Frage von Karandasch2, 585

Warum neigen depressive Menschen dazu ihr Umfeld mit runterzuziehen?

Hallo, es ist mir erst gestern passiert, dass ich den Kontakt zu jemanden abbrechen musste, den ich eigentlich sehr mochte, aber der mir mit seiner negativen Einstellung einfach nurnoch auf die Nerven ging und es half auch nichts ihn irgendwie aufzumuntern.

Ich hatte auch das Gefühl, das er bisschen mit Absicht mich mit runterziehen wollte, Spaß daran hatte und die Schuld viel auf sein Umfeld schiebt. Es passierte mir manchmal das ich auf solche Menschen traf und ich fand es eigentlich schade, wenn ich diese Personen mochte. Ich wusste aber auch, dass sie mich auf Dauer zu sehr runterziehen würden und ich aus Wut darüber sowieso später wahrscheinlich den Kontakt abgebrochen hätte.

Ja, warum sind diese Leute so, dass manche von ihnen wollen, dass sich ihr Umfeld auch schlecht fühlt?

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von ayuuJVK, 168

AUFPASSEN. Man muss zwischen depressive, pessimistische, und einfach nur faule unmotivierte Menschen unterscheiden. 

Die menschliche Psyche ist sehr tiefgehend und für mich unerschließbar da es diese mit Emotionen verbunden ist und diese man nur selbst erfahren kann. D.h. wenn man diese Emotionen selber nicht erfahren hat, wie soll man dann den anderen verstehen ? 

Was ich aber bei dir rauslese ist definitiv keine Depression. Ich denke eine negative Einstellung hat viel mit Unmotiviertheit zu tun. Aber nicht mit Depressionen. Bei Depressionen sollte man auf keinem Fall seine Freunde verlassen sondern eher unterstützen. Denn nur das würde helfen. Wen dein Freund aber einfach  einfach nur negativ redet, ist es eindeutig das  nicht- wollen oder nicht - realisieren- wollen von allem Positiven. Wenn dich dieses Benehmen sogar schon wütend macht, denke ich dass du schon Maßnahmen ergriffen hast diese Person "wachzurütteln". Wenn diese Person immer noch nicht reagierte und v.a. das wahre realisierte, hängt das auch mit Faulheit, Sturrheit, und Trotz zusammen. Ich denke dieser Mensch müsste erstmal richtig schön Sch**** erleben um zu schätzen was man hat. Dann würde diese auch nicht Freunde verlieren.

Antwort
von Schuhu, 299

Man muss unterscheiden zwischen wirklich depressiven Menschen, die in Therapie gehören, und jenen, die einfach eine negative Einstellung zum Leben haben. Letztere können einem wirklich auf die Nerven gehen, weil sie sich weigern, auch die guten Seiten des Leben zu sehen und ihr Gegenüber davon überzeugen wollen, das wirklich alles furchtbar und sinnlos ist. Das macht Gespräche mit ihnen anstrengend und nervig. Ständig "Ja, aber..." zu hören, ist ein guter Grund, den Kontakt zu meiden.

Antwort
von Caleya, 172

Ich bin nicht der Meinung, dass diese Leute wollen, dass sich ihr Umfeld auch schlecht fühlt. Man muss bedenken, dass diese Menschen eine sehr schwere Zeit durch machen. Sie sind krank, leiden an einer psychischen Störung. Wir können ihre Gefühlswelt kaum nachempfinden und deshalb nur schwer Verständnis dafür aufbringen.

Wir können nur versuchen ihnen trotzdem zu zeigen, dass diese Personen uns nach wie vor wichtig sind und wir sie gern haben. Ich denke das ist auch ganz wichtig für sie, um sich nicht immer weiter in die Depression zu sinken. Nichtsdestotrotz denke ich auch, dass wir kein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn wir, so wie du, nicht damit umgehen können und uns letztendlich doch abweden müssen. In erster Linie müssen wir, so egoistisch das auch klingt, immer an unser eigenes Wohl denken und wenn das durch den Umgang mit depressiven Menschen gefährdet ist, ist es eine natürliche Reaktion sich zu distanzieren.

Mit etwas Abstand betrachtet und wenn du dir erklärst, dass das Verhalten dieser Menschen krankheitsbedingt ist, erkennst du vielleicht auch, dass das Ziel deines Freundes nicht war, dich ebenfalls runterzuziehen und er schon gar keinen Spaß daran hatte. Er leidet an einer ernsthaften Störung, die behandlungsbedürftig ist. Aufmunterungsversuche helfen leider nicht bei einer wirklichen Depression, sondern nur eine Therapie oder ggfs. sogar Medikamente.

Antwort
von frederick, 56

Sie suchen Verständnis für den Schmerz, den sie in sich spüren – aber oft selbst gar nicht auszudrücken, zu beschreiben, zu fassen wissen.

Und wenn Du dann daherkommst und „aufmuntern“ möchtest, dann sind sie um so mehr genötigt, Dir immer mehr von dem zu erzählen, das sie quält, weil sie allmählich um Verständnis RINGEN: Du bist eine Person, die nicht potenzielles Opfer ist, sondern die das Potenzial besitzt zu verstehen!

Aber je nachdem wie Du so drauf bist, verstehst Du eben NICHT. Oder aber, Du ahnst sehr wohl, WILLST aber lieber nicht verstehen, weil Du wiederum ahnst, dass es DICH dann auch (erst einmal) in den Abwärtstrend des Schmerzes treibt. Du fürchtest, dass das Verständnis für Dein Gegenüber auch in Dir selbst Dinge nach oben holen könnte, dass Du da gar nicht so detailliert herangehen möchtest.

Nicht jeder dieser Menschen verdient sich das Etikett der „Krankheit“. Grenzen sind fließend, Menschen sehr individuell, Charaktere bunt und vielfarbig. Aber eine medizinische Diagnose MUSS mit Grenzen arbeiten: Eine Diagnose, die „Zubilligung“ einer „Krankheit“ ist eine Schublade, in die ein Mensch hineingesteckt wird – oder eben nicht.

Viele Menschen, die anders drauf, schlecht drauf sind, sind deswegen noch keineswegs „krank“: Sie nehmen anders wahr! Die Menschen, die Welt, die Umwelt erscheint für sie anders, weil sie quasi „anders ticken“. „Krank“ macht sie, dass sie so nicht sein dürfen, sein können innerhalb der Gesellschaft – weil das Raster einen anderen Typus erwartet, und bedient.

Bzgl. „runterziehen“: Ich bin mir sicher, dass es niemandes Absicht ist, jemand anders mit in die Abgründe einer Depression oder einer depressiven Phase oder Stimmung zu ziehen. Oder: Niemand will Dir das "Schwarzsehen" beibringen. Nur: Dass Du VERSTEHST, darum geht es, darum dreht sich dann alles, darum werden dann viele Worte verloren. Es ist die Logik der Offenheit, dass dieses passiert: Fragst Du jemanden mit aller Ehrlichkeit danach, wie es ihm/ihr geht, und bekommst Du dann eine ehrliche Antwort, dann ist es also eben eine "Depri"-Antwort.

Wenn man nicht bloß aus Freundlichkeit fragt: „Hi! Wie geht’s?“ Wenn man nicht bloß erwartet, zu hören: „Danke, gut.“ oder gar ausweichend: „Danke! Und selbst?“ Sondern wenn man ehrlich fragt, dann muss man Ehrlichkeit auch aushalten können. Floskeln sind leicht. „Etwas“ miteinander zu unternehmen ist leicht. Wirklich nach Befindlichkeit zu fragen ist schon nicht leicht – für die Ehrlichkeit des Gegenüber offen zu sein, ist schwer, kann mithin echt hart sein.

Antwort
von hourriyah29, 174

Hallo Karandasch,

man sagt wahre Freunde erkennt man in schweren Zeiten.

Du solltest Dir bewust sein, dass es Freunde und "Bekannte" gibt. Ich gehe davon aus, dass auch Du einen echten Freund nicht so leicht aufgeben würdest.

Sollte jemand Depressionen haben, der einem nahe steht ist es wichtig diese Person zu unterstützen und nicht den Kontakt abzubrechen. Einem depressiven Menschen beizustehen ist nicht einfach und man sollte sich dabei beraten lassen oder Hilfe suchen.

Ist es eine nicht nahestehende Person muss man überlegen wieviel einem die Beziehung wert ist. Es wäre gut von Dir offen zu kommunizieren, soweit das möglich ist. Z.B. zu sagen "Ich mag Dich eigentlich sehr und würde gerne mit Dir ... machen. Momentan ist die Situation für mich... Für mich wäre wichtig das...".

Dann hat der andere eine Chance darauf einzugehen und vielleicht entwickelt sich eine echte Freundschaft.

LG, Hourriyah

Antwort
von princesszuko, 257

Eventuell damit sie nicht so allein sind mit ihren sorgen. Manche menschen die das tun merken dass aber gar nicht. Das muss man ihnen dann sagen. Und wenn sie wirklich spass daran haben dann bist du ihnen entweder egal oder sie haben psychisch irgend ein Problem. Also bei depressiven Menschen wenn man beschliesst man kann das und will weiter mit dem jenigen befreundet sein muss man ausharren. Man darf nicht aufgeben egal wie anstrengend es wird. Klar kann man mal pause machen und einfach nicht antworten aber im endeffekt bleibt einem nichts andres übrig als geduldig zu bleiben.

Pack pessimisteische Leute und deppressive menschen aber bitte nicht einfach so unter einen hut :)

Mfg

Antwort
von brentano83, 165

Wer sagt denn das jene das wollen?? Hast du dich mal mit dieser Krankheit auseinander gesetzt? Hast du eine Vorstellung davon wie jene leiden?! Scheinbar nicht, sonst hättest du gewusst das dein aufmuntern nichts bringt! Auch nicht deine Vorwürfe.. Diese Menschen können nichts schönes da drin sehen wenn zb das Wetter herrlich ist und die Sonne scheint, und du sagst; schau mal wie schön es draußen ist, lass uns doch mal raus gehen! Genau das Gegenteil trifft dann ein, es zieht jenen nur noch weiter runter . Mit Menschen die an Depressionen leiden, muss man recht behutsam umgehen und sich am besten informieren was diese Krankheit eigtl aus macht und alles... 

Antwort
von Undsonstso, 90

Haben jene Personen diagnostizierte Depressionen oder triffst du auf unausgeglichen-anstrengende Menschen, von denen du annimmst dass sie depressiv sind...?

Antwort
von Mewchen, 57

Ich leide selbst unter Depressionen und kann dir versichern, dass ich unter Garantie niemanden mit runterziehen möchte.... Und auch niemand aus der Therapiegruppe, in der ich war, wollte irgendjemanden mit runterziehen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Man will andere eher nicht belasten und gibt vor, alles sei in bester Ordnung, einfach damit sich andere keine Sorgen machen. 

DAdurch frisst man alles in sich hinein und es wird noch schlimmer. 

Antwort
von sozialtusi, 141

Depression ist eine Krankheit. Das macht niemand mit Absicht.

Ob man sich davon mit runterziehen lässt und wie man damit umgeht, liegt an einem selbst.

Die Schuld auf jemand anderen zu schieben, liegt nicht an der Depression. Das ist untypisch.

Antwort
von ShinyShadow, 212

Ja, warum sind diese Leute so, dass manche von ihnen wollen, dass sich ihr Umfeld auch schlecht fühlt?

Ich glaube, wirklich kranke Menschen wollen das nicht. Depression ist nicht gleich Depression, diese Krankheit (ja.. Es ist eine Krankheit und nichts, was man sich ausucht) ist nicht bei jedem gleich.

Viele stellen für sich selbst die Diagnose "Depressionen", obwohl sie sie gar nicht haben. Das sind dann oft die, die Mitleid suchen und jeden um sich rum runter ziehen. Hört sich an, als ob du eher von dieser Sorte Mensch sprichst...

Nur wegen einer leichten depressiven Verstimmung hat jemand nicht direkt Depressionen. (Heißt nicht, dass er keine Hilfe benötigt!)

Meine Erfahrung hat gezeigt: Menschen, die sehr schlimm krank sind (inkl. Suizid-Wunsch zB.) die ziehen ihr Umfeld NICHT runter. Entweder sind sie einfach nur ekelhaft zu den Menschen um sich (aber nicht so, dass man "runter gezogen" wird, sondern dass man denkt: "Man, was ist das für ein Ar...!") oder sie sind super drauf und zeigen ihrem Umfeld genau gar nichts von ihrer Krankheit.

Bitte verurteile diese Menschen nicht. Du musst ja nicht viel Zeit mit jemandem verbringen, wenn du das nicht magst... Aber jemanden von vornerein abzustoßen, weil er krank ist, ist nicht in Ordnung...

Antwort
von Virginia47, 41

Nein, die Leute wollen dich nicht runterziehen. Und du kannst dich nur runterziehen lassen, wenn du es zulässt. 

Du nimmst dich der Sache zu sehr an. Und willst helfen. Kannst du aber nicht, da du kein ausgebildeter Psychologe bist. 

Wenn du Depressiven helfen willst, sei für sie da. Aber halte mental Abstand. Mache dir ihre Probleme nicht zu deinen. 

Außerdem habe ich gelernt, dass ein gesunder Mensch kaum einen depressiven verstehen kann. 

Ich litt selbst in unregelmäßigen Abständen unter Depressionen. Und es lag mir fern, andere damit zu belasten. Am Anfang waren es meine Kinder, die ich davon fernhalten wollte. Und später mein Umfeld. 

Außerdem habe ich gelernt, dass mit der richtigen Behandlung die Depressionen auch wieder vergehen können. So habe ich dann trotz allem optimistisch in die Zukunft geschaut. 

Antwort
von Hilfesucher1219, 120

Ich denke viele wollen zeigen wie es ihnen geht und brauchen hilfe um die Depressionen zu überwinden. Sie wollen dir zeigen wie es ist damit man ihnen helfen kann.

Antwort
von voayager, 78

Deine Aussage trifft nur zum Teil zu, dennoch hat sie auch einen realen Kern. Wer als Depressiver andere herunterzieht hat eines von 2 Motiven:

1. depressive Gehässigkeit, also Neid und Mißgunst auf frohgesinnte Menschen

2. geteiltes Leid, ist halbes Leid, eine Widerspieglung so gegeben.

Antwort
von Ciara1995, 176

Also Depression ist immer noch eine Krankheit, diese Menschen handeln nicht wirklich mit Absicht so. Diese Menschen sehen meist nur sich selbst, mit ihren Problemen und können nicht wirklich auf die Bedürfnisse andere eingehen. Wichtig ist, dass du diesen Leuten keine Aufmerksamkeit für ihr depressives Verhalten gibst, sondern das "nicht depressive Verhalten" positiv Verstärkst. Solchen Menschen muss geholfen werden und abwenden ist nicht wirklich die beste Lösung, denn dann fallen sie noch mehr in die Depression..

Kommentar von 775smutje ,

Sie sehen zwar sich selbst mit ihren Problemen doch bringt die Krankheit auch noch einen Aspekt mit sich, den du hier nicht aufführst. Sie sind äußerst Sensibel und denken ziemlich oft an andere und wollen deswegen meistens auch das niemand von ihrer Krankheit erfährt weil sie nicht wollen das andere sich wegen ihnen Sorgen machen.

Antwort
von Christel5, 69

"Depries", denke ich sind Leute die in ihrer eigenen Welt gefangen sind. Manche sind friedlich, andere bringen mit Hilfe ihres Jobs Flugzeuge zum Absturz.

Du kannst die Menschen in Deinem Umfeld nicht perfekt regulieren. Abstand nehmen im Persönlichen. Das an Dich heranlassen, was Du magst.

Das ist eine intensive Frage von Dir, und Du weißt dass es hier nicht so wirklich letztendlich geanwortet werden kann. Die Menschen um Dich wollen Dich möglicherweise nicht absichtlich herunterziehen.

Blöderweise gibt es auch Typ-Menschen, die gerne ein Spiel treiben, den anderen zu stressen.

 Mache Dich erstmal nicht verrückt, Karandasch2, ich würde durchatmen und versuchen, anders Spaß zu haben.

Antwort
von Caballero14, 171

Meist wollen Depressive gar nicht, dass sie andere mit runterziehen, weil sie nicht wollen, dass es ihnen irgendwann auch so geht, wie ihnen selbst. Es ist eine Krankheit, gegen die sie nur etwas machen können, wenn sie hilfe BEKOMMEN, wenn sie Hilfe ANNEHMEN und jemand hinter ihnen steht.

Wenn du schon zu so viele den Kontakt abbrechen musstest, würde ich mich fragen, ob es überhaupt Freundschaft war. 

Freundschaft sollte auch solche Zeiten überstehen, wird eine depressive Person von einer anderen verlassen, geht es ihr noch schlechter, sie redet sich ein, sie sei Schuld (was sie aus deiner Sicht ja sein mag!). "Diese Leute" haben sich auch nicht ausgesucht krank zu werden/sein! Vielleicht hätte es geholfen einfach für sie/ihn da zu sein anstatt den Kontakt abzubrechen. 

Ich habe damals (als ich das dritte Mal in die Psychiatrie musste) ALLE verloren, drei Leute sind mir geblieben, eine "ging" auch noch aus "meinem Leben" während der Psychiatrie-Zeit, nachdem ich dort nach einem dreiviertel Jahr entlassen wurde und woanders weiterhin geschlossen untergebracht wurde ist die Weitere "gegangen" ich war wieder in der Klinik, ein Jahr später wurde ich entlasssn und kam erst mal wieder nicht nach hause... diese Freundin die mir blieb, stand IMMER hinter mir, hat mich immer verteidigt und unterstützt, egal ob ich im KH lag, in der Psychiatrie saß oder in einer geschlossenen Einrichtung wohnen musste und DASS ist was zählt, zu merken, da ist jemand. 


Vielleicht nimmst du dir das mal zu Herzen und schaffst es wieder Kontakt zu ihr/ihm aufzunehmen. Denk aber auch weiterhin an dich, wenn es dir zu viel wird musst du mit ihm/ihr reden, das ist (meist) auch nicht schön für depressive Leute, kann dir aber helfen und er hat dich trotzdem noch an ihrer/seiner Seite und er weiß, dass sie/er doch noch jemanden hat.

Antwort
von JillyBean, 59

Sie sind krank. Einer der ein gebrochenes Bein hat kann auch nicht laufen. Ja diese Menschen ziehen einen runter und ja sie brauchen Hilfe. Leider heilt die Seele nicht so schnell wie andere Krankheiten. Es ist dein gutes Recht dich zu schützen, wenns dir dann auch schlecht geht.

LG

Antwort
von Sauperle, 50

Ja, warum sind diese Leute so, dass manche von ihnen wollen, dass sich ihr Umfeld auch schlecht fühlt?

Ja, warum sind diese Leute so, dass manche von ihnen wollen, dass sich ihr Umfeld auch schlecht fühlt?

Das ist die einzige hilfreiche Struktur, die in dieser Situation den Betroffenen zur Verfügung steht.

Du entscheidest doch sehr Klug! 

Kommentar von Karandasch2 ,

Wie meinst du das?

Kommentar von Sauperle ,

Ich meine es so, wie ich es gesagt hatte.

Du handelst nicht falsch, die Betreffenden können nicht anders. Hat alles mit dem Neutralpunkt zu tun.

Antwort
von piercethejenny, 74

depressive machen das nicht mit absicht...das passiert automatisch 

Antwort
von Goodnight, 38

Die Frage stellt sich anders. Warum neigen Menschen dazu sich von Depressiven runter ziehen zu lassen?

Ob das passiert liegt in dir und ist nicht du Schuld des Depressiven. 

Du weisst nicht was Depression ist und kannst damit nicht umgehen. Das wiederum verletzt depressive Menschen sehr.

Kommentar von Karandasch2 ,

Woher willst du das bitte wissen?

Antwort
von Achwasweissich, 41

Ich bin (wirklich, medizinisch) depressiv und versuche eben das niemanden merken zu lassen, nehme meine Medikamente und meistens rede nicht drüber. Manchmal hab ich Tage oder auch Phasen in denen ich halt eher unleidlich bin, zu den Zeiten ziehe ich mich sehr zurück und habe auch damit schon Leute vor den Kopf gestoßen aber auf Gesellschaft und das übliche Maskenspiel hab ich dann halt wirklich einen Nerv. Ab und an ziehe ich vielleicht auch mal die wenigen Leute in meinem engeren Umfeld runter, nicht weil ich das will sondern weil ich nicht immer verbergen kann wie es mir geht. Die wirklichen Freunde können damit leben und alle anderen brauche ich nicht.

Zum Thema "positiv sehen" gibts einen wie ich finde passenden Spruch: Der Nächste der mir erzählt das das Leben schön ist und das ich doch einfach positiv denken soll den frage ich ob er Asthmatikern auch sagt das sie einfach atmen sollen, gibt doch genug Luft.

Antwort
von ML73AT, 112

Ich war selbst depressiv, und meine Eltern taten sich auch extrem schwer mit mir, das hab ich immer bemerkt. Aber wenn man schwer depressiv ist, kommt man nichtmal mehr selbst mit sich klar, und man verliert irgendwie das Gefühl für alle Dinge, damit man auch nicht mehr so richtig weiß wie man mit anderen Leuten darüber sprechen sollte. Mit mir hat mans auch immer gut gemeint und man wollte mir oft eine Freude machen um mich "aufzumuntern". Aber ich konnte nichtmal  Freude empfinden, und Dinge die ich normalerweise gern mache, haben sich genauso angefühlt wie Dinge, die ich gar nicht vertrage. Und darum hatte keiner Verständnis dafür, warum ich alles ablehnen wollte. Pessimissmus ist ein typisches Symptom einer Depression, und das Denken ist oft überdramatisch und unrealistisch. So habs ich jedenfalls bei mir erlebt.

Mir geht's jetzt schon länger gut, und diese Zeit ist nur noch so etwas wie eine Narbe, die geblieben ist.

Antwort
von SiViHa72, 96

Frei nach dem Motto: wenn schon alles sch* ist,d ann du auch.

Kann man mitmachen, muss man aber nicht.

Ja, Depressionen sind eine Krankheit, aber trotzdem muss man sich nicht alles endlos geben.

Antwort
von MartiniHarper, 47

Hallo,

dazu ein einfaches Sprichwort:

 Geteiltes Leid ist halbes Leid

LG

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