bubukiel am 28.05.2008 um 23:59 Uhr
Ich finde wir sollten das endlich mal als erledigt betrachten. 1989 ist sehr lange her und ich finde es nicht mehr angebracht.

Fast 18 Jahre nach der Wende sollte man darüber nicht mehr sprechen!

Du fängst hier immer wieder mit Sachen an, die Du als erledigt betrachtest. ??? Für mich ist das gar kein Thema mehr.

is mir eigentlich egal wer was und warum zu wem sagt ....
solange die Ossis noch zu den Wessis Wessis sagen, und die Wessis zu den Ossis Ossis ... solange wird sich da wohl auch nichts ändern ... lol

...und so ist es. Ich habe als Wessi einige Jahre im Osten verbracht und habe durchweg nur positive Erfahrungen gemacht. Für mich gibt es nur deutsche. Keine Ossis und Wessis.

So lange man "ost" und "west" im Sinne von "nord" und "süd" benutzt, habe ich nichts dagegen. Wir wollten ein Deutschland, jetzt haben wir's, da sollten wir uns auch langsam dran gewöhnt haben. Ich habe Leute in meinem Freundeskreis, die erst 1989 geboren sind - da habe ich kürzlich erst drüber nachgedacht, dass die ja von "Ost" und "West" gar nichts mitgekriegt haben (außer durch Erzählungen und vielleicht im Geschichtsunterricht) und in dem einen Deutschland aufgewachsen sind.
Luise am 29. Mai 2008 00:10 DH. Sehr gute Antwort. So sehe ich das auch: Nord und Süd, Ost und West. Ganz genau. Hat mit den Menschen nichts zu tun.

Ich sehe nichts diskriminierendes mehr in den Ausdrücken Ossi-Wessi. Bin sehr oft im "Osten" und werd nicht selten als Wessi betitelt. Mittlerweile ist es Spaß geworden. Natürlich gibt es auch noch die ewig Gestrigen, die werden zum Glück immer weniger!

Mir gehen die Nackenhaare hoch. Und es.... mich immer wieder an, wenn die "Wessis" meinen, ich kann meine Lust an meiner Arbeit u Freundlichkeit nur im "Westen" gelernt haben. Manchmal bleiben mir die Worte im Hals stecken, wenn z.B. heute noch gefragt wird, ob wir fließend warmes Wasser aus der Leitung haben. Was soll man da Antworten? Wir haben leider noch eine Pumpe im Garten? Als die Frage nach dem Strom kam, hat ein Mitarbeiter mal geantwortet, unser Hausmeister betätigt im Keller den Dynamo.
mich kotzt es einfach nur an das es immer noch lohnunterschiede zwischen ost und west gibt...

wir schleppen als Deutsche unsere Vergangenheit ausgesprochen lang und ausdauernd mit uns herum

es wird sich so schnell auch nicht erledigen lassen, es liegt in der natur vieler menschen sich schlechte angewohnheiten besser anzueignen als die positiven. reden hilft immer und dazu eine klare meinung vertreten und courage zeigen, dann wird es sich eines tages vielleicht erledigen...



Ich kenne so viele nette Menschen, die "rübergemacht" haben, vor oder nach der Wende, mit denen ich mich super verstehe. Kein Hass oder Dünkel, nur manchmal ein bisschen Frotzelei wegen der Ausdrucksweise und wegen den seltsamen Produkten, die sie vermissen.....
LG
Wieselchen

Die Unterschiede zu leugnen heisst, die Probleme zu leugnen. Die Vorurteile sind teilweise haarsträubend, da bekommt man schnell mal den Eindruck, Dresden liegt in Rumänien....Nur wenn die Problematik offensichtlich bleibt, wird auch was getan.

Wie wäre es mir Ex-Wessi und Ex-Ossi, wenn es sich schon nicht vermeiden lässt? Das brauchen wir heutzutage aber wirklich nicht mehr!

auch wenn es natürlich immer noch unterschiede gibt, ganz klar. und ich denke, dass erst mit dem heranwachsen von den kindern derer eltern, die die trennung de landes nicht mehr erlebt haben, ein anderer, ein unvoreingenommenerer blick auf dieses thema möglich sein wird.

Ich finde es ist nur eine detailiertere Unterteilung. Ich finde nichts schlimmes dran. Nur weil wir alle in Deutschland wohnen sind wir nicht alle gleich. Obwohl wir alle ein Europa sind sind wir zwar Europäer aber werden trotzdem immer Deutsche, Franzosen, Italiener und Spanier bleiben. Da käme sich auch keiner Beleidigt vor. Auch noch in hundert Jahren. Und Ossi und Wessi sind Abkürzungenen für Ostdeutscher und Westdeutscher. Der Rest is Assoziation. Man kann und sollte lernen miteinander zu leben und sich gegenseitig zu respektieren. Jedoch objektiv betrachtet bleibt jeder "anders".
thebrain am 29. Mai 2008 09:01 Ich bin ehrlich gesagt auch net begeistert das man ständig alles vereinheitlich und zusammenwirft. Unterschiedliche Kulturen, Historie und Menschen lassen sich net ohne weiteres zusammenwerfen. Ich fände es viel wichtiger das wir lernen miteinander zu arbeiten, zu sprechen und in wichtigen Entscheidungen zusammenzuarbeiten. Uns gegenseitig zu Helfen und was beizubringen. Das wird aber nicht nur deshalb funktionieren weil jemand die Menschen anders bezeichnet.
Seelenlos am 1. Juni 2008 00:46 Voll und ganz deiner Meinung!!! Es geht mir nur gewaltig auf den Zeiger, diese Anmaßung wer besser ist und dem anderen auf eine arrogante/ belehrende Art etwas mitteilen zu müssen. DH! LG Seelenlos

Sind doch nur darstellungen von Richtungen/Gebieten, wie Norden (Fischköppe) oder im Süden (die Bazies). Wichtig ist nicht der Ausdruck, sondern wie er definiert und verwendet wird.

ich habe kein problem damit, mich als wessi zu bezeichnen, bzw. bezeichnen zu lassen und ich habe auch schon genug ossis gehört, die sich selbst so nennen. man kommt nunmal aus dem osten, bzw westen deutschlands. so what?

Ich dachte, wir alle sind Weltbürger. Ich sage auch zu einem Finnen nicht Nordi.

Mit Ossis sind doch die Ostfriesen gemeint, oder???
Mephista am 29. Mai 2008 09:04 ääh, nein :)
es gehoert zu deutschland, genauso wie es in anderen ländern wie den Staaten auch "ossi's" + "wessi's" gibt ;D
ostdeutschland ist noch nicht so weit vorgeschritten wie Westdeutschland. Bei dem Begriff geht's nicht um abstempeln (weniger Wert), sondern ums aufziehen ;D

Mein Cousin in Halle an der Saale wird auch in 20 Jahren noch der "Ossi" sein ! Wenn ich anrufe, heißt es immer: "Hallo Ossi" und Antwort "Hallo Wessi"!
Mein Onkel wurde vor vielen Jahren, noch vor WK II, dorthin versetzt und hat dort seine neue Heimat gefunden und die Nachkommen sind dort geboren, das ist deutsche Geschichte.
Ansonsten gibt es diese Begriffe in meinem Sprachgebrauch nicht.

Die "neuen Bundesländer" werden halt nun mal immer im Osten Deutschlands liegen, rein geographisch! Da kann man nichts machen!

Als einer nach Berlin zugezogener Franzose, habe ich 1988 von einem -in den Westen gezogenen!- Ossi beigebracht bekommen, daß es im Osten Ossis gibt und in der BRD Wessis.
Und, "daß man beide nicht mag, denn hier gibt's nur Berliner!" (aller Couleurs) ;-D
Ist für mich alte Geschichte, in Berlin aber immer noch sehr aktuell, aufgrund der früheren Teilung.
Du hast ja recht, aber selbst die Politik redet immer noch von alten und neuen Bundesländern. Finde ich auch nicht gut.