hajottka am 27.06.2009 um 14:24 Uhr
Warum geben sich Jugendliche die Schuld an vielem (undefiniert, wofür alles) und ritzen sich dann. Ritzen hört sich ja harmlos an, aber sie fügen sich ernsthafte Verletzungen zu, die Narben bilden und diese teilweise auch bleiben! Warum muß man als Eltern mitunter so hilflos zusehen, obwohl man offensichtlich alles getan hat, damit es nicht zu so einer Situation kommt???? Ist das Allheilmittel nur miteinander Reden oder was kann man noch machen??
Bin für jeden Tipp dankbar!
ich bin ein wenig spät, mag aber dennoch was schreiben. als eltern meint man oft, alles menschenmögliche zu tun, doch mußt du die ereignisse aus der sicht des kindes betrachten. wenn es mehrere kinder gibt, fühlt sich eines davon eventuell weniger geliebt, weniger beachtet, benachteiligt. das mag von den eltern nicht gewollt, bemerkt, oder tatsächlich so gelebt werden, doch das kind empfindet es so. in der heutigen zeit scheint die zukunft wenig perspektiven zu bieten und zu dem druck der leistung, der erwartung der eltern, der eigenen wünsche und träume, kommt auch die heutige gesellschaft als druck und belastung hinzu. manche erlitten soviel leid (ob von außen((durch die Eltern bemerkt)) oder ganz geheim) sodass sie sich innerlich nur noch taub, leer, stumpf fühlen. oft ist es nicht der gedanke "ich mag was fühlen, ich schneide mich" nein da steht oft kein gedanke, sondern man kann es oft als kurzschluss sehen. 2. teil kommt gleich

Auch das Borderline-Syndrom ist therapierbar. In dem Fall sind die Eltern machtlos - zu 80% sind sie selbst schuld, wenn Kinder oder Jugendliche sich selbst verletzen. Mangelnde Aufmerksamkeit daheim kann diese Auswirkung haben.
martikke am 27. Juni 2009 14:35 richtig
hajottka am 27. Juni 2009 14:36 man stellt sich trotzdem die Frage nach dem "Warum", wenn man vermeintlich alles richtig gemacht hat!
BruenoDerStar am 27. Juni 2009 14:41 Wenn man alles richtig gemacht hat?! Manche verwechseln das auch mit Druck ausüben, damit mal etwas aus dem Kind wird. Der gute Wille ist da, aber der Druck ist für viele Kinder nicht zu ertragen. Man sollte ein Kind fördern und nicht zwingen.
hajottka am 27. Juni 2009 14:48 genau das haben wir immer getan
voti1972 am 27. Juni 2009 14:38 ja leider haben viele Eltern kein interesse an ihren Kindern was ich sehr traurig finde....naja mein Sohn braucht sich da zum glück keine Sorgen machen....ich würde alles für mein Kind tun damit es ihm gut geht
martikke am 27. Juni 2009 14:47 boa ich tausche dich gegen meine ellis ein ^^

Sie ritzen sich, weil sie gehört oder gelesen haben, dass sich viele Kinder ritzen.
Also machen sie es nach, da sie nun denken, sie müssten sich ritzen.
Allheilmittel: Plädiert an ihren Stolz. Sagt ihnen, dass sie sich nicht wie Kinder benehmen sollen, die jeden Mist mitmachen müssen "um ja anders zu sein". Dieses pubertäre Gehabe ist nur lächerlich und zeigt, dass sie längst noch nicht erwachsen sind.
Weltraumhippe am 27. Juni 2009 14:31 Naja, wenns so einfach wäre...
Wandpilzchen am 27. Juni 2009 14:32 Nichts ist so ausgeprägt bei einem Jugendlichen wie sein Stolz.
Weltraumhippe am 27. Juni 2009 14:34 Ritzen ist als Ventil zu sehen, nicht als Modische Machart, seine Arme, Beine und ggf. noch andere Körperteile zu "verschönern". Man sollte die Jugendlichen ernst nehmen, wenn sie soetwas ausgeprägt tun und sich ggf. mit einer psychologischen Beratungsstelle in Verbindung setzen.
voti1972 am 27. Juni 2009 14:39 DH
Masoud53 am 27. Juni 2009 14:32 DH!!du bringst es auf den Punkt!Waldpilzchen..
Wandpilzchen am 27. Juni 2009 14:33 Wand...nicht Wald...

Es ist Therapiebedürftig, um anderes auszuschließen. Es könnte ein Borderlinesyndrom vorliegen. Aber bitte VORSICHT mit vorschnellen, nichtobjektiven Diagnosestellungen!
ritzen zeigt den jugnedlichen dass sie noch da sind und damit sie die geistigen schmerzen vergessen fügen sie sich körperliche schmerzen zu und naja jeder normal denkende teenie is ritzen total hirnlos aba die die sich ritzen kapiern nicht mehr dass ritzen sinnlos is und dass sie lieber mit den eltern reden sollten!

Menschen, die sich selbst verletzen, haben oft kein "normales" Empfinden für ihre Körpergrenzen. Erst durch die Erfahrung des Schmerzes erfahren sie sich körperlich. Solche Menschen brauchen an sich fachlichen Beistand! Du kannst aber versuchen, dem Jugendlichen viel Körperkontakt zu geben, falls er es zulässt.
Alles Gute!

Mein bester kumpel (15) tut sich auch regelmäsig ritzen! ich hab ziemlich alles probiert- hat aber nichts gebracht. ich bin dann mal zu unsrem schulpsychologen gegangen um zu fragen was ich am besten machen sollte. der meinte dann ich soll meinen Kumpel das machen lassen was er will. Leute die sich ritzen müssen erst selbst erkennen in was für einen Teufelskreis sie hinein geraten.
Es gibt aber auch Spezielle kliniken die dann eine Antiritz-Kur anbieten, aber die sind sehr kostspielig.
hajottka am 27. Juni 2009 14:34 danke für Deine Antwort
Chickakiss am 27. Juni 2009 14:35 Kein problem =)

Ich habe einen bekannten, der das macht. Der hat es einfach mal aus Langeweise angefangen und jetzt macht er es eigentlich nur aus gewohnheit. Es wissen auch kaum Leute, daß er das macht. Er ist auch schon in psychologischer Behandlung, aber er ist halt ein Problemfall. Einen wirklichen Grund, warum er das macht, gibt es in der Tat nicht. Ich denke mal, es gibt halt so Phasen, wo es den Leuten einfach egal ist. Ich handhabe es eigentlich so, daß ich immer für ihn da bin und auch ermutere, über alles zu reden, was ihn so bewegt. Auch wenn er es nicht wirklich zeigt, glaube ich schon, daß es ihm gut tut, daß er merkt, daß er jemanden hat, mit dem er drüber reden kann. Diese Rolle sollte man immer einnehmen, wenn so etwas im eigenen Freundeskreis vorkommt. Weiß jetzt nicht, warum du die Frage stellst, aber wenn es jemanden aus deinem Freundeskreis betrifft, sei einfach für ihn da, aber versuch ihn nicht zu bedrängen. Hab auch Geduld, hat bei mir auch einige Jahre gedauert, bis er sich ganz anvertraut hat bzw. immer mehr anvertraut. Und bis ich umgefähr seine Beweggründe kennengelernt habe.
martikke am 27. Juni 2009 14:40 bist n wahrer freunt :D klasse beitrag
hajottka am 27. Juni 2009 14:42 Ich glaube eher, dass das bei vielen nicht aus Langeweile geschieht! Trotzdem Danke für Deine ausführliche Antwort!
das würde meine these stützen, dass es vielleicht einfach eine genetische veranlagung gibt, an sich rumzuzupfen oder sich dadurch kleine ausstöße von glückshormonen, die dabei entstehen, zu holen. und der betreffende weiß gar nicht warum er es macht, er fängt einfach irgendwann damit an. möglich wäre es, denke ich.
Es sind die wenigsten Jugendlichen die das tun
hajottka am 27. Juni 2009 14:30 ja, das löst aber nicht das Problem

Ich denke eher, dass sie sich bemitleiden und nur rumjammern und sich deshalb "bestrafen"...ist auf jeden Fall krank...
Emos "tun" ja oft nur so, aber es gibt auch Menschen, die sich wirklich extrem ritzen oder anderweitig sogar umbringen wollen...wir hatten einen solchen Fall an der Schule...hat sich geritzt und wollte nach München in ne Klinik, aber die hat sie nicht genommen, weil das nicht ihr Zuständigkeitsbereich war...paar Tage später hat sie sich einen Plastiksach über den Kopf gezogen...
Weltraumhippe am 27. Juni 2009 14:28 Das denke ich nicht, sie sind krank und nehmen das Ritzen als Ventil!
Draschomat am 27. Juni 2009 14:32 Ja, richtige "Ritzer" gehören eindeutig in eine Heilanstalt, das zeigt der Fall an meiner Schule ganz deutlich...aber es gibt auch noch die gewöhnlichen Emos, die sich ja nicht unbedingt selbst töten wollen...die bemitleiden sich eher und jammern rum...das hab ich in der ersten Antwort blöd formuliert, aber die 150sec waren zu früh aus xD
o0bey am 27. Juni 2009 14:32 :D yeah. emo-mamis ritzen sich den einkaufszettel in den arm ;D
hajottka am 27. Juni 2009 14:38 Du hast bestimmt Deinen Namen auf der Stirn eingemeisselt!
hajottka am 27. Juni 2009 14:33 könnte ein Fünkchen Wahrheit beinhalten!

weil sie in die Psychiatrie gehören,doch leider oft ergebnislos!!

ich muss zunächst mal anmerken, dass ich einige antworten hier wirklich daneben finde...
es kann sehr unterschiedliche gründe dafür geben, dass sich jemand selbstverletzt. und nicht immer muss eine borderline-persönlichkeitsstörung dahinter stecken.
es ist auch falsch zu behaupten, es sei schlicht eine modeerscheinung und menschen, die sich verletzen, haben sich das bei anderen "abgeschaut". auf die "idee" kann man auch selbst kommen, dazu braucht man keine "vorbilder".
es gibt menschen, die sich verletzen, um sich selbst zu spüren oder z.b. als ventil bei aggressionen oder anderen starken emotionen. aber auch hier fällt das ganze sehr individuell aus.
es ist auch etwas einfach betrachtet, wenn man sagt, "dass solche leute nur erkennen müssen, dass sich selbst zu verletzen unsinnig ist". so einfach ist das leider nicht. man verletzt sich nicht aus spaß an der freude (zumindest stellt das wohl eher nicht die regel dar...), sondern weil man damit einen gewissen effekt erzielt. z.b. kann es beruhigen. man fühlt sich also schlecht, z.b. alleine, traurig, ist wütend o.ä. und weiß sich nicht anders zu helfen. es ist schwer dort wieder herauszufinden bzw. das überhaupt zu wollen. man sieht beispielsweise, dass so viele menschen inder öffentlichkeit rauchen und sich damit selbst schädigen, aber raucher werden nicht so stark verurteilt, wie menschen die sich selbst verletzen, obwohl das nicht unbedingt gesundheitsgefährdend sein muss. aus welchem grund sollte man also aufhören sich zu verletzen, wenn es doch hilft?
an dieser stelle muss man auch bedenken, dass selbstverletzendes verhalten und suizidalität nicht gleichzusetzen sind. viele verletzen sich selbst, um einem suizid gewissermaßen zu entgehen und ihre lebenssituation ein wenig erträglicher zu machen.
ich finde es jedenfalls immer erschreckend, dass es so schnell heißt, es sei bloß eine modeerscheinung und solche leute seien einfach krank. es handelt sich hierbei auch um menschen, insbesondere um menschen, die mit ihrer lebenssituation nicht ohne weiteres zurechtkommen und nicht immer einfach bloß ein bisschen abstand zur pubertät brauchen, denn es gibt durchaus auch erwachsene, die sich selbst verletzen.
hajottka am 1. Juli 2009 20:54 Danke Dir

Vielleicht um Probleme mit dem Schmerz zu vergessen
o0bey am 27. Juni 2009 14:26 blödes geschwätz. das reden die sich selber ein
martikke am 27. Juni 2009 14:28 also bei mir hilfts...::
voti1972 am 27. Juni 2009 14:32 Ja nee ist klar ihr Hilfspsychologen
hajottka am 27. Juni 2009 14:28 der Schmerz geht, die Probleme bleiben!
martikke am 27. Juni 2009 14:49 der schmerz lässt die probleme für wenigstens eine kutze zeit vergessen
BlackKNighT am 27. Juni 2009 15:06 Ich finde es ja selber krank sich zu ritzen
hajottka am 27. Juni 2009 15:11 machst Du es???? Wenn ja, warum???

also ich machs weil ich ziemlich alleine binn... mir gehts danach auch besser...
hajottka am 27. Juni 2009 14:27 wodurch geht es Dir denn besser??? Besser wäre doch, wenn Dich dann jemand in die Arme nimmt, oder???
martikke am 27. Juni 2009 14:29 macht aber keiner wein
hajottka am 27. Juni 2009 14:40 Das tut mir leid, aber forderst Du es nicht ein???? Wenn Du Eltern hast, gehst Du dann nicht auf sie zu und nimmst sie auch mal in den Arm??ß Kannst Du nicht mit ihnen reden????
martikke am 27. Juni 2009 14:53 wenn ich mit meinen eltern rede , schlagen die mich ins krankenhaus , und sie schlagen tu ich nicht weil sie mich dann anzeigen und ich wieder stress bekomme....( 2 mal bereits passiert) als ich zu der polizei ging als ich mal wieder ausm krankenhaus kahm wurde ich von den bullen ausgelacht...
hajottka am 27. Juni 2009 14:58 verschwinde da so schnell es geht, das Jugendamt muß Dir helfen. Du mußt aber auch stark sein und das durchziehen wollen! Ich finde das nur traurig und bedaure Dich! Leider kann ich Dir nicht helfen! Ich verstehe auch, dass Jugendliche, wie Du, solche Probleme haben können, aber wie geht das bei einem gutbürgerlichen Elternhaus???????????
martikke am 27. Juni 2009 15:01 mein dad war säufer und meine mutter hat jeden tag bis ind ie morgenstunden gearbeitet um seine sauferei zu zahlen..... haben sich vor 3 jahren getrennt.... dan is sie mit einem neuen zusammen, der immer unser konnto komplett ausleert und sich dann für ca 2 monate ind ei türkei absetzt und dann wieder kommt wen er pleite ist( meine mutter zahlt ihm den flug ) das hat er bis jetzt 5 mal gemacht und immer wieder fällt sie auf seine masche rein und wen sie sauer ist gehe sie zu zweit auf mich los....
hajottka am 27. Juni 2009 15:04 hau da ab!
martikke am 27. Juni 2009 15:05 wohin? ich kann ja nirgends hin hab ja niemanden...
hajottka am 27. Juni 2009 15:12 geh zum Jugendamt, die werden Dir helfen müssen!!!!!!!!! Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende!
martikke am 27. Juni 2009 15:16 müssen tun die garnix .. ich war bei denen schon damals mehrere male wegen meinem dad... und beim letzten mal wurde ich einfach im wartezimer sitzen gelassen bis ich nach 4 stunden ging weil der akku vom mp3 leer war und die lichter schon teilweise ausgemacht wurden....
hajottka am 27. Juni 2009 15:27 jedes Amt hat einen Chef, sprich mal mit dem! Notfalls bei Freunden unterkommen, Presse einschalten...... Wenn Du da wirklich weg willst, gibt es immer einen Weg!!!!!!!!
voti1972 am 27. Juni 2009 14:30 Bitte lass dich Psychologisch betreuen, das ist nicht normal und auch bei deiner weitern Entwicklung störend...warum bist Du alleine? Hast Du jemanden den Du vertraust? Lass Dich auf keinen Fall hängen...wäre schade um Dich
Weltraumhippe am 27. Juni 2009 14:32 DH!
martikke am 27. Juni 2009 14:39 naja ich habs ja auch mehrere jahre versucht mein leben auf die reihe zu bringen... aber mehrere tode von guten freunden und so sachen habhen mich sozusagen aus der bahn geworfen... ich hab einfach keine lust mehr zu leben......
hajottka am 27. Juni 2009 14:50 der Tod gehört zum Leben, auch, wenn er für viele Verlust bedeutet. Genisse das Leben und konzentriere Dich auf die Lebenden, sie sind das Leben!
martikke am 27. Juni 2009 14:56 naja ich habe keinen mehr der lebt... ich hatte damals 3 freunde,, sind mit auto gefahren und uns hat einer geschnitten . ich war der einzige der überlebt hat,... seitdehm hab ich eig garkeinen mehr...

emos -.-
martikke am 27. Juni 2009 14:28 schwachsinn ^^
Chickakiss am 27. Juni 2009 14:29 Emos sind nicht zwangsläufig schei.ße!!!
Ihre Haar zb. die sehn richtig geiiL aus ^^
martikke am 27. Juni 2009 14:32 jo find ich auch DH :D
BruenoDerStar am 27. Juni 2009 14:31 Durch die Emos wurde dieses Thema überhaupt bekannt. Davor kannten es die wenige und wie es nun mal ist, gibt es überall Trittbrettfahrer. Normalerweise stellen sich die Erkrankten ihre Narben nicht zur Schau!
Einfach akzeptieren, dass es eine Modeerscheinung ist.
voti1972 am 27. Juni 2009 14:29 Schwachsinn, wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Klappe halten
Weltraumhippe am 27. Juni 2009 14:30 Absolut falsch!
hajottka am 27. Juni 2009 14:31 sei froh, das Du nicht betroffen bist, aber Du hast auch keine Ahnung davon, was da passiert!
Es ist in 80% der Fälle (also bei Emos, nicht bei Suchtkranken etc.)einfach nur Mode. Man macht es halt, weil es einfach dazu gehört.
martikke am 27. Juni 2009 15:05 daumen runter ... es ist eher genau andersrum^^
hajottka am 27. Juni 2009 15:13 Totaler Blödsinn!!!!!!!!1
Nix da, "andersrum". In den 70er und 80er Jahren mag das so gewesen sein, da gebe ich dir ja recht. Auch heute noch gibt es wirklich kranke Menschen, die muss man aber strikt von den "Mode-Kranken" trennen. Es gibt eine schöne Folge von den Simpsons, da kommt sinngemäss folgender Dialog vor "Mrs. Hoover, was hatten sie denn?" "Nun Lisa, wenn in allen Zeitschriften und in allen Talkshows von einer neuen Krankheit berichtet wird, dann ist es doch nur logisch, dass man sich irgednwann einbildet man hätte sie."
martikke am 27. Juni 2009 15:30 ja das stimmt doch zu teil waas du sagst aber bei etwas so schmertzvollem doch nicht...
Sie geben sich die Schuld für ihre Fehler. Das Ritzen 'befreit' sie und hilft ihnen damit umzugehen. Als Mama oder Papa ist man da glaube ich hilflos. Am Besten das Kind zum Artzt bringen, der weiß dann was zu tun ist
hajottka am 27. Juni 2009 14:34 wenn sie aber nicht wollen????

Meistens Probleme oder selbstzweifel
hajottka am 27. Juni 2009 14:43 Was würdest Du dagegen machen????
danke seregwen für den schönen beitrag, ich dachte schon ich muss das alles selbst formulieren.. :)
für krankhaftes haare ausreißen (trichotillomanie) wurde ein gen gefunden, das eventuell mitverantwortlich ist; der hintergrund hierbei ist das "lausen" der affen als soziale handlung (in der funktion vergleichbar mit kuscheln oder auch small talk bei menschen). das hieße, der drang, an sich rumzuzupfen, wäre bei manchen genetisch im nervensystem angelegt und dient zur entspannung und bei sozialen konflikten als unbewusste (in dem fall sinnlose) friedensstiftende maßnahme.
ähnliche mechanismen könnten auch hinter dem ritzen stehen, vermute ich.
ich würde also nicht alles pauschal auf ein niedriges selbstbewusstsein oder geheime ganz schlimme traumata schieben, viele erklärungsmodelle passen für mich nicht auf die menschen, die ritzen. wenn das erste was einem so dazu einfällt, bei jedem stimmen und helfen würde, gäbe es ja das problem nicht.
grenzüberschreitungen durch andere durch abwertung, beleidigung, ablehnung und plötzlich kommt der druck sich schneiden zu müssen. als strafe, als bestätigung für die empfundene minderwertigkeit, um etwas zu fühlen - zu sehen das man noch lebt - noch da ist. oft ist es ein schrei nach aufmerksamkeit. denn eins darf man nie vergessen - schnitte können immer und von jedermann entdeckt werden. es ist riskant sowas zu tun und insgeheim wollen sie entdeckt werden und hilfe bekommen. in den arm genommen werden, das jemand zuhört, das jemand sie erkennt, sie versteht, ihre zuneigung/wertschetzung/liebe/hilfe zeigen. hinter dem schneiden stehen diese gedanken nicht, sie sehen sich dem druck ausgeliefert, hilflos, als wenn der körper und der kopf die herschaft hat und man führt ein verstecken, um vermeintlich nicht entdeckt zu werden. erst in einer therapie lernt man die auslöser zu erkennen, man sieht wann sich die ereignisse zuspitzen (grenzüberschreitungen durch andere oder durch sich selber, abwertungen, zu hohe erwartungen, existenzängste,...) und dann gegen den druck gegenzusteuern. wenn einem bekannt wird, dass einer ritzt, dann sprech ihn darauf an. doch täusche dich nicht, ihnen ist der hilferuf nicht bewußt bekannt, daher werden sie es erst leugnen und abstreiten und wie ein süchtiger erst auf kampf schalten. dennoch, wenn die aufmerksamkeit zu neuen verletzungen führt, dann sollte du das kind nicht mehr alleine ansprechen, denn sonst kann es sich auch um emotionale erpressung handeln (nicht bewußt, aber es kann sich gefährlich hoch schaukeln): der trost kommt seltener, also schneide ich tiefer, doller, öfter. also sei behutsam, bei deinem gespräch. es gibt auch selbsthilfegruppen für angehörige, partner, freunde. viel glück
Anhand deiner früheren fragen, gehe ich davon aus, das deine tochter ca 17 ist und einen verhältnismäßig viel älteren freund hat. ich sehe es nicht moralisch verwerflich, denn mein jetziger ist auch 15 jahre älter. dennoch wenn deine tochter diejenige sein sollte, solltest du sie direkt ansprechen, weshalb sie mit einem erwachsenen ihre zeit verbringen mag, anstatt mit ihren alterüblichen freunden rumzublödeln, die welt zu erkunden und zu lachen und einfach teene zu sein. 23 ist schon ein großer unterschied, zumal in dem alter. das kann ein anzeichen sein, dass sie nach einem ersatz sucht - ersatz für elternzuneigung, schutz, geborgenheit, doch es hat weniger mit der eigentlichen/gesunden liebe zu tun. es kann auch in einer abhängigkeitsbeziehung ausarten. bevor du sie wegen dem ritzen ansprichst, frag sie, was ihr an ihrem freund gefällt, reizt, was es ist, was sie an gleichaltrigen nicht hat. weise sie daraufhin, wie schön es ist die welt zu erobern, zu experimentieren. ermutige sie, sich öfter mit gleichaltriegen freunden zu treffen - sie muß sich ja nicht gleich trennen, doch ermutige sie dazu, ein teeneleben zu führen. ist nur ein vorschlag von mir. auch die dinge die dahinter liegen könnten, können sein, müssen aber nicht. frag sie einfach
absolut beste antwort
Ich danke Dir sehr für Deine ausführliche Antwort. Wir haben sehr tiefgehende Gespräche geführt, kommen trotzdem nicht hinter das Problem. Zuneigung und Fürsorge genügend vorhanden! Der Freund ist es auch nicht, die Freundschaft ist vorbei, ohne Trauer! Selbsthilfegruppe für Angehörige besucht meine Frau! Die Fragen, die Du aufgeworfen hast, haben wir uns und ihr auch gestellt, ebenso erfolglos! Wir bleiben weiter dran, nochmal vielen Dank!
habt ihr sie mal gefragt, wie sie sich fühlt, bevor sie sich verletzt, wenn sie sich verletzt und danach? es scheint ihr ja zumindest kurzfristig zu helfen, sonst würde sie es nicht tun.
hab persönlich einiges um die ohren, aber dennoch mag ich dir noch was auf den weg geben. nicht jeder der sich schneidet/verletzt/schädigt muß ein borderliner sein. vielleicht, wenn deine tochter es selber will, dann laßt sie eine diagnostik durchführen. sie wäre in einer offenen stationären einrichtung und geht ca 3 wochen. dann würdet ihr das problem kennen und könntet gezielt vorgehen. haltet durch und ich halte euch die daumen