Frage von MonikaTitanic, 113

Warum provoziert Putin Osteuropa?

In Spiegel Artikel steht, dass Putin Osteuropa provoziert. Er steht irgendwie auf Gewalt und Krieg das verstehen wir schon. Aber warum macht er das?

Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-gipfel-wie-russlands-praesident-putin...

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Antwort
von marcus1984, 66

Guten Abend MonikaTitanic,

die Frage ist etwas tendenziös formuliert. Meiner Meinung nach ist in diesem subtilen Konfilkt zwischen "dem Westen", also den NATO-Aliierten und Russland kein eindeutig "Guter" und kein eindeutig "Böser" ausgemacht werden kann.

Die NATO unternimmt genügend Antrengungen um Russland zu provozieren und ihre Macht zu demonstrieren. In den "Zwei plus Vier Verträgen" wurde seinerzeit geregelt, dass sich die NATO niemals weiter als einschließlich der Grenze Ostdeutschlands zu Polens in Richtung Russland ausdehnen würde. Dies war die Voraussetzung Russland zur Zustimmung dieser Verträge, welche die Wiedervereinigung bedeuteten. Wir sehen nun, dass sogar die baltischen Staaten (also Estland, Lettland, Litauen) Mitglieder der NATO sind und die NATO dort Panzer und Raketenabwehrsysteme stationiert, direkt vor der Grenze Russlands. Sofern wir mal eruieren, wo auf der Welt überall
Raketenabwehrsysteme stationiert stationiert wurden, sehen wir, dass dies rings um Russland gesehen ist. Man stelle sich in einem ähnlichen Fall die Reaktion der USA vor (immerhin der größte Geldgeber der NATO), wenn dies ein anderes Land auf dieser Welt gegenüber der USA wagen würde.

Dessen nicht genug, nimmt die NATO nun auch Montenegro als weiteres Mitglied auf, das historisch immer schon gute Beziehungen zu Russland pflegte.

Sicherlich gibt es Hinweise darauf, dass Russland in den Bürgerkrieg in der Ostukraine involviert ist, wo sie nichts zu suchen haben.

Allerdings ist die Abspaltung der Krim, die hierzulande gerne mit einer Annexion verwechselt wird, völkerrechtlich gesehen einwandfrei. Von einer "Annexion" spricht man nur bei einer gewaltsamen Einnahme eines Gebiets von einem anderen Land. Dies ist jedoch im Falle der Krim nicht gegeben, was auch die Vereinten Nationen so sehen. Es wurden freie Wahlen mit hoher Wahlbeteiligung durchgeführt, die ein klares Ergebnis zu Tage förderten. Der Wunsch der Bewohner der Krim ist zu respektieren.
Das Wort "Annexion" wurde von der deutschen Bundeskanzlerin gewählt, allerdings wenig bedacht. Schließlich hatte eben jene Frau Dr. Merkel im Jahre 2008 die Abspaltung des Kosovo von Serbien (Verbündeter Russland) ausdrücklich begrüßt und war eine der ersten Staatsverantwortlichen, welche das Kosovo anerkannt haben. Obwohl zu dieser Wahl kaum Serben, die auf dem Gebiet des Kosovo wohnhaft waren oder noch sind zur Wahl Zugang hatten und obwohl es im Zuge der Wahl sowie davor und danach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen ist.

Mit meinen Ausführungen möchte ich nicht Partei für Russland ergreifen, sondern darauf aufmerksam machen, dass in Bezug auf Russland gerne mit zweierlei Maß gemessen wird.

Dies würde ich jedoch vermeiden und anderen Ländern grundsätzlich nicht so skeptisch gegenüberstehen. Die Zeiten in denen Russland als das Land gewordene Böse dargestellt wird, sollten langsam vorüber sein.

Antwort
von voayager, 20

Der spiegel ist ein völlig unseriöses Blättchen, vergleichbar mit der BILD-Zeitung der er in politischer Hinsicht in keinster Weise nachsteht, daher sind dessen unappetitlichen Ergüsse etwas für die Toilette, wo man derlei Schriftgut mit der Klokette beseitigen sollte.

Die Masche reaktionärer Kräfte in der NATO und ihrer politisch-wirtschaftlichen Spießgesellen sowie sonstiger Organe ist die, die eigenen Sauereien einfach vertuschen als auch dem Gegner in die Schuhe schieben, damit diese so unentdeckt bleiben. Ausgerechnet die "Wertestaaten" beklagen sich über Russland, bringen immer mehr ihre Truppen in Stellung hin zur russischen Grenze dazu ein Raketengürtel der gegen Moskau gerichtet ist. Zu diesen aggressiven Handlungen passt dann wohl auch, sie einfach Russland zu unterstellen, so als wenn dieses Truppen im Baltikum hätte, dazu noch welche in Polen usw. Na-ja, man kann sich ja sowas einfach mal hinzudenken, wenn es denn nicht real der Fall ist, das geht auch.

Dabei kalkuliert die mainstream Presse und die staatstragenden Partien hierzulande so, dass sie sich sagen, der tapfere Bundesbürger, unbedarft wie er nun mal ist, wird uns all das abkaufen. Entweder wir seifen die Proleten über BILD ein, oder wir seigen die akademischen Mittelschichtler über spiegel, focus, stern, taz usw. ein, das wird schon klappen. Und wie man so sieht, man braucht ja nur die Wahlen anzuschauen, geht derlei Rechnung auf.


Antwort
von CamelWolf, 55

Putin merkt, dass ihm wirtschaftlich und politisch die Felle davon schwimmen. 

Das setzt ihn innenpolitisch unter gehörigen Druck: Da die Mehrzahl der Menschen in Russland nur noch das Allernötigste zum Leben hat, wollen sie wenigstens das Gefühl haben, Teil einer Großmacht zu sein. (Was erklärt, warum Leute wie Stalin in der Erinnerungskultur wieder Oberwasser haben).

Diese Mechanismen funktionieren nicht nur in Russland. Schau einfach mal, wie die Brexit-Befürworter in England argumentiert haben. Man hat nur an die niedrigsten Instinkte der Wähler (Böse EU, Böse Ausländer, "Wir zuerst", Früher war alles schöner, bunter, größer....) appelliert und gewonnen.......

Kommentar von pauleric ,

Putin ist gerade deshalb so beliebt, weil er das Land stabilisiert hat und die Mittelschicht bzw. durchschnittliches Einkommen in Russland stark gewachsen ist.

Antwort
von palzbu, 37

Hallo "Monika Titanic" - Schon wieder ein neuer Name? 

Wenn man deine Fragen und Kommentare verfolgt, bist du unter  4 Namen unterwegs in GF. 

Immer die selben Fragen und Kommentare. 

Dieser böse böse Putin. Die schlimmen Russen.

Und du (die) einzige (ich glaube aber du bist ein Er) die den Weltfrieden im Verbund mit den USA erreichen will.

Das ist so, als wenn man sich mit dem Teufel verbindet um in den Himmel zu kommen. Ob das klappt????

Kommentar von S0WJETsocialist ,

Ja ich bin ehrlich gesagt auch immer sehr amüsiert wenn der Support leider selbst seine regeln ignorieren tut 

Wie zb 1 ACC pro User etc 

Kommentar von palzbu ,

Die User sind schon clever. Meist wird ein Account für ca. 3-4 Wochen eröffnet, fleißig gepostet, dann ist Ruhe. 2 Tage später taucht das gleiche Geschreibsel unter einem anderen Namen auf. Ich habe hier 8 Namen die seit Januar immer die gleichen Themen besetzen, aber vom Namen (Aussage) her und vom Schreibstil wahrscheinlich die gleiche Person sind. 

Kommentar von S0WJETsocialist ,

Ja gut das wissen Huckebein,  Pevau und Co ja auch schon 

Die Frage ist halt wie offensichtliches trollen und hetzen ignoriert werden kann oder dem Support nicht auffällt 

Ok ich Weiss nixht wie der Support funktioniert oder welches System es da gibt aber trz 

Kommentar von MonikaTitanic ,

Eine ernste frage und will auch eine ehrliche Antwort sowjetsocialist! Wie vielter account ist das jetzt denn? begonnen als vmakarov, dann weiter mit Sowjetunion (Endzahlen immer anders) und jetzt als sowjetsocialist unterwegs natürlich mit verschiedenen groß und Kleinschreibungen!

Jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren!

Kommentar von S0WJETsocialist ,

Im Gegensatz zu dir trolle,  Hetze und Verleumde ich nicht 

Ich lass mir vom support aber nicht alles gefallen,  und genau da liegt dass Problem das ich da die Klappe halte 

Kommentar von S0WJETsocialist ,

* nicht halte 

Antwort
von Huckebein3, 16

Die Fragestellung ist falsch wie immer. Dein "Warum" impliziert die Unterstellung, Putin provoziere Osteuropa. Tut er das?
Du solltest lieber fragen, ob Putin Osteuropa provoziert  und woran man das fest machen kann.
Doch dazu müsstest du eine eigene auf Wissen basierende Meinung haben, die du nicht hast. Deshalb holst du sie dir aus Schmierenblättern wie "Spiegel" oder "Bild" und erwartest auch noch, dass man diese Hetze akzeptiert.

Erstaunlich nur immer wieder, dass deine Fragen geduldet sind, obwohl man inzwischen erkannt haben sollte, dass auch deine Absicht einzig das Hetzen und das Verdrehen von Tatsachen ist, und das immer und immer wieder...

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 70

Warum provoziert Putin Osteuropa?

Hast du den Artikel gelesen, MonikaTitanic? Da steht beispielsweise folgender bemerkenswerter Satz drin:

Putin beklagt, dass die Nato Truppen ins Baltikum und nach Polen entsendet. Für den Kreml ist das die Bestätigung seiner alten These von der Russland umzingelnden westlichen Militärmaschinerie. Die Stationierung ist aber im Gegenteil die Antwort auf Russlands militärische Übergriffe auf die Ukraine. (Quelle: Spiegel)

Die Stationierung von NATO-Militär in den baltischen Grenzstaaten zu Russland ist also nach Ansicht des Spiegels NICHT Teil der "Umzingelung Russlands". Putin bilde sich das nur ein, leide offensichtlich an Verfolgungswahn.

Werfe nun einmal einen Blick auf das folgende Bild: 

Dort findest du die größeren NATO-Basen auf der Welt. Was denkst du, wenn du das Bild siehst? Wirst du auch von dem putinschen Verfolgungswahn erfasst? Ist Russland von NATO-Basen umzingelt; hat Putin also Recht? 

Oder hat der Spiegel Recht: Ist das Blödsinn und bildet Putin sich das bloß ein? Ist von "Umzingelung" keine Spur zu erkennen? 

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Wir erinnern uns noch, was die USA damals für einen Aufstand machten - und bereit waren, sogar den Dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen -, nur weil Russland seinerzeit mal auf Kuba eine Basis aufmachen wollte? 

Ich wiederhole: EINE BASIS. Und schon fühlten die USA sich so gut wie von den Kommunisten überrannt; waren gar so sehr davon überzeugt, dass sie bereit waren, die gesamte Welt in den Abgrund zu reißen, wenn Russland nicht umgehend umkehrt und die Idee vergisst...

Kommentar von MonikaTitanic ,

Wenn Russland den Westen nicht provoziert hätte würde ich dem Putin recht geben, aber da ist er selbst schuld. Er hat ein Teil von einem souveränen Staat einfach so erobert. Das ist normalerweise eine Kampfansage! Putin soll froh sein, dass er überhaupt nur die EU-Sanktionen dagegen bekommen hat. Wenn Westen nicht gegen einen Krieg wäre hätten wir gezeigt wie man Gebiete erobert. Aber da wir einen Weltfrieden wollen, probieren wir alles diplomatisch zu regeln.

Putin soll endlich lernen menschlicher zu handeln. Mit Krieg und Eroberungen kommt er nicht weit!

Kommentar von karapus001 ,

troll deine Aussagen werden nicht besser. Immer der gleiche Müll mit Krieg und Eroberungen und blabla...

Kommentar von AssassineConno2 ,

Jap MonikaTitanic....du bist gerade der größt scheißelaberer den ich kenne 😂 Truppen in der Ukraine waren Ukrainische, dann Seperatisten und Akademi.

Antwort
von Fielkeinnameein, 53

Schon wieder eine neuer Trollaccount? Scheint dir echt Spaß zu machen.

Antwort
von Badykey, 19

Es gibt wirklich diese Menschen die das glauben......

Antwort
von StevePixel, 42

Das liegt höchstwahrscheinlich daran das Russland bzw. Putin, versucht sich auszubreiten, wie er es auch schon 2014 (Ich weiß nicht mehr genau wann) bei der Ukraine versucht hat. Nehme ich mal an.

Kommentar von S0WJETsocialist ,

Scheinbar keine Ahnung um was es in der Ukraine ging und wer alles beteiligt ist 

Kommentar von FetigePomes ,

Hast wohl auch keine Ahnung

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 64

Im Wesentlichen hat das innenpolitische Gründe. Die oligarchische Ausplünderung der russischen Bevölkerung muss dieser ja irgendwie schmackhft gemacht werden.

Da sind Nationalismus, die Entwicklung eines "Wir gegen den Rest der Welt", Säbelrasseln, Schürung von Bedrohugsängsten etc. gut geeignet, um nicht Fragen aufkommen zu lassen, woher eigentlich die russischen Oligarchen diese Milliardenvermögen zusammengerauft haben in einem Land, in dem alles mal Volkseigentum war...:-)

Kommentar von PeVau ,

Die oligarchische Ausplünderung der russischen Bevölkerung muss dieser ja irgendwie schmackhft gemacht werden.

Dieses Erklärungsmuster könnte auch für die Russophobie in den baltischen Staaten, Polen und anderswo im US-Bündnis greifen. Von der verstärkten Aufrüstung in NATO-Land mal ganz zu schweigen.

Entwicklung eines "Wir gegen den Rest der Welt" ...

Russland fühlt sich nur von der NATO bedroht und nicht vom Rest der Welt. Die Bedrohung durch die NATO für Russland ist allerdings real.

Schürung von Bedrohugsängsten ...

Die Einkreisung der Sowjetunion und jetzt Russlands ist keine geschürte Angst, sondern ein unumstößlicher Fakt. Genau so wie es ein Fakt ist, dass die USA für sich die Führungsrolle in der Welt beanspruchen und mit allen Mitteln durchsetzen wollen. Derartige Ambitionen hat Russland nie verkündet und sind auch nicht aus seinem Handeln ableitbar. Einem Versuch das trotzdem zu tun erwarte ich mit Spannung.

...woher eigentlich die russischen Oligarchen diese Milliardenvermögen zusammengerauft haben in einem Land, in dem alles mal Volkseigentum war...:-)

Das ist die Umsetzung dessen, was westliche, vor allem US-Berater dem Vorgänger Putins, Jelzin, zur Transformation der Wirtschaft geraten und betrieben haben. Das nennt sich Kapitalismus.

Warum sollen eigentlich russische Oligarchen schlimmer als Oligarchen aus den USA oder aus anderen Ländern sein?

Als das russische Parlament diese Transformation wegen ihrer sozialen Folgen nicht umsetzen wollte, ließ der "Demokrat" nach westlichem Gusto, Jelzin, das Parlament 1993 mit Artillerie beschießen.

Putin hat die Oligarchen nicht geschaffen, er muss mit ihnen nur leben und hat deren politische Ambitionen beschnitten.

Kommentar von atzef ,

Ach ja, die immergleiche große Märchenerzählung vom bösen Boris und Wladi, dem guten Kremelzwerg. :-)

Sie übersieht nur regelmäßig, das Putin ein Produkt Jelzins ist und vom Jelzin-Clan zur Nachfolgeschaft erkoren wurde, um dessen  "erwirtschaftete" Pfründe zu gewährleisten.

Und leider erklärt diese große Märchenerzählung auch nicht, warum der gute Kremelzwerg denn nun mit den Hinterlassenschaften des bösen Boris leben muss. Er hätte hinreichend Zeit gehabt, sie zu korrigieren...

Tatsächlich steht Putin nicht der oligarchischen Kleptokratie gegenüber, die sich in Russland etabliert hat, sondern ist als deren Cheforganisator vielmehr ein Teil derselben.

Es gibt keine "Bedrohung Russlands durch die NATO". Wie bitteschön sollen 4000 Soldaten einschließlich Verwaltung und Logistik eine reale Bedrohung für das größte Land der Erde darstellen? Da berauschst sich einer lediglich am selbst ersonnenen Popanz.

Nicht nur die These von einer vermeintlichen "Einkreisung Russlands" hat Tradition - auch ihre Funktionalität. Damals unter Stalin wie heute diente sie vor allem anderen der inneren Disziplinierung der Bevölkerung und im weiteren annexionistischen imperialen Gelüsten (Kriege gegen Finnland, das Baltikum und der gemeinschaftlich mit den Nazis verabredete Überfall auf Polen damals und heute Annexion der Krim und Krieg gegen die Ostukraine). Damals allerdings erheblich mörderischer als heute.

Was sollen denn die Anrainerstaaten Russlands machen? Sich in Luft auflösen? Die Verfolgung eigener Interessen aufgeben und ihre Köpfe zwischen die Pobacken des Kremelzwergs zwängen? Das sind alles souveräne Staaten, denen der russische Neoimperialismus rein gar nichts vorzuschreiben hat und die auf dessen Vorschriften mit allem nur erdenklichen Recht pfeifen!

Kommentar von PeVau ,

Sie übersieht nur regelmäßig, das Putin ein Produkt Jelzins ist und vom Jelzin-Clan zur Nachfolgeschaft erkoren wurde, um dessen "erwirtschaftete" Pfründe zu gewährleisten.

Diese Bemerkung will drüber hinwegtäuschen, dass die Wirtschaft Russlands und die soziale Lage der Bevölkerung seit Putins erster Präsidentschaft sich in bemerkenswertester Weise verbessert hat. Das hat etwas damit zu tun, dass die politische Macht der Oligarchen gebrochen und Russland die Hoheit über die Ausbeutung und wirtschaftliche Verwertung seiner Bodenschätze zurückbekommen hat. Damit verbunden war auch eine Festigung der russischen Staatlichkeit. Gerade die letzten beiden Punkte sind ein Dorn in den Augen der auf globale Hegemonie bedachten US-Amerikaner und ihrer europäischen Vasallen. Damit hat er mit wesentlichen Punkten des jelzinschen Erbes aufgeräumt.

Natürlich ist diese Entwicklung in Russland unter kapitalistischen Vorzeichen und der damit verbundenen Ungleichverteilung der Reichtümer verbunden gewesen. Das war auch der Deal. Die Oligarchen konnten ihren Reichtum behalten und dafür sollten sie sich nicht mehr in die Politik einmischen und schon gar nicht gegen die Interessen des russischen Staates handeln. Interessanterweise ist der letzte Punkt Gegenstand der westlichen Kritik an Putin. So wird ein Wirtschaftskrimineller wie Chodorkowski, der als solcher sicher nicht der einzige ist, doch einer, der in besonderer Weise als Oligarch sich um den Verkauf russischer Interessen zu seinem persönlichen Vorteil "verdient" gemacht hat, zu einem Freiheitshelden stilisiert und zur Hoffnung des Westens gemacht. Schon alleine dieser Fakt ist bezeichnend.

Auch bezeichnend ist die Kritik am russischen Kapitalismus, die wie jede Kritik am Kapitalismus mehr als berechtigt ist, aber aus dem Munde US-amerikanischer und westeuropäischer Kapitalisten und anderer Kapitalismusapologeten doch ein ziemliches Geschmäckle hat. Als ob denen an der Lage der arbeitenden Bevölkerung in Russland gelegen wäre.

In diesem Zusammenhang drängt sich geradezu die Parallele zur "Kapitalismuskritik" der deutschen Faschisten auf, die in "schaffendes" deutsches und "raffendes" jüdisches Kapital unterscheiden wollten. Nur dieses mal ist es eben der "gute westliche Kapitalismus" gegen den "bösen russischen Kapitalismus".

Darin schwingt auch ein ein unerträglicher Kultur- und Moralchauvinismus von westlicher Seite mit, der die Ideologie zur Begründung angemaßter Führerschaft in der Welt samt ihrer Durchsetzung mit allen Mitteln liefert.

Es gibt keine "Bedrohung Russlands durch die NATO"

Selbstverständlich gibt es diese Bedrohung.

Das ist den publizierten Überlegungen westlicher Think-Tanks zu entnehmen, die öffentlich über ein Zerschlagung Russlands und Aufteilung in kleinere beherrschbare Einheiten nachdenken. Das ist daran zu sehen, dass nicht Russland, sondern die NATO und ihre Führungsmacht, die USA, Russland mit einem Netz von Militärstützpunkten einkreisen. Dass das keine These, sondern realität ist, wird deutlich, wenn du dir mal eine Karte mit den US-Stützpunkten weltweit zu Gemüte führst. In diesen Stützpunkten sind übrigens mehr als 4.000 Soldaten stationiert. Über den strategischen Vorteil, seine Atomraketen bis auf wenige hundert Kilometer an russische Großstädte und Industriezentren heranbringen zu können, muss ich mich nicht weiter auslassen.

Das ist daran zu sehen,dass nicht Russland sein Territorium an die Grenzen der NATO gebracht hat, sondern die NATO sich bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt hat und damit elementare russische Sicherheitsinteressen bedroht. Das Narrativ von den geängstigten osteuropäischen Staaten, die sich unter den Schutz der NATO geflüchtet haben, mag bei simplen Gemütern verfangen.

Als Russland die Zusicherung bekam, dass die NATO als Gegenleistung für den Verbleib Gesamtdeutschlands in der NATO ihren Einflussbereich keinen Inch weiter in Richtung Russland ausdehnen wird, war das auch eine Anerkennung der russischen Sicherheitsinteressen. Bereits 1997, da war von Putin noch keine Rede, wurden Polen, Tschechien und Ungarn Beitrittsverhandlungen angeboten. 1999 wurden diese Länder aufgenommen. 2002 lud die NATO die Länder Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien zu Beitrittsgesprächen ein, die dann 2004 auch aufgenommen wurden.

Kommentar von PeVau ,

(Fortsetzung)

Das war über zehn Jahre vor den Ereignissen in der Ukraine. Gleichzeitig installierten die USA in Georgien ihre Marionette Saakaschwili, der 2008 den Kaukasuskrieg vom Zaun brach und
unternahmen mit der Initiierung und Unterstützung der Orangenen
Revolution in der Ukraine den ersten Versuch dieses Land gegen Russland in Stellung zu bringen. Der Versuch, diese beiden Länder 2008 in die NATO aufzunehmen scheiterte noch am Widerstand Frankreichs und Deutschlands, die damals noch verstanden, wie sehr damit russische Sicherheitsinteressen bedroht wären.

Selbst wenn Regierungen anderer Länder um Aufnahme bitten, heißt das ja noch lange nicht, dass man dieser Bitte auch nachkommen muss. Tatsächlich sind aber diese Regierungen eingeladen worden, der NATO beizutreten. Ich erspare mir an dieser Stelle, mich über die personelle Zusammensetzung der osteuropäischen Regierungen und deren Beziehungen und Abhängigkeiten zu den USA auszulassen.

Das wird auch an den wirtschaftlichen Interessen des Westens deutlich, deren Verteidigung bzw. Durchsetzung Niederschlag in den "Sicherheits"- besser wäre Kriegsdoktrinen der westliche Akteure findet. Lies dir mal das derzeitige Weißbuch der Bundeswehr und den Entwurf des neuen durch, vor allem die Passagen, in denen es um die Sicherung des freien Handels und den freien Zugang zu
Rohstoffen geht. Nur mal so zur Erinnerung, drei Viertel aller seltenen
Erden, die unabdingbar für alle modernen Schlüsselindustrien sind,
liegen in Russland und China.

Es war die USA, die den ABM-Vertrag 2001 kündigten, um ihr gegen Russland gerichtetes Raketenabwehrsystem installieren zu können. Und es war Barrack Obama, der 2014 im Mai in West Point und im Oktober in Brisbane den Führungsanspruch der USA auch für das 21. Jahrhundert postulierte und betonte, diesen Führungsanspruch
mit allen Mitteln durchsetzen zu wollen.

... weiteren annexionistischen imperialen Gelüsten (Kriege gegen Finnland, das Baltikum und der gemeinschaftlich mit den Nazis verabredete Überfall auf Polen damals und heute Annexion der Krim und Krieg gegen die Ostukraine)

Wiedermal die typische Geschichtsklitterung, mit der diese Ereignisse aus ihrem historischen Zusammenhang gelöst, diese verkürzt und bewusst falsch dargestellt werden. An anderer Stelle dazu gerne mehr.

Falls es dir entgangen sein sollte, der Krieg in der Ostukraine wurde von den Schützlingen des Westens begonnen, die in Kiew geputscht hatten und ihre Macht nun auf den Osten des Landes, der den Putsch nicht unterstützte, ausweiten wollte. Das sich dazu des rechten Bodensatzes bedient wurde und bis heute wird, scheint ja nicht weiter zu stören.

Und die Krim ...
Das Thema ist ausgelutscht, vor allem aber ist es erledigt. Die dortige Bevölkerung hat sich entschieden und von ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch gemacht. Dort ist man heilfroh, zu Russland und nicht mehr zur Ukraine zu gehören. Wer die Sezession der Krim kritisiert, kann die Sezession des Kosovo nicht gutheißen.

Kommentar von atzef ,

Ich bestreite nicht, dass sich die soziale und ökonomische Lage zu Beginn des neuen Milleniums verbessert hat. Das mag meinetwegen auch ein Verdienst Putins sein, basiert im Wesentlichen aber auf dem erweiterten wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum, den drastisch steigende Weltmarktpreise für Rohstoffe, insbesondere Erdöl und gas mit sich brachten.

Ferner ändert das nichts an der Inthroniserung Putins durch eben jenen geschuhriegelten Jelzin. Wenn wiederum Jelzin eine Marionette der USA war, was ist dann eigentlich Putin...?

Solche bizarren Widersprüche fechten natürlich niemanden an, der im Umgang mitihen durch die harte Schule der Schönschwafelei stalinistischer Verbrechen gegangen ist.

Bezeichnend auch, wie du sozialökonomische und politische Konflikte in nationale Interessen aufrührst und Putin umstandslos mit diesen Interessen in eins setzt. :-) Anders formuiert: Wie du das Nachdenken über Alternativen zum Kapitalismus temporär suspendierst, wenn es um nationale russische Interessen und ihren Lordsiegelbewahrer geht. Offenbar ein traditionell eingeübter Reflex, du dem dann auch dieses ganze instrmentalistische Amerika-Bashing glänzend passt.

Chodorkowski hat sich den Unmut der herrschenden Clique um Putin zugezogen, weil er politisch opponiert hat. Das ganze Verahren gegen ihn, die ganze Anklagekonstruktion bricht so ziemlich jeden rechtsstaatlichen Maßstab und ist leicht zu ergoogeln.

Die NATO dehnt sich ansonsten aus, weil es die souveräne Entscheidung souveräner Staaten ist, der NATO beitreten zu wollen. Das, was die Kremelführung als "russische Sicherheitsinteressen" imaginiert, sind alberne Anklänge an den Sowjet- und Kominternimperialismus, der alles und jeden den jeweiligen "russischen Interessen" subordinierte. Für jemanden, der in die Unterwürfigkeit unter diese Interessen traditionell eingeübt ist, mag es frevelhaft erscheinen, dass sich andere Völker dem widersetzen. Nur ändert das nichts. :-)

Die Ostukraine und Krim sind thematisch ausgelutscht, richtig. Solange sich die russische Seite da nicht zivilisiert bewegt, wird sich auch am Status Quo nichts ändern.

Kommentar von PeVau ,

Ferner ändert das nichts an der Inthroniserung Putins durch eben jenen geschuhriegelten Jelzin. Wenn wiederum Jelzin eine Marionette der USA war, was ist dann eigentlich Putin...?

Solche bizarren Widersprüche fechten natürlich niemanden an, der im Umgang mitihen durch die harte Schule der Schönschwafelei stalinistischer Verbrechen gegangen ist.

Dass Putin durch Jelzins Berater Beresowski ins Spiel gebracht wurde, wird Beresowski bis an sein Lebensende bereut haben. Putin war ganz einfach nicht der, für den ihn Beresowski und andere Oligarchen hielten, nämlich eine Marionette, den sie nach Belieben tanzen lassen könnten. Du konstruierst hier einen Widerspruch, wo keiner ist.

Stalinistische Verbrechen sind das eine, die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges ist etwas anderes. Diese Vorgeschichte konsequent auszublenden und den "Hitler-Stalin-Pakt" als quasi vom vom Himmel gefallene Übereinkunft zweier räuberischer Diktatoren darzustellen, ist einfach nur Geschichtsrevisionismus.

Bezeichnend auch, wie du sozialökonomische und politische Konflikte in nationale Interessen aufrührst und Putin umstandslos mit diesen Interessen in eins setzt. :-)

Bezeichnend, wie du der Meinung bist, der unter Jelzin faktische Status Russlands als Halbkolonie des Westens, sei besser für Russland.

Da wir schon bei eingeübten Reflexen sind. Antirussische Ressentiments, Doppelstandards und Chauvinismus in Verbindung mit quasireligiöser Verklärung des US-amerikanischen Imperialismus gehören wohl eher in die Kategorie der Denkverweigerung. Ich wiederhole deshalb:

Auch bezeichnend ist die Kritik am russischen Kapitalismus, die wie jede Kritik am Kapitalismus mehr als berechtigt ist, aber aus dem Munde US-amerikanischer und westeuropäischer Kapitalisten und anderer Kapitalismusapologeten doch ein ziemliches Geschmäckle hat. Als ob denen an der Lage der arbeitenden Bevölkerung in Russland gelegen wäre.

In diesem Zusammenhang drängt sich geradezu die Parallele zur "Kapitalismuskritik" der deutschen Faschisten auf, die in "schaffendes" deutsches und "raffendes" jüdisches Kapital unterscheiden wollten. Nur dieses mal ist es eben der "gute westliche Kapitalismus" gegen den "bösen russischen Kapitalismus".

Darin schwingt auch ein ein unerträglicher Kultur- und Moralchauvinismus von westlicher Seite mit, der die Ideologie zur Begründung angemaßter Führerschaft in der Welt samt ihrer Durchsetzung mit allen Mitteln liefert

Kommentar von zetra ,

Dieser User hängt auch an meinen Antworten wie eine Klette. Seine unflätigen Antworten suggerieren, dass er angesetzt ist und als Lohnschreiber gelten kann. -atzef-

Kommentar von atzef ,

Sooo kritisch würde ich PeVau auch wieder nicht sehen...:-)

Kommentar von zetra ,

Die Packung von PeVau reicht dir wohl noch nicht?

Kommentar von atzef ,

Problemignorante Apologetik neoimperialistischer Machtansprüche nennst du eine "Packung"? Meinetwegen. :-)

Und? Was hätte ich denn nach deinem diffamierenden und beleidigenden Denunziationsversuch als "Lohnschreiber" von einem Russenfanboy wie dir noch zu erwarten...? :-)

Kommentar von zetra ,

Wer der Kanonen-Politik der Nato das Wort redet ist für mich ein gefährlicher Mann. Mehr Waffen haben noch nie mehr Sicherheit gebracht. Siehe das kleine Beispiel USA.

Da wir uns ja nicht näher kommen(können), hatte ich ja schon mal gesagt, du bist für mich kein Ansprechpartner mehr. Solltest du eventuell einmal zivilisierter auftreten, könnten wir es ja noch einmal versuchen.

Ich wollte dir auch damit die Diplomatie noch einmal näher bringen.

Antwort
von FetigePomes, 7

Was im Spiegel steht ist sowieso völliger Bullshit.

Russland wird immer mehr von der Nato provoziert, weil diese Truppen und Raketenbasen in Osteuropa stationieren.

Es wurde ja auch vereinbart die EU oder die Nato nicht nach Osten auszudehnen, doch genau  das passiert jetzt und ehemalige Staaten der UdSSR wenden sich gegen Russland

Antwort
von AssassineConno2, 58

Das Böse Russland ist umstellt von den NATO-Kriegstreibern und schlürft in seinem eigenen Land aggressiv seinen Tee...also irgendetwas ist mit dir echt falsch Junge. Der einzige der hier provozierr ist die NATO und die US-Spaten.

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