Warum ritzen sich so viele die an Depressionen erkrankt sind?

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12 Antworten

Einer meiner Söhne hat das auch gemacht. Es ist einfach schlimm. Es ist ein Hilferuf den man erkennen muß. Es ist keine direkte selbstmordabsicht. Aber es ist ein Hilfeschrei. Ja das muß sehr weh tun.

Hier muß man auf die Mädchen oder Jungs sehr intensiv eingehen und Gespräche führen. Einfach zeigen, Du bist nicht alleine und ich lasse Dich niicht im Stich.

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Kommentar von psychopathin5
26.11.2016, 02:18

Bei mir war das kein Hilferuf und hätte ich an diesem einen Abend etwas weniger getrunken hätte es auch niemand bemerkt. Meine Eltern haben sowas ähnliches auch zu mir gesagt aber im Endeffekt bin ich dann doch wieder alleine und es ist genauso wie vorher.

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Kommentar von Oflinitrium2
26.11.2016, 02:37

schöner Gedanke...bringt allerdings beim Borderlinesyndrom herzlich wenig, weil der/die betroffene nicht um Hilfe ruft sondern einfach sich selbst derart hasst das man sich selbst verletzen will.

Mich hat damals nur der Gedanke an meine weinenden Eltern davon abgehalten mich selbst umzubringen.
Und ich war mir immer bewusst, dass ich geliebt werde. Ändert aber nichts daran, dass man die eigene Person verabscheut.

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Kommentar von bonjourword
26.11.2016, 13:41

Nicht bei jedem ist es eine Hilferuf. Es gibt stellen die nicht so stark schmerzen. Micht jeder will ein langes Gespräch . Danke für di verbreitung Halbwissen und Vorurteilen .

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Ritzen ist kein typisches Symptom einer Depression, eher einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Da Depressionen oft gemeinsam mit Borderline auftreten kann es z.B. sein, dass die Diagnose Borderline zunächst verkannt wird.

Ritzen kann trotz allem bei Depressionen vorkommen, oft als Hilfeschrei. Die allermeisten depressiven Menschen ritzen sich jedoch nicht.

Hier noch die wissenschaftlichen Kriteren für eine Depression nach dem internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10:

Hauptsymptome einer Depression gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit
- Depressive Grundstimmung (negatives Denken, Hoffnungslosigkeit etc.)

Nebensymptome einer Depression gemäss ICD-10 sind:
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken
- Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung
- Vermindertes Konzentrationsvermögen
- Vermindertes Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen
- Stark veränderter Appetit
- Schuldgefühle und/oder Entscheidungsschwierigkeiten

Wie du siehst ist SVV (Ritzen) keine Voraussetzung für eine Depression.

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Ich glaube persoenlich nicht, dass sich viele Depressive ritzen, ich denke eher sie trinken zuviel oder nehmen Tabletten.

Eine wenige, die sich ritzen, um sich selbst fuehlen zu wollen, weil sie die aufkommenden negativen Gefuehle oder besser Gedanken an sich selbst immer unterdrueckt haben, muessen diesen Weg gehen.

Wenn du dir mit dem Hammer auf die Finger schlaegst, dann hast du andere Probleme und musst dem Schmerz Herr werden und die Stimme im Kopf hat erstmal Pause. Damit meine ich die Gedanken, die uns permanent nerven und niemals Ruhe geben, da musst du zu harten Massnahmen greifen!

Ich will folgendes sagen: Um die Stimme im Kopf zu unterdruecken, kannst du anfangen zu meditieren oder Alkohol oder Drogen zu dir nehmen und dir Schmerzen zufuegen. Du hast einen Augenblick Ruhe davon, aber wenn du aufwachst, ist die Stimme wieder da und sie nervt von vorne immer wieder aufs neue.

Also musst du als Meditierer oder Alki oder Ritzer, die Ausweglosigkeit deines Vorhabens erkennen und deinen Widerstand entgegen deinem Leben aufgeben, denn Gedanken bedeuten Widerstand, wenn es keine produktiven Gedanken sind!

Meditierer, Alkis und Ritzer sind nur immer einen Augenzwinker von der Erleuchtung entfernt, sie stecken aber in dem Glauben fest, etwas ausrichten zukoennen mit ihren Aktionen, um ihr Leben zu verbessern, aber das Leben ist schon perfekt. Was koennten sie da noch machen! Alles Gute!

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Ich kann dir zwar nicht genau sagen, weshalb sich Depressive ritzen, aber ganz bestimmt nicht, weil sie meinen, es gehöre dazu. Ich habe noch nie die Frage gelesen "Ich bin depressiv. Muss ich mich jetzt ritzen?"

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Kommentar von Matermace
26.11.2016, 02:09

Die Frage hab ich schon gehört. Ähnlich wie "Ich fühl mich nicht so gut, also muss ich depressiv sein, also muss ich mich ritzen".

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Kommentar von psychopathin5
26.11.2016, 02:28

Naja vielleicht denken die ja einfach nur das wenn es anderen Depressiven hilft, das es bei ihnen selbst auch funktioniert. Ich habe mich aber zuerst angefangen selbst zu verletzten und 3 Jahre später wurden mir Depressionen diagnostiziert. Es hat mir einfach geholfen wieder runterzukommen.

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Ich habe mich geritzt wenn mir alles zu viel wurde. Für mich war es also ein Weg Druck abzulassen. Ebenso war es eine Methode um (kurzzeitig) ein Glücksgefühl zu empfinden, auch wenn es ein etwas anderes empfinden ist, als das allgemein bekannte.
Schmerz setzt Endorphine frei und diese machen "glücklich".

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Es gibt da einen Unterschied. Manche machen es als eine Art hilferuf, wieder andere denken dabei tatsächlich an Selbstmord und trauen sich am Ende doch nicht. Und das was du ansprichst mit schmerzen, hat nicht zwangsläufig was mit Depressionen zu tun. Man nennt das eher Borderlinesyndrom was in unterschiedlichsten Formen und Abstufungen auftritt. Dabei hat der betroffene das Bedürfnis sich selbst zu verletzen. Das kann durch eine Klinge, strangulieren, Kratzen, so heftiges Schlagen gegen einen GEgensand dass die Faust blutet etc. ausgführt werden.
Grund dafür ist ein ausgeprägter Selbsthass, weswegen man es auch nicht mit Masochismus verwechseln darf bei dem es keine Rolle spielt von was, oder von wem der Schmerz ausgeführt wird.

Nicht jeder depressive hat das bedürfnis sich zu verletzen. es kommt immer darauf an ob man sich selbst oder seine Umwelt hasst (bei letzterem treten eher Aggressionsprobleme auf) oder ob man das Gefühl hat nicht geliebt zu werden und Einsam zu sein.

Manche fangne auch an sich zu ritzen weil es eine Art "Mode" ist frei nach dem Motto, "ich hab schon so oft gehört, dass depressive sich ritzen, alsoo gehört das wohl dazu"


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Kommentar von Filou2110
26.11.2016, 02:46

Nicht jeder Borderliner verletzt sich körperlich selber.  Vielmehr ist Selbstverletzendes Verhalten als eigenständige Erkrankung zu sehen. Diese kann als Symptom bei anderen Erkrankungen wie Borderline oder Depressionen auftreten, muss es aber nicht. 

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Selbstverletzendes Verhalten (SVV) ist eigentlich kein Symptom einer Depression.
Du kannst SVV zeigen und keine Depression haben und anders herum. Oftmals tritt es aber gemeinsam auf, da noch weitere Ursachen das SVV und die Depression begründen.

Was steckt dahinter?
Aufmerksamkeitssehnsucht, das "sich wieder spüren", sich selbst bestrafen oder weil dieses Verhalten in der peer Group gezeigt wird.

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Kommentar von psychopathin5
26.11.2016, 02:23

Ich habe Depressionen und habe mich vier Jahre lang selbstverletzt aber bei mir trifft keiner deiner aufgezählten Gründe zu.

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Ich habe Depressionen und ich habe mich auch vier Jahre lang selbst verletzt allerdings hatte das wenig mit den Depressionen zu tun ich habe einfach nur meine Aggressionen an mir selbst ausgelassen und der Schmerz und das Blut hat mich beruhigt. Also bei mir ist es nur Zufall. Und ja viel tuen das nur weil man es eben so hört und weil es ja anscheinend helfen soll, ist aber denke ich mal nur Einbildung. Denn um runterzukommen kann man auch andere Dinge tun, nur fallen die einem in so einer Situation nicht ein.

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SVV (Selbstverletzendes Verhalten) gehört eigentlich in die Kategorie Borderline. Menschen, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, fühlen sich innerlich zerrissen, haben ein gestörtes Selbstbild und eine gestörte Körperwahrnehmung. Sie leiden unter massiven Ängsten vor dem Alleinsein und instabilen Beziehungen.

Die ersten Anzeichen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung treten meist schon im Jugendalter auf. Sie ritzen sich, um mit dem körperlichen Schmerz den seelischen Schmerz zu überdecken bzw. zu übertünchen. Meistens funktioniert das sogar, aber es ist absolut der falsche Weg. Solche Personen gehören in die fachlichen Hände eines Psychotherapeuten oder Psychologen, damit sie lernen, mit ihren Ängsten umzugehen. Mehr als 60% der Betroffenen hat mindestens einen Suizidversuch verübt, was die Wichtigkeit einer Behandlung verdeutlicht. 

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Kommentar von Derschnupfen
27.11.2016, 21:31

Ich weiß was Borderline ist, meine Frage war warum sich so viele die meinen depressiv zu sein anfangen zu Ritzen

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Ich glaube das es eine Krankheit ist sich zu ritzen die man sich von andere abguckt ,ich finde ritzen als UR Krankheit gibt es noch es entstand in den letzten Jahren sehr stark was man heute Borderline Nennt. Ich hab viele gesehen die trotz Therapie und Antidepressiva sich trotzdem weiterritzen ich sag mal das es eher unter sucht sich selbst Schmerz zuzufügen

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Versteh ich auch nicht ich meine das tut doch sehr weh oder nicht???

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Kommentar von Filou2110
26.11.2016, 02:28

Nicht wirklich.  zumindestens nicht in dem Moment. Später brennt das dann wie Hölle.  In dem Moment selber, hat man so wenig Zugang zu sich selber, das man das nur als minimalen Schmerz wahrnimmt. 

So ist das auf jeden Fall bei mir gewesen.  Ich habe das aber auch zum "Druckabbau" genutzt..Und nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen. 

Ich denke das macht nen großen Unterschied. 

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Kommentar von psychopathin5
26.11.2016, 02:29

Es tut erst weh wenn man Duschen geht und der Schaum in die Wunden kommt. Vorher nicht so.

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Der allergrößte Teil der "Ritzer" ist unter 20. Leuten in dieser Lebensphase fehlt meiner Ansicht nach oft schlicht die Lebenserfahrung um mit Schwierigkeiten (Pubertät, Hormone, Liebeserfahrungen etc) angemessen bzw. anders umzugehen.

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Kommentar von omapepa
14.12.2016, 03:53

Wenn Du Dich mal mit "Ritzern" unterhalten würdest......die haben meißt in Ihrem Leben Dinge erlebt von denen kaum ein "Normalo" zu erahnen fähig ist. 

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