Frage von PhilBerner, 32

Warum nutzt Arya keine Magie in Farthen Dur?

Hallo, ich habe eine Frage zum Fantasy-Bestseller "Eragon - das Vermächtnis der Drachenreiter". Die deutsche Erstauflage erschien 2004.

Meine Frage richtet sich an Kenner der Bücher. Arya ist zweifellos eine der mächtigsten Elfen und verfügt auch bei der Schlacht von Farthen Dur über beträchtliche Fähigkeiten. Es steht nirgendwo etwas von Urgal-Magiern...warum also dringt sie nicht geschlossen in die Köpfe der Ungeheuer ein und vernichtet alle mit einem der zwölf Todesworte? Durza war natürlich da, aber im zweiten Teil wird diese Möglichkeit der Massenvernichtung plötzlich typisch. In Farthen Dur war auch lediglich von einem Zauber die Rede, der sis Urgal-Clans vereint. Gleiches gilt für Angela, die müsste das doch auch können mit den Todesworten.

Ich habe das Internet schon durchforstet, finde aber keine plausible Erklärung dafür, warum man es sich nicht so einfach macht. Ist Autor Paolini diese Idee erst im zweiten Buch gekommen?

Über Aufklärung oder Hinweise freue ich mich. Danke!

Antwort
von regex9, 10

Viele Ideen kommen den Autoren erst später, so scheint es. Bestes Beispiel ist Harry Potter. In den ersten Teilen müssen Zauber noch ausgesprochen werden und bestimmte andere Zauber werden auch erst in späteren Büchern zur Alltäglichkeit.

Zu Eragorn:

Ich muss gestehen, dass es schon einige Jahre zurückliegt, dass ich Eragorn gelesen habe. Doch ich kann mich daran erinnern, dass Zauber den Charakteren oft sehr viel Kraft gekostet haben und sie sich ebenso auf die Ziele direkt fokusieren mussten. Die Örtlichkeit könnte daher ungünstig gewesen sein, alle Gegner vernünftig anzuvisieren und überhaupt - es wäre langweilig. Wo bleibt die Spannung in einer Geschichte, wenn irgendein Charakter immer schon den Master Key hat, um sämtliche Probleme zu lösen? Zahlreiche Beispiele gibt es in anderen Geschichten. Gandalf in Herr der Ringe bspw. setzt seine Kraft nur sparsam ein - er handelt sogar unter dieser Vorgabe, die ihm seine Herren gaben. Ein weiterer Aspekt ist die Humanität und Frage einer Verantwortung. Die Macht andere zu töten sollte nicht bedeuten, dass man es gleich immer in Erwägung zieht. (Es könnte ja sein, dass sich der Gegner doch noch ergibt oder flieht?) Die Akteure haben trotz ihrer anderen Wesensart (Elf, Drache, Zwerg, ...) immer noch eine Art humanen Charakter, die wir Menschen (Leser und Autor) ihnen geben. Auch wenn dieser Aspekt oft nicht behandelt wird - die Figuren müssen damit leben, Mörder zu sein. Tief im Inneren gibt es deswegen vielleicht ein Zaudern? Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass Eragorn mit seinen ersten Opfern große Probleme hatte.

Kommentar von PhilBerner ,

Klingt plausibel, zumindest im ethischen Sinne. Ich schätze, es liegt an der Entwicklung des Autors im zweiten Buch - er hat es sich wohl schlichtweg erst dann ausgedacht. Auch ein Grund, warum das erste Buch nach wie vor das beste ist. Lieben Dank :)

Antwort
von Lukas2706, 13

Hallo, ich kann in meiner Antwort nur für mich sprechen. Aber ich habe mir das so erklärt: Durza stand unter Galbatorix' Befehl, bzw war auf seiner Seite. Dadurch dass viele Leute auf seiner Seite Schutzzauber erhalten haben, die sie schützen, könnte arya oder auch Angela einfach Angst gehabt haben Magie einzusetzen und damit hohe Risiken einzugehen. 

 Ich weiß nicht ob dir das hilft, aber für mich wäre das logisch :)
Mfg

Kommentar von PhilBerner ,

Hi :)

Lieben Dank für deine Antwort. Ich hab schon vermutet, dass es ein Thema ist, das schlicht zu dem Zeitpunkt noch nicht bedacht wurde bzw. erst später entstanden ist. Ich hatte nur gehofft, dass es Vllt doch Spezialisten gibt, die noch nach am Thema sind. Logisch klingt deine Möglichkeit. Auf den brennenden Steppen sind die Magier aber auch dabei und wütern kräftig in den Köpfen der Gegner. Hier hätte Galbatorix genauso unterstützend eingreifen können. Es bleibt Raum für Interpretation - ist ja auch mal was schönes :)

Antwort
von Tarsia, 9

Hey :)

Erstmal: diese todesworte kosten sehr viel Kraft für denjenigen, der sie einsetzt. Außerdem meine ich mich zu erinnern, dass diese Worte auch nicht jedem bekannt sind. Zu Angela: soweit ich weiß, ist sie kein Magiebegabter. Sie beherrscht zwar die alte Sprache, aber Magie wirken kann sie nicht. Nur über ihre Kräuter :)

Kommentar von PhilBerner ,

Hey :)
Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich bin mir allerdings zu 100% sicher, dass Oromis im 2. Buch sogar erklärt, dass diese Worte eben nicht anstrengend sind. Da beispielsweise minimale Prozesse in Gang gesetzt werden (bspw. Adern im Hirn platzen.) Ich fürchte daher, dass es bei einem unbefriedigenden Ergebnis bleiben wird. Der Autor ist vermutlich erst später auf diese radikale Idee gekommen :)

Zu Angela hast du natürlich recht - nun erschlägt es mich auch wieder. Sie ist ja sowieso ein sehr mysterienumwogener Charakter.

Ganz lieben Dank :)

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