Frage von Goldmarie1988, 646

Warum raten einem die Leute zum "schluss machen"?

Hallo zusammen,

mir ist aufgefallen, dass hier bei sehr vielen Beziehungsfragen direkt zum schluss machen geraten wird. Nun frage ich mich: Woher nehmen sich so viele Leute das Recht über fremde Personen zu urteilen? Fühlen sie sich dann insgeheim besser oder was ist da los?

Schonmal Danke für alle ernstgemeinten Antworten ;-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 303

Hallo :)

Es ist eben eine Art "Modetrend" geworden, Probleme durch Kurzschlusshandlungen zu umgehen & auszuraddieren bevor man sich Gedanken über Konzepte zu einer Lösung macht. Zu dieser Mentalität passt es auch dass man sich dann bei Stress in 'ner Beziehung vorschnell und ohne alle Faktoren zu berechnen einfach trennt.. nach dem Motto dass man keinen Zoff hat bzw. diesen im Keim erstickt.

Ist gerade unter jungen Leuten verbreitet, auch in meinem Freundeskreis (bin 26) habe ich schon mehrere solcher Trennungen miterlebt. Und da hier der Altersdurchschnitt gerade beim Thema Liebe/Beziehung/Sex relativ niedrig ist, kommt es dazu dass viele zur Trennung raten -------> weil sie es selber exakt so machen würden.

Ich bin da anders gepolt. Probleme aller Art sind dazu da dass man sie löst!

Kommentar von kiniro ,

Nicht jedes (Beziehungs-)Problem lässt sich lösen.

Besonders nicht, wen der Partner absolut unwillig ist, seinen positiven Teil dazu beizutragen und vielmehr dagegen agiert.

Und manchmal heißt die einzig richtige Lösung eben Trennung-

Kommentar von PlueschTiger ,

Ja manchmal ist ein ende mit schrecken besser als ein schrecken ohne ende.

Kommentar von KittyCat2909 ,

Nicht jedes (Beziehungs-)Problem lässt sich lösen.

Das stimmt. Aber deswegen muss man sich nicht bei jedem unlösbaren Problem trennen- man könnte auch evt damit leben bzw auf den anderen zugehen.

Antwort
von Dahika, 169

Niemand urteilt über fremde Personen. Aber manchmal klingt das, was über die Beziehung geschrieben wird, so gruselig, dass man , wenn man einigermaßen realistisch ist, dann eben schreibt: "Lauf, trenn dich."

Natürlich bekommt man dann oft als Antwort: "Aber ich liiiiiiieeebe ihn doch so."

Dann würde ich gerne nachfragen: Ach ja, du liebst also den Mann, der dich betrügt, vernachlässigt, schlägt, kontrolliert?  Nein, in Wahrheit liebt man diesen Mann natürlich nicht, sondern man liebt den Mann, den man gerne hätte. Aber das ist Wunschdenken, man ist in ein Phantasiebild verliebt. Und meistens gibt es keine Möglichkeit, den realen Mann in das Phantasiebild zu verwandeln.

Wenn, wie aus vielen Beschreibungen hervorgeht, die Beziehung einen selbst schädigt, sollte man gehen. Man klammert sich an Traumbild, das mit der Realität nichts zu tun hat.

Dass man also oft zur Trennung rät, hat was mit Lebenserfahrung zu tun. Es ist schlicht Zeitverschwendung zu versuchen, den/die PartnerIn nach seinen Wunschträumen umzugestalten.

Antwort
von Wuestenamazone, 278

Nein ich rate das nicht immer sofort. Aber du fragst hier und aus dem was du uns erzählst müssen wir eine Antwort für zwei fremde Menschen fällen. Wenn man liest wie sich manche behandeln lassen kann man nur das raten. Ich empfehle immer ein ruhiges sachliches Gespräch an einem neutralen Ort. Wie sich dann der Fragesteller entscheidet ist dann seine Sache. Wir können nur objektiv unsere Sicht schildern mehr nicht.

Antwort
von testwiegehtdas, 230

Ich finde das hängt stark damit zusammen, was einem erzählt wird.

Es gibt Szenarien, da rate ich sehr direkt zum Schluss machen, bei anderen nenne ich verschiedene Möglichkeiten wie man es noch versuchen könnte oder rate dazu sich ein paar Wochen zu nehmen (wobei ich eher gegen Pausen bin, da ich oft sehe, dass es nicht klappt) und in Ruhe zu überlegen.

Du darfst nicht vergessen, dass die Leute komplett objektiv auf Grund dem beraten, was du geschildert hast. Wie schön andere Zeiten waren und was ihr durchgestanden habt bleibt dabei meist verschwiegen. Manchmal kann es gut sein dort neutral ran zu gehen, anders betrachtet rät man dann aber evtl. auch schneller zum Aufgeben, weil man eben auch nicht daran hängt.

Antwort
von NoHumanBeing, 126

Ich denke, das kommt auf die geschilderte Situation an.

Und viele Antworten sind auch sicher nicht so einseitig, wie Du es hier darstellst.

Außerdem sind sicher viele Menschen geneigt, dazu zu raten, wenn sie selbst bereits ähnliches erlebt haben und den Konflikt auf diese Weise auflösen konnten.

Wenn Du nach Rat fragst, wird Dir jemand sagen, wie er die Lage einschätzt und was er an Deiner Stelle tun würde. Das liegt in der Natur der Sache und hat nichts damit zu tun, über andere Menschen zu urteilen.

Antwort
von Machtnix53, 67

Die Fragen, bei denen mehrheitlich geraten wird, Schluss zu machen, enthalten meist auch reichlich Gründe dafür.

Was da an haarsträubendem Verhalten von "Freund" / "Freundin" geschildert wird, da wundert man sich eher, was ein Mensch alles aushalten kann, warum die Trennung nicht schon längst stattgefunden hat.

Oft ist es nur die Angst, die solche Beziehungen zusammenhält. Entweder die Angst vor dem Alleinsein oder auch Angst vor Rache des Partners. Da braucht es Mut zur Trennung und ich finde es völlig legitim, dazu zu ermutigen.

In anderen Fällen gibt es aber auch Trennungsempfehlungen aus  überzogenen Moralvorstellungen. Ein Seitensprung wäre für mich kein Trennungsgrund, denn für mich ist wesentlich, wie meine Liebste zu mir steht, und nicht, wie sie zu anderen steht. 

 

Antwort
von FelixFoxx, 277

Es kommt darauf an, was geschildert wird. Außenstehende sehen die Beziehung nicht durch die rosarote Brille und können daher oft objektiver urteilen.

Antwort
von Suboptimierer, 61

Will man einen schnellen Rat geben und sich nicht die Zeit nehmen, sich in die Situation von jemandem einzufühlen, ist die einfachste Antwort "Mach schluss."

Das ist so wie "Geh zum Arzt" bei Gesundheitsfragen, "Sprich mit deinen Eltern darüber" bei Familienstreitigkeiten, "Frag deinen Administrator" bei unergründbaren Computerfehlern, "Arbeite an deinem Selbstbewusstsein" bei sozialen Problemen, "Gottes Wege sind unergründlich." bei Religionsfragen und Wikilinks bei Verständnisproblemen von Begriffen.

Das sind "Nummer-Sicher-Antworten". Man macht nichts falsch. Allerdings ist es auch nicht immer die optimale Antwort.

Antwort
von Charlybrown2802, 164

hey Goldmarie,

das sind doch nur "gut" oder "schlecht" gemeinte Meinungen und tipps.

die meisten Beschreibungen der user deuten aber meistens darauf hin, das es kaum noch zweck hat die Beziehung weiter zu führen. das rührt bestimmt auch daher, das die "antworter" selbst mal schlechte Erfahrungen gemacht haben.

gruß

Antwort
von TrudiMeier, 51

Kaum jemand der Antwortenden ist in der gleichen Situation wie der Fragesteller. Also fragt man sich: "Was würde ich in dieser Situation tun, wie würde / sollte ich reagieren?" Was dann logisch erscheint, wird als Antwort formuliert. Ob man dann tatsächlich in der Situation so reagieren würde, wie empfohlen, steht auf einem anderen Blatt.

Andererseits gibt es hier Fragen, da kann man das nur empfehlen, weil da wirklich krasse Sachen beschrieben werden. Wir können aber nicht beurteilen, ob ein Fragesteller die Sache eher aufbauscht weil er ein Sensibelchen ist oder ob die Beziehung tatsächlich so krass verläuft.

Ich persönlich bin eher vorsichtig mit dem Rat Schluss zu machen. Wenn aber jemand z. B. fragt, ob er es sich gefallen lassen muss, von seinem Partner geschlagen zu werden - was willst du anderes antworten?

Antwort
von Malavatica, 144

Weil es schon beim Lesen wehtut zu hören, wie manche Mädchen sich behandeln lassen. 

Liebe hin oder her. Aber oft ist es das einzig Vernünftige 

Antwort
von kiniro, 69

Ohne die Vorgeschichte zu kennen, rate ich nicht zum sofortigen Schluss machen.

Ich schreibe, was ich machen würde bzw. in ähnlicher Situation gemacht habe.

Ob die angesprochene Person an meinen Rat in dem Fall hält oder eben nicht, ist deren Sache.

Modetrend würde ich es nicht nennen - wie an anderer Stelle erwähnt, sondern vielmehr das Bewusstsein, dass kein Mensch gezwungen sein soll, den Rest seines Lebens unglücklich mit einem Partner zu verbringen, mit dem es nicht mal mehr den kleinsten gemeinsamen Nenner gibt.

Ich denke, dass schon so manche Beziehungen einer oder zwei Generationen vorher vorm Ableben des Partners beendet worden wären, wenn da nicht eine gewisse Abhängigkeit gewesen wäre.

Kommentar von Ottavio ,

Es geht ja nicht um die Fälle, , in denen es nicht einmal mehr den kleinsten gemeinsamen Nenner gibt. Es geht auch nicht um die, in denen die Partnerin oder der Partner tief unglücklich ist,  ohne dass es eine Möglichkeit gäbe, diesen Zustand abzuwenden. Das sind ja keine Zweifelsfälle.

Es gibt aber Zweifelsfälle - wenn das erste große  gemeinsame Glück vorüber ist etwa oder wenn es einigen Aufwand kostet, einen glücklichen Zustand wieder herzustellen.

Freilich blieben in früheren Generationen viele Partnerschaften nur bestehen, weil es "eine gewisse Abhängigkeit" gab. Man muss aber unterscheiden zwischen einer 'objektiven' materiellen Abhängigkeit und einer 'subjektiven' psychischen Abhängigkeit.

Die letztere ist für Beziehungen typisch und in einem gewissen Maße auch gut und nicht schlecht. Sie beruht meist auf Gegenseitigkeit. Ich beobachte schon - auch an Äußerungen hier im Forum - dass es Mode geworden ist, auch diese Form der Abhängigkeit abzulehnen und stattdessen die volle Unabhängigkeit anzustreben.

Kommentar von kiniro ,

Ich bin ja ein Mensch, der sagt "jeder hat eine zweite Chance verdient".
Allerdings hört es bei mir auf, wenn diese Person mich ein zweites Mal verar***

Antwort
von Mucker, 112

Geh mal davon aus, dass hier viele User über Erfahrungen in und mit Beziehungen verfügen
....................und intuitiv oder auch mit dem Verstand erkennen, ob es besser ist Schluss zu machen oder ob die Beziehung noch eine Chance hat. Das gilt natürlich nicht für alle.

Sie urteilen ja nicht über andere, sondern wollen dem oder der Fragenden eine hilfreiche Antwort geben.

Dass das nicht immer gelingt – und einige auch daneben liegen können – liegt einfach in der Natur der Sache. Und die ist oft etwas schwierig.

Alles Gute !

Antwort
von LiJa1995, 183

Wenn eine Frage zur Beziehung gestellt wird, muss man auch damit rechnen, dass einige zum Schluss machen raten.

Ist doch normal. Jeder hat ein anderes Empfinden und reagiert auf bestimmte Situationen anders. Der eine würde halt gleich Schluss machen, der andere versuchen was zu retten. Wenn man so eine Frage stellt, gibt man ja anderen das Recht darüber zu urteilen, oder etwa nicht? :p

Antwort
von Frage648, 162

Bei den meisten dieser Fragen wird doch um eine außenstehenden Meinung gefragt also eben die Meinung von fremden sonst würde man sie nicht hier auf dieser Seite stellen und dann steht es jedem offen seine persönliche Meinung zu dem was beschrieben wird zu äußern das hat nichts mit besser fühlen zu tun.

Antwort
von Kasumix, 127

Man antwortet aufgrund eigener Erfahrungen...

Wenn hier jemand schreibt, dass er schlecht behandelt wird, was soll man denn dann sonst raten?

Wir bekommen a. nur eine Seite mit und b.ist die dann meist arg subjektiv... Insgeheim liest man oft schon raus, was die Person selbst am liebsten tun würde.

Das Recht rausnehmen? Find ich ein starkes Stück das so zu formulieren!

Entweder will jemand das hören was andere denken oder nicht. Niemand wird hier gezwungen zu schreiben...erst recht nicht über persönliche Dinge... Wenn jemand das nicht abkann, dann mangelt es eher daran, dass der Mensch nicht kritikfähig ist... Oder eine Wahrheit nicht hören möchte / die allgemeine Tendenz wie andere handeln würden.

Jeder kann danach selbst entscheiden!

Dann aber mit objektivem Input und das finde ich wichtig...

Kommentar von Goldmarie1988 ,

Das Recht rausnehmen? Find ich ein starkes Stück das so zu formulieren!

Man muss ja polarisieren ;-)
Nein im Ernst - aber so ein "mach schluss" ohne drüber nachzudenken was es für den Fragesteller bedeutet.. Das oft obwohl evtl. nur ein Streit beschrieben wurde - also ganz alltägliche Dinge - das finde ich auch ein "starkes Stück"!

Kommentar von Kasumix ,

Schon... Aber viele haben halt kein Bock mehr in Beziehungen zu investieren... Sind empfindlich, regen sich über wer weiss was auf... Gehen nicht mehr über die Hürde der ersten Phase der Liebe.

Magst du anders sehen... Und mag so lapidar auch immer mal zwischendurch vorkommen... Aber meist gibt es hier vielfältige, gegenteilige und ausführliche Meinungen...

Kommt immer darauf an, wie es aus dem Wald heraus ruft...

Schreibt einer: ich weiss nicht ob ich Schluß machen soll...

Da schreibt man klar JA. Ohne Infos zeigt das...Unsicherheit... Dann soll sie doch...

Schreibt einer bis der Platz nicht mehr  reicht, kommen auch sehr gute Antworten, die oft von den Fragesteller als hilfreich oder zumindest weiterführend deklariert werden.

Kommentar von PlueschTiger ,

Es gibt Menschen da hat der Partner zu gehorchen und nicht zu wiedersprechen. Egal ob Mann oder Frau. Wenn er oder sie nicht unterwürfig ist, ist er nicht geeignet und das wird auch bei Ratschlägen so gehandhabt.

Antwort
von bikerin99, 93

Nun ja, ich rate eher sich Gedanken zu machen, wie das Verhalten des Partners/in sich in Zukunft auswirkt, z.B. Gewalttätigkeit, psychischen Druck ausüben, Einschränkungen (Bevormundung)...
Denn besser jetzt ein zu erwartendes Drama jetzt zu beenden, als das Leid erfahren.
Die Perspektive eines Aussenstehendes ist "objektiver" (natürlich in Abhängigkeit von den Vorinformationen), dann kommt noch Lebenserfahrung dazu.

Kommentar von Goldmarie1988 ,

das ist löblich :) leider machen das bei Weiterm nicht alle so. Gerade bei denen frage ich mich dann: Wollen die mit ihrer 2-Wörter-Antwort nur Punkte sammeln?

Kommentar von bikerin99 ,

Da könntest du recht haben.

Antwort
von Tragosso, 64

Ich rate das nicht immer sofort, nur wenn ich es für angebracht halte. Wenn jemand fragt, dann sucht derjenige einen Rat. Und ich versuche das zu raten was ich glaube was das beste in der Situation wäre oder aber wie ich handeln würde. Ich sage allerdings immer dazu, dass es letzten Endes die Entscheidung desjenigen selbst ist und, dass jeder sich seine Beziehung anders vorstellt.

Antwort
von howelljenkins, 59

wenn jemand danach fragt, antworte ich mit dem, was ich fuer sinnvoll halte. und das ist in einigen faellen halt schluss machen.

z.b. bei gewalt in einer beziehung oder bei unueberwindlicher abneigung gegenueber gewohnheiten/eigenheiten des partners.

da, wo man reden kann, wo kompromisse moeglich sind, sollte man reden und kompromisse schliessen. das rate ich ebenfalls jedem. aber wenn ich etwas lese wie:

"ich liebe meinen freund wirklich sehr. aber es kommt immer wieder vor, dass er mich schlaegt. es tut ihm hinterher zwar immer furchtbar leid, aber ein paar wochen spaeter passiert es wieder"

kann ich nur zur trennung raten. alles andere waere unverantwortlich

aber ich sehe auch nicht wirklich, wo dein problem ist. hier wird geraten, weil gefragt wird. da haben verschiedene leute aufgrund von verschiedenen erfahrungen auch verschiedene meinungen. dafuer ist doch so ein forum da. 

was der fragesteller am ende daraus macht, ist ja immer noch seine eigene entscheidung. 

Antwort
von TheAllisons, 116

Es kommen auch Fragen, was man machen soll, wenn man vom Partner mehrmals hintergangen und betrogen wird. Ja Eifersucht und Gewalt wird da angewandt. Da ist sicher eine Trennung das beste. Ich denke da wirst du mir zustimmen

Kommentar von Goldmarie1988 ,

Ja in solchen Fällen schon. Aber oft sind es banale Dinge und trotzdem kommen diese Art von Antworten anstatt viellleicht mal sinnvolle Tipps zu geben wie man sich im Alltag verhalten soll

Kommentar von kiniro ,

Mir stößt dieses "wie man sich im Alltag verhalten soll" ziemlich sauer auf.

Wenn es denn unbedingt sein muss, lieber von sich und seinem Umgang mit solchen Situationen schreiben.

Ersteres kommt nämlich sehr bevormundend daher.
I

Antwort
von catchan, 23

Gegenfrage: Warum soll man sich auf Teufel komm raus aneinanderketten?

Ich rate auch zu Schluss machen, wenn ich bei der Fragestellung merke, dass

- der andere Partner gewalttätig ist

- der andere Partner ein notorischer Fremdgänger ist

- das Vertrauen zu dem Partner nicht mehr vorhanden ist (Basis für eine Beziehung)

- der Partner nicht zu einem Gespräch fähig ist (oder einfach nicht will) oder sich an die vereinbarten Abreden nicht halten kann

- chronische Eifersucht, die jeden Kontakt zum anderen Geschlecht verbieten will (und der Partner auch nicht hören will, dass sich etwas ändern muss)

- wenn der Fragesteller selbst gemerkt hat, dass die Gefühle einfach für den anderen nicht mehr so da sind

Die Beziehung ist in erster Linie für die zwei Menschen da, die in ihr sind und nicht anders herum. Man ist auch kein Versager, wenn man derzeit keinen Partner.

Ich sehe es viel andersherum. Menschen, die zwar in einer Beziehung leben, aber unglücklich dadurch sind, dass sie aneinandergekettet sind. Die Ketten schmieden sie sich aber selbst.

Weder sind Frauen finanziell auf Männer angewiesen, noch brauchen Männer die Frauen, um die Hausarbeit zu erledigen. Wir müssen uns damit abfinden, dass sich der Sinn einer Ehe ändert. Von einer Versorgung zu einer Verbindung der Liebe und des reinen ich-will-mit-diesem-Menschen-mein-Leben-verbringen.

Mir geht es bei einem Rat zum Schluss machen nicht darum, dass ich mich besser fühle oder ähnliches, sondern ich will diesem Menschen helfen. Manchmal ist es eben besser getrennte Wege zu gehen. Dann können beide glücklich werden anstatt unglücklich.

Kommentar von Goldmarie1988 ,

Danke für deine Beitrag. Mir ging es nicht um die offensichtlichen Fälle (so blöd bin ich auch nicht) sondern darum, dass so viele einem zu sowas raten egal welche Frage im Prinzip gestellt wurde...und auch eher darum was solche Menschen dazu antreibt so einen negativen Tipp zu geben anstatt mit der betroffenen Person ernsthaft an Lösungsansätzen zu arbeiten z.B. mit Gegenfragen

Kommentar von catchan ,

Eine Beziehung kann man in der Regel nur mit einer Sache kitten: einem Gespräch

Nur scheitert das abe auch oder die Grundlage (Vertrauen) fehlt einfach.

Antwort
von Voeglein, 64

Es kommt immer auf die Situation an. Meine persönliche Meinung ist z.B., wenn der Partner fremd geht, sollte man Schluss machen. Schließlich hat mein Partner mich ja schon einmal betrogen und er würde es vielleicht wieder tun. Und mit solchen Gedanken könnte ich nicht leben.

Antwort
von Geralidina, 114

Sicherlich gibt es Leute die den Text nur überfliegen und dann einfach "Schluss machen" schreiben.

Es ist nicht nur die Sache das sowas geschrieben wird. Hier nach Ratschlägen diesbezüglich zu fragen ist sowieso ein zweischneidiges Schwert. Meist wird nur eine konkrete Situation beschrieben in der der Fragensteller das "Opfer" ist. Keiner weiß was genau vorher vorgefallen ist bzw. wie die Beziehung sonst ist.

Aber wenn man hier nach Ratschlägen fragt ist es normal das man die Situation beurteilt. Es sagt ja keiner aus dem nichts: "Mach Schluss" sondern die Beziehung bzw. die Sachlage wird ja hier vor allen ausgebreitet und dann muss man sich eben auch die Meinungen anhören.

Wenn man hier etwas einstellt, ist doch meistens das Kind schon in den Brunnen gefallen. Man sieht keine Möglichkeit mehr es gleich mit dem Partner klären zu können bzw. nützen keine Gespräche mehr. Oft erhoffen sich Leute hier einfach nur Bestätigung  um den Schlussstrich zu ziehen.

Außerdem urteilen Außenstehende sowieso anders. Sie haben keine Rosarote Brille auf. Manchmal brauchen Leute einfach einen Anstoß um zu erkennen wie ausweglos die Situation ist.

Antwort
von DungeonBreaker, 142

Kommt auf die Situation an würde ich sagen. Meistens liest man recht gut raus das der Fragesteller eh schon dazu neigt... Also würde ich sagen

Antwort
von Ottavio, 194

Liebe  Goldmarie 1988,

ich denke, dass Du mit Deiner Beobachtung Recht hast. Was Du da beobachtet hast, ist vermutlich nicht allzu schwer zu erklären. Die Forum ist halt überwiegend ein Forum junger, oft sehr junger Menschen. Viele möchten gerne antworten, werden ja auch darum gebeten, haben an Antworten aber nur bereit, was ihr eigener Erfahrungsschatz hergibt, und das ist nicht sehr viel.

Bei sehr jungen Leuten dauern die Beziehungen meist nur wenige Monate, weil bei Problemen die Lösung nur darin gesehen wird, sich zu trennen. Natürlich ist es oft auch sehr schwer, als schreibender Beantworter, der die beteiligten Personen persönlich gar nicht kennt, die anderen Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Ich will allerdings auch die Möglichkeit nicht ausschließen, dass Du hier eine gewisse Modeerscheinung beobachtet hast. Keineswegs alle Beziehungsberater_innen, die professionellen eingeschlossen, sehen es grundsätzlich als Ziel ihrer Beratung an, Beziehungen zu retten.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Bei sehr jungen Leuten dauern die Beziehungen meist nur wenige Monate, weil bei Problemen die Lösung nur darin gesehen wird, sich zu trennen.

Das würde ich nicht so negativ sehen.

Gerade junge Menschen sind natürlich unerfahren und wissen nicht, was sie von einem Partner wollen. Man muss erst einmal Erfahrungen sammeln, indem man mit verschiedenen Personen zusammen kommt, wie will man sonst wissen, ob man tatsächlich "den richtigen Partner" (anstatt nur "den erstbesten Partner") gefunden hat? Man hat ja keine Vergleichsmöglichkeit.

Ich war über zehn Jahre lang mit einem Menschen zusammen und habe dann festgestellt, dass es nicht passt. Das war der erste Mensch, in den ich mich verliebt habe. Eigentlich bin ich mir noch nicht einmal sicher, wie ich sexuell orientiert bin. Ich habe es schließlich nie ausprobiert. Nun möchte ich "experimentieren", aber mich nicht binden. Ich denke, es wäre besser gewesen, diese "Experimente" ganz zu Anfang zu machen. Ich denke, es ist nicht gut, in jungen Jahren zu lange bei einem Partner zu bleiben.

Kommentar von ollesgemuese ,

Du hast 10 Jahre gebraucht, um festzustellen, dass es nicht "passt"?

oO

Kommentar von NoHumanBeing ,

Es war eine komplizierte Situation.

Es gab Liebe und unbegrenztes Vertrauen. Wir konnten über alles sprechen, haben unglaublich viel Zeit miteinander verbracht, haben gemeinsam Konzerte besucht, sind gemeinsam in den Urlaub gefahren, haben verrückte Dinge gemeinsam getan, wussten, was der andere denkt und fühlt. Wenn er sich verletzte, spürte ich Schmerz. Wenn er in Gefahr war, hatte ich Angst. Wir hatten Pläne für eine gemeinsame Zukunft, wollten zusammenziehen, eine WG gründen. Es war eine wunderschöne Zeit, aber es war eine gleichgeschlechtliche Beziehung und für meinen Freund war das Ausleben gleichgeschlechtlicher Sexualität immer tabu.

Ich hingegen bin da sehr "offen". Ich habe keine Vorurteile. Ich denke, dass mein soziales Umfeld da auch sehr viel "unproblematischer" ist, als das seine. Allerdings hielt ich mich lange Zeit für vollkommen asexuell, von daher hat mich das "Tabu" nicht wirklich gestört. Es berührte einen Punkt, den ich ohnehin nicht wollte, also akzeptierte ich es, schließlich wollte ich nicht riskieren, ihn zu verlieren.

Es ging lange Zeit scheinbar "gut", aber Du kannst Dir vorstellen, dass so etwas "schwelt" und irgendwann "explodiert es". Du kannst nicht zwischen zwei Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen, "vereinbaren", dass sie nicht "körperlich werden". Es geht einfach nicht. Also natürlich gab es "Schwierigkeiten". Und ja, natürlich habe ich zunächst versucht, sie gemeinsam mit ihm zu lösen. Wir haben uns lange darüber unterhalten - monatelang - über ein Jahr. Wir vereinbarten, uns seltener zu sehen, um ein bisschen Abstand zu gewinnen, aber an seiner Einstellung bewegte sich nichts. Im Gegenteil! Es wurde immer schlimmer. Ich riet ihm, sich in Therapie zu begeben, aber er wollte nicht, also was sollte ich tun? Er ist ein erwachsener Mensch. Ich konnte ihn zu nichts "zwingen", auch nicht zu seinem Glück. Er sagte, er wolle mich nicht verlieren und ich war auch wirklich der allerletzte Mensch, der ihn verlieren wollte, aber es ging so einfach nicht mehr.

Schließlich begab ich mich selbst in Therapie, um das Problem zumindest auf meiner Seite zu lösen. Ich wollte endlich meine "wahre" sexuelle Orientierung finden.

Ich hoffe, Du kannst das verstehen.

Kommentar von Ottavio ,

Ja, ich denke, dass ich das sehr gut verstehen kann.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Der Kommentar bezog sich auf den von "ollesgemuese", aber es freut mich natürlich auch, dass Du es nachvollziehen kannst. :-)

Kommentar von KittyCat2909 ,

Man muss erst einmal Erfahrungen sammeln, indem man mit verschiedenen Personen zusammen kommt

Das kann ich für mich jedenfalls nicht bestätigen.

Warum muss man viele verschiedene Partner haben, um zu erfahren, was und wen man will?

Mit meinem Zweiten (!) Freund bin ich noch immer glücklich zusammen, irgendwie immernoch ziemlich verliebt und das seit über Neun Jahren.

Und ich bin für meinen Freund die erste Freundinund wenn es nach uns geht auch die letzte. oO :D

Ebenso ist es in unserem Freudeskreis. fast alle haben eine bestehende langjährige feste Beziehung ohne gross Erfahrungen mit anderen.

Wenn man ein bisschen kritisch ist und für sich selbst feststellt, was man will und vor allem braucht ist ein ständiger Partnerwechsel unsinn und in meinen Augen eher von Nachteil für eine spätere Beziehung.

Ich hätte nicht unbedingt einen Freund gewollt, der schon 20 Schnupper- Beziehungen gehabt hätte.

Gut- wir alle (Bekanntenkreis und wir - Freund und ich) sind eigentlich was das betrifft altmodisch, obwohl wir jung sind- aber so haben wir eben auch unsere Partner gefunden, die genauso ticken und seltsamerweise funktioniert das. xD

Kommentar von NoHumanBeing ,

Nunja, ich möchte es hier nicht groß ausführen, ist ja schließlich öffentlich, aber wenn Du meine anderen Beiträge, auch meine Fragen hier auf der Plattform, liest, wirst Du verstehen, dass es mir genau an diesem "Ausprobieren" mangelt.

Ich war lange mit einem Menschen zusammen, mit dem ich nichts "probieren" konnte, weil es immer tabu war. Ich habe keine Ahnung, was meine Präferenzen sind. Ich bin mir nicht einmal wirklich sicher, welches Geschlecht ich suche.

Ich habe das Gefühl, dass ich es jetzt herausfinden muss und das geht nur "empirisch", also durch ein "Experiment". Ich habe gemerkt, dass es so nicht weiter geht, dass ich mich "befreien muss" und das allerletzte, was ich jetzt möchte, ist, mich wieder schnell zu "binden" und somit letztlich einschränken zu lassen.

Es ist meine Denkweise und mit meiner "Vorgeschichte" hoffentlich auch verständlich. Ich bin einem Menschen treu geblieben, den ich liebte und habe all das "verpasst", was "freizügigere" Menschen einfach tun.

Es geht mir nicht darum, möglichst viele Beziehungen zu haben, um damit "herumprahlen" zu können. Dies ist letztlich eine Suche nach mir selbst und ich denke, ich werde mich nur so finden können.

Außerdem, wie ein Mensch wirklich ist, stellst Du doch nicht so schnell fest. Wonach willst Du gehen? Nur nach dem ersten Eindruck, nur nach der Optik? Denkst Du nicht, dass für eine Beziehung auch andere Eigenschaften relavant sind, die man eventuell erst erkennen kann, wenn man bereits länger zusammen ist? Wenn Du dann feststellst, dass diese Eigenschaften nicht so sind, wie Du sie Dir erhofft hattest, würdest Du dann bei diesem Menschen bleiben, anstatt nach einem anderen zu suchen, der Deine Erwartungen erfüllt?

Ich sage nicht, dass es falsch ist, aber ich kann es nicht so ganz nachvollziehen.

Antwort
von 9dynamite2, 135

Das ist eine gute Frage das denke ich mir auch oft, wenn jemand seine Situation darstellt kann man natürlich seine eigene Meinung äußern ... Ich würde vorsichtig schreiben wie man das so sieht aber zum Schluss machen würde ich nie ermutigen wer weiß was die Zukunft bringt… Aber bei einer eindeutigen Situation die geschildert wird wo es wirklich jeder Trottel ursprünglich sieht und die verliebte Person gleich zwei rosa Brille auf hat kann man eigentlich schon Das schreiben was man denkt… Ganz einfach es ist situationsabhängig…

Antwort
von JakobP2702, 6

Das liegt auch daran, dass viele noch sehr unreif mit dem Thema Liebe umgehen und dementsprechend noch nicht eine weit genug ausgeprägte Persönlichkeit haben.

Antwort
von fabiii2101, 130

naja zuerst werden die Leute ja nach ihrer Meinung gefragt, also dürfen sie diese auch sagen :D 

Warum aber viele gleich zum Schlussmachen raten, ist mir auch nicht klar. Eventuell weil viele heutzutage selbst schnell bei kleinen Problemen die Beziehung beenden würden, als die Probleme zu lösen und mal ne schlechte Zeit mit dem Partner durchzumachen. 

Evtl. auch, weil man unterbewusst etwas über dem gegenüber stehen will, so nach dem Motto: "meine Beziehung funktioniert, bei dir nicht, mach lieber Schluss"

Außerdem... natürlich kann es auch sein, dass etwas so geschildert wird, dass es nur absolut vernünftig ist, wirklich Schluss zu machen. Kommt natürlich auf die Situation an. 

Antwort
von blondii148, 160

Naja, es kommt immer darauf an, mit wem das man darüber diskutiert und wie viel Erfahrungen hat diese Person gesammelt.

Ich persönlich rate selten zum Schluss machen. Es kommt halt auch immer auf die Situation darauf an. Wurde man betrogen, würde ich die Person die dennoch eine Beziehung möchte, eher als naiv bezeichnen, aber auch da muss man die Hintergrundsgeschichte mit einbeziehen.

Wenn es im Moment einfach nur schwierig ist, dann rate ich auf keinem Fall dazu, Liebe ist so besonders, so wichtig! Deshalb soll man auch dafür kämpfen, für die Aufgewendete Zeit.

Viele Paare trennen sich heute enorm schnell, kaum einer bleibt zusammen wenn es dann doch Mal ein ernstes Problem geben sollte.

Und bezüglich dem Urteilen. Ich sage nur denen meine Meinung, die diese auch hören wollen, jemanden zu etwas raten ist sowieso immer schwierig, denn am Ende muss man selbst entscheiden was das Richtig für einen ist.

Antwort
von Goodnight, 29

Es gibt Menschen und menschliches Verhalten, das man sich grundsätzlich nicht zumuten sollte.

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