Warum radikalisiert man sich?

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2 Antworten

Also, eigentlich bedeutet Radikalismus nichts anderes als das man die momentane Gesellschaftsstruktur von Grund auf ändern möchte. Soweit ist der Begriff eigentlich frei von jeglicher positiver oder negativer Wertung. 

Insofern ist die gerne genutzte Begrifflichkeit des radikalisieren / radikalisiert werden, insbesondere im Bezug zum Islam oder rechten / linken zwar nicht gänzlich falsch, aber auch nicht wirklich richtig. 


Worum es eigentlich geht ist der religiöse und / oder politische Extremismus. Nicht jeder Radikale ist ein Extremist, aber jeder Extremist ist ein Radikaler. Als Extremist wird heutzutage jemand definiert der wegen seiner Radikalen Ansichten die demokratische Grundordnung nach der wir Leben stürzen möchte. 

Also; was ist Radikalisierung: Man erkennt, oder meint zu erkennen, das es in der Politik / Gesellschaft ein Problem gibt und möchte dieses Problem durch grundlegende Änderung der Politik / Gesellschaft lösen. Ebenfalls, in meinen Augen, weder mit positiver noch negativer Konnotation.


Warum radikalisiert man sich; Nun, das kann sehr viele verschieden Gründe haben. Viele werden bereits in der Kindheit von den Eltern und deren Umfeld radikalisiert. Oder, genauer gesagt, mit Radikalen Vorstellungen der Bezugsgruppe indoktriniert. Insbesondere im Bezug auf Religion ist das oft der Fall, aber auch mit (weit-) linken oder rechten Ansichten. 

Oder aber einschneidende Erlebnisse, wenn zB deine Schwester / Bruder heiratet und gemäß Afghanischer "Tradition" die Freude über diese Festivität mit Schüssen in die Luft begangen wird, dies von beliebigen westlichen Militärflugzeugen als Angriff gewertet wird und folgerichtig deine gesamte bucklige Verwandschaft vor deinen Augen durch eine 500kg Bombe verdampfen oder durch 20 mm Geschosse in Stücke zerissen werden... Klingt der Mullah der dir erzählt das diese ungläubigen Bestraft werden müssen plötzlich deutlich weniger verrückt.


Allerdings ist niemand nur weil er seinen Glauben für sich selbst streng auslebt und interpretiert gleich ein Radikalist. 

Dazu braucht es noch die Tatsache das er gerne die deutsche Gesellschaft und Gesetzgebung den Regelungen seines Glaubens anpassen möchte. Dadurch wird er zum Radikalen. Und da die Frauen- Ungläubigen- Schwulen- wasweißich- feindlichen Ansichten der Religionen idR nicht mit der demokratischen Grundordnung des deutschen Staates vereinbar sind, de facto zum Extremist. 

Und da auch die Menschen- Ausländer- behinderten- Establishment- wasweissich- feindlichen Ansichten der (weit-) linken und rechten weniger mit der demokratischen Grundordnung vereinbar sind sind Radikale aus diesem Spektrum de facto auch Extremisten. 


Ich habe sicherlich nicht alle Aspekte von Radikalismus- Extremismus- und diversen anderen -ismusen Anschneiden könne, aber hoffe eine Idee gegeben zu haben wovon in der Presse gesprochen wird.  

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Man schiebt die "Schuld" an irgendwas auf jemanden, findet andere Menschen die das genauso sehen oder mitziehen - steigert sich so weit rein bis das Hirn aussetzt - tada ! Geschafft.
Es gibt auch noch jene die schon als Kinder dazu getrimmt wurden oder die mit der Gehirnwäsche aber schätze darum geht's nicht - sondern um jene die das unter vollem Bewusstsein machen ?

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