Frage von Chloroxid, 216

Warum rotiert die Erde noch?

Wenn wir nur eine Seite des Mondes sehen, weil seine Eigenrotation durch die Gravitation der Erde gebremst wurde, wieso hat dann die Erde eine Eigenrotation, die ja nach dieser Argumentation durch die Sonne gebremst werden sollte.

Expertenantwort
von uteausmuenchen, Community-Experte für Astronomie & Physik, 55

Hallo Chloroxid,

zuerst einmal: Auch der Mond rotiert selbstverständlich noch um seine eigene Achse. Er braucht nur genau so lange für eine Drehung um die eigene Achse wie für einen Umlauf um die Erde. Anders könnten wir gar nicht immer auf dieselbe Seite blicken. (Siehe hier: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/08/der-mond-dreht-sich/)

Der Mond hat also eine Eigenrotation, nur ist die Periode der Drehung an die Umrundung der Erde gebunden - weswegen man von "gebundener Rotation" spricht.

Die Erde hat mehr Masse als der Mond und ist auch größer. In der Rotation der Erde um ihre Achse steckt deshalb erheblich mehr Drehimpuls als bei dem kleinen Mond.

Außerdem ist die Erde erfreulich weit von der Sonne weg - immerhin 150 Millionen Kilometer. Die Gezeitenkräfte, die die Sonne auf die Erde ausübt sind deswegen trotz der großen Masse der Sonne kleiner als die Einflüsse des mit rund 384 000 km erheblich näheren Mondes.

Und ja: Richtig: Die Gezeitenreibung beider Kräfte - der der Sonne und der des Mondes - bremsen die Erdrotation ab. Über die Gezeitenreibung "arbeiten" der Mond und die Sonne tatsächlich daran, auch die Erde in gebundene Rotation zu bringen. Nur muss man dafür eben erheblich länger mit so schwachen Kräften bremsen als beim kleinen und leichten Mond. Und deswegen ist es bei uns "noch nicht" so weit.

Die Tageslänge nimmt durch die Gezeitenreibung aber stetig und messbar zu. Naja, wegen der Kleinheit der Kräfte muss man eben sehr genau nachmessen: Die Tageslänge nimmt in hundert Jahren um wenige Millisekunden zu. Das klingt wenig, aber wenn man das auf das Alter der Erde umrechnet, wird doch ein deutlicher Einfluss daraus: vor Millionen von Jahren war der Tag mehrere Stunden kürzer als heute - ein Jahr hatte damals mehr Tage.

Der Betrag der Gezeitenreibung ist in der Erdgeschichte aber auch nicht konstant: Wie viel Drehimpuls die Erde tatsächlich verliert, hängt auch davon ab, wie die Kontinente auf der Erde verteilt sind. Durch die Plattentektonik verändert sich das über die Jahrmillionen hinweg. Der Drehimpulsverlust wird bei verteilten Landmassen maximal (zur Zeit) und minimal, wenn die Landmassen vereint sind (Pangäa).

Es ist also in gewisser Weise auch die Plattentektonik und die historisch zum Teil enorme Ballung der Landmassen, die dazu beigetragen hat, dass die Erde historisch nicht noch mehr Drehimpuls eingebüßt hat. Für eine gebundene Rotation mit dem Mond oder der Sonne hätte es aber auch bei anderer Verteilung der Landmassen nicht gereicht, denn wenn der Mond sich weiter entfernt, wird seine Gezeitenkraft auf die Erde ja auch geringer.

Für eine gebundene Rotation braucht die Erde noch Milliarden von Jahren - vermutlich mehr als die Lebensdauer des Systems.

Grüße

http://www.planetenkunde.de/p012/p01206/p0120602001.htm

Expertenantwort
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 94

Es ist schon richtig, Erde und Mond bremsen sich gegenseitig. Der Mond führt da durch inzwischen eine gebundene Rotation aus, das bedeutet, er dreht sich inzwischen genauso schnell um sich selbst wie um die Erde.
Deshalb wendet er ihr immer dieselbe Seite zu.

Die Erde brauchte unmittelbar nach der Entstehung des Mondes ungefähr sechs Stunden für eine Umdrehung. Jetzt braucht sie fast 24. Noch zu Zeiten der Dinosaurier war ein Tag nur etwas mehr 22 Stunden lang. Der Trend wird sich fortsetzen, aber verlangsamt den während der Mond die Erde Abbremsen entfernte sich gleichzeitig von dir, und das heißt sein Einfluss (Gezeitenreibung usw.) wird schwächer.

Antwort
von Xuleb, 94

Hallo Chloroxid!

Die Sonne bremst die Erde ja auch in ihrer Rotation, aber der Effekt ist so klein, dass sie die Erde nicht zur gebundenen Rotation zwingen wird, zumindest nicht während ihrer Lebenszeit. Könnte die Erde aber über die Lebenszeit der Sonne hinaus einen Zentralkörper von einer Sonnenmasse umkreisen, so würde sie diesem auch irgendwann nur noch eine Seite zuweisen.  (Sollte die Erde das Sterben unseres Gestirns überleben, so wird sie, sofern sie ungestört bleibt, auch irgendwann gebunden rotieren - es würde aber noch länger dauern, da die tote Sonne einiges an Masse verloren hat.)

Der Mond dagegen wirkt deutlich stärker auf unseren Planeten ein, und er wird ihn auch so stark bremsen, dass er gebunden mit ihm rotierten wird. Weil die Sonne (und die anderen Planeten) aber ein Wörtchen mitzureden haben, ist das Erde-Mond-System dennoch nicht auf ewig stabil; die Sonne versucht, die Erde zu bremsen (sie rotiert ja mit dem Mond in ca. 50 Tagen um ihre eigene Achse), und gibt ihr dadurch einen Drall, sodass sich die Erde immer ein bisschen langsamer dreht als der Mond es zulässt. Dadurch wird sich der Mond der Erde wieder annähern. Dieser Tanz geht so lange weiter, bis mindestens einer der Körper zerstört oder aus dem System geworfen wurde.

Ich hoffe, ich habe hier jetzt keine (groben) Fehler gemacht. ;) Lg, Xuleb

Kommentar von derkiesi ,

"Ich hoffe, ich habe hier jetzt keine (groben) Fehler gemacht. "

Na ja...

Den zweiten Absatz ab dem zweiten Satz streichen wir einfach ersatzlos.

Ab hier: "Weil die Sonne..."

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Ich weiß zwar nicht, wie er auf die 50 Tage Rotation der Sonne kommt, aber ganz unrecht hat er nicht. Nachdem Erde und Mond eine doppelt gebundene Rotation hätten, würde das System durch die Gezeitenreibung der Sonne tatsächlich wieder beschleunigt werden und der Mond sich der Erde annähern.

Dies bewegt sich aber in einem Zeitrahmen von über 50 Milliarden Jahren, also viel länger, als das Sonnensystem in seiner heutigen Form existieren wird.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Sicher jetzt?

Die Gezeiten der Sonne auf Mond und Erde würden natürlich beide (einzeln?) von der Sonne wegrücken lassen.

Aber ein Umlauf-System (Erde/Mond) kann nun mal ganz naiv gesehen keine Reibungskräfte erfahren.
Und somit auch nicht Rotationsenergie deswegen austauschen/verlagern.

Und die Erde kann auf Dauer nur an Mond ODER Sonne gebunden sein, nicht an beide.
Und eine gebundene Umlaufbahn eines Mondes um eine an die Sonne gebundene Erde ...
Muss ich weiterschreiben.

Die Venus hat ja angeblich annähernd eine an die Erde in einem sehr krummen Verhältnis gebundene Bahn.
Aber selbst wenn, dann sicher nur vorübergehend.

OK, wenn du sicher bist, dann wäre eine Begründung nett.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Sicher jetzt?

Ganz sicher. Jedenfalls wenn man voraussetzt, dass Erde und Mond bis dahin weiterbestehen, was ja keinesfalls sicher ist.

Die Gezeiten der Sonne auf Mond und Erde würden natürlich beide (einzeln?) von der Sonne wegrücken lassen.

Vergiss die Sonne für einen Augenblick. Fast forward 50 Milliarden Jahre in die Zukunft. Erde und Mond haben eine doppelt gebundene Rotation, zeigen sich also immer dieselbe Seite.

Dies bedeutet, dass sie noch immer umeinander kreisen, also ein gebundenes System sind. Nun kommt die Sonne, und nur der Simplizität halber gehen wir davon aus, nur ein Partner dieses Systems würde einen Gezeitenberg auf der Sonne heben, meinetwegen die Erde.

Die Sonne entzieht der Erde also Drehimpuls und fügt diesem dem eigenen hinzu. nun ist aber die Rotation zwischen Erde und Mond nicht mehr gebunden, weil die Erde Drehimpuls verloren hat. Die Folge ist also Gezeitenreibung zwischen Erde und Mond, weswegen Drehimpuls vom Mond zur Erde übertragen wird, während er in seinem Orbit sinkt.

Ob ein Körper in seinem Orbit angehoben oder abgesenkt wird hängt übrigens davon ab, wierum er selbst rotiert und wierum seine Bahn ist. Beispielsweise sinken der Marsmond Phobos und der Neptunmond ab, während der Erdmond steigt. In einem Szenario eines gebundenen Erde-Mond-System mit der Sonne würde wie gesagt die Sonne Drehimpuls entziehen und Erde und Mond sich letztlich wieder annähern.

Aber ein Umlauf-System (Erde/Mond) kann nun mal ganz naiv gesehen keine Reibungskräfte erfahren.
Und somit auch nicht Rotationsenergie deswegen austauschen/verlagern.

Eben doch. Nichts anderes passiert ja auch jetzt schon. Die Reibung der wandernden Gezeitenberge verlangsamen die Rotation der Erde. Gleichzeitig ziehen die Gezeitenberge den Mond in seinem Orbit nach vorne, wodurch er angehoben wird. So wird Drehimpuls von einem Körper auf den anderen kontaktlos übertragen. Und das geht letztlich mit der Sonne.

Und die Erde kann auf Dauer nur an Mond ODER Sonne gebunden sein, nicht an beide.

Hier kommt es wohl darauf an, was du mit "auf Dauer" meinst. Jedenfalls spricht nichts dagegen, dass Sonne, Erde und Mond gezeitentechnisch aneinander gebunden sind. Allerdings wird sich durch Gravitationswellen letztlich jeder Orbit auflösen, genügend Zeit vorausgesetzt. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Venus hat ja angeblich annähernd eine an die Erde in einem sehr krummen Verhältnis gebundene Bahn.

Der Venusorbit ist nicht an unseren gebunden, sondern weißt eine Resonanz zu ihm auf. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

LG, NA

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Btw. ich sprach vom Neptunmond Triton. Bin schon müde.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Du scheinst die einfachsten physikalischen Fakten nicht zu kennen, auch wenn du viele Worte benutzt, das zu beweisen.

Also EOD, End of Discussion, also auf deutsch:
Meine Zeit ist mir zu schade, um sie mit Möchtegernbesserwissern zu verschwenden.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Also EOD, End of Discussion, also auf deutsch:
Meine Zeit ist mir zu schade, um sie mit Möchtegernbesserwissern zu verschwenden.

Na wenn du meinst, es besser zu wissen?! Es ist auch ehrlich gesagt nicht mein Problem, sondern deines, wenn du nicht weißt, wie Drehimpulsübertragung oder Gezeiten zwischen Himmelskörpern funktionieren.

Das Problem ist nur:

Ich hab auch keinen Bock, das durchzudenken/rechnen.Irgendwas mit Drehimpulserhaltung, ist wohl ein physikalisches Gesetz.

Ich habe eine schlüssige Erklärung dafür, warum Gezeiten dafür verantwortlich sind, dass sich der Mond von der Erde entfernt und warum dadurch ihre Rotation abgebremst wird, du laut deiner eigenen Aussage allerdings nicht.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Wenn bei dir ein Monat 50 Tage dauert, würde ich mich nicht um gravierende Fehler kümmern, sondern um gravierende persönliche Probleme ;-)
Und jaaaa, ein bisschen Humor/Ironie/Sarkasmus/Zynismus muss auch mal sein.

Um in der Fußball-Sprache zu sprechen, im ersten Absatz war dein Verhältnis zu den Fakten ausgewogen, mit guten Ansätzen und Argumentationskombinationen.
Im zweiten Absatz zeigten sich dann aber doch deutliche Mängel in der Faktenverwertung.

Letztlich wirst du um eine tiefergehende SIcht der Dinge nicht rumkommen.
Nicht der Mond bremst die Rotation der Erde, sondern die Gezeitenwellen.
Die Erde dreht sich ja permanent durch 2 Wülste, die vom Mond erzeugt werden.
In geringerem Maß auch von der Sonne. Noch, jedenfalls.

Allerdings führt diese Gezeitenreibung auch dazu, dass sich der Mond von der Erde entfernt, um ca. 3 cm pro Jahr, wenn ich mich nicht irre.
Wenn du nicht verstehst, warum die Reibung auf der Erde den Mond wegschiebt, dann lass es.
Ich hab auch keinen Bock, das durchzudenken/rechnen.Irgendwas mit Drehimpulserhaltung, ist wohl ein physikalisches Gesetz.

Die Wasserwülste der Sonnenschwerkraft führen theoretisch auch dazu, dass sich die Erde von der Sonne entfernt, aber eben nur theoretisch.
Rein praktisch schleudert die Sonne Unmengen von Materie von sich weg und wird leichter. Von daher entfernt sich die Erde ohnehin von der Sonne, und niemand kann das so genau berechnen.
Die Erde wird übrigens auch leichter, nur halt langsamer, und man nennt es nicht Wegschleudern, eher "Verluste".

Also gibt es mehrere "Auslaufzonen". Das war jetzt Formel-1-Sprech:
Der Mond könnte schneller zu weit weg sein als er die Erde gebunden hat.
Die Sonne könnte Erde samt Mond verschlungen haben, bevor ..., Stichwort Roter Riese.

Was heißt schon grober Fehler?
Ein grober Fehler kann es sein, wenn man sich zu weit vorwagt, sich zu weit aus dem Fenster lehnt, oder nicht die Dinge begreift und berücksichtigt, die man auch ohne Physikstudium begreifen kann.

Ich habe dir für deine Antwort keinen DaumenRunter gegeben, weil du gute Ansätze hast.
Für einen daumenHoch sind aber zu viele Ungenauigkeiten drin.

Und ich bin sicher nicht der einzige "Experte", der hier in vergleichbarer Größenordnung lehrt und lernt.

Also Frieden, die klare Sicht auf die Tatsachen ist doch wichtiger als das Gefühl des Angepflaumtseins.
Zumal ich keine klare Vorstellung davon habe, wer wie wo warum was fühlt. Nerd halt. Kein Nothalt.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Der Mond könnte schneller zu weit weg sein als er die Erde gebunden hat.

Das kann er übrigens nicht. Es ist ein allgemeines Missverständnis, dass der Mond der Erde entflieht.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Das wird jährlich gemessen, und genau dazu haben die Apollo-Astonauten Spiegel/Katzenaugen auf dem Mond abgelegt.

Also erklär du mal ganz schnell, was es an der Tatsache misszuverstehen gibt, dass sich der Mond um ca. 3 cm/Jahr von der Erde entfent.

Sonst bist du eben nur ein Troll, der sich wichtig tut, und mal ein paar Physik-Wörter vor seiner Höhle gefunden hat.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Errm was? ich habe nie abgestritten dass sich der Mond von der Erde entfernt, ich habe nur gesagt, dass er ihr nicht entflieht. Damit meinte ich, dass er sich nie so weit von ihr entfernt, dass er irgendwann nicht mehr um sie rotiert, bzw. dass es unmöglich ist, dass er von der Erde versschwindet, ohne dass es zu einer doppelt gebundenen Rotation führt.

Sorry, falls ich mich unklar ausgedrückt habe.

Kommentar von Roderic ,

Hier gibts auch Unklarheiten, die aber wohl rein rhetorischer Natur zu sein scheinen.

Der Mond entfernt sich von Erde, aber er wird ihr nicht entfliehen (also sich gänzlich loslösen).

Antwort
von muckel3302, 33

Auch die Eigenrotationsgeschwindigkeit wird durch die Gezeitenreibung von Mond und Sonne verlangsamt, zur Zeit der Erdentstehung rotierte die Erde in nur 6 Stunden, allerdings hatte sie damals noch keinen Mond. Die Rotation kann aber nie aufhören (Gesetz der Drehimpulserhaltung), auch der Mond rotiert noch, nämlich wenn er sich einmal um die Erde gedreht hat, hat er sich auch automatisch einmal um sich selbst gedreht. Die Rotation eines Planeten kann also nie aufhören, bei der gebundenen Rotation ist max. schluss. Der Mond würde irgendwann mal die Erde soweit ausbremsen, dass Mond und Erde sich quasi immer die gleiche Seite zuzeigen, also quasi eine doppeltgebundene Rotation. Ein Erdtag würde dann etwa 80 heutige Tage dauern. In diesem Moment würde sich der Mond auch nicht mehr von der Erde entfernen. Wann würde es dazu kommen? In ca. 15 Milliarden Jahren, also zu einer Zeit wo die Erde und der Mond schon lange nicht mehr existieren würden.

Antwort
von NoHumanBeing, 43

Weil der Drehimpuls, den sie hat, noch nicht abgebaut wurde.

Bis der durch Gezeitenkräfte verschwindet, das "dauert ein bisschen". ;-)

Antwort
von Roderic, 39

Gute Frage. Und tatsächlich ist es auch wirklich so, daß auch die Gravitation der Sonne die Rotation der Erde langsam verlangsamt.

Nur haben die etwa 5 Mrd Jahre, die Sonne und Erde schon existieren,  noch nicht ausgereicht, um einen merkbaren Effekt zu erreichen.

Und in den nächsten 5 Mrd Jahren wird sich daran auch nicht sehr viel ändern.

Kommentar von claushilbig ,

Nur haben die etwa 5 Mrd Jahre, die Sonne und Erde schon existieren,  noch nicht ausgereicht, um einen merkbaren Effekt zu erreichen.

Oh doch - in den letzten 4 Milliarden Jahren hat sich die Zeit für eine Erdumdrehung von ca. 14 auf 24 Stunden erhöht.

Pro Jahr ändert sich die Tageslänge um ca. 17 μs, das ist also auc "kurzfristig" durchaus messbar.

Allerdings zugegeben: dieser Effekt entsteht hauptsächlich durch den Einfluss des Mondes, nur minimal durch die Sonne.

(s. https://de.wikipedia.org/wiki/Erdrotation#Langfristige_.C3.84nderungen)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Das solltest du eigentlich besser wissen.

Es gibt durchaus fossile Belege dafür, dass das Jahr früher mehr als  400 Tage hatte.
Und nicht deswegen, weil sich die Jahreslänge gravierend geändert hätte - was Fossilien dann aber nicht mehr hergeben.

Auch wenn die Gezeitenwirkung der Sonne nur knapp die Hälfte des Mondes ausmacht, zu vernachlässigen ist auch die nicht.

Kommentar von Roderic ,

Huijuijui: Hier gibts offensichtlich ein Verständnisproblem:

Die Gezeitenwirkung der Sonne ändert die Rotation der Erde (um sich selbst), aber nicht die Umlaufgeschwindigkeit der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne.

Die Sonne ist eine Gaskugel, auf ihr gibt es zwar auch Gezeiten, aber die Oberfläche der Sonne folgt unmittelbar dem Gravitationspotential.

Transversalkräfte treten hier im Gegensatz zur festen Erdoberfläche nicht auf.

Das das Jahr früher mehr Tage hatte, liegt einfach daran, daß die Tage selber kürzer waren, nicht daran, daß das Jahr selber länger war.

Kommentar von claushilbig ,

Das das Jahr früher mehr Tage hatte, liegt einfach daran, daß die Tage selber kürzer waren, nicht daran, daß das Jahr selber länger war.

Damit sagst Du allerdings selber, dass Deine Aussage

Nur haben die etwa 5 Mrd Jahre, die Sonne und Erde schon existieren,  noch nicht ausgereicht, um einen merkbaren Effekt zu erreichen.

nicht korrekt ist ...

Antwort
von lks72, 35

Die Erde ist 81 mal so schwer wie der Mond, daher machen die Gezeitenkräfte auf der Erde wesentlich weniger aus als die Gezeitenkräfte auf den leichten Mond.

Antwort
von Australialiker, 2

Die Sonne und der Mond bremsen die Erde ab .
Aber in paar Millionen Jahre verlässt unser Mond die Erde.

Antwort
von Ifosil, 71

Der Mond rotiert aber. Wir bremsen seine Rotation nicht, jedenfalls nicht, dass es relevant wäre. Zudem gibt es im Weltall keinen Widerstand, der uns ausbremsen könnte. 

Kommentar von RoentgenXRay ,

In wie weit rotiert denn der Mond?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Während er einmal die Erde umläuft rotiert er einmal um sich selbst. Dadurch sehen wir immer dieselbe Seite des Mondes. Das nennt man auch "gebundene Rotation". 

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ja, aber relativ zu uns rotiert er nicht, somit auch keine Gezeitenkräfte durch die Gravitationswirkung der Erde auf den Mond.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Eine Gravitationswirkung der Erde auf den Mond hatte offenbar überhaupt erst zu der gebundenen Rotation geführt. Anderenfalls wären die Krater auf der uns zugewandten Mondseite fast unmöglich, weil die Erde dann die betreffenden Projektile abgefangen hätte, es sei denn die uns heute zugewandte Seite des Mondes war der Erde nicht immer so direkt zugewandt.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Schuster! Bleib bei deinem Leisten!

Vom Mond aus betrachtet ist die Erde nur ein Fleck am Himmel, etwa 16mal so groß wie der Mond von der Erde betrachtet.

Und ein Fleck hält keine Meteoriten ab, weil er eben nur klein ist.

Kannst du gerne ausrechen, wie groß der Anteil der Flecken Mond bzw. Erde am Nachthimmel ist.
Null-Komma-irgendwas.

Schon deine Sicht der gebundenen Rotation ist sehr naiv. Wenn man einen großen Block Blei auf die Rückseite des Mondes plazierte, würde er eine Zeit lang taumeln, und uns dann eben die andere Seite zeigen, permanent.

Da sind keine Stangen, die den Mond fixieren.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Hast Du schon mal was von Gravitation gehört? Die wirkt nicht nur in der Größe des Himmelskörpers, von dem sie ausgeht. Der Mond bewegt sich relativ zur Erde mit immerhin durchschnittlich etwa 3'680 km/h und doch bleibt er bei einer mittleren Entfernung von 384'400 km von der Erde in einer stabilen Umlaufbahn. Merkst Du was?

Kommentar von Ifosil ,

Ohh :D Wissenslücke entdeckt. Am besten machst du dich über dieses Thema nochmal schlau :)

Antwort
von MarioXXX, 34

Das ist wirklich interessant.

Schau dir das an: 

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ich glaube irgendwie nicht, dass das so stimmt.

1. Sauerstoffmangel und Überschwemmungen:

Atmosphäre und Ozeane bewegen sich in Richtung der Polkappen, weil die Erde am Äquator dicker ist und alles "nach unten" (näher an den Erdmittelpunkt heran) fließen möchte. Soweit richtig.

Diesen Äquatorwulst gibt es aber nur, weil die Erde sich dreht. Wenn sie sich nicht mehr dreht, wird die Erde selbst kugelförmig werden. Die feste Kruste ist "hauchdünn". Das meiste Material ist flüssig und möchte zu einer Kugel werden, weil dies der energetisch günstigste Zustand ist. Die Kruste wird keinen Widerstand darstellen, wenn der Mantel zu einer Kugel werden möchte.

Damit gibt es, wenn die Erde aufhört, zu rotieren, am Äquator auch keinen "Wulst" mehr, er liegt somit auch nicht mehr "höher" und die Luft ist somit dort nicht dünn.

Ebenso mit dem Wasser. Die Erdrotation zieht es Richtung Äquator. Wenn die Erde nicht mehr rotiert, fehlt diese Kraft. Soweit richtig. Aber wenn der Äquatorwulst verschwunden ist, liegt der Äquator ja auch nicht mehr "höher" (weiter vom Mittelpunkt entfernt) und somit gibt es auch nichts, was das Wasser von dort wegtreiben würde.

2. Schlafmangel:

Das ist doch wohl kein Problem. Man kann auch schlafen, wenn es hell ist und man kann auch wach sein, wenn es dunkel ist. Jeder Schichtarbeiter kann das. In Polnähe gibt es auch Polartage und -nächte, die etwa ein halbes Jahr lang dauern. Ich denke, die Temperaturen wären das größte Problem.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Unterschätze nie die Macht.

In diesem Fall sind das die "Nachrichtensender".

Die senden Tag und Nacht solchen Unsinn, gefühlt jedenfalls.

Die geheimen UFO-Technologien der NAZIS.
Das ist nicht mal ironisch überspitzt, allenfalls nicht korrekt zitiert.

Ich kenne auch die "Dokumentation", wo sich die Erde nicht mehr dreht.
Natürlich wird die Verlangsamung nicht begründet, und sie wird auch nicht durchdacht, sie soll nur die Zuschauer fesseln.
So ein Schwachsinn wird aber täglich gesendet.

Glaubst du's immer noch nicht?
Kuxdu https://www.youtube.com/results?search_query=Die+geheimen+UFO-Technologien+der+N...

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