Frage von Ontario, 78

Warum rerdet Frau Nahles die Altersarmut klein?

Es ist doch bekannt, dass immer mehr ältere Menschen und damit meine ich die Rentner in Altersarmut geraten. Nur ein Beispiel wie diese Altersarmut entstehen kann. Hatte ein Rentner zu DM Zeiten im Monat 2000 DM Rente, so konnte er nach Abzug seiner Fixkosten immer noch einigermassen gut über die Runden kommen. Heute hat besagter Rentner anstatt der 2000 DM, nur noch 1000 Euro im Monat. Zieht er davon seine Fixkosten ab, bleibt ihm kaum noch etwas zum leben. Manche sind auch noch privat versichert und können die hohen Beiträge für die Krankenversicherung kaum noch oder gar nicht mehr bezahlen. Die Einführung des Euro hat diesen Teil unserer Gesellschaft in die Altersarmut getrieben. Da gibt es absolut nichts klein zu reden. Das ist Fakt. Es gibt Talkshows ohne Ende. Dieses Thema bleibt aber aussen vor, warum auch ? Es heisst, die Rentner würden den Jungen ihre Alterssicherung nehmen. Die Gründe solcher Aussagen sind für mich nicht nachvollziehbar. Niemand nimmt dem anderen etwas weg. Die heutigen Rentner haben in die Sopzialversicherung eingezahlt und sich somit einen Anspruch auf ihre Rente erworben. So sieht es das Rentensystem eben vor. Dann heisst es, die demokrafische Entwicklung wäre ein Grund, warum in Zukunft die Renten weiter geschmälert werden müssen und die Lebensarbeitszeit müsste verlängert werden um die Renten zukünftig zu sichern. Wir haben angeblich eine Vollbeschäftigung, die doch die Kasse der Sozialversicherung füllen sollte. Also genug Geld um Rücklagen zu bilden. In diesem Zusammenhang stellt sich aber auch mal die Frage, wie es mit den Pensionen aussieht. Da gibt es offenbar keinerlei Probleme,. Nullrunden wie bei den Rentnern sind da unbekannt. Frühpensionierungen an der Tagesordnung. Das widerspricht der Gleichbehandlung die im Grundgesetz verankert ist. Die einen zahlen ein Arbeitsleben lang in die Sozialkasse ein, die anderen zahlen nichts ein und bekommen vergleichsweise eine höhere Pension, als die Rentner. Wenn man schon glaubt, dass die Renten nicht sicher sind, warum ändert man das nicht in der Form, dass ALLE in eine Rentenkasse einzahlen. Egal ob Beamte, Ärzte, Anwälte ect ? Der Rewntenanspruch sich dann genauso errechnet, wie das bei den Rentnern ist.

Antwort
von wfwbinder, 28

Was Frau Nahles in Sachen Renten macht, ist nichts anderes als das, was ihre Vorgänger auch gemacht haben. Sie versucht ein System, was von Anfang an die Schwäche hatte nicht an die demografische Entwicklung angepaßt zu sein und auf Wachstumsraten wie Ende der 50er Jahre ausgelegt zu sein, weiter verschlimmbessert.

Was wir brauchen ist eine steuerfinanzierte Grundrente, damit nich jeder vierte Rentner zum Grundsicherungsamt, oder zumindest zur Wohngeldstelle rennen muss.

Schließlich wird ohnehin bereist 30 % des Rentenhaushalts aus Bundesmitteln bezahlt. Ausserdem öffnet sich die Schere zwischen Beitragszahlungen die Jemand geleistet hat udn den Rentenansprüchen udn Zahlungen immer weiter.

Wir brauchen da keiner Herumoperierei, sondern mal eine echte Reform.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Das stimmt einfach nicht .. Demografie ist sicher ein Punkt aber nicht der wichtigste Punkt.

Nach dem Krieg ist die Lebenserwartung explodiert und was war da? Gab es da solche "Probleme" mit der Rente wie heute? Nein. 

Das Problem ist dass alle die etwas besser verdienen überhaupt nicht mehr in die Rentenkasse einzahlen. Wenn alle dort einzahlen würde, wäre es überhaupt kein Problem die Rente per Umlagesystem zu finanzieren. 

Die Regierung sorgt dafür das Geld welches den Rentner zustehen würde oder wenigstens die junge Generation bekommen sollte, zu den Reichen umverteilt wird. Das ist der Grund warum die Rente so am Ende ist. 

Kommentar von Detlef32 ,

Jeder der in die Rentenkasse einzahlt erwartet auch zu Recht eine Rentenzahlung. Also dieser Beitrag einfach nur wirtschaftlicher Quatsch. Wenn alle einzahlen bekommen auch alle Rente bzw. höhere Renten und das ändert die Situation halt nicht.

Kommentar von CamelWolf ,

Das stimmt natürlich mit den höheren Renten. Aber Fakt ist auch, dass es sich bei der  Rente um eine Mischkalkulation handelt, bei der nicht vorgesehen ist, dass jeder (inflationsbereinigt) mindestens so viel rausholt, wie er einzahlt. 

Und wer z.B. als Freiberufler/Unternehmer keine Rentenbeiträge einzahlt und das Geld für seinen Lebensstandard verbraucht, wird im Alter auch vom Staat (zwar schlecht, aber besser als gar nicht) versorgt, wenn er pleite ist.

Antwort
von LiselotteHerz, 43

Das tut sie doch gar nicht, im Gegenteil. Wenn ich die Berichte so lese, schürt sie eher Angst, dass man im Alter völlig verarmt ist, obwohl man sein Leben lang gearbeitet hat und immer schön in die Rentenkasse eingezahlt hat.

Selbst mein Mann hat sich davon schon beeinflussen lassen und mich gefragt, ob ich im nachhinein in die Rentenkasse einzahlen will, weil ich mit 41 nach der Geburt unseres Sohnes zu Hause geblieben bin und nur ab und zu mal in einer Schule U-PlusUnterricht gebe. Da verdient man so gut wie nichts.

Heute sitzt da Frau Nahles, in 5 Jahren ist da jemand anders und sie erzählen uns wieder etwas Neues. Ich versuche mich da mal nicht aufzuregen, ich kann es ohnehin nicht ändern. lg Lilo

Antwort
von Detlef32, 12

Jeder will von dem anderen Geld und diese Frage ist eine Ansammlung von Vorurteilen und falschen Daten.

1. Egal ob DM oder Euro. Der Rentner und jeder Arbeitnehmer hatte nach der Umstellung die gleiche Kaufkraft. Und seit 2002 bis heute gab es im Durchschnitt eine Inflationsrate von 1,45% - insgesamt bis 2015 20,3 %. Einfach googeln Inflationsrate Deutschland seit ...

2. Natürlich sind einige Waren teurer als die 20 % geworden (z.B. die Miete) und andere sind billiger geworden (z.B. Smartphones) und Rentner haben einen anderen Warenkorb. Deshalb kann es sehr wohl zu unterschiedlichen subjektiven Eindrücken über die Preisentwicklung kommen.

3. Rücklagen sind in der gesetzl. Rentenversicherung nicht vorgesehen. Es herrscht das Umlageprinzip - alle Arbeitnehmer zahlen für alle Rentner. Es gibt "fremde" Ausgaben wie z.B. Renten an Aussiedler aber die Staatskasse (also alle Steuerzahler) zahlen auch in den Rententopf um das auszugleichen.

4. Pensionen sind weitgehend durch das Bundesverfassungsgericht überprüft und mussten etliche Privilegien aufgeben. Aber auch hier ist das nicht irgendwas Besonderes. Es ist praktisch eine Betriebsrente wie sie auch Siemens, Allianz oder andere Großkonzerne. Ein Teil des Gehaltes wird für die Betriebsrente (bei Beamten halt Pension) zurück gelegt. Sicherlich gibt es Ecken und Kanten aber grundsätzlich würde sich die Situation nicht wirklich ändern wenn der Staat etwas mehr an die Beamten zahlen würde (müsste so die Größenordnung von 18% sein und dieses Geld dann in die Sozialversicherungen (Kranken- und Rentenversicherung) fliessen würde. Die Situation für die Rentner bzw. die Einnahmen - und Ausgabenrechnung der Rentenkasse würde sich dadurch nicht verändern.

5. Es gab die Diskussion ob die Vollbeschäftigung und der Lohnzuwachs zu Rücklagen oder nicht führen soll. Es wurde das alte System beibehalten und ich als Rentner bin natürlich auch dafür - ich habe nach den alten Regeln eingezahlt und will auch meine Rente nach den alten Regeln haben.

6. Das private Krankenversicherungen Ersparnis in der aktiven Beitragszeit und Zusatzkosten in der Rentenzeit bringen konnte jeder bereits bei Abschluss einer solchen Versicherung erfahren. Wenn er also die Vorteile einer privaten Versorgung in Anspruch genommen hat aber nicht für sein Alter vorgesorgt hat dann ist es sein persönliches Finanzrisiko.

7. Das gleiche gilt für andere Sparmaßnahmen für das Alter. Wer halt keinen Arbeitgeber mit einer Betriebsrente hat muss selber denken und vorsorgen. Vielleicht mit einem Eigenheim oder Wohnung. Vielleicht mit anderen Sparanlagen. Eine schlechte Rente jetzt ist immer eine Lebensleistung die er selber vollbracht hat. Er hat wenig in die Rente eingezahlt und bekommt auch jetzt wenig Rente. Und er hat nicht vorgesorgt.

8. Natürlich sind nicht alle Dinge "verschuldet". Aber der Staat gibt nur wenige Vorgaben ob jemand regelmäßig arbeiten sollte, wie und was er für eine Ausbildung macht und wie viel er sich engagiert im Beruf und arbeitet wie ein Pferd. Oder umgekehrt lieber am Strand liegt. Natürlich gibt es auch Schicksalsschläge wie Krankheiten die die finanzielle Zukunft versauen. Aber in den meisten Fällen waren es individuelle Entscheidungen die zu einer geringen oder einer hohen Rente (incl. eigener Vorsorge) führen.

Kommentar von Ontario ,

Unterschiedliche subjektive Eindrücke bei der Preisentwicklung, so nennen das auch die Wirtschaftsinstitute, die den Warenkorb inhaltlich festlegen. Dann schauen Sie sich mal den Inhalt eines Warenkorbes an. Elektrogeräte und andere Dinge, die man zwar teilweise benötigt, aber einen Menschen nicht satt machen. Was hat ein Rentner davon, wenn ein Smartphone billiger wird, ein Fernseher oder eine Digitalkamera ? Wenn es die Discounter nicht gäbe, die inzwischen auch Brot und Brötchen aus Automaten anbieten, könnten sich mancher Rentner selbst das kaum noch leisten. Beim Bäcker zahlen die teilweise das Doppelte dafür.

Die Rentenansätze wurden auch zum Nachteil derjenigen geändert, die Schulen besucht haben, Abitur machten. Da wurden früher noch Zeiten angerechnet die man dann fallen liess.

Freilich werden die Renten vom Bundesverfassungsgericht überprüft. Wer aber sitzt in diesen Gremien ? Beamte ! Ich denke da immer an meine Tante. Ihr Mann war Oberregierungsrat, wurde vom Regierungsrat 3 Monate nach seinem Tode, zum Oberregierungsrat befördert. Sie erhielt über 3000 € Pension im Monat. Welche Witwe eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmers bekommt eine solche Witwenpension ? Ich kenne da niemanden. Nicht mal ein Rentner der ein Arbeitsleben lang gut verdiente und in die Rentenkasse einzahlte, kann mit so einer Rente rechnen. Die durchschnittliche Rente beträgt etwa 1200 € im Monat. Dann kann man auch nicht sagen, dass Beamte vergleichsweise weniger verdienen würden, als Beschäftigte in der freien Wirtschaft. Das war früher mal so, ist aber heute nicht mehr der Fall. Nullrunden bei Rentnern, während die Pensionen in dieser Zeit kontinuierlich stiegen. Zeitweise gab es sogar eine 13. Pension für Beamte als Weihnachtsgeld. Was bekamen die Rentner ?
Dass die Höhe der Rente abhängig von den Einzahlungen in die Kasse ist, bezweifle ich nicht. Wer viel verdiente der bekommt auch eine höhere Rente. Diejenigen die wenig verdienten hatten meist auch keine Möglichkeit, Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen.Für HartzIV Bezieher werden gar keine Beiträge in die Rente einbezahlt.

Private Krankenversicherung. Beamte sind Privatpatienten. Haben günstiger Tarife als Andere, weil sie im Öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Ich denke, dass auch Beamte, bevor sie Pension beziehen die Möglichkeit haben, in eine gesetzliche Krankenkasse zu wechseln. Ob das machbar ist, weiss ich allerdings nicht.

Der Staat gibt nur wenige Vorgaben ob jemand regelmässig arbeiten sollte. Langzeitarbeitslose wäre da ein Thema für mich. Manche verstehen es mit Bravour sich jeglicher Verpflichtung zu entziehen und sich des sozialen Netzes zu bedienen. Das sollte abgeschafft werden. Wer nicht bereit ist, auch für die Gesellschaft etwas zu tun, anstatt immer zu fragen, was tut der Staat für mich, woher bekomme ich Geld, dem sollte man die Leistungen streichen. Ich kenne Welche die schon seit Jahren HartzIV Bezieher sind. Einen handwerklichen Beruf erlernt haben und arbeiten können. Die verdienen nebenher ein Mehrfaches dessen, was sie an staatlichen Leistungen erhalten. Doch überprüft wird das nicht. Es wird immer weiter gezahlt. Angebotene Stellen durch das Amt werden nicht angenommen. Da gäbe es noch jede Menge Hausaufgaben die unser Staat zu erledigen hätte.

Kommentar von Detlef32 ,

Wir können hier jetzt stundenlang  per Forum diskutieren. Aber Du vermengst hier wieder verschiedene Sachen.

Also nur ein Punkt: Das Gehalt eines Oberregierungsrats entspricht dem eines Chefarztes. Ein Chefarzt in der freien Wirtschaft wird über seine eigene Altersvorsorge und Betriebsrente seiner Witwe mindestens auch 3.000 Euro Rente hinterlassen. Aber während seiner Arbeitszeit mehr verdienen - bei geringerer Sicherheit für seinen Arbeitsplatz. Also der Vergleich mit einem "armen" Rentner hinkt gewaltig.

Und ein zweiter: Wir können gerne mal die Warenkörbe von Rentnern vergleichen. Die gibt es auch im Internet. Elektronische Dinge für den Rentner (Hörhilfen, Fernseher usw.) sind auch billiger geworden. Das teuerste ist derzeit die Mieten. Und da kommen jetzt wirklich eine Menge Leute in Probleme weil sie nicht an was eigenes gedacht haben. Wir Deutschen sind Mietweltmeister und das kann sich im Alter rächen. Aber ja gleiches Problem. Weniger ausgeben in der Zeit wenn man jung ist und später wenn man nicht jung stirbt steckt man in der Mietfalle.

Antwort
von schleudermaxe, 26

... das ist mir zu wirr. Natürlich bezahlen die Beamten für ihre Pension, das Verfassungsgericht hat doch klar und deutlich gesungen!

Und wenn denn die Damen und Herren Politiker in die Rentenkasse greifen, siehe nur die Milliardenentnahmen eines Kohls, und die Betroffenen es kritiklos hinnehmen, ihn sogar wählen und sogar heute noch dafür hochjubeln, dann haben sie es auch nicht anders verdient, oder übersehe ich etwas?

Warum wird von denen aus Berlin für viele nur ein KK-Beitrag von weit unter 100 EUR geleistet? Ich darf mit meiner Familie gar nicht in so eine Kasse und für weit unter 100 EURonen schon gar nicht. Interessiert das jemand?

Antwort
von Kathyli88, 25

Die meisten politiker sind beamte. Sie werden also sicherlich nicht einführen in die rentenversicherung einzuzahlen um weniger von ihrem gehalt zu haben. Die rentenkassen werden leer sein, weshalb das rentenalter immer weiter hochgesetzt wird, mit der begründung dass das lebensalter steigt und durch die gute medizinische versorgung der mensch durchschnittlich älter wird, und somit auch das rentenalter angehoben werden muss. Das bedeutet der großteil geht hops bevor er die rente erreicht, und das problem ist gelöst. Die inflation wurde eben nicht mit einberechnet, zudem zahlen wir ständig gelder aus den sozialkassen für andere gründe. Ja auch die rentenkasse darf anderweitig genutzt werden wenn es sein muss. Ich erinnere mich an milliardenbeträge an griechenland, milliardenbeträge durch asylanten usw. 1 milliarde sind übrigens 1000 millionen. An hartz-4 empfängern wird gespart und sanktioniert (bin kein hartz-4 empfänger) an rentnern wird ebenfalls gespart. Wir nehmen es ja auch still und leise einfach hin. Ich kenne viele rentner welche arbeiten müssen um zu überleben (brötchen ausfahren, zeitungen austragen usw) und durch die vor ein paar jahren eingeführte abgeltungssteuer, braucht man eigentlich auch keine private rentenvorsorge mehr machen. Kann man eigentlich nur hoffen vorher den löffel abzugeben. Von hart arbeitenden menschen wird kaum einer 97. die pensionen sind so hoch, so viel bekommt kein gut verdienender familienvater. Und das argument in der freien wirtschaft mehr zu verdienen traf vielleicht im 18.jahrhundert zu. 

Kommentar von Ontario ,

Deinem Kommentar kann ich uneingeschränkt zustimmen. Die einzige Lösung wäre doch die, dass man jedem, der seinen Rentenantrag stellt, eine Pille mit dem Antwortschreiben der Rentenversicherung schickt, mit der sich der Berechtigte selber sozialverträglich, entsorgen kann. Dann wäre das Rentenproblem auf Dauer gelöst und den Beamten könnte man dann noch höhere Pensionen bezahlen, als bisher. 

Kommentar von Kathyli88 ,

Im prinzip machen sie das ja.Die  renten sind bei fast allen zu gering. Fast ein jeder muss zum renteneintritt mindestens umziehen weil man sich die miete mit geringer rente schon nicht mehr leisten kann. Und die haben es vergleichsweise noch gut, weil sie immerhin noch rente bekommen. Deshalb gibt es orte an welchen hauptsächlich junge leute und hauptsächlich alte leute leben. An orten an denen kaum arbeit ist, sind die mieten günstiger, dort wohnen meist rentner. In großstädten wie münchen oder frankfurt findet man hauptsächlich junge leute. Hartz-4 empfängern wird seit neuestem keine rente mehr einbezahlt, und als frau hat man auch nachteile wenn man für die kinder ein paar jahre zuhause bleibt/bleiben muss. Kinderbetrueuung durch dritte ist kaum eine hilfe. Diese kostet nämlich so viel, dass man kaum etwas verdient. Wir zahlen hier zumindest 456€ für einen halbtagsplatz in der kita. 483€ kommt bei teilzeitbeschäftigung in lohnsteuerklasse 5 raus. Benzinkosten nicht eingerechnet. Trotz arbeit ein minusgeschäft. Aber wenigstens ist man nicht so lange aus dem beruf draußen. Ein plusgeschäft wird es erst ab dem 3.lebensjahr wenn es in den kindergarten geht (99€). Deswegen bleiben viele 3 jahre zuhause, weil man im prinzip wenn es doof läuft sogar noch draufzahlt, dafür dass man in der arbeit ist und sein kind fremdbetreuen lässt, oder nur so wenig mehr hat, dass man eigentlich gleich zuhause bleiben kann. Arbeit ist ja eigentlich dazu gedacht etwas zu verdienen und nicht noch mehr zu zahlen als wäre man nicht in der arbeit. In dieser zeit des nicht-arbeitens wird aber auch keine rente einbezahlt, durch teilzeitarbeit werden auch geringere renten eingezahlt. Aber man kann ein 12 monate altes kind auch nicht ganztags fremdbetreuen lassen (theoretisch schon) aber zu dem zeitpunkt kann das kind ja noch nichtmal auf toilette gehen, oder gescheit reden, oder laufen. Und wer dann noch ein zweites kind kriegt, der hat doppelt nachteile. Grade die frauenarmut ist höher als bei männern. Kann man nur hoffen dass der ehemann recht alt wird, denn die witwenrenten sind sehr gering. 

Kommentar von Ontario ,

Stimme dir zu. Für Frauen die Kinder bekamen und deshalb zuhause bleiben mussten, sollte ein entsprechender Rentenbetrag eingerechnet werden. Das sollte das Mindeste sein, was man für die Frauen für diese Zeit an Rente einrechnet. Warum noch niemand sich dafür entschieden hat, ist mir ein Rätsel. Seit inzwischen fast 12 Jahren gibt es eine Regierung in der auch eine Partei vertreten ist, die sich christlich sozial nennt. Wenn die ihrem Namen gerecht werden würde, hätte sie auch an die Erziehungszeiten der Frauen gedacht. Es werden zwar Erziehungszeiten angerechnet, die fallen aber geldwertig bei der Rente kaum auf. Für sinnlose Militärausgaben stehen Milliarden zur Verfügung , für weitaus wichtigere Ausgaben ist offenbar kein Geld da. Nicht jeder HartzIV Empfänger ist schuld an seiner Situation. Aber es gibt doch einige, die sich an dieses Existenzminimum gewöhnt haben, anstatt sich auf einem Arbeitsmarkt umzusehen, der ständig nach Personal sucht. Ich denke, wenn jemand arbeiten will, dann stehen die Chancen heute doch gut. Wobei ich mit arbeiten nicht meine, irgendetwas zu tun und sich ausbeuten lassen, sondern arbeiten um davon leben zu können.Jeder 450 € Jobber oder andere die mit dem Mindestlohn zufrieden sein müssen, werden aus der Arbeitslosenstatistik herausgerechnet. Die Frauenarmut ist auf jeden Fall höher als bei den Männern. Da muss man sich nur die Renten oder Witwenrenten viler Frauen anschauen. Eigentlich eine Schande für ein Land von dem es laufend heisst, es sei so reich.

Kommentar von Kathyli88 ,

Ja, ich mache mir ganz ehrlich auch gedanken wie das mal im alter werden soll. Diese propaganda unserer politiker, vor allem politikerinnen ist völlige verblendung, dass kinder und karriere in deutschland keinerlei problem seien, als wäre es das leichteste der welt. Für politikerinnen vielleicht, mit spitzengehältern, die sich ohne probleme nannies leisten können, wobei die meisten sowieso kinderlos sind, sie unsere momentane bundeskanzlerin, welche eine 3 oder 4-jährige fragte weshalb sie denn nicht in der schule sei. 

Im prinzip lohnt es sich die ersten 3 jahre gar nicht zu arbeiten, diese finanzielle belastung trägt somit entweder der mann, und wenn kein mann vorhanden der staat mit hartz-4. ich habe selbst für immerhin 2 jahre ein minusgeschäft, dafür dass ich recht stressig das kind fertig machen muss und dann mich, zur kita düsen, zur arbeit düsen, dann wieder zur kita, und dann natürlich noch den haushalt, irgendwo zwischendrin möchte man auch für seinen nachwuchs da sein. Und das kindergeld von 190€ monatlich ist nun sicher kein grund ein kind zu bekommen und sein hohes gehalt dafür einzutauschen, plus dass noch eine weitere person hinzukommt, die angezogen und ernährt werden muss. Frauen die keinen mann haben bekommen vielleicht kindesunterhalt und zusätzlich hartz-4, aber für verheiratete gibt es sowas nicht, denn hier ist ja der mann unterhaltspflichtig. Theoretisch gesehen hätten wir also mehr geld, würden wir uns scheiden lassen. Das kommt aber gar nicht in frage. Aber so verquer ist unser system. Die frauen die kinder bekommen, sind 3 jahre von bewerbungen und arbeit befreit, bis das kind in den kindergarten kommt. Das ist ein vorteil den ich nicht genießen kann. Jedoch ob die wieder in die arbeitswelt kommen ist eine andere frage. Jedenfalls bleiben für mütter mit kindern meist nur schlechte jobs übrig, völlig irrelevant welche ausbildung man vorher genossen hat. Denn kaum einer stellt gerne mütter ein, die können ja nicht mal eben spontan überstunden machen, wenn das kind in der kita wartet abgeholt zu werden und eine strafzahlung von 15€ pro ab 10 minuten verspätung fällig wird, oder das kind krank ist und dann nicht in die kita darf und somit ein erziehungsberechtigter zuhause bleiben muss. Kannst ja schlecht einen halben oder ganzen tag ein baby oder kleinkind alleine lassen. Das wäre verletzung der aufsichtspflicht. Deshalb hängen ja diese frauen oft in hartz-4 fest, obwohl sie durchaus eine gute bildung haben. Und nicht jeder hat eine rüstige oma die noch lebt, oder lust hat auf kindererziehung bzw. sind die meisten selbst noch berufstätig und können gar nicht. Das ist eine problematik die so gerne verschwiegen wird. Die emanzipation hat uns nicht viel gebracht. Für alleinerziehende männer, oder männer die für die kinder zuhause bleiben ist es natürlich genau das selbe. Meist bleibt eben frau zuhause weil sie weniger verdient als der mann. Ich kenne aber zumindest eine witwe eines beamten, die nun witwenpension bekommt, und das sind 3000€ netto. Die hat in ihrem leben aber noch nie gearbeitet und ist jetzt 89. bezieht das seit etwa 10 jahren. Das sind schon krasse zahlen, vorausgesetzt das stimmt, ich habe da keine kontoeinsicht...ihrem haus nach zu urteilen allerdings schon, und ihrem einkaufverhalten und urlauben auch. Soviel verdient kaum ein mann netto in der freien wirtschaft wie die angeblich pension bekommt obwohl sie selbst nichtmal die beamtin war, sondern ihr mann. Andere kriegen 400€ witwenrente. Es ist auch übrigens die erklärung warum grade hartz-4 familien bzw frauen dann nochmal ein kind und vielleicht nochmal ein kind bekommen, sie hocken ja sowieso zuhause fest und kommen nicht mehr in die arbeitswelt, oder nur so gering bezahlt, dass sie mit hartz-4 aufstocken müssen....dann hat man auch nicht mehr, arbeitet aber. Folglich lohnt es sich nicht und man kann es gleich bleiben lassen. Die einzige lösung wäre eine staatlich geförderte kinderbetreuung beim arbeitgeber, wie es in den usa oftmals ist. Entweder man will neue steuerzahler oder eben nicht. Oder die männer kriegen wieder mehr gehalt, sodass sie es sich auch leisten können so wie früher für ihre familie als alleinverdiener aufzukommen. Aber selbst das ist nicht optimal, denn immerhin soll ja die ganze schule/ausbildung/studium als frau auch nicht umsonst gewesen sein. Mehr familienfreundlichkeit im lande und ein bisschen weniger gelder in egal welches ausland verpuffen zu lassen wäre die lösung. Wir haben milliarden an griechenland gezahlt, obwohl statistiken zeigen dass die griechen mehr privatvermögen haben als wir und viel mehr eigenheimbesitzer. Als dort sparmaßnahmen kamen, sind diese gleich auf die barrikaden gegangen und protestierten. Nur wir sind eben so dückend, obrigkeitshörig und akzeptieren einfach alles. Jegliche steuererhöhungen oder höhere sozialversicherungen. Wir sind selbst schuld, wenn wir im alter oder schon als junge leute ohne geld oder verschuldet sind.

Kommentar von Ontario ,

Muss dir da voll und ganz zustimmen. Ich bin auch in einer Familie aufgewachsen in der Beamte beschäftigt waren. Ein Onkel von mir war Regierungsrat. Starb mit 56 Jahren. 3 Monate nach der Beerdigung ging ein Schreiben bei meiner Tante ein, dass ihr Mann zum Oberregierungsrat befördert wurde. Nach dem Tode ! Meine Tante bekam auch über 3000 € Pension im Monat und verstarb mit mit 96 Jahren. Sie bezog diese Pension über 40 Jahre lang. Längere Zeit gab es sogar noch eine 13. Pension als Weihnachtsgeld. Also im Dezember 6000 € Pension. Andererseits gibt es Witwen die im Monat mit 450 € Rente auskommen müssen, deren Männer auch vor Eintritt ins Rentenalter verstarben.

Antwort
von KeinNonsens, 33

Gegenfrage, ganz kurz und knapp:

"Du nimmst ernst, was unsere Politiker uns sagen?"

Kommentar von Lumpazi77 ,

Bingo

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