Indigo am 21.11.2008 um 7:18 Uhr
In den letzten Jahren ist es auffällig geworden, das immer mehr Menschen ihr einziges Mittel um gewissenlose Politikern einen Denkzettel zu verpassen, nicht nutzen und politischen Wahlen fernbleiben. Mich würde interessieren welche Gründe da vor liegen ?

In der Politik wir soviel Schei... gemacht da kann einem das vergehen

denn wer nicht wählt,darf auch nicht mitreden ;-)
Artica am 21. November 2008 07:25 DH
strick4a am 21. November 2008 07:46 Meinungen dieser Art sind mit ein Grund, weshalb ich nicht mehr wähle....
Indigo am 21. November 2008 09:09 Nun gut diesen Grund habe ich jetzt nicht in der Umfrage. Aber ist das nicht viel eher eine Ausrede ? Von deiner nicht abgegebenen Stimme profitieren immer nur die grossen Parteien ! Wenn du die so unterstützen möchtest ist das ok.
PepsiMaster am 21. November 2008 12:24 Absolut richtig! das schlimme ist nur, dass die Nichtwähler oft am meisten meckern... und das steht ihnen nicht zu!
Auf die Wahl baut die Demokratie auf, deshalb sollte sich jeder daran beteiligen, damit eine offene Diskussion entstehen kann. Nur damit kann sich das ganze System stetig weiterentwickeln.
Indigo am 21. November 2008 13:04 meckern darf jeder, nur so kann man ja vielleicht helfen,.. wenn die Nichtwähler alle still sind wäre es schlimmer
Wenn man sich das deutsche Wahlrecht genau ansieht muß man erkennen das es bei der Gründung der BRD so aufgebaut und später von den Herrschenden so verfeinert wurde das es die bei der Gründung vorhandenen Parteien überdurchschnittlich fördert um deren Macht zu sichern. Jede Opposition wird benachteiligt oder unterdrückt. Dazu kommt die Fähigkeit der großen Parteien, neue Parteien zu unterwandern, zu diskreditieren evtl. zu verbieten. Außerdem zeichnet sich unser Wahlrecht dadurch aus das in ihm keine wahre Volksabstimmung vorgesehen ist. Der Glaube das man mit der Wahl jemanden seines Vertrauens wählt, scheitert spätestens daran das die Hälfte der Volksvertreter nicht direkt gewählt wird, sondern auf den Listen der Parteien stehen. Wir können ja nicht mal unseren Bundeskanzler wählen, und die größte Farce ist die Wahl unseres Staatsoberhauptes. Das Alles stößt viele Menschen ab, und sie gehen erst gar nicht zur Wahl.

Jeder hat das Recht zu wählen, aber auch das Recht daheim zu bleiben. Es ist aber fraglich wohin sich eine Demokratie entwickelt, wenn die Wahlbeteiligung nur noch bei 30% liegt (z.B. bei der Europawahl). Es ist traurig, wenn die gewählten Politiker nur 30% der Gesamtbevölkerung widerspiegeln.
Es ist auch schlimm, dass so viele Leute nicht wählen gehen, sich dann aber später über alles beschweren. Das steht eigentlich nur den Leuten zu, die auch abgestimmt haben.

Idiotes nannte man in Griechenland Leute, die weder wählen durften noch zur Ausübung eines staatlichen Amtes zugelassen waren. Heute bedarf es der Schaffung einer solchen Menschenkategorie nicht, weil es von Idioten wimmelt, die ihre staatsbürgerlichen Rechte freiwillig nicht ausüben.

Mein Problem ist, daß ich von KEINER Partei überzeugt bin! Und wenn ich mich doch für eine entscheide, dann stört mich, daß sich diese Partei mit anderen Parteien, die ich NICHT gewählt habe, zusammenschließt! Keine Partei schafft es mehr, die absolute Mehrheit zu erreichen. Und dann ist alles "Wischi-Waschi". Machtkämfe u. Postengerangel gehen vor Richtlinien. Sorry,meine Meinung!
Indigo am 21. November 2008 08:45 Nun das ist dann ja gar nicht so schwer.
Gefällt dir insgesamt die jetzige Politik kannst du die Partei wählen die deiner Meinung nach die bessere Politik macht. Gefällt dir nicht die Politik, sondern die der Opposition kannst du da was wählen. Gefällt dir auch da nichts gibt es noch 30 andere Parteien, denen du deine Stimme geben kannst. So wird dann die Partei die du gar nicht magst, nicht durch eine nicht abgegebene Stimme stärker.
Siehe Beispiel Bayern, wo die Freien Wähler grosse Gewinne gemacht haben, weil man der Politik von CSU nicht mehr traut und SPD da nichts neues zutraut. Also alles ist möglich !
ansonsten kein mitsprache recht !!!

man kann immer noch das kleinere Übel wählen

Vielen Menschen ist es unbequem zich ins Wahllokal zu begeben, bleiben lieber vor der Glotze hocken und abends sagen sie dann " die Bloeden haben gewonnen"

Nur, wenn ich wählen gehe, kann ich etwas bewegen und vielleicht ändern und habe auch ein Anrecht über evtl. Mißstände zu meckern. Wer nicht wählt, sollte lieber den Mund halten, weil genau seine Stimme möglicherweise etwas bewegt bzw. geändert haben könnte.

Und zwar trotz allem.
Wenn man das Auftreten und die Programme der großen Parteien betrachtet, kann man nach reiflicher Überlegung durchaus zu dem Schluß kommen, dass es einerlei wäre, wen man da wählen würde.
Wenn einem auch das Auftreten und die Programme der kleineren Parteien und der Splitterparteien nicht zusagen - dann bleibt einem nur eine Wahl: Nichtwählen.
Wenn man dann zu der großen Masse der Nichwähler gehört, muß man sich von den beleidigten Leberwürschten (Entschuldigung, vielleicht war es ja gar nicht die Absicht des Nichtwählers zu beleidigen) als desinteressierten Undemokrat diffamieren lassen, der lieber zu Hause vor der Glotze hockt.
... aber ich habe doch gar keine Färnsehär ...
Die Wahlpflicht ist Kennzeichen einer Diktatur. Wer Menchen per Gesetz zur Wahlbeteiligung zwingen, oder sie durch Diffamierung und Beleidigung nötigen will, verhält sich zutiefst undemokratisch - ist Feind unserer demokratischen Grundordnung.
Ein Bundestagsabgeordnneter, der zu einer Sitzung nicht erscheint (was ja wohl die Regel ist) bei der eine Abstimmung stattindet, muß sich die Frage gefallen lassen, ob er da seine Diäten zurecht verdient. Ein Bundestagsabgeordenter der zu einer Sitzung erscheint und sich der Stimme, aus welchen Gründen auch immer enthält, wird man kaum einen Vorwurf machen - er hat eine Gewissensentscheidung getroffen.
Und von eben diesen sollen wir uns anpöbeln lassen ?
Indigo am 21. Dezember 2008 04:28 Hmmm,... das klingt ziemlich verbiestert. Wer pöbelt denn ?
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Eine Wahlpflicht gibt es gar nicht. Nur ein Wahlrecht. Viel Demokratie haben die Bürger nicht in Deutschland. Im Gegensatz zur Schweiz z.B.
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Wenn jemand nicht wählt unterstützt er rein rechnerisch die grossen Parteien. Wenn das jemand für ok hält, muss er natürlich nicht zur Wahl gehen.
nicht wählen, weil ich erkannt habe, dass Wahlen nichts ändern werden. Wer glaubt , dass Wahlen etwas ändern braucht nur genauer hinschauen und dann erkennt man das.
Indigo am 21. Dezember 2008 04:22 13 Millionen Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl. Niemals kamen die grossen Parteien leichter an die Mandate.
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Was sagst du den zu den grossen Gewinnen der freien Wähler in Bayern ?

Ich weiß, das is ne Ausrede, was is wenn jeder so denkt, aber bei der Letzten Wahle dachte ich leider so.
Indigo am 21. November 2008 09:47 du bist ja nicht alleine mit deiner Meinung,.. schade ist nur wenn viele hunderttausende so denken, denn die haben die Macht alles zu verändern.
Die Nichtwähler waren bei der letzten Bundestagswahl so viele,(13.797.168) das sie jeder Bundestagspartei zu der absoluten Mehrheit hätten verhelfen könnten !
djfreiflug am 21. November 2008 10:02 Ja, aber welcher Partei will ich zu einer absoluten Mehrheit verhelfen? Welcher denn ...
Indigo am 21. November 2008 10:14 Das kommt auf dich selber an, du hast die Macht Luke,... ups..... Alle Wahlprogramme aller Parteien findest du im Internet.

Indigo am 21. November 2008 09:32 Nun die Frage ist einfach. Ich entnehme deinem Profil das du aus Bayern bist. Dann musst du dir nur klarmachen ob alles in Ordnung ist, dann musst du die CSU weiter wählen. Wenn du findest das die Politik schlecht ist dann musst du etwas anderes wählen. So schwer ist das gar nicht. Im Internet findest du zu allen Parteien die Wahlprogramme, wofür sich die Parteien stark machen. In der Tageszeitung und im Fernsehen kannst du lesen und hören in weit das Wahlprogramm auch umgesetzt wird.

Weil die Politik heutzutage so wenig mit seiner eigentlichen Bedeutung zu tun hat wie ein Apfel mit ner Untergrundbahn.

Weil mir vollkommen schnuppe ist, welche Partei mich über den Tisch zieht.

Maximus40 am 21. November 2008 07:40 Und wie erklärst Du Deinen Kindern Demokratie?

Aber ich enthalte mich meistens. Ich finde, Zeitungsleute sollten neutral sein.
Maximus40 am 21. November 2008 07:36 Du gehst aber nicht im Namen Deiner Zeitung wählen, sondern als deutscher Bundesbürger!
Kristall08 am 21. November 2008 07:39 Aber wenn ich mich für jemanden entschiede, würde das auch meine Berichterstattung beeinflussen. Persönliche Meinung von objektiver Berichterstattung zu trennen ist eh schwierig. So "schlage" ich mich auf niemandes Seite.
Maximus40 am 21. November 2008 08:11 Also bist Du auch jemand, die Beruf und Privat nicht trennen kann smile. Kann Deiner Argumentation aber folgen! :-) Wie sehen das Deine Arbeitskollegen?
Kristall08 am 21. November 2008 10:17 In meiner Redaktion alle unpolitisch. Auf dem Lande sind die Kontakte da auch einfach zu eng, weil man sich ständig trifft.
In der Hauptredaktion hat man eine Meinung, aber die dürfen das. ;-) Das macht das Profil der Zeitung aus.

Zur Demokratie stehen, heißt auch wählen zu gehen. Wer nicht wählt, wählt rechts!
KleineFrage am 21. November 2008 07:55 Wie kommst du denn auf die Idee?
Maximus40 am 21. November 2008 08:11 Wenn die demokratischen Wähler nicht wählen gehen, fehlen den demokratischen Parteien die Stimmen. Glaub mir, die Wähler von rechten Parteien gehen wählen!
Indigo am 21. November 2008 09:22 Dem muss ich leider widersprechen. Rein rechnerisch gewinnen nur die grossen Parteien wenn Stimmen nicht abgegeben werden.
Nur bei sehr hohen Nichtwähleranteilen könnte es dazu führen, das wenige Stimmern reichen können das rechtsextreme Parteien in den Bundestag einziehe können und über die 5 % Hürde kommen. Aber dann würden die grossen Parteien trotzdem noch profitieren, da sie grössere Anteile der Nichtwählerstimmen bekommen würden. Denn bei der Sitzverteilung geht man immer von 100% der gültigen Stimmen aus und nicht von 100% der gesamten Wähler ! Wobei dann noch alles unter 5 % rausfällt und wieder auf die grossen Parteien (über 5%) verteilt wird.

Was hat Kapitalismus mit Demokratie zu tun? Was hat Lobbyismus mit Demokratie zu tun? Was hat indirekte Demokratie mit dem Willen des Volkes zu tun?

Ich bin es seit längerer Zeit sehr leid, meine Restenergie mit Gedanken an kriminelle Vereinigungen zu vergeuden, mein nächster Gang zur Urne findet auf dem Friedhof statt....
Indigo am 21. November 2008 09:26 Das finde ich persönlich sehr schade. Was hältst du von den freien Wählern, die in Bayern riesige Gewinne erzielt haben und für mehr Demokratie stehen ?
strick4a am 21. November 2008 09:34 Deine Worte in Gottes Ohr, aber als ehemalig "Aktiver" in der Komunalpolitik gibt es für mich nur noch Vereinsmeierei..., mit der Folgestufe zur Wahrung eigener Interessen...
Indigo am 21. November 2008 10:16 Das habe ich mir schon so gedacht, von daher müsste dir das mit den freien Wählern doch gefallen.

auch wenn es nicht viel bringt,kommt immer anders wie man es möchte!
Die Politiker dürfen nur soviel Schei... machen weil man keinen anderen wählen geht.
Über 13 Millionen Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl. Nichtwähler die sich vielleicht sagen, sollen die doch machen was sie wollen.
Und siehe da sie machen was sie wollen ;-)