Frage von wertzugistegal, 90

warum nie koalitionen mit afd in landtagen?

warum nicht? selbst dann nicht wenns rechnerisch reichen würde

Antwort
von berkersheim, 8

Ganz unabhängig davon, welche Progammatik die Parteien - angeblich 
(wenn man das Gedruckte glaubt und ihre faktische Politik nicht zur Gegenprobe nimmt) - haben, sind Parteien auch Teilnehmer eines politisch-ökonomischen Klüngels. Wenn irgend möglich, sollen hinzugekommene Neulinge aus der Verteilung von Geldern und Ämtern herausgehalten werden. Die Vorstellung, dass die AfD durch eine Koalition aufgewertet und zum Dauergast im politischen Karussell würde, wird solange hintertrieben, bis der Wähler den Parteien einen Strich durch die Rechnung macht. Das hat man auch anfangs mit den GRÜNEN versucht. Was waren das noch schöne Zeiten, als nur CDU und SPD und evtl. noch FDP die Generaldirektorenpöstchen an ihre Klientel vergeben haben.

Die Internas der Parteien kennen die Wähler ja gar nicht. Da geht es immer um viel, viel Geld, das man sich aus den Staatskassen auf trickreichen Wegen in die eigene Tasche schiebt. Wenn eine Partei wie die SPD in den Wahlen stimmenmäßig abschmiert, dann fließen viele EURO weniger und da muss man wieder über die Ministerien und andere Wege viele Gutachten an parteigebundene unabhängige Institute geben, die dann wieder eine ordentliche Spende davon abzweigen. (Herr Steinbrück war doch ein lehrreiches Beispiel!) Was ahnen die Bürger davon, wie sie belogen werden. Wenn aber die AfD sich als drittstärkste Kraft mausert und diese Position halten kann, ist es mit der Einseitigkeit nicht mehr so einfach. Die Staatsmedien verlieren doch jetzt schon jede Glaubwürdigkeit.

Letztlich können die Medien schreiben, was sie wollen. Sie schieben damit die Probleme - wie die nach Europa geschütteten Milliarden - nur auf, sie beseitigen sie nicht. Die Realität allerdings, die die Bürger persönlich bedrückend erleben, die sich mit der Schönfärberei des Regierungsblocks nicht mehr retuschieren lässt, macht die AfD stark und raubt den Berliner Blockparteien und ihren Blockflöten jede Glaubwürdigkeit. Mal gespannt, was geschieht, wenn CDU/CSU inclusive über 60% nicht Links wählen und durch Verweigerung der CDU ein Linksbündnis die gegenläufige Mehrheit dominieren will. Aber das ist noch Zukunftsmusik - wiewohl, wer weiß, wie schnell uns die Probleme auf den Leib rücken.

Antwort
von gfchristian, 15

Eine interessante Frage, die sich jenseits des politischen Signals nach außen, wie in den bisherigen Antworten skizziert, aber auch aus koalitionsarithmetischen Gründen erklären lässt: In der Regel ist das Ziel einer Koalition, eine möglichst stabile, handlungsfähige Regierung zu bilden. Stabile Regierungen kommen dann zustande, wenn es inhaltlich viele Übereinstimmungen gibt und umgekehrt: wenn es wenig strittige Themen zwischen den koalierenden Parteien gibt. Beurteilt man die politische Agenda der AfD auf einer Links-Rechts-Achse, dann dürfte unstrittig sein, dass sie sich rechts von der CDU positioniert. Für Koalitionsverhandlungen sollte also theoretisch die größtmögliche Übereinstimmung mit der Union vorhanden sein, da (gemessen nach Links-Rechts) alle anderen Parteien weiter links anzusiedeln sind und damit inhaltlich weniger übereinstimmen. Tendenziell würde ich die AfD als Single-Issue-Partei bezeichnen, d.h. als Partei, die sich vorwiegend um ein Thema (= Flüchtlingspolitik) positioniert. Und interessanterweise ist bei diesem Thema die Übereinstimmung der AfD mit der CDU unter Merkel sehr gering. Denn anders als man es normalerweise in der Union erwarten würde, steht Merkel ja bisher für eine liberale, fast schon "linke" Flüchtlingspolitik. Da es auch auf anderen Politikfeldern, wie z.B. bei der Europa-Politik (über die sich die AfD ja in der Vergangenheit stärker positioniert hatte) wenig Übereinstimmung zwischen Union und AfD geben sollte, diese Übereinstimmung bei den übrigen Parteien (Grüne, SPD, Linke und z.T. FDP) tendenziell noch geringer sein sollte, dürften wir also eine Koalition mit der AfD in absehbarer Zeit nicht erwarten.

Antwort
von Interesierter, 22

Nun, würdest du als CDU oder SPD mit der AFD zusammen regieren wollen? Ich persönlich würde das nicht wollen.

Weiter würden viele Wähler eine Partei, die mit der AFD sympathisiert, generell nicht wählen.

Daher wird von praktisch allen Parteien eine Koalition mit der AFD kategorisch ausgeschlossen.

Als Wähler solltest du dir immer die Frage stellen, ob die AFD es unterm Strich besser machen würde oder nicht.

Antwort
von archibaldesel, 21

Wer sollte denn mit der AfD koalieren?

Unabhängig davon, dass potenzielle Regierungsparteien mit der AfD nicht koalieren wollten, hatte Gauland auch jede mögliche Koalition nach der Wahl in MV grunsätzlich abgelehnt.

Das blöde an Regierungskoalitionen ist ja, dass man dann an seinen Versprechen gemessen werden kann. In der Opposition kann man ja immer schön meckern und fordern. Man muss ja nichts umsetzten.

Antwort
von uncledolan, 39

Diese Abgrenzung ist demonstrativ, also hat das Ziel, offen zur Schau zu stellen, dass man die AfD ablehnt, was die allermeisten Nicht-AfD-Wähler für richtig und wichtig halten. Die Menschen wollen sicher wissen, dass ihre Stimme NICHT in einer teilweisen AfD-Regierung landet.

Antwort
von Iflar, 20

Die AfD ist

a) regierungsunfähig, da sie in vielerlei Hinsicht zerstritten oder verfassungswidrig ist

b) kein geeigneter Koalitionspartner für die alten Parteien, da kein Nicht-AfD-Wähler eine Regierung mit der AfD unterstützen will

c) in Landtagen mit ihren politischen Zielen ohnehin an falscher Stelle, da auf Landesebene die geforderten Änderung gar nicht vorgenommen werden können.

Antwort
von tryanswer, 24

Die Frage ist doch zunächst einmal, würde die AfD das überhaupt wollen - z.Z. lebt sie doch (einzig allein) von der Legende, sie sei die große Alternative zu den etablierten Parteien.

Antwort
von Schnoofy, 41

Weil die Ziele der AFD nicht mit denen einer demokratischen und die Menschenrechte achtenden Partei kompatibel sind.

Antwort
von Kugelflitz, 53

Niemand mag die AfD zu behaupten wäre genau so, wie die Anhänger behaupten, dass wir alle einen Umbruch nach rechts wollen. Also wie kann man das besser formulieren?

Die Vorstellungen und Forderungen der AfD gehen mit dem deutschen Grundgesetz nicht konform. Sie wollen keine Meinungsfreiheit, es sei denn, es entspricht ihrer Meinung und das Recht auf ein würdevolles Leben haben laut AfD auch nur Ausgewählte. Die Ansichten entsprechen denen von vor gut 80 Jahren und halbwegs gebildete Menschen können auf eine Wiederholung der deutschen Geschichte verzichten. Also kurzum: Niemand mag die AfD.

Kommentar von Delveng ,

Wenn dem so wäre, dann wundert es mich, dass so viele Menschen die AfD wählen.

Kommentar von earnest ,

Dem IST so.

Wer behauptet denn, dass ALLE Wähler klug wären?

Kommentar von Delveng ,

@earnest,

der Inhalt Deines Kommentares ist ein Widerspruch in sich selbst.

Der letzte Satz der Antwort lautet: Niemand mag die AfD.

Wenn wirklich niemand die AfD mögen würde, dann würde auch niemand die AfD wählen. Das hat weder mit Klugheit noch mit Dummheit der Wähler zu tun.

Kommentar von MickyFinn ,

Das könnte sich in 2021 ändern... dann werden sie koalitionsfähig. Diese Partei ist noch zu ungeschliffen dafür.

Antwort
von kleinknarf, 46

Weil sich die etablierten Parteien nicht mit dem Parteiprogramm der AfD identifizieren können.

Das kann sich natürlich jederzeit ändern. Und ich denke, wenn NPD und AfD, gleichzeitig in einem Parlarment vertreten wären, wäre eine Möglichkeit zu einer Koallition gegeben......

Aber dann wandere ich aus !

Kommentar von Kugelflitz ,

Die NPD ist der AfD ohnehin nicht rechts genug.

Kommentar von archibaldesel ,

AfD und NPD koalieren nicht, sie fusionieren zu NfDAP. Dann weiß man zumindest, womit man es zu tun hat.

Und dann mal alles Gute für Deutschland, oder wie der Angler sagt: Petry heil....

Antwort
von InternetJunge, 33

Lies das Parteiprogramm der AFD und sieh dir ein paar Interviews an.
Dann dürfte deine Frage beantwortet sein.

Außerdem "schießt" die afd nur gegen die großen Parteien, also warum sollten die mit ihr zusammen arbeiten wenn sie nicht drauf angewiesen sind.

Antwort
von FuHuFu, 6

Die AfD ist eine Gruppe schwer integrierbarer Leute, die sich außerhalb der europafreundlichen Volksparteien um einen Platz im parlamentarischen System bemühen. Sie ist ein Sammelbecken für rechtes, braunes, rassistisches Gedankengut, mit dem anständige Parteien nichts zu tun haben wollen.

Kommentar von Topotec ,

Anständige Parteien...welche Partei ist denn damit gemeint?

Diese heuchlerischen und einlullenden Alt-Parteien, die, wie meine Benennung schon sagt, altbacken und wenig zukunftsorientiert sind?

Ja, Volksparteien...alles so lassen, wie es ist, schwerwiegende Missstände klein halten, schön reden oder anderen zuschustern...

Antwort
von ThommyGunn, 13

Das wird schon noch kommen denke ich, aber im Moment versuchen die Altparteien noch die AfD zu ächten, und die AfD würde sich unglaubwürdig machen, wenn sie mit den Altparteien koaliert, die Zeit ist noch nicht reif.

Antwort
von Topotec, 31

Es gibt viel an vorgefasste Meinungen in der alteingesessenen Politik und in den Medien, denen die Leute auch alle hinterhereifern, was dort gestammelt und geplauscht wird.

Grundsätzlich ist die AfD bei allem rechts, die Aussagen widersprechen dem Grundgesetz und alle dort sind ganz böse, so dass die AfD von den Alt-Parteien nicht mal mit dem A.R.S.C.H angeschaut wird!!! Ah ja....

Das ist ungefähr so, wie die Medien auch verbreiten, in Bautzen und anderen Städten wären nur Rechtsextremisten am Werk, wenn es um Auseinandersetzungen zwischen Asylbewerbern o.ä. geht. Tatsächlich sind ein Großteil ganz normale Bürger wie Du und ich, die einfach die Schnauze voll haben von Leuten, die unseren Frauen und den Mädchen gebrochen deutsch ,,ficki, ficki" hinterherrufen und hierherkommen ohne Kriegsbedrohung und nur, um hier Wohlstand abzugreifen!

Und die AfD benennt solche Dinge beim Namen, wird aber darum gleich in die rechte Ecke geschoben, dass ist das übliche Kuschen vor der Welt, vor anderen, denn wir Deutschen dürfen ja nicht über andere urteilen, es geht ja nur um Einzelfälle und wir haben uns alle lieb und unsere braune Vergangenheit lehrt uns...bla blub bla!

Sicher gibt es auch bei der AfD Ansichten von einigen, die sind schon hart an der Grenze. Aber die gibt es auch anderswo und ich finde, gerade die Flüchtlingspolitik, wie sie derzeit stattfindet, auch immer wieder schön zu reden, etliche Missstände ständig zu bagatellisieren oder alles, was schlecht läuft, klein zu halten und als Einzelfälle abzutun, insbesondere Integration etc., das halte ich für mindestens genau so schlimm!

Kommentar von earnest ,

Die AfD IST in der rechten Ecke. Da ist kein Schieben mehr nötig.

Auch die braune Farbe der Ecke ist klar erkennbar.

Kommentar von Halbkornbrot ,

Die AfD wird nicht in die rechte Ecke geschoben, die AfD ist schlicht Rechts.

Als Rechts werden seit jeher Parteien betzeichnet die Koservativ sind, Einwanderung kritisch gegenüberstehen, sich für eine möglichst freie Marktwirtschaft einsetzten und für einen schlanken Staat sind, jeder dieser Punkte trifft auf die AfD zu.

Zu behaupten die AfD ist nicht Rechts ist schlicht gelogen. Die Frage ist eher ob man das politische Rechts per se als etwas schlechtes ansieht.

Kommentar von berkersheim ,

Merke: Rechts ist nur schlimm, wenn man links ist. Was soll man anderes erwarten. Jetzt kommt halt die Zeit, ein "aufrechter Rechter" zu sein und den Linken in den Allerwertesten zu treten, wenn sie wieder mal für sich allein das Recht beanspruchen, ihre Lügen zu verbreiten. Jede negative Wertung durch Linke ist ein LOB! Wäre es anders, hätte man was falsch gemacht. Natürlich ist die AfD rechts von den Linken - was sonst. Und das ist gut so!!!

Antwort
von SebRmR, 1

Nicht alles, was rechnerisch möglich ist, ist politisch möglich.

Antwort
von voayager, 15

Gegenfrage warum eigentlich doch, wenn es dann nur noch rückwärts und reaktionär zugeht. Was soll daran gut sein?

Antwort
von atzef, 13

Zuletzt hat die AfD selber wiederholt betont, sie strebe keine regierungsbeteiligung an, sondern wolle in der Fundamentalopposition verharren.

Weiter sehe ich auch bei dieser Ein-Thema-Partei ("Flüchtlinge raus!") keinerlei Regierungs- und folglich Koalitionsfähigkeit.

Antwort
von SocialistRUSSlA, 3

Weil keiner eine Koalition eingehen würde und die afd schlicht Regierungs-untauglich ist 

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