Frage von Annachen123, 202

Warum rennt mein Hund immer weg /?

Hallo, mein Hund Gino 8 Monate ist ein ganz lieber und eigentlich hört er sehr gut. Immer wenn er "Mist" gebaut hat zB.: Müll auseinander genommen, latsch zerkaut oder hineinmacht und man ihn ausschimpfen möchte, rennt er weg. Meistens nur durch die Wohnung bis man ihn wieder beruhigt hat, doch heute ist er ca. 2 Kilometer weggerannt auch über Hauptstraßen. Meine Frage ist jetzt: was mache ich falsch? Oder wie soll ich darauf reagieren?
Ich kann ja dem Hund nicht alles durchgehen lassen :/
Bitte schreibt mir doch ein paar Tipps.
Liebe Grüße

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 65

Wenn Dein Hund die Wohnung zerlegt hat, während er alleine gelassen wurde, hat das einen ganz simplen Grund: Ihr habt nie richtig mit ihm trainiert, entspannt alleine zu bleiben. Zerstören ist Stressabbau. Wenn Du den Hund nach Deiner Rückkehr bestrafst, steht er immer noch unter Stress und kann absolut keinen Zusammenhang zwischen der Strafe und seiner Handlung erkennen. Du hast genau 3 Sekunden, um einen Hund für eine Aktion zu loben oder zu Strafen. Bei jeder längeren Zeitspanne verliert der Hund die Verknüpfung. Ergo: gestresster Hund freut sich, dass er endlich vom Alleinsein erlöst wird und kriegt von Dir ordentlich eins vor den Latz. Damit erreichst Du nur eins: Du wirst für den Hund völlig unkalkulierbar und die Bindung und das Vertrauen leidet. Außerdem pusht Du den Stress, weil der Hund irgendwann kapiert hat, dass er bestraft wird, wenn Du nach Hause kommst, ohne dass er den Grund versteht. Dadurch wird das Alleinsein noch schlimmer für ihn.

Hunde können Menschen außerdem besser lesen, als es umgekehrt der Fall ist. Der Hund sieht auf Meter entfernt, dass Du wütend bist und er sich eine Strafe abholen wird. Und zwar eine Strafe dafür, dass er z.B. beim Rückruf den Befehl „Hier“ korrekt ausgeführt wird. Konsequenz ist die gleiche wie oben: Du zerstörst wieder Vertrauen und Bindung.

Dass Dein Hund draußen und generell super ängstlich ist, ist vor diesem Hintergrund kein Wunder. Es wäre Dein Job, dem Hund Sicherheit zu vermitteln. Du tust das genaue Gegenteil. In Kombination mit der zu geringen geistigen und falsch eingeteilten körperlichen Auslastung hast Du Dir so ein nervöses Hemd herangezogen, das unterfordert und völlig verunsichert ist.

Such Dir einen Trainer. Alleine bekommst Du das nicht mehr in den Griff.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 105

Hallo,

wie kann der Hund denn weglaufen? Damit gefährdet er sich nicht nur selbst, sondern andere Menschen auch. Das ist unverantwortlich, einen Hund frei laufen zu lassen, der nicht sicher abrufbar ist!

Ja, warum läuft der Hund weg? Weil er Angst hat. Du schreibst selbst, du kannst ihm ja nicht alles durchgehen lassen. Also gibt es Konsequenzen - die du aber leider nicht schreibst. Aber diese Konsequenzen scheinen dem kleinen Hund große Angst zu machen.

Hunde erzieht man niemals, indem man ihnen Angst macht, sondern man erzieht sie mit Liebe und Respekt und den richtigen Methoden.

Ein Hund mit 8 Monaten sollte längst stubenrein sein - macht er also in die Wohnung, hast du das Sauberkeitstraining vernachlässigt, warst zu wenig mit ihm draußen oder lässt ihn zu lange alleine (so dass er vllt. vor lauter Angst in die Wohnung macht).

Hunde, die alles mögliche kaputt machen, leiden meist unter Stress. Oft, weil sie zu lange alleine sind und das Alleinesein gar nicht wirklich gut beigebracht bekommen haben.

Mülleimer und andere "gut" riechende Dinge kann man so wegstellen oder unerreichbar machen, dass es damit gar kein Problem geben kann.

Wirklich ausgelastete Hunde - körperlich wie auch geistig - sind in der Wohnung müde und zufrieden - und machen wenig Blödsinn.

Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass ein 8 Monate alter Hund noch gar nicht mit der Erziehung fertig sein kann und als "Halbstarker" noch viele Flausen im Kopf hat. Da muss der Besitzer für den Hund mit denken und alles wegräumen.

Also, überdenke bitte mal deine Erziehung und arbeite daran, dass der Hund eine vertrauensvolle Beziehung zu dir aufbaut - dann wird er auch nicht mehr vor lauter Angst wegrennen, sondern sich gerne in deiner direkten Nähe aufhalten. So ticken Hunde nämlich - der innige Bezug und die direkte Nähe zum "Chef" ist extremst wichtig.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Annachen123 ,

Das klingt ja regelrecht so als wäre ich ne schlechte Mama 😂 aber wenn er nach 2 Stunden spazieren sowas immer noch macht, würde ich gern mal sehen was du machst. Ich hoffte auf konstruktive Kritik und nicht sinnloses gefasel.

Kommentar von dsupper ,

Dein Kommentar klingt nun genau so, als hätte ich "voll ins Schwarze" getroffen.

Meinst du, der Hund macht das, um dich zu ärgern? Es ist nun mal so, dass solche Verhaltensweisen einen triftigen Grund haben - und die habe ich dir möglicherweise aufgezeigt.

Ein glücklicher, ausgelasteter, gut erzogener Hund macht so etwas alles nicht - warum auch, er hat ja gar keinen Grund dazu!

Aber wahrscheinlich gehörst du auch eher zu den Hundeleuten, die die Fehler im Hund suchen - und nicht in sich selbst.

Kommentar von Annachen123 ,

Er hat Angst vor allem. Das war nur eine Situation, selbst bei anderen Hunden ist das so. Ich wollte nur Hilfe suchen und bräuchte konstruktive Ratschläge. Doch hier werde ich wieder schön in dreck gezogen anstatt man hilft.

Kommentar von MiraAnui ,

Wie will man konstruktive Ratschläge erteilen mit den Infos?

Und mit dir, der sich gleich angegriffen fühlt?

Kommentar von dsupper ,

Er hat Angst vor allem.

Es geht nicht darum, dich "in den Dreck" zu ziehen. Aber du musst erst einmal verstehen, was die Ursache dieser Probleme ist - nur so kann man sie beseitigen.

Ein Hund, der vor allem Angst hat, vermisst die Sicherheit, die ihm der Besitzer geben muss. Er hat ja nicht GRUNDLOS Angst vor allem!

Zu jedem Verhalten - egal ob beim Menschen oder beim Tier - gibt es immer einen "Auslöser". Diesen Auslöser muss man ergründen und erkennen - dann kann man daran arbeiten.

Wenn du dich aber diesen Gründen verschließt und gar nicht bereit bist, den Ursachen auf die Spur zu kommen, sondern dich sofort angegriffen und "in den Dreck" gezogen fühlst - dann willst du hier gar keine wirkliche Antwort bekommen. Dann wartest du nur auf die Antwort, die dir bestätigt, dass DU alles richtig machst - und die Probleme im Hund selbst liegen.

Dann ist aber dein Hund sehr zu bedauern.

Kommentar von inicio ,

wenn dein hund angst vor allem hat -dann musst du erst recht dafuer sorgen, dass dein hund an einer schleppleine freiheiten hat, aber nicht weglaeuft!!!

Antwort
von Anaschia, 71

Warum fragst Du hier, wenn Du dich von jeder Antwort gleich persönlich angegriffen fühlst.

Aus Fehlern sollte man lernen. Das kann man aber nur, wenn man bereit ist sein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

Ein junger Boxer ist ein pures Energiebündel, der braucht viel Beschäftigung und Disziplin. Das funktioniert aber nur, wenn Frauchen auch diszipliniert ist.

Lass Dich bitte vor Ort in einer guten Hundeschule beraten, und sieh bitte ein das auch Du bei der Erziehung Deines Hundes Fehler machst. Nur so kann die Beziehung Mensch - Hund funktionieren.

Antwort
von torfmauke, 14

Je weniger man sich mit, oder je weniger man seinen Hund beschäftigt, je weniger man mit ihnen spielt und ihnen Aufmerksamkeit schenkt, je weniger Sicherheit und Schutz man ihnen gewährt, desto unsicherer, ungehorsamer, aggressiver und gefährlicher können sie werden! Auch Hektik, Geschrei, negativer Zuspruch oder gar Bestrafung führen meist ins Gegenteil von dem, was man von einem gut erzogenen Hund erwartet.

Neben einer vernünftigen Sozialisierung in Welpentagen und einer sanften Heranführung an die Herausforderungen im Alltag, muss man die angeborene Funktion seines Hundes im Rudel erkennen und ihm die Aufgabe geben, die ihn fordert und fördert und selber muss man die Aufgaben übernehmen, die der Rudelführer oder sein persönlicher Schützer im Rudel hätte. Dazu gehört auch das Training der wichtigsten Kommandos, um den Hund notfalls auch ohne Leine führen zu können. Ich empfehle auch bei Anschaffung einer (lautlosen) Hundepfeife, um den Hund darauf zu trainieren, beim Pfiff dieser Pfeife sofort herzukommen. Der Vorteil ist, das der Hund diese auch über große Entfernung hört, sollte er mal ausbüxen und die lautlosen Pfeifen kann man auch mitten in der Nacht verwenden, ohne den Nachbarn im Schlaf zu stören.

Die Sprache sollte man dabei so gering wie möglich halten und nur klare, kurze und immer gleiche Worte für die Führung des Hundes verwenden, wobei auch der Klang dieser Worte möglichst ihrem Sinn entsprechen. Sanft und liebevoll für die positive aber dominant und scharflautig für die negative Ansprache! Ansonsten ist es besser, Körpersprache einzusetzen, weil das die natürliche Sprache des Hundes ist. Natürlich sind wir nicht in der Lage, das komplette Spektrum auszuführen, uns fehlt halt der Schwanz, der ein wichtiges Instrument unter Hunden darstellt, aber der Hund kann unsere Körpersprache sehr gut lesen! Er erkennt ebenso leicht Unsicherheit und Angst an unserer Körpersprache, wie Dominanz und Führungsqualitäten.

Die Kommandos also sollten kurz und knapp, aber auch deutlich unterscheidbar gehalten sein und mit Körpersprache unterstützt werden. Wenn sie den Hund als Welpen bekommen haben, sollte der Züchter/Vorbesitzer ihm bereits mindestens 3 Kommandos beigebracht haben, nämlich "NEIN", "AUS" und "PFUI". NEIN heißt es, bevor der Hund etwas macht, was er nicht soll, AUS, wenn er bereits mit etwas ausführt, was er nicht soll und PFUI, wenn er etwas anleckt oder ins Maul nehmen will, was er nicht soll. Wenn er darauf nicht sofort hört, immer mit Körperaktionen unterbinden (Dazwischen stellen, Hand dazwischen halten, Wegnehmen).

Später sollten zügig weitere Kommandos trainiert werden, die wichtigsten sind:
PLATZ: der Hund soll sich in Verbindung mit einem Fingerzeig entweder neben Frauchen/Herrchen oder an seinen Platz hinlegen.
SITZ: der Hund soll sich setzen und auf weitere Kommandos warten (Frauchen/Herrchen im Auge behalten).
BLEIB: der Hund soll nach SITZ oder PLATZ sitzenbleiben, auch wenn Frauchen/Herrchen sich entfernt, bis aufgelöst wird.
KOMM: der Hund soll zum Frauchen/Herrchen kommen.
STEH: der Hund soll beim Spazierengehen stehenbleiben, sich nicht von der Stelle rühren und auf weitere Kommandos warten
WARTE: der Hund soll beim Spazierengehen langsamer gehen, bis Frauchen/Herrchen aufgeschlossen haben
FUSS: der Hund soll beim Spazierengehen links am Fuß mit dem Kopf auf Beinhöhe laufen.
BEI FUSS: der Hund soll herkommen und sich links neben Frauchen/Herrchen setzen bzw. beim Losgehen weiter am Fuß laufen.
ZURÜCK: der Hund soll beim Gehen und Stehen hinter Frauchen/Herrchen bleiben.
Lauter "PFIFF" mit Fingern oder Hundepfeife, wenn der Hund sehr weit entfernt ist, um ihn "zurück zu pfeifen".

Das sind die Kommandos, die ich meinen Hunden beigebracht habe, die muss man aber nicht unbedingt übernehmen. Dem Hund ist es egal, ob er auf "SITZ" oder "BANANE" zum Hinsetzen trainiert wird, es ist aber für Frauchen/Herrchen besser, wenn das Kommando einen sinnvollen Bezug zur gewünschten Ausführung hat. Sie müssen es sich schließlich merken und immer gleich aussprechen. Es muss knapp, unterscheidbar und deutlich sein, denn der Hund versteht das Wort nicht, sondern nur die Handlung, die er auf dieses Wort hin ausführen soll.

So ein Satz trainierter Kommandos reicht völlig aus, den Hund unter Kontrolle zu halten. Um dem Hund diese Kommandos beizubringen ist es sinnvoll, die Leidenschaften des Hundes zu kennen, um ihn damit positiv zu belohnen, wenn er eine Übung richtig macht. Das kann ein besonderes Leckerli sein, eine kurze Spielpause mit oder ohne Lieblings-Spielzeug oder auch ein gesprochenes Lob mit Streicheleinheit. Da hat jeder Hund seine ganz speziellen Vorlieben, die der Halter kennen sollte. Negative Behandlung, wie Schimpfe oder gar Bestrafung sind zu unterlassen, da sie zu nichts führen, als den Hund zu verunsichern. Wer schwache Nerven hat, sollte lieber eine Beruhigungspause einlegen und sich mit autogenem Training wieder runterbringen.

Wenn der Hund seine Übung richtig gemacht hat, das bitte sofort anzeigen. Das kann per Klickertraining (Knackfrosch) oder mit den sanft und zustimmend gesprochenen Worten "FEIN" oder "FEIN GEMACHT" passieren und muss anfangs gleich danach belohnt werden. Ich persönlich mache es mit der Stimme, weil ich einerseits glaube, dass das die Bindung festigt (Klickertraining ist vorteilhafter, wenn viele Personen ein Tier trainieren) und ich immer und überall trainieren kann, auch wenn ich den Knackfrosch nicht dabei habe. Später kann eine Belohnung auch nach dem Training erfolgen, was bei Belohnung durch eine Spielsession natürlich vorteilhafter ist. Wichtig ist auch viel Einsatz von Körpersprache zur Unterstützung der Kommandos.

Manche Menschen vergessen, dass der Hund in den 30.000 Jahren, die er sich uns schon angeschlossen hat, unsere Körpersprache sehr gut zu lesen gelernt hat. Aus diesem Grund wird es auch immer wieder Probleme in der Führung von Hunden geben. Sie geben beim Zusammentreffen mit anderen Hunden oder in sonstigen Situationen z.B. ein Kommando, das der Hund ausführen soll, aber er liest in ihrer Körpersprache Unsicherheit oder gar Angst und reagiert natürlich völlig falsch.

Wenn man aber mit seinem Körper signalisieren kann: sieh, ich stelle mich vor Dich und deute Dir mit der Hand, hinter mir zu bleiben, weil ich der Situation gewachsen bin, sowie mich kümmere und zeigen dabei auch Stärke und schlottern nicht vor Angst, wird sich der Hund auch ganz anders verhalten. Es kann eventuell etwas der Übung bedürfen, klappt aber über kurz oder lang besser, als alle anderen Maßnahmen.

Antwort
von MiraAnui, 61

Er hat angst vor dir.. Wie hast du denn das bitte geschafft? Wie sieht dein Schimpfen denn aus?

Wenn ein Hund reinmacht bist du alleine schuld, wieso schimpfst du ihn?

Auch der Zerkauen hat meist eine Ursache von zahnwechsel bis Über oder Unterfordert.

Wann zerkaut er denn die Sachen? Wenn er alleine ist? Dann hat er alleine sein nicht richtig gelernt oder er hat Langeweile.

2 Std Spazieren ist keine Auslastung... Darüber lacht ein Hund.. Ich könnte mit meinen stunden laufen und sie sind nicht ausgelastet.

Und du bist nicht seine Mama... Er ist ein Hund und braucht keine Mama sondern eine souveränen Führer, der weiß wie der Hase läuft und der grenzen setzt.

Kommentar von Annachen123 ,

Klingt ja so als würde bei dir alles gut laufen :) aber die Antwort konnte ich mir selbst zusammen Reimen^^

Kommentar von MiraAnui ,

So ziemlich, außer Leinenpöbeln läufts bei mir super.

Das Leinenpöbeln bekommen wir in den Griff dank guter Hundeschule und ner Mengen Arbeit und Vorallen nicht die Schuld beim Hund suchen

Meine Hunde waren nach 3 Wochen Stubenrein. Können entspannt allleine bleibem ohne sachen kaputt zu machen und kämen nicht mal auf die Idee wegzurennen vor mir.auch wenn ich mal schimpfen muss. Meine Hunde vertrauen mir blind und suchen schutz sollten sie vor was angst haben. 

Und solange du nicht mal auf die Fragen Antwortest kann man dir nicht helfen.

Fakt ist: bei euch läuft gewaltig was schief... Was genau kann man nicht sagen ohne genaue infos.

Aber wenn dein Hund vorallen Angst hat, musst du dran arbeiten. Mantrailing oder Gerätetraining stärkt zum Beispiel das Selbstvertrauen.

Woher hast du den Hund?

Kommentar von Einafets2808 ,

Klasse Antwort Mira. Siehst du @Annachen, Mira gesteht Fehler ein. Und das ist wichtig, solche Probleme zu lösen, Fehler einzugestehen. Und glaube mir ich habe auch Fehler gemacht bei meinem Hund, meinen ersten Welpen.
Durch einen Hundetrainer der mich begleitet hat, habe ich die Fehler erstmal erkannt.

Kommentar von MiraAnui ,

Es ist schwer: aber Selbsterkenntnis ist der erste weg der Besserung 

Und mein Trainier hat mir viel geholfen und erklärt (gott sei dank hab ich ihn gefunden) in den anderen wurde der Hund als Verursacher gesehen

Antwort
von DonkeyDerby, 61

Tja, es scheint sich um einen sehr klugen Hund zu handeln!

Ganz offensichtlich hat der Hund Angst vor Dir, aber keinen Respekt. Er hat keine Bindung zu Dir. Ich empfehle den Besuch einer guten Hundeschule und evt. einen gemeinsamen Sport, der die Bindung stärkt.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 35

dein hund kann ja nur "mist'' machen -wenn ihr ihm dazu gelegenheit gebt..der muell zugaenglich ist, ebenso die latschen...

oft kommt es zu solche zerstoerungen, wenn der hund zu lange oder zu frueh alleine gelassen wird. wie lange muss der hund alleine bleiben? wie habt ihr es ihm beigebracht?

wenn der hund hinein macht -habt ihr ihn noch nicht genugend erzogen zur stubentauglichkeit, geht zu selen, in zu grossen abstaenden etc..

anstatt deinen hund auszuschimpfen solltest du dich ernsthaft fragen, warum der hund so einen stress hat und angst dazu..

wenn dein hund angst vor dir hat und wegrennt -hat er ueberhaupt kein vertauen in diehc. da laeuft etwas gewaltige schief. um genau zubeurateilen wie es bei euch laeuft, hole dier bitte einen guten hundetrainer ins haus der ohne gewalt anwendung arbeitet. .

schual dir mal die videos auf youtube von Clarissa von reinhardt an!

Kommentar von Annachen123 ,

Er ist zu verwöhnt, gehen gut Arbeiten also es ist immer jemand zu Hause. Wenn wir dann mal eine Stunde weg gehen sieht es meistens aus wie sau! Werden wohl nochmal zur Hundeschule gehen. Sodass er mehr vertrauen bekommt und merkt das ihn niemand Böses will

Kommentar von MiraAnui ,

Naja wenn immer einer da ist, hat er sicher nie gelernt alleine zu bleiben. Oder?

Kommentar von inicio ,

das alleine sein-auch fuer nur eine stunde-muss ein hund in winzigen schritten erleren. erst wenige sekunden,dan minuten wegbleiben..erst wenn der hund dann ohne stress regeirt kann man die zeit der abwesenheit ganz langsam steigern..

Antwort
von tachyonbaby, 60

Erziehungsmaßnahmen können nur stattfinden, wenn sich der Hund nicht entziehen kann. Sobald Wuffi einmal mitbekommen hat - wenn ich ohne Leine bin, kann ich mich durch Weglaufen der Strafe entziehen - hast Du verloren.

Vor allem muß eine Strafe unmittelbar auf die Aktion erfolgen. Wenn Du den Hund erst ranrufen mußt, dann strafst Du ihn dafür, daß er zu Dir kommt. Ist doch klar, daß so ein Hund dann handscheu wird und auf Ruf nicht mehr reagiert.

Den Haufen macht er nur, weil Du nicht rechtzeitig mit ihm rausgegangen bist. Deinen Latschen zerkaut der Hund, weil er anscheinend nichts anderes zum Kauen und Vertreiben der Langeweile hat. Den Müll kann er nur auseinandernehmen, weil der nicht sicher genug verstaut ist.

Also regelmäßig mit Wuffi rausgehen, verschiedene Kauknochen anschaffen und den Hund sinnvoll beschäftigen, damit der ausgepowert ist und froh ist, wenn der in der Wohnung pennen kann.


Kommentar von Annachen123 ,

Das klingt ja regelrecht so als wäre ich ne schlechte Mama 😂 aber wenn er nach 2 Stunden spazieren sowas immer noch macht, würde ich gern mal sehen was du machst. Ich hoffte auf konstruktive Kritik und nicht sinnloses gefasel.

Kommentar von tachyonbaby ,

Deine mütterlichen Qualitäten stehen hier doch gar nicht zur Debatte.

"2 Stunden spazieren" können für einen intelligenten, bewegungsfreudigen Hund eine Qual sein, denn das Gehen an der Leine reicht dem nicht! 

Wie soll ich Dir weitere konstruktive Vorschläge machen, wenn ich das Tier gar nicht kenne, ich nicht sehe, wie Du mit ihm umgehst? Du schreibst ja noch nicht einmal, was für einen Hund Du hast.

Wie intelligent ist Dein Vierbeiner? Was tut er von allein freudig? Was ist überhaupt seine Natur? Hat er genetisch einen Jagdtrieb, ist er wasserfreudig oder bringt er von seiner Veranlagung eher eine Hüte- und Wachfunktion mit? Oder ist das einfach nur ein kleines, niedliches Modehündchen, den man auf Schönheit gezüchtet und Charakter und Intelligenz vergessen hat?

Einen Dackel kannst Du nicht vor einen Schlitten spannen und auspowern, den hast Du müde, wenn der 20 mal das Stöckchen geholt hat. Einem Schäferhund reicht das gerade mal um warm zu werden.

Offensichtlich beschäftigst Du Deinen Hund nicht ausreichend, so daß der auf "dumme Ideen" kommt und er vertraut Dir nicht! Mein Hund wäre nie von meinem Fuß freiwillig weggelaufen, den mußte ich schicken.

Wir haben früher Jagdhunde ausgebildet. Da hat es jeden Tag ein
umfangreiches Trainingspensum gegeben. So ein Jagdhund muß 100%igen Appell drin haben. Der hat den diversen Kommandos auf Zuruf, Pfiff und Handzeichen zu folgen, er muß Fährten verfolgen, apportieren usw. So etwas fordert vom Hund nicht nur körperlichen Einsatz, sondern auch geistigen. Unsere Hunde sind abends total erschöpft gewesen und waren froh, wenn sie in Ruhe in ihrer Ecke pennen konnten.

Schau mal, wie Vertrauen und gegenseitiger Respekt (den muß man sich verdienen!) Hund und Herrchen zusammenschweißen können: http://imgur.com/gallery/Kzp02H1

Oder schau mal bei YouTube rein, wenn da Agility-Training vorgeführt wird. Da bilden Mensch und Hund eine
Einheit und beiden bereitet es Freude und Vergnügen.

Dein Hund sollte Dein Kamerad sein und Du nicht seine Mama.

Kommentar von PuzzlesChoice ,

Damit dein Hund NIE freiwillig weggelaufen wäre hat er ja sicher die richtige Erziehung genossen. Vergiß bitte nicht den Unterschied zwischen "normalen" Haushund und perverser Dressur der Jagdhunde !

Kommentar von tachyonbaby ,

Wo ist denn der Unterschied zu einem "normalen" Haushund? Der muß auch aufs Wort gehorchen, denn ich als Führer des Hundes verhindere, daß der Hund in Gefahr gerät und da ist es egal, ob es ein Auto oder eine Schrotgarbe ist oder er selbst zur Gefahr wird.

Auch der normale Haushund muß sich auf mich verlassen können und ich mich auf ihn. Schließlich soll der Hund sozialisiert sein, mich nicht nur in Wald und Feld, sondern auch ins Restaurant begleiten und dort nicht bellen oder gar die Bedienung mit Tablett anspringen und zuhause soll er zwischen Freund und Feind wohl zu unterscheiden wissen.

Das hat mit perverser Dressur nicht das Geringste zu tun. Glaubst Du, ein Hund bei der Polizei / Zoll, der Hütehund des Schäfers oder gar ein Blindenhund muß weniger leisten?

Hunde sind seit Jahrtausenden Begleiter, Kamerad und Arbeitskollege des Menschen. Sie tun u.a. das, was ich als Zweibeiner nicht zu leisten vermag.

Der Boxer ist von seinem Ursprung her auch eine Gebrauchshund und will entsprechend gefördert und gefordert werden. Sein unmittelbarer Vorfahre war der Brabanter Bullenbeisser, der von Jägern zum Packen und Niederziehen des Wildes ausgebildet wurde. Durch Kreuzung mit einer englischen Bulldogge wurde daraus ein sehr familienfreundlicher aber mißtrauischer Wachhund, der unerschrocken und mutig "seine" Familie verteidigt.

Der Boxer - das muß man klar sagen - ist kein Hund für einen blutigen Anfänger, denn er braucht eine konsequente und disziplinierte Führung, soll er seine wahren Charaktereigenschaften wie Selbstbewußtsein, Nervenstärke, Ruhe und Ausgeglichenheit zur vollen Entfaltung bringen.

Annachen sei angeraten, sich fachkundiger Hilfe zu bedienen, denn ein Meister ist noch nie vom Himmel gefallen.

Antwort
von PuzzlesChoice, 67

Beschreibe doch einfach mal euren Tagesablauf.

Was für eine Rasse / Mix ist er denn, woher hast du ihn ? Wie lange muß er alleine bleiben ?

Ist er der Jäger oder eher der Balljunkie ?

Kann man ihn mit Leckerlies bestechen und trainieren ?

Bestimmte Hunderassen brauchen auch einen bestimmten Wegbegleiter.

Vielen Hunden reicht es nicht nur durch den Wald zu laufen. Sie wollen Nasentraining, Suchspiele, Intelligenzspiele. Dieses heraus zu finden liegt an dir.

Mit 8 Monaten einen Latschen zu zerbeissen ist normal.

Aber die Dinger kosten nur wenige Cent. Kauf ihm ein Paar, die nur für ihn sind. Alles was nicht zerlegt werden soll muß man halt "Kindgerecht" verstauen.

Das er  in seinem Alter ausbüxt ist normal, denn es gibt viele Dinge zu erkundigen.

Das hat nichts damit zu tun, daß der Hund auf dich noch nicht geprägt ist,

dafür ist er noch zu jung. DU mußt dich aber kümmern. Vor allem laß ihn auf keinen Fall OHNE Leine laufen ! ( Hoffentlich hast du eine Versicherung).

Es liegt an Dir, was einmal aus dem Hund wird. Du kannst von einem Kleinkind auch nicht verlangen, daß es alle Befehle versteht.

Denk mal über deine eigene Kindheit nach.

Kommentar von Annachen123 ,

Danke für deine liebe Antwort!
Also Gino ist ein Boxer und eigentlich der ruhigste von seinen 7 Geschwistern. Wir gehen früh Ca.1-2 Stunden spazieren und dann gibt es ganz normal essen und Abend gehen wir nochmal spazieren. Also an Auslauf scheitert es nicht. Er reagiert auf viele Situationen total ängstlich auch wenn jetzt ein Hund am Zaun bellt und sich freut. Gino rennt weg als würde ihn etwas schlimmes passieren.
Ich Handel immer ganz normal aber er ist total ängstlich. Anscheinend muss ich wirklich nochmal zum Hundetrainer

Kommentar von inicio ,

ein so junager hund sollte mind 3 -5 mal am tag gassierunden gehen -verbunden mit nasentraing, apportieren, spurensuche etc..

Kommentar von PuzzlesChoice ,

Verstehe ich das jetzt richtig ? Morgens und Abends ? Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn er Blödsinn im Kopf hat und zwischendurch mal Pipi muß. Er kann noch nicht so lange aushalten. Ein Hund brauch in dem Alter mindestens 5 Ausläufe pro Tag mit allem was das Hundeherz begehrt. Um es kurz zu fassen : der Hund brauch eine Rund-Um-Betreuung, bis er alleine bleiben kann, ohne in die Wohnung zu machen und zu zerstören.

Du hast hier also 2 Probleme : 1x das Benehmen in der Wohnung und zum 2. die Ängstlichkeit in der Öffentlichkeit.

Ich glaube du bist noch sehr jung und etwas unerfahren, was aber kein Problem ist, sonst würdest du hier nicht schreiben. Alle haben mal angefangen und Fehler gemacht.

Dennoch rate ich dir einen professionellen Trainer zu suchen, der beide Fliegen mit 1 Klappe schlagen kann.

Tipps von den Usern können zwar ratsam sein, aber können auch nach hinten los gehen. Denn jeder Hund reagiert anders und hier eine Ferndiagnose zu stellen geht nicht.

Vielleicht kannst du ja auch über die Boxer-Nothilfe etwas mehr über die Rasse und Erziehung erfahren.

Viel Glück und nicht aufgeben.

Kommentar von Annachen123 ,

Achso und bevor ich es vergesse. Wir rennen auch zusammen und spielen mit Stöckchen und Puzzleball. Also eigentlich ist er ein wenig verwöhnt. :D

Kommentar von MiraAnui ,

Das ist immer noch keine Auslastung.

Bewegung alleine lastet kein Hund aus.

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