heute fehlt eine Aufklärungskampagne, die diesen Namen wirklich verdient.

Sie müsste frei von jeglicher Beeinflussung über Pro und Kontra, Chancen wie Risiken aufklären und genau das passiert nicht.

Sie informiert extrem einseitig.

Es wird nur über die Menschen auf der Warteliste gesprochen.
Wer aber denkt an die Spender? Sie müssen immerhin erst einmal sterben, um ihre Organe überhaupt spenden zu können!

Um sie geht es mir hier vor allen Dingen. Und zum Spender können alle werden, die einen Organspendeausweis ausgefüllt haben.

Bevor Ihr das also tut, ist es wichtig, dass Ihr die GANZE Wahrheit zum Thema kennt und nicht nur einen Ausschnitt. Nur so könnt Ihr für Euch und Eure Lieben eine sichere Entscheidung treffen.

Dieser offene Brief, den Ihr gerne weiterverbreiten könnt, gibt Euch alle fehlenden Informationen und nicht nur das- ich verspreche Euch Überraschungen!

Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es zu tun habt, kurz etwas zu mir:  Ichhabe eine enge Verbindung zu den Themen Hirntod und Organspende, weilich sehr lange in der Intensivmedizin gearbeitet habe.  In dieser Weltzwischen Leben und Tod, Mensch und Maschine habe ich vieles gesehen,auch sogenannte „Hirntote“.

Später war ich in derTransplantationschirurgie tätig und  weiß daher auch, was manche Menschen mit ihrem neuen Organ  erleben und welche Phänomene es bei derOrganentnahme geben kann.

Der Hirntod zieht sich wie ein roter Faden  durch mein ganzes Leben. Und der ist leider auch das zentrale Thema bei der Transplantation von Organen,

denn ohne ihn würde es die Transplantationsmedizin überhaupt nicht geben.

Ich werde Euch jetzt etwas über den Hirntod und seinen Hintergrund, aber auch über meine Erlebnisse mit hirntoten Patienten berichten. Ich bin sicher, dass Ihr Euch manches SO nicht vorgestellt hättet.

Aber der Reihe nach.

Bitte hier weiter lesen: http://www.diagnose-hirntod.de/?page\_id=391

Kommentar von Mucker ,

"Denn welchen Nutzen hätte der Mensch,
wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an
seiner Seele."

(Jesus von Nazareth, Lukasevangelium 9, 25;
Matthäusevangelium 16, 26)

Kommentar von ASmellOfRoses ,

"Zu Tode definiert" - trefflicher könnte man den Zustand des sog. "Hirntodes" nicht ausdrücken - dafür und auch für alles andere alle meine Daumen hoch... Danke ! :)

Antwort
von dadita, 76

Weil ihr mit dieser Entscheidung potentiell anderen Menschen die Chance auf ein Weiterleben nehmt. Das ist eben so, es ist eure Entscheidung, aber dazu müsst ihr eben stehen. 

Es ist, gerade in anbetracht eures Alters allerings falsch euch jetzt deswegen vorwürfe zu machen, besonders da ihr euch eh vorgenommen habt zu einem späteren Zeitpunkt nocheinmal darüber nachzudenken.

Kommentar von Xboythehidden ,

Wäre es denn immer noch egoistisch, wenn ich sage, ich würde auch kein fremdes Organ haben wollen und nur und ausschlieslich eine Lebendspende von meinem Bruder annehmen ?

Kommentar von Mucker ,

Du bist in dieser Sache überhaupt nicht egoistisch, sondern nur besser informiert. Fall nicht rein auf dieses Totschlag-Argument. Das ist reine Manipulation, um dich unter Druck zu setzen, damit du deine Meinung änderst.

Antwort
von Kampfsport15, 118

Das ist eine persönliche Entscheidung. Niemand darf darüber urteilen was man mit seinem Körper macht wenn man ihn verlässt. Lasst euch nichts einreden.

Antwort
von nowka20, 31

das ist in eurem fall NICHT egoistisch!

schön ist es, daß ihr euch später nochmal neu entscheiden wollt

Antwort
von AmandaF, 133

Es ist eure Entscheidung und im Moment ist sie für euch richtig. Das heißt doch nicht, dass ihr eure Meinung nicht noch mal ändern könnt.

Übrigens bin ich mir sicher, dass sich Leute euch gegenüber negativ äußern, die selbst keinen Organspenderausweis besitzen und/oder regelmäßig zur Blutspende gehen und/oder in der Knochenmarkspenderdatei registriert sind. Für mich gehören alle diese Dinge auch dazu.

Ich konnte mich auch noch nicht zu Allem durchringen. Aber ich bleibe dran.

Kommentar von cyracus ,

... wobei man durch Blut- und Knochenmarkspende nicht ums Leben kommt - durch die EXplantation zum Zweck der Organtransplantation schon.

Kommentar von AmandaF ,

Das weiß ich.

Antwort
von Erklaerbaer17, 129

Wenn einer Organspende ablehnt finde ich es zu einfach zu sagen er sei Egoistisch. Hab auch lange gebraucht bis ich meinen Unterschrieben habe und bin weit über 50 Jahre.

Ihr seit erst 14 und habt noch viel Zeit. Euch als Egoistisch zu benennen finde ich einfach ein Großer Fehler. Und ich verstehe gerade eure Eltern und eurer Lehrer nicht, das er sich nicht mal die Mühe macht euch aufzuklären.

1. Was bedeutet das Organ Spende

2. Und wie Tot ist der Organspender der das Organ spendet. (Er ist Gehirntod, und somit keiner Empfindung mehr fähig.) Dies muss von einem Ärzte Team ein bahnfrei festgestellt werden.

3. Was passiert dann mit dem Organ.

4. Was passiert mit dem Toten dem die Organe entnommen werden.

5. Wer bekommt die Organe

Und 6. Warum werden laufend Organspender benötigt und warum kann mein Organ das ich spende nicht jeder bekommen.

Das sollten die erst die euch beantworten können, bevor man euch überhaupt Egoistisch nennt.  

Kommentar von Xboythehidden ,

Wir wissen die Antworten ja :)

Wir hatten ein Referat darüber gehalten

Kommentar von Andretta ,

Ob man bei einem festgestellten Hirntod zwingend keiner Empfindung mehr fähig ist, wird (auch) unter Ärzten kontrovers diskutiert. Es gibt gerade in dieser Berufsgruppe nicht wenige,  die sich bewusst für ein Nein entschieden haben. Für den Laien aber sicher eine Glaubensfrage.

Kommentar von Xboythehidden ,

eben, genau das ist die Sache.

Kommentar von Mucker ,

Den Hirntod gibt es gar nicht. Er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin und zwar, um die Mediziner zu schützen. Das Hirntod-Konzept ist quasi eine Lizenz zum töten.

Das Hirntod-Konzept ist so umstritten, weil es ethisch nicht haltbar ist.

Die Medizin sollte andere Wege einschlagen, wie z.B. die Weiterentwicklung von künstlichen Organen -  ohne Abstossungsreaktion. Damit würde es den Empfängern besser gehen - denn sie bräuchten nicht künstlich ihr Immunsystem unterdrücken und viele Medikamente mit Nebenwirkungenh schlucken..

Kommentar von dadita ,

Die Medizin forscht schon lange daran, Forschung braucht eben Zeit. Momemtan sterben ohne Spenderorgane Menschen, das ist ein Fakt. Jedes Jahr sterben Menschen die auf ein Organ warten und keines bekommen, weil andere Menschen selbige Organe lieber mit ins Grab nehmen um an deren Seite zu verotten.

Diesen Egoismus mit Horrogeschichten zu legitimieren ist eher traurig. Die überwältigende Mehrheit der Ärzte ubterstützt Organspenden und ist selbst Spender. 

Hirntot ist tot. Daran gibt es aus faktischer Sicht wenig zu rütteln. 

Kommentar von Xboythehidden ,

Also hat deiner Meinung nach keiner das Recht zu sagen, dass er nicht in einer Explantation sterben möchte ?

Es geht ja weniger da rum, dass man seine Organe nicht hergeben möchte, sondern eher darum, dass man seinen (biologisch lebenden) Körper nicht der opfern möchte, bwz nicht will, dass das mit Angehörigen gemacht wird.

Schau nur mal nach England, dann siehst du welche Auswüchse das hat, da werden Menschen mit intaktem Bewusstsein zu Spendern erklärt, weil ihre niederen Hirnteile ausgefallen sind und sie ja "eh nur noch geringste Chanchen haben"

Das ist nicht als Mord, was die da machen

Antwort
von PeterKremsner, 166

Ich denke mal der Gedanke dahinter ist wenn du ohnehin sterben musst, dann brauchst du deine Organe ja nicht mehr und kannst durch eine Organspende von jemand anderen das Leben retten.

Aber ich finde es ist eure Sache was mit euch nach eurem Tod passiert.

Kommentar von cyracus ,

Das Problem hierbei ist ja nicht, was NACH dem Tod passiert, sondern VOR dem Tod.

Dir ist doch sicherlich bekannt, dass man zur Transplantation lebende Organe braucht - und die kriegt man nur aus lebenden Menschen.

So wenig wie es ein bißchen schwanger gibt, so wenig gibt es ein bißchen tot. Man ist tot ODER lebendig. und die "O-spender" sind bei der EXplantation lebendig.

Kommentar von PeterKremsner ,

Das kommt auf die verwendete Definition vom Tod an und von da her kannst du zu dem Zeitpunkt durchaus auch schon als Tod definiert werden. Du selbst bist Tod lediglich deine Organe noch nicht.

Das bedeutet biologisch zwar lebendig, aber ohne Maschinen nicht mehr lebensfähig geschweige denn irgendwann mal wieder alleine überlebensfähig.

Die Organe werden erst entnommen wenn du sicher am sterben bist und wen du auch nicht mehr zu retten bist, das bedeutet dein Hirn ist tot, du wirst nur noch durch Maschinen am "leben" gehalten, das bedeutet dein Blut zirkuliert noch und es wird auch noch mit Sauerstoff angereichert und die unbeschädigten Organe leben noch.

Den Zustand würde ich persönlich aber nicht mehr als lebendig bezeichnen.

Die einzige Definition die man zu dem Zeitpunkt der Explantation nicht nehmen kann ist biologisch Tod, klinisch Tod oder Hirntod wie oben beschrieben kannst du aber durchaus sein und die Organe werden auch nur dann entnommen.

Also nach dem Tod passt durchaus, es kommt nur drauf an welche Definition des Todes du heranziehst, von da her sehe ich da kein Problem Organspender zu sein.

Klarerweise wird nichts entnommen solange es noch eine Chance auf Genesung gibt.

Kommentar von cyracus ,

Das kommt auf die verwendete Definition vom Tod an und von da her kannst du zu dem Zeitpunkt durchaus auch schon als Tod definiert werden.

So wie es nicht ein bißchen schwanger gibt, gibt es auch nicht ein bißchen lebend oder tot. Man ist lebendig ODER  tot.

Du selbst bist Tod lediglich deine Organe noch nicht.

Das geht doch gar nicht. Ist der Mensch tatsächlich tot, sind auch die Organe tot. Sind die Organe nicht tot, lebt der Mensch noch. - Nur weils der Transplantations-Organisation, allen denjenigen, die sich mit Explantation und Transplantation beschäftigen, sowie denjenigen, die ein Organ von einem anderen haben wollen, so gefällt, ist ein so definierter lebender Mensch immer noch nicht tot.

Und das ist bekannt! Es ist bekannt, dass Menschen DURCH die EXplantation getötet werden:

Lies hier den Abschnitt

"justified killing" = gerechtfertigtes Töten

http://www.initiative-kao.de/r-fuchs-10-12-11-organtransplantation-und-geschaeft...

Das bedeutet biologisch zwar lebendig, aber ohne Maschinen nicht mehr lebensfähig ...

Das sind Schwerstkranke im Koma auch.

... geschweige denn irgendwann mal wieder alleine
überlebensfähig.

Dazu empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra auf YouTube (google so) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

(nimm das 18-Min.-Video). Darin erklärt er, warum bei Schwerstkranken auch dann keine messbaren (!!) Hirnströme ausgesendet werden, wenn das Gehirn noch voll funktionsfähig ist.

Die Organe werden erst entnommen wenn du sicher am sterben bist und wen du auch nicht mehr zu retten bist ...

Ein Sterbender ist ein (noch) lebender Mensch, der keine Ausschlachtung braucht, sondern Schutz und Fürsorge.

... das bedeutet dein Hirn ist tot

Ein Körper mit einem wirklich toten Gehirn müsste nicht ernährt werden, nicht gewaschen, täte keine Ausscheidungen, würde nicht erröten, nicht schwitzen, hätte keine Blutdruckerhöhung bei Stress, Männer hätten keine Erektionen ...

Diese Menschen sind schwerstkrank und bedürfen Behandlung oder Ruhe, um zu Ende zu sterben.

Die einzige Definition die man zu dem Zeitpunkt der Explantation nicht nehmen kann ist biologisch Tod, klinisch Tod oder Hirntod wie oben beschrieben kannst du aber durchaus sein und die Organe werden auch nur dann entnommen.

Die Definition "Hirntod" ist eine Erfindung der Ärzteschaft, damit sie ungestraft aus lebenden Menschen Organe zum Zweck der Transplantation herausschneiden dürfen, ohne diese Definition würden sie wegen Mordes und das Helferpersonal wegen Beihilfe zum Mord ins Gefängnis kommen.

Sieh auch dies:

Tabuthema Hirntod -- Zweifel an der Qualität der Diagnostik

https://www.youtube.com/watch?v=dkcDtfLjqnQ

Weiter zu "Hirntod"-Fehldiagnosen siehe hier meine Antwort an Lollool auf ihre Frage

Schnellerer Hirntod bei Organspendern?

https://www.gutefrage.net/frage/schnellerer-hirntod-bei-organspendern?foundIn=li...

Also nach dem Tod passt durchaus, es kommt nur drauf an welche
Definition des Todes du heranziehst, von da her sehe ich da kein Problem Organspender zu sein.

Was Dich persönlich angeht, ist es ja Deine Entscheidung. - Spricht man mit anderen über dieses Thema, sollten sie aber schon die Wahrheit erfahren, nämlich dass ihnen lebend die Organe herausgeschnitten werden und dass sie durch die Explantation getötet werden.

Klarerweise wird nichts entnommen solange es noch eine Chance auf Genesung gibt.

Bei denjenigen, die als "hirntot" definiert wurden, und die von ihren Lieben nicht zur "O-spende" freigegeben wurden, und die sich dann wieder erholten, weiß man es.

Von denjenigen, die hätte überleben und bestenfalls wieder gesund werden können, die aber ausgeschlachtet wurden, weiß man es nicht.

Kommentar von PeterKremsner ,

Naja im Endeffekt ist es von jedem die eigene Sache und das ist auch gut so.

Aber wenn ich sicher sterbe weil mein Hirn komplett zerstört ist, durch einen Autounfall oder was auch immer und ich nur noch dahinvegetiere, 24/7 bewusstlos und künstlich am "Leben" erhalten werde dann spende ich lieber meine Organe "sterbe" dadurch und helfe einen anderen Menschen am Leben zu bleiben.

Ich würde mir auch für mich selbst Sterbehilfe wünschen wenn ich sie brauche. Wenn ich nach der Annahme nach unheilbar Krebskrank bin dann will ich sterben bevor ich mich nur noch vor Schmerzen winde und hoffe endlich sterben zu können.

Kommentar von cyracus ,

Dann empfehle ich Dir, dass Du es zur Bedingung machst, dass Du nur mit Narkose ausgeschlachtet werden darfst. - Soweit ich weiß, müssen sich die Schlächter daran nicht halten, erkundige Dich diesbezüglich besser.

Kommentar von PeterKremsner ,

Ich habe mich für mich persönlich bereits genug erkundigt und sehe persönlich keinen nutzen für eine Narkose wenn ich bereits Hirntod bin.

Ich bin seit meiner Geburt Organspender und da möchte ich auch nichts daran ändern.

Kommentar von PeterKremsner ,

Aber nur so aus interesse, was ist deine Definition von Tod, ich frage das nur weil der Tod an sich ja kein punktuelles Ereignis ist.

Wenn dein Kreislauf zusammenbricht beginnt dein Hirn nach 8 Minuten abzusterben. Nach ca 15 Minuten beginnen die Organe zu sterben, aber bis alle Zellen deines Körpers keine Funktionen mehr ausführen kann es je nach Temperatur auch bis zu einem Tag dauern.

Also welches Ereigniss muss nach deiner Definition eintretten damit man jemanden als Tod bezeichnen kann?

Kommentar von cyracus ,

Aber nur so aus interesse, was ist deine Definition von Tod

Als sichere Todeszeichen gelten:

  • Leichenstarre (Rigor mortis) (trittabhängig von der Außentemperatur - ca. 0,5 bis 7 Stunden nach demAbleben ein und löst sich nach etwa 1 bis 6 Tagen wieder. )
  • Verwesung (Autolyse) oder Fäulnis
  • Totenflecken (Livores)
  • EEG-Kurve ohne Aktivitätszeichen über 30 Min., Fehlen von Gehirnblutstrom oder -zellstoffwechsel
  • Verletzungen, die mit dem Leben nicht mehr vereinbar sind (z. B. Enthauptung)


http://www.pflegewiki.de/wiki/Tod#Todeszeichen

Kommentar von PeterKremsner ,

Mir sind die sicheren Todeszeichen bekannt, aber ich wollte wissen was deine Definition ist.

Ein Kopf ohne Körper kann noch leben, solange die Durchblutung gewährleistet ist, ebenso ist ja auch ein Körper ohne Kopf "lebensfähig", die Organe leben weiter.

Wenn man das aber als Tod definiert bedeutet das Organspende wäre mit deiner Meinung vereinbar wenn der Spender zB keinen Kopf mehr hat. Solange die Leber noch keinen Schaden wegen Sauerstoffmangel hat kann man sie durchaus auch noch verwenden.

Bezüglich dem lebenden Kopf ohne Körper gibts ein altes Video:

https://www.youtube.com/watch?v=ap1co5ZZHYE

Aber das Video ist nichts für schwache Nerven, nur mal vorweg ;)

Kommentar von cyracus ,

Du reitest nun auf die Köpfung rum - darum geht es in diesem Fall aber doch gar nicht. Es geht um die sicheren Todeszeichen nach einem natürlichen Tod.

Ich denke auch, wir haben es ausdiskutiert.

Kommentar von PeterKremsner ,

Ich habe damit nur ein Beispiel gebracht was zutreffend wäre, natürlich geht es meistens nicht um diesen Fall.

Ich wollte dir nur meine Sicht der Dinge näher bringen das ist alles. Versteh mich bitte nicht falsch ich wollte dich damit nicht überzeugen dass du Organspender wirst oder dir irgendetwas aufzwingen, es ist deine Sache wie du darüber denkst und es ist auch gut und wichtig dass es anders denkende gibt.

Trotzdem hatte ich einfach das Gefühl dass du meine Sicht der Dinge nicht verstehen bzw akzeptieren kannst und ich wollte sie dir daher näher bringen.

Kommentar von cyracus ,

Ergänzend:
Und: Es gibt ja Gründe, warum man mit der Beerdigung 3 Tage wartet nach Eintritt der sicheren Todeszeichen.

Antwort
von Sturmstruppler, 147

Ich glaub man kann hier nicht von Egoismus sprechen. Ich habe meinen Organspende Ausweis mit 18 zugeschickt bekommen und hatte auch sehr große Bedenken. Es ist wohl kein schöner Gedanke, in diesem Alter über seinen Tot und den weiteren Verbleib seines Körpers nachzudenken. Wer seinen Körper nach seinem Tot ganz behalten will sollte dies auch tun können ohne  als Egoistisch bezeichnet zu werden. Klar wir wissen alle, dass unser Körper eh nichts tolles mehr ist nach dem tot (die Verwesung meiner Körperteile finde ich auch nicht so toll xD), aber vielleicht solltet ihr euch einfach mit dem Thema befassen, wenn ihr älter seid. Das ist meine persönliche Meinung dazu. Das Wort Egoismus passt an der Stelle einfach schlecht, zu viel Hintergrund... 

Kommentar von Xboythehidden ,

Aber nach dem "Hirntod" wäre der Körper immernoch ein biologisch lebender Organismus, der warm ist und nicht verrottet solange man ihm die Luft zum weiterleben gibt.

Das klingt für mich nach der besten Lösung, ich meine nichts verrottet und sollte mir etwas passieren, hätte mein Bruder immernoch die Chanche mich zu besuchen und zu streicheln und in den Arm zu nehmen und so

Kommentar von Sturmstruppler ,

Wenn dein Bruder Hirntot ist, ist sein Körper nur noch totes Gewebe. Hirntot bedeutet, dass dein Gehirn nicht mehr arbeitet. Da ist nichts mehr lebender Organismus. Sobald dein Herz still steht (das passiert auch beim Hirntot, völlig egal ob er beatmet wird oder nicht) wird dein Körper nicht mehr durchblutet... der Körper wird kalt und steif. Der Körper verrottet danach sehr schnell...

Kommentar von Xboythehidden ,

Nein, das Gewebe lebt ja weiter.

Und das Herz schlägt ja auch noch weiter, denn es hat seinen eigenen "Taktgeber", in dem zustand kann der Körper noch viele Monate bis wenige Jahre leben, also mit Maschienen

Kommentar von Mucker ,

Hirntote sind meistens sterbende Menschen, denn der menschliche Körper stirbt langsam.

"Unstrittig" ist dabei, "dass der Stoffwechsel in den Körperzellen noch eine Weile weiterläuft, wenn der
Mensch eigentlich schon tot ist"
(Der Spiegel Nr. 38/2005)

d.h., wenn er schon für "tot" erklärt wurde, während er aber immer noch stirbt und sich die Seele nun unter entsetzlichsten Schmerzen vom Körper lösen muss.

Mancher für "hirntot" Erklärte ist jedoch auch wieder aufgewacht und wurde gesund.

http://www.theologe.de/theologe17.htm

Kommentar von dadita ,

"Seele"

Na dann ist wohl geklärt woher deine seltsame Einstellung kommt. Deine Seele existiert nicht. Sie löst sich auch nicht "unter Schmerzen" von irgendetwas, die Seele ist ein rein fiktives Konstrukt.

Der Verstand, die Persönlichkeit, die Gefühle und die Erinnerungen eines Menschen sind untrennbar mit der Funktion des Gehirns verbunden. Wenn diese zum erliegen kommt, ist der Mensch tot. Ende.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Du darfst doch gerne eine andere Sicht auf die Dinge haben, aber dann lass uns fairerweise auch die unsere...

Kommentar von cyracus ,

@Sturmstruppler,

Wenn dein Bruder Hirntot ist,

Du meinst sicher, als hirntot ERKLÄRT

ist sein Körper nur noch totes Gewebe

Wäre das Gewebe tot, wäre keine Transplantation von Organen mehr möglich.

Hirntot bedeutet, dass dein Gehirn nicht mehr arbeitet.

Das glauben leider viele - ich empfehle dazu das Interview mit Professor Coimbra mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest
https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA

Nimm Dir die 18 Min. Zeit, um alles zum sogenannten "Hirntod" zu erfahren und auch was über die Folgen der Diagnose-Tests.

Sobald dein Herz still steht (das passiert auch beim Hirntot,

Das macht doch gerade den Unterschied aus zwischen echtem Tod und dem sogenannten "Hirntod". Der "Hirntod" wurde doch extra erfunden, damit man aus lebenden Menschen die Organe herausschneiden kann, um sie in einen anderen Körper reinzuoperieren. Sogenannte "Hirntote" haben einen funktionierenden Kreislauf, sie müssen ernährt werden, gewaschen, sie pinkeln und machen groß, die Männer werden rasiert, auch kriegen sie Erektionen, Frauen können Schwangerschaften weiter austragen, diese Menschen schwitzen, erröten, erleiden Schmerzen ...

Bitte erst gründlich informieren!

Sieh Dir auf YouTube auch das Interview mit Professor Alexandra Manzei an mit dem Titel (gib dies in die Suchleiste ein)

Interview Manzei

Bitte erkundige Dich vollständig zu diesem Thema. Wenn Du magst, lies meine Antwort an SaraWarHier auf die Frage

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Bitte pass gut auf Dich auf!

Antwort
von sunflower0408, 133

Was genau lehnt ihr beiden denn an der Organspende ab? Hat das religiöse Gründe oder findet ihr die Vorstellung, dass eure Organe entnommen werden abstoßend? Wenn ihr allerdings Ängste habt, wie, dass man im Zweifelsfall Leute mit Organspendeausweis draufgehnlässt, dann kann ich euch beruhigen, dass stimmt alles nicht. Trotzdem haben Leute die wirrsten Verschwörungstheorien dazu. Organhandel etc... organspende-info hat da einen tollen artikel auf deren internetseite dazu, wo sie Vorurteile der Organspende aufklären.

Zur eigentlichen Frage: Ich finde deine Entscheidung völlig in Ordnung, allerdings kann ich verstehen dass dich Leute als egoistisch bezeichnen. Versetz dich mal in die Lage derer, die eine Spende mehr als nötig haben und schon 3 Jahre vergeblichst auf der Spenderliste warten. Wärst du dann nicht auch sauer auf all diese Leute, die nichtmal dann etwas hergeben (das leben rettet!) wenn sie es ohnehin nicht mehr benötigen.

Ich hoffe ich greife dich damit nicht persönlich an, denn ich akzeptiere trotzdem dass du diese Entscheidung für dich getroffen hast. Und das sollte auch deine Familie. Setz dich auf jeden Fall mit dem Thema auseinander falls du Zweifel an der seriösität hast.

Liebe Grüße.

Kommentar von Xboythehidden ,

Wir lehnen das Konzept des Hirntodes ab.

Ich könnte einfach nicht ertragen, wenn jemand meinem Bruder das Herz aus seinem Lebenden Körper schneiden würde und er genausowenig bei mir.

Wann immer versuchen eine Entscheidung für uns zu finden, endet das in Sorgen Ängsten und Albträumen, deshalb haben wir "Nein" angekreuzt und es aufgeschoben

Kommentar von sunflower0408 ,

Ich verstehe sehr gut, dass euch dieser Gedanke daran Angst einjagt. Was ich nicht verstehe ist, was du mit "wir lehnen das Konzept des Hirntodes ab" meinst. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es einen Hirntod gibt und dieser muss erst zweifelsfrei von mehreren Ärzten festgestellt werden bevor eine Organentnahme vorgenommen werden darf. Vielleicht meinst du mit der Ablehnung des Hirntodes auch, dass du an ein Leben nach dem Tod glaubst und dir deshalb das ENDE so furchteinflößend vorkommt. (Das kann ich zugegebenermaßen sehr gut nachvollziehen) Falls du religiös bist, kann ich dir folgendes sagen: Deine Seele lebt auch nach deinem Tod weiter und das ist es doch, was dich ausmacht. Es ist doch egal ob nun die Leiche mit deinen Organen im Boden verrotten oder du jemandem eine letzte große Freude schenken kannst.

In dieser Hinsicht gibt es doch nur zwei ansichtsweisen: 1. Du glaubst an ein Leben nach dem Tod und dass deine Seele unsterblich ist, da ist es doch egal Organe hin oder her. 2. Du glaubst nicht an ein Leben nach dem Tod: Tja da bringen dir Organe auch herzlichst wenig, allerdings kann ein Teil von dir weiterleben.

Beim Hirntod ist es so: Du spürst nichts mehr, deine Gedanken sind ausgeknipst.(das gehört jetzt wohl eindeutig zu ansichtsweise nummero 2) Also warum glaubst du nicht an einen Hirntod?

Kommentar von Xboythehidden ,

Weil die Testmethoden zu viele Ansätze für Fehler bieten.

Es gibt in DE 2 Testwege, einer davon würde bei einem reinen Ausfall der niedrigen Gehirnteile falsch den Hirntod anzeigen, obwohl Bewustsein und alles noch in den höheren Hirnteilen unbeschädigt.

Noch dazu gibt es Zweifel, ob die gesamte Art zu testen nicht in manchen Fällen einen bloßen Funtionsausfall wie ein abgestorben sein aussehen lässt.

Würde man die sogenannten Hirntoten 3-4 länger an den Maschienen lassen, dann könnte man 100%ig genau sagen, was vom Gehirn noch übrig ist, aber ich mir nicht meine eigenen Testkriterien definieren darf, bleibt mir nichts übrig als das Konzept insgesamt abzulehnen.

Und selbst wenn der komplette Hirntod eingetreten ist, ist das nicht der Tod, denn der Körper lebt biologisch weiter, zwar ohne Bewusstsein, aber er tut es

Kommentar von sunflower0408 ,

In allen Fällen, die du beschrieben hast, vegetierst du wie eine Kartoffel rum. In einigen davon sogar mit Bewusstsein und das finde ich noch schlimmer. Willst du wirklich in deinem Körper gefangen auf diese 0,01% Hoffnung der Besserung warten? Denn zugegeben so gut stehen deine Chancen auf Besserung nicht, wenn dein Gehirn so irreperabel beschädigt ist, dass schon die Maschinen den Hirntod anzeigen.

Achso und dieser Fall (den ich sogar grausamer als den Tod finde)...wie hoch soll denn die Wahrscheinlichkeit sein, dass das eintritt?

Eine andere Möglichkeit wäre es deinen Schein einfach zu zerreissen. Und überhaupt nichts dort stehen zu haben. Warum? Weil du deiner Familie die Eintscheidung überlässt und du ihnen von den Bedenken erzählen kannst und ihnen erklären kannst dass sie deine Organe dann zur Freigabe stellen dürfen, wenn die Maschinen noch 3 bis 4 ( wochen, monate ?) weiterlaufen.

Du sagst selbst es gibt 2 Testmethoden. Sag deiner Family oder schreib in dein Testament was gemacht werden soll.

Kommentar von Xboythehidden ,

Ich würde weiterleben wollen, ja, denn der Gedanke überhaupt nicht mehr zu existieren ist viel schlimmer für mich

Und außerdem könnte ich erst recht nicht ertragen, wenn jemand meinen Bruder aufschneiden und explantieren würde, während sein Bewusstsein noch intakt ist und die Ärzte den wunderbarsten Jungen der Welt einfach so aufschneiden und töten.

Kommentar von sunflower0408 ,

Das scheint für mich immerhin eine durchdachte Begründung zu sein und das respektiere ich. Hast du das deiner Mutter auch genau so erklärt?

Kommentar von Xboythehidden ,
Kommentar von user8787 ,

Nun, ich möchte dazu doch was anmerken.

Organhandel IST ein Thema. Nicht in direkter Nachbarschaft, aber es existiert und sollte nicht als Verschwörungstheorie abetan werden. Menschen die weg. Armut ihre Organe verkaufen sind Opfer dieser mega Geschäfte.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.organhandel-in-afrika-und-asien-menschl...

Mein Mann und reisen oft und wir standen vor Büros in denen Menschen Formulare ausfüllten um eine ihrer Nieren für knapp 2000 Dollar zu verkaufen. Der amerikanische und europäische Markt hierfür ist da. 

Es ist fast unerträglich diesen Menschen in die Augen zu schauen. Ich habe mich in der Situation das 1.mal in meinem Leben für meine Herkunft geschämt. 

Organspende rettet Leben! Meine Organe gebe ich auch zur Spende frei.

Ich selber aber möchte keine Spenderorgan erhalten, weil ich kann das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. 

Organhandel ist ein globales Problem und kriminelle Machenschaften müssen weiter aufgedeckt und verhindert werden. 

Und natürlich ist es wichtig ein NEIN zur Organspende zu respektieren. 

Kommentar von sunflower0408 ,

Natürlich ist Organhandel ein ernstzunehmendes Thema. Aber in dem Zusammenhang Organspende nach dem Tod ist es mehr eine  unbegründete Angst. Wie du schon erzählt hast ist es furchtbar, was Armut bewirkt: dass Leute bei lebendigem Leibe ihre Niere verkaufen. Allerdings hat das auch etwas mit der Armut an Organen zu tun und diese wird dadurch verstärkt dass zu wenige Leute sich zur Organspende NACH DEM TOD(!) bereiterklären. Leider kenne ich einige Leute die sich deshalb dagegen erklären, weil sie meinen, dass ihre Organe nachher an die Leute verkauft werden, die am meisten dafür bezahlen. Es kann sicher sein, dass dies in Einzelfällen geschehen ist, aber das ist nicht die Regel. Und je mehr Leute das glauben = weniger Leute spenden = es wird wahrscheinlicher dass Organhandel entsteht.

Jaja das ist echt ein Thema bei dem es viel zu sagen gibt :/

Liebe grüße

Kommentar von cyracus ,

@sunflower,

Versetz dich mal in die Lage derer, die eine Spende mehr als nötig
haben und schon 3 Jahre vergeblichst auf der Spenderliste warten. Wärst du dann nicht auch sauer auf all diese Leute, die nichtmal dann etwas hergeben (das leben rettet!) wenn sie es ohnehin nicht mehr benötigen.

"wenn sie es ohnehin nicht mehr benötigen" = Solange ein Mensch lebt, benötigt er seine Organe selbst. - Wenn er sie tatsächlich nicht mehr benötigt, weil er tatsächlich tot ist, sind seine Organe zum Zweck der Transplantation unbrauchbar.

     "Leichenteile kann man nicht verpflanzen. - Wenn man Leichenteile
       verpflanzen könnte, gäbe es keinen Organmangel, denn Leichen
       haben wir genug."
       Prof. Alexandra Manzei, zitiert aus:
       organosprotection.com/organwelten.html
       auch in: "Interview Professor Manzei" auf YouTube

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

Antwort
von Barbdoc, 78

Ich denke, mit 14 kann man sich mit dieser Entscheidung noch Zeit lassen.

Antwort
von karo8236, 105

ich finde es nicht schlimm. nicht jeder will nach seinem Tot aufgeschnibbelt werden. ich selbst werde es zulassen aber es ist jedem Seins :) schließlich muss jeder irgendwann sterben egal ob früher oder später

Antwort
von Grauwolff, 58

Weil diese Personen ganz klar, "Morallappen" oder zu deutsch Moralaposteln sind und sich höchstwahrscheinlich nicht einmal mit der Thematik des ganzen befasst haben. Derart Leute gibt es überall. Von daher, ignoriere sie einfach... :)  

Antwort
von Andrastor, 94

Weil eine Organspende Leben retten kann.

So einfach ist das.

Wenn du dich absichtlich weigerst ein Organ zu spenden, kann man auch sagen du weigerst dich ein Leben zu retten. Das ist egoistisch. Aber ob du damit leben willst, hängt von dir ab.

Es wird immer Leute geben, die dich/euch für deine Entscheidungen verurteilen werden.

Kommentar von Xboythehidden ,

Nein, ich weigere mich meinen Körper zu opfern, denn der wird bei der Explantation getötet.

Nach dem biologischen Tod würde ich meinen Körper hergeben, aber dann sind die Organe halt Schrott.

Ach PS: Ist es immernoch egoistisch, wenn ich sagen würde, ich will kein fremdes Organ haben ?

Ich weis nämlich, das mein Bruder mir eins spenden würde (wenn es Niere, oder ein Stückchen Leber, Darm oder Pankreas ist) und nicht zulassen würde, dass man mir eins vor irgendwem einbaut

Kommentar von Andrastor ,

Die Leute sehen eben nur eine Seite der Medaille. Wenn du sagst du weigerst dich Organe zu spenden, obwohl du tot bist, denken sie sich du seist egoistisch, weil du selbst wenn du tot bist deine Organe lieber für dich behältst anstatt sie herzugeben um Leben zu retten.

Du solltest übrigens ernstaft aufhören dich mit diesem Thema zu beschäftigen, ich seh schon wie du dich in die nächste Panik hineinsteigerst.

Kommentar von Xboythehidden ,

Aber warum sehen "die Leute" es immernoch so, wenn ich ihnen sage, ich würde kein fremdes Organ haben wollen ?

Kommentar von Andrastor ,

Weil sie vorschnell urteilen. Du sagst du willst deine Organe nicht spenden, sie urteilen sofort dass du egoistisch bist. Dann sagst du du willst keine fremden Organe haben, das ändert ihre Meinung aber nicht. Da du in ihren Augen schon negativ vorbelastet bist, denken sie sich höchstens noch dass du undankbar wärst.

So sind die Menschen eben, das wirst du nicht ändern können. Am Besten ist, du sprichst über so heikle Themen nicht mit ihnen.

Kommentar von Xboythehidden ,

stimmt :)

Aber was könnten wir jetzt machen, vor allem bei unseren Eltern.

Unsere Mutter ist voll die Organspende Fan, sie hat früher mal im Krankenhaus gearbeitet, ich denke mal, sie wurde da irgendwie beeinflusst

Kommentar von Andrastor ,

Jeder wird irgendwie beeinflusst.

Schweigt das Thema einfach tot und wartet bis Gras über die Sache gewachsen ist.

Kommentar von eggenberg1 ,

andrastor   genau  das wollen  diese organhändler-- denmenschen ein schlechtes gewissen machen   aber sie klären nicht auf -- sie  sagen nicht, dases den hirntod so garnicht gibt  sie sagen nicht, dass dieser begriff erfunden wurde um die organentname zu legalisieren  hör dir  intensivschwestern an ,die  bei organentnahmen dabei waren --horror  pur !

Kommentar von cyracus ,

@Andrastor,

Weil eine Organspende Leben retten kann.

Vor allen Dingen kann die Weigerung zur sogenannten "O-spende" Leben retten, und zwar das Leben des Schwerstkranken, der weiterbehandelt wird.

Wenn du dich absichtlich weigerst ein Organ zu spenden, kann man auch sagen du weigerst dich ein Leben zu retten. Das ist egoistisch. Aber ob du damit leben willst, hängt von dir ab.

Damit unterstellst Du den O-spende-Gegnern der vorsätzlichen Tötung. Das ist ja ungeheuerlich und unverschämt.

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

Schon mal über das Wort "Spende" nachgedacht? Es ist eine freiwillige Gabe ohne jeglichen Druck und ohne jegliche Forderung!

Ob man spenden will oder nicht, darüber muss man nicht einmal nachdenken, wenn man das nicht will.

Antwort
von indiskret, 28

Nichts ist daran egoistisch, so lange dir bewusst ist, dass auch du bei einem Unfall oder einer schweren Krankheit ebenfalls kein Organ von einem Spender bekommen wirst. Dann ist soweit alles OK. Haben wollen aber nicht geben wollen gibt's dabei nicht!

Kommentar von cyracus ,

Haben wollen aber nicht geben wollen gibt's dabei nicht!

Schreib dazu, dass das Deine Meinung und Dein Wunsch ist. - Rechtlich trifft dies nicht zu.

Antwort
von ASmellOfRoses, 64

Ich finde, ihr seid mit euren 14 Jahren ganz schön reif, weil ihr Tabus hinterfragt, die soviele sog. Erwachsene allzugerne unter den Teppich kehren.

Reife muss keine Frage des Alters sein...

Warum uns (ja, auch ich lehne sowohl Organspende als auch Fremdorgane ab) von manchen Mitmenschen diesbezüglich Egoismus unterstellt wird, liegt wohl daran, dass diese Menschen nur die eine Seite der Medaille - die lukrative der Transplantationslobby - wahrnehmen, die vorgibt, wie edel, hilfreich und gut die Bereitschaft zur Organspende doch wäre...

Eine Verpflichtung zur "Nächstenliebe", wenn man - im Sterbeprozess befindlich und noch lebend - ausgeschlachtet wird und die Verantwortung für das Weiter"leben" anderer darf niemandem aufgezwungen werden, denn dies verstößt gegen das Recht auf Menschenwürde...

Nächstenliebe kann und will ich zeigen, solange ich dafür einstehen kann - in meinem Sterbeprozess möchte ich das Recht haben dürfen, diesen bewusst, in Frieden und - wenn möglich - im Kreise meiner Lieben zu durchleben - daran ist rein gar nichts verwerflich !

Jeder kann und darf für sich selbst entscheiden, aber keiner hat andere zu verurteilen, die Organspende ablehnen - das steht niemandem zu...!

Antwort
von viomio82, 85

Es ist Eure Entscheidung. Bleibt jedem selbst überlassen

Antwort
von sallyyo69, 33

Daran ist gar nichts egoistisch, ich habe mich zB auch nach langer überlegung und recherche dazu entschieden meine Organe nicht zu spenden und bekomme von meinen Mitmenschen teilweise auch Beleidigungen zugesprochen wenn das Thema mal aufkommt. Aber diese Menschen haben sich meistens einfach nicht informiert um für alle Optionen tolerant zu sein oder sind sehr verbissen auf ihre eigene Meinung fokussiert, da es echt jedem selber zusteht, was mit den eigenen Organen passiert und das soll auch respektiert werden. Es gibt zahlreiche Vorfälle, wo Ärzte die Angehörigen von Personen, die im Sterben lagen und nicht mal wirklich hirntot waren, also noch eine Chance auf ein Überleben hatten, so unter Druck gesetzt haben und auch persönlich sehr viel reingeredet haben, bis die Angehörigen zu einer Organspende zugestimmt haben. Erst später, als man sich dann beruhigt hat und viel nachgeforscht hat, wurde dann mitgeteilt, dass der Patient noch gar nicht hirntot war. Unter solchen Umständen finde ich es völlig akzeptabel also eindeutig nein zu einer Organspende zu sagen, ignoriere also einfach die anderen Meinungen, es ist am Ende nämlich dein Leben und wer das nicht respektiert ist einfach viel zu unreif und unerfahren.

Kommentar von eggenberg1 ,

der hirntod ist eine erfundener ausdruck , um organe  entnehmen zu können  --es gibt ihn nicht  in dieser  form ! man könnte ihn auchnicht nachweisen !

Antwort
von ansxwers, 70

Es ist vollkommen i.O.
Lasst euch nicht beeinflussen!!

Antwort
von hannylein, 108

Ich stell mir da immer vor, ich oder noch schlimmer Familienangehörige oder Freunde wären auf eine Organspende angewiesen, und es würde nur Leute geben die so denken. Ich glaube damit ist alles gesagt

Kommentar von Xboythehidden ,

Ich würde meinem Bruder ohne zu zögern eine meiner Nieren oder ein Stückchen meiner Leber geben, aber keiner von uns möchte im verlaufe einer Explantation getötet werden und ich könnte damit nicht leben, wenn Ärzte meinen Bruder als Ersatzteillager ausschlachten würden

Antwort
von Exhenttt, 119

Daran ist nichts egoistisch. Dass ist eine sehr private Entscheidung die jeder für sich selbst zu treffen hat und das geht niemanden etwas an für was du dich entschieden hast was nach deinem Tod mit deinem Körper passiert.

Kommentar von eggenberg1 ,

nach deinem Tod mit deinem Körper passiert.

wennman  organe aus toten  körpern entnehmen könnte ,um sie dann anderen lebenden einzupflanzen ,dann fragt man sich doch --warum nimmt man nciht einfach leichenteile ??   der spender ist NICHT  tod  ,wenn ihm die organe entnommen werden -viele nakoseärzte  weigern sich   spenderkörpern  OHNE narkose  organe zu entnehmen ?  NACH  dem tod  zersetzen sich die organe sofort  ,man könnte sie nicht merh verpflanzne .

Antwort
von phi1ip, 218

Ich verstehe dass manche denken es sei egoistisch aber in meine Augen ist das alleine eure Entscheidung. Außerdem zeugt es von wahrer Stärke auch Nein zu sagen vorallem weil da draußen so viele Menschen sind die keinen Organspendeausweis haben weil sie zu feige sind Nein anzukreuzen!

Antwort
von Adrian593, 104

Dass du im Endeffekt als Pflegefall vor dich hin sabbernd im Pflegeheim landen wirst, du ein völlig anderer Mensch bist, der eigentlich besser hätte sterben sollen, und deine Organe für jemanden arbeiten, der sie eigentlich nicht mehr braucht(In diesem Fall wäre eine Organspende besser gewesen, als ewig zu leiden). Solltest du sterben und deine Organe würden verschwendet im Sarg verrotten, ja dann, dann wäre das egoistisch. Beste Grüße, Adrian 13J

Kommentar von Xboythehidden ,

Solange jemand noch sabbert darf er gar nicht explantiert werden.

Kommentar von Adrian593 ,

Stimmt, er hängt an lebenserhaltenden Maschinen und wenn man diese abschaltet, dann darf auch explantiert werden. Wird dies nicht getan und du wachst durch ein Wunder wieder auf, ja dann musst du damit rechnen, dass du sabbernd zum Pflegefall wirst!

Kommentar von Xboythehidden ,

Dir ist klar, das die Abschaltung von Maschienen den Tod und nicht den Hirntod bedeutet ?

Dann können keine Organe mehr entnommen werden, denn die sind dann Schrott.

In den USA wäre deine Aussage richtig, da gibt es zum einen "non Heart Beating Organ Donors" zum anderen ist es da möglich Explantationen an Dauerkomapatienten durchzuführen, wenn das vorher geregelt wurde, aber in Deutschland ist sowas verboten.

Ach, PS: Ich bin gegen das Ausschalten von Maschienen bei "fast Hirntoten" oder "Koma Patienten" und werde dies auch festhalten

Kommentar von cyracus ,

im Endeffekt als Pflegefall vor dich hin sabbernd im Pflegeheim landen

Informiere Dich doch erstmal über den sogenannten "Hirntod". Dazu empfehle ich Dir das Video auf YouTube (google so) von Professor Coimbra mit dem Titel (gib dies in die Suchleiste ein)

Der tödliche Apnoetest

(Nimm das 18-Min-Video.) Darin alles zum sogenannten "Hirntod" und auch zu den Folgen der Diagnose-Tests erklärt.

Adran, solange ein Mensch lebt, braucht er seine Organe selbst. Organe von Menschen, die wirklich tot sind, können keine Organe in einen anderen Körper transplantiert werden.

Bitte informiere Dich umfassend zu diesem Thema und glaube nicht nur den Werbungen für die sogenannte "Organspende".

Lies meine Antwort an die 16-jährige SaraWarhier auf ihre Frage

War ich zu voreilig mit dem Organspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

.

Erst wenn Du umfassend zu diesem Thema informiert bist, kannst Du Dich ja wirklich entscheiden.

Bitte pass gut auf Dich auf!

.

Antwort
von BWCEG, 92

Meine Eltern haben auch nein angekreuzt. Nicht aus dem Grund, weil sie es anderen nicht gönnen, sondern mal Sie in Frieden ruhen wollen. Sie wollen mit ihrem so beerdigt werden, wie sie gestrigen sind - sie wollen nicht, dass dort etwas fehlt. Es ist für einige schwer verständlich, aber ich verstehe, was sie meinen.

Es ist jedem seine Sache! Wer es nicht möchte, der macht es nicht. Da haben andere nicht zu kritisieren. Natürlich ist Organspende gut, aber es ist für einige auch nach dem Tod mehr als nur ein Organ.

Kommentar von BWCEG ,

* weil, *mit ihrem Körper, *gestorben - ich hasse mein Handy

Kommentar von cyracus ,

Oh nein - bitte liebe Dein Handy. Vielfach ist es so, dass Geräte eher kaputtgehen oder verloren gehen, wenn sie nicht geliebt werden. - Es begleitet Dich, ist für Dich da, wenn Du es brauchst und dient Dir.

.

Die Entscheidung Deiner Eltern ist goldrichtig. - Am wichtigsten dabei ist, dass sie nur so in Ruhe zu Ende sterben können. Denn die sogenannten "Organspender" leben noch, wenn ihnen die Organe herausgeschnitten werden. Sie müssen lebend sein, denn es müssen lebende Organe sein, und die kriegt man nur aus lebenden Menschen.

Lies meine umfassende Antwort an SaraWarhier auf ihre Frage:

War ich zu voreilig mit dem Organspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Bitte überlege Dir auch Deine Entscheidung gut, denn erst wenn Du umfassend zu diesem Thema informiert bist, kannst Du Dich ja wirklich entscheiden.

Bitte pass gut auf Dich auf.

Antwort
von meliglbc2, 34

Es ist eure Entscheidung, aber versetzt euch mal in die Lage eines Menschen, der DRINGEND ein Organ bräuchte.

Kommentar von Xboythehidden ,

Ich käme halt einfach nicht damit klar, wenn jemand meinen Bruder auseinanderschneiden würde.

Er ist für mich der wichtigste Mensch auf der Welt, und ich könnte das nicht ertragen

Kommentar von cyracus ,

aber versetzt euch mal in die Lage eines Menschen, der DRINGEND ein Organ bräuchte

Die Reihenfolge ist anders:

Zuerst muss der umworbene Bürger daran denken, was es FÜR IHN bedeutet, wenn er sich dazu bereit erklärt - erst an zweiter Stelle kommen die eventuellen Empfänger.

     "Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären,
       bekommen wir keine Organe mehr."
       Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr, Pionier der Transplantationsmedizin,
       "Mediziner des Jahres" 1990, zit. nach Zeitenschrift Nr. 74, 2013
       http://www.theologe.de/theologe17.htm

     "Leichenteile kann man nicht verpflanzen. - Wenn man Leichenteile
       verpflanzen könnte, gäbe es keinen Organmangel, denn Leichen
       haben wir genug."
       Prof. Alexandra Manzei, zitiert aus:
       organosprotection.com/organwelten.html
       auch in: "Interview Professor Manzei" auf YouTube

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

Antwort
von eggenberg1, 22

weil  die meisten menschen nicht gut aufgklärt  sind  und nicht wissen, was  dabei abgeht / abgehen kann ! man sagt,kaum ein  arzt   ist organspender !!!

Antwort
von Lumpazi77, 77

Das ist kein Egoismus, es ist eine freie Entscheidung.

Bedenke später einmal was geschehen soll, wenn Du ein Organ dringend brauchst, sonst stirbst Du, und keiner will Dir eines geben

Kommentar von Xboytheunseen ,

Dann würde ich ihm eines meiner spenden, ist doch klar :)

Seinem Herz wird schon nichts passieren und alles andere lässt sich lebend spenden

Kommentar von cyracus ,

Bedenke später einmal was geschehen soll, wenn Du ein Organ dringend brauchst, sonst stirbst Du, und keiner will Dir eines geben

Es heißt: "OrganSPENDE", nicht: "OrganTAUSCHHANDEL"

Und: Du wirst es nicht für möglich halten, viele Menschen wollen gar kein Fremdorgan in sich reinkriegen - ich auch nicht. In meinem NICHT-Organspenderausweis steht:

       Ich widerspreche grundsätzlich jeglicher Entnahme von Organen,
       Gewebe oder Knochen. Der Hirntod bedeutet für mich nicht den Tod
       des Menschen, sondern einen unumkehrbaren Prozess im Sterben,
       den es zu achten und zu respektieren gilt und der liebevoller
       Begleitung bedarf.

       Ich lehne daher im Bewusstsein aller Konsequenzen auch den Erhalt
       eines Spenderorgans ab.

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