Klar, wahrscheinlich weil es kürzer ist. Aber warum das X. X ist doch eher ein Platzhalter für irgendein Wort oder eine Zahl und nicht die Abkürzung von christ.

Ich glaube, es gibt kein anderes Land, in dem Abkürzungen so gang und gäbe sind wie in Amerika. Das Schild "xyz" in Herrentoiletten z.B. ist die Abkürzung für "Examine your zipper", svw. "Ist Ihr Reißverschluss auch zu?" Das "x" steht hier also sogar für das Verb "überprüfen", ansonsten häufig für "Christ" (X-tina Aguilera!)oder "Kreuz" (cross).

da unterliegt doch alles dem Aküfi, wie er früher geannt wurde..da gibt es eben X-Mas und cafe2go und 4you und LOL und l8r und Gute n8 und und .. so wird Sprache und Schriftsprache unter dem Deckmantel der Effizienz verhunzt bis zum geht nicht mehr...
critter am 17. September 2007 12:18 Bravo, DH!
Zebrastreifen an Schulen sind dort auch mit "X-ing" gekennzeichnet für crossing.
Also kann man davon ausgehen, dass ihnen an Weihnachten nichts mehr liegt. Sonst würden sie doch nicht sowas machen.

Doch, leider. Das ist ein schönes Beispiel für die dort fortschreitende Verkümmerung der Sprache.
Na hier in Deutschland siehts ja auch nicht unbedingt besser aus. ;-)
GustavGans01 am 17. September 2007 11:48 Ja. Wir hinken hier zwar noch etwas hinterher was die Verkümmerung betrifft, geben uns aber alle Mühe, den Rückstand aufzuholen.

das kommt vom sogenannten christusmonogramm dem CHI-Rho. sieht aus wie ein P und ein X übereinandergelegt und steht für Jesus Christus.

Weil es für sie eine Abkürzung ist. Warum wir Deutsche das nachplappern, verschließt sich mir.
agnostiker am 17. September 2007 12:42 Nachplappern? Was ist gegen eine nette Abkürzung zu sagen? Davon geht unserer Kultur bestimmt nicht zu Grunde.
Niklaus am 17. September 2007 12:56 Was ist an dieser Abkürzung denn nett. Für mich ist sie nur eine Verhunzung unserer Sprache.
agnostiker am 17. September 2007 13:00 Wieso Verhunzung? Betrachte es doch als eine Spracherweiterung; als etwas, das so in der deutschen Sprache nicht möglich ist. Davon lebt doch eine Sprache: das sie lebendig ist und erweiterbar ist. Wäre es anders würden wir heute noch mittelhochdeutsch sprechen.
Niklaus am 17. September 2007 16:19 Alle Anglismen sind Verhunzungen unserer Sprache. Schau dir nur die Werbung an, dann weißt du was ich meine. Wir leben hier in Deutschland warum müssenwir alles nachplappern. Keinem Engländer , Franzosen oder Amerikaner würde so ein Unsinn einfallen.
agnostiker am 17. September 2007 21:34 Da habe ich eine völlig andere Meinung. Ich empfinde die englischen und französischen Sprachelemente als Bereicherung. Wenn Du in die Geschichte zurückblickst, dann haben sich auch hier seit Jahrhunderten die verschiedenen Sprachstämme vermischt und bereichert. Man sollte dies –meiner Meinung nach- so sehen wie gemäß der biologischen Evolution: Nur die Vermischung mit neuen und zunächst fremden Genen lässt die Nachkommenschaft erstarken, Inzest führt zu Verdummung. Etwas polemisch - sicher- aber im Kern so, wie es ist. Und auch die Briten übernehmen von uns: the german angst… :-)
Niklaus am 17. September 2007 21:55 Die Diskussion ist fruchtlos. Zunächst einmal etwas grundsätzliches. Ich habe nichts gegen eine fremde Sprache. Ich spreche selbst sehr gerne Englisch. Aber ich finde wir haben so ein ausdrucksreiche Sprache mit so vielen schönen Wörtern, dass wir da keine Anglizismen brauchen. Im Gegenteil durch den Gebrauch dieser Anglizismen stirbt unsere Sprache langsam aus. Dann sprechen wir alle den gleichen Einheitsbrei. Schauderhaft diese Vorstellung.
agnostiker am 17. September 2007 23:04 Lieber Edgar, Du hast schon recht: die Diskussion ist mit Sicherheit fruchtlos. Hier prallen Welten aufeinander. Daher sollten wir unsern Disput hier auch beenden.
Das X steht in der Tat für den Namen Christus; das griechische CHI sieht wie ein deutsches X aus. Nun vermute ich, ohne es nachweisen zu können, dass die Bezeichnung X-mas w e s e n t l i ch älter ist als "coffee2go" oder ähnlicher Blödsinn. Nicht alle Abkürzungen sind von vornherein abzulehnen; im Kreuz "X" vereinen sich religiöse Symbole von Christus und Kreuz. In der Original-Handschrift der Kreuzstab-Kantate von BACH hat der Komponist geschrieben: "Ich will den X-Stab gerne tragen..", also auch schon damals diese Symbolik verwendet, die mit Sprachverhunzung o. ä. nichts zu tun hat. Vielleicht ist mit dem Wort gerade der Hinweis versucht worden, der in der evangelischen Tradition große Bedeutung hat: Weihnachten und die österliche Passion werden zusammen gesehen, das Wort wird durch "abweichende" Schreibweise hervorgehoben und fordert zum Nachdenken auf. Vielleicht ist unter uns ein Historiker, der die genaue Entstehung dieses Wortes im englischen Sprachraum klären kann. Ich würde mich freuen.
Nach http://de.wikipedia.org/wiki/X-mas ist die Verwendung eines Chi (als Buchstabe "X" geschrieben) in Verbindung mit "mas" (teilweise mit Erweiterungen) in der englischen Sprache tatsächlich sehr alt und seit mindestens 1551 belegt.
Danke! Ich lag mit meiner Vermutung also richtig, ohne "wiki" befragt zu haben. Man sollte halt nie voreilige Schlüsse ziehen und sich erst informieren.
Ich bin für y-nachten. Wobei man natürlich das y wie im Amerikanischen auspricht. "wuei"