Warum nehmen wir das Leben so ernst?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Na, schon mal Hunger gehabt? Ich meine nicht Appetitverzögerung sondern Hunger, mehrere Tage nichts zu essen? Und im Winter kein richtiges Dach über dem Kopf? Es ist wahr, in Deutschland sterben die Leute inzwischen aus, die das noch mitgemacht haben. Es sterben die Leute aus, die jahrelang nach schrecklichen Bombennächten provisorisch in Ruinnen gelebt haben, Schutt aufgeräumt haben, sodass langsam aus den schwarzen Gerippen wieder Städte zum Vorschein kamen. Das ist - Gott sei Dank - 70 Jahre her - und schon alles vergessen. Inzwischen ist im Bewusstsein vieler Schlaraffia überall und sie quälen sich in Gedanken um den Sinn ihres überzüchteten Lebens. Hoffentlich bleibt ihnen die Erfahrung der 1900er Generation erspart, die 1914 mit Hurrah ins eigene Elend gezogen sind, das mit kurzem Zwischeninermezzo einer in Verzweiflung verirrten Jubelphase um 1933 herum bis 1945 gedauert hat. Schlechte Erfahrungen haben ein kurzes Verfallsdatum, falsche Hoffnungen blühen überall. Vielleicht lebt der Mensch darum seit 1000den von Jahren mit unendlich vielen Katastrophen immer noch! Aber klug wird er nicht.

Heute morgen Nachrichten gehört? Vielleicht mal nachlesen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-verdient-Ryanair-so-viel-Geld-article15901551.html

Ist doch toll und alles harmlos? Wirklich? Für mich ist das ein Zeugnis a) der allgemeinen Gier, möglichst viel Leistung für wenig Geld zu bekommen. Die Linken nennen das normalerweise Ausbeutung, suchen sie aber nur beim Kapital, nicht bei den kleinen Gierigen. b) des großen Selbstbetrugs im "grünen Deutschland". Grün wählen und billig fliegen, einkaufen, überall abräumen und die Regierung anklagen, dass sie keine Arbeitsplätze schafft, die man selbst gerade um des kurzfristigen Vorteils willen vernichtet. Hast Du schon einen Arbeitsplatz? Wenn nein - na dann wird Dir der Ernst des Lebens spätestens dann klar, wenn das Ersparte und Haus Deiner Eltern von unserem freigiebigen Staat wegenteignet ist. Die geflüchtete Konkurrenz ist hart im Nehmen! Für die ist Leben kein Spaß sondern Kampf und die werden Dir den Ernst noch beibringen. Insoweit hat die Jubeljugend schon längst ihr eigenes Kuckuckei ins eigene Nest gelegt. Kennst Du Dich in Naturkunde etwas aus? Der kleine Kuckuck wirft, kaum geschlüpft, erst mal alle Konkurrenzjunge aus dem Nest! Das wirst Du sein, wenn Dir bis dahin der Ernst des Lebens nicht klar geworden ist. Das ist leider wie beim Schach: Wenn man zu lange die ersten Züge fahrlässig und falsch gezogen hat, ist das Matt nicht mehr zu vermeiden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Grunde genommen ist das Leben ein Witz und sinnlos. Wir sind alle ziemlich unbedeutend und ersetzbar. Eingestehen möchte sich das natürlich niemand. Deswegen wollen wir ja alle auch was "erreichen", damit wir uns vorgaukeln können wir wären wichtig, wenn wir dann in hohen Positionen arbeiten. Zudem sind wir eben in das System gepresst und mit höheren Qualifikationen macht es sich besser. Gesellschaftlich betrachtet haben wir dann natürlich eine angesehene Stellung. Der Fakt, dass wir jedoch eigentlich genauso unbedeutend sind wie jeder andere, bleibt weiterhin bestehen. Wenn wir sterben juckt das uns nicht wohl leider nicht mehr, weil wir tot sind, und der Alltag wird auch ungerührt weitergehen. Solange wir aber leben, sind wir in das System gepresst und müssen wohl oder übel "Pflichten" erfüllen.           Von daher müssen wir das Leben "ernst" nehmen, selbst in ziemlich banalen Abschnitten. Beispielsweise fängt es ja in der Schule schon damit an, dass wir unsere Zeit vergeuden müssen mit Fächern, die uns nicht viel bringen. Mittlerweile bin ich aus der Schule und mir geht es nicht schlechter, weil ich mich beispielsweise nicht mehr mit Physik oder anderen Fächern beschäftigen muss, die mir nicht zugesagt haben. In der Schulzeit wird aber einem natürlich eingetrichtert, dass das alles sehr wichtig ist. Sobald man dann Kinder hat, muss man diesen auch die Illusion vorgaukeln, dass das wichtig ist, damit sie nicht im System untergehen. Ich mag Kinder, aber das ist wohl schon ein Grund warum ich keine haben könnte. Meine Verlustängste sind wohl zu einem zu groß und ich könnte es nicht ertragen, dass ich meine Kinder dazu zwingen muss, Dinge zu lernen, die sie gar nicht wollen oder sich Tage mit quälen müssten. Ich selber habe auch große Angst vor dem Tod, weil ich den Gedanken nicht ertrage, eines Tages nicht mehr zu existieren und weil diese Tatsache für mich eben das Leben quasi sinnlos macht. Andererseits ermöglicht sie mir auch eben für die Gesellschaft vielleicht absurden Dingen einen Sinn zu finden und sie macht mir klar, dass ich mir eigentlich um viele banale Dinge keinen Kopf machen muss, weil das Schlimmste, der Tod irgendwann kommt, und eh alles egalisiert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir leben in einem System wo man nur mit Anstrengung etwas erreicht. Wir wollen in diesem System nicht versagen. Wir wollen uns Wünsche erfüllen und müssen dafür arbeiten. Arbeiten wir nicht ernst können wir gefeuert werden. Erziehen wir unsere Kinder nicht ernst können sie in der Zukunft in diesem System versagen usw...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich find das leben nicht sinnlos oder "witztig"

Mir haben einige dinge schon übel mitgespielt und da ist es nur menschlich sich gedanken zu machen.

Sorgen mach ich mir ansich nurnoch um meine tochter. Hoffe eben das sie es auf ihrem weg leichter haben wird als ich damals und ich mache alles um das wahr werden zu lassen.

Warum ich das so ernst nehme? Sie ist meine tochter und ansich ALLES was für mich wichtig ist.

Wie kann man sowas nicht als wichtig ansehen frage ich mich?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder macht sich philosophische Gedanken über Gott und das Universum.
Wir sind nur Menschen und jeder, der dazu in der Lage ist, für einen Augenblick das Licht zu erblicken und die Welt zu sehen, hat im Prinzip schon alles gewonnen.

Wir wollen alles entdecken. Die Welt. Die Menschen. Das Leben.
Und manchmal vergessen wir, dass wir nur hier sind um zu lernen.

Manchmal ist man mittendrin im Leben. Sachen geschehen. -Wir vergessen den Sinn, wir vergessen die Hoffnung.

Und das Leben ist statt ein Geschenk, nur noch erfüllt mit Bedürfnissen und Forderungen. Wir müssen heutzutage nur noch Funktionieren.

Und ich weiß nicht, ob das ein Grund ist weshalb wir alles Relativieren,
aber auf jeden Fall ist das ein Ansatz.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

weil das leben in echt ernst ist und kein spiel, zumindest, wenn du erwachsen wirst. dann siehst du: game over.... und dann kommt die realität. macht aber auch spaß, kommt auf deine haltung an. SKY, viel spaß!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Zwar will er immer das Gefühl haben, alles tun zu können, wenn er wollte, aber zugleich will er einen geregelten Alltag ohne Probleme und Stress, die ihn aus der Bahn werfen könnten.

Besonders in Deutschland ist das Sicherheitsdenken sehr groß und man will sozial vollständig integriert sein.
Ich vermute, dass das deswegen in Deutschland so extrem ist, weil die Leute viel haben und somit viel verlieren können.

Dadurch, dass einem durch zahlreichen Normen und Regeln vorgegeben wird, wie etwas zu funktionieren hat, bekommt der Deutsche das Gefühl von Sicherheit.

Normen, Regeln und Erfahrungen älterer Generationen sind ja nicht durch und durch schlecht. 
Die jungen Leute haben nur das Gefühl, dass es sich gar nicht lohnt, einmal etwas anderes zu probieren, weil alles schon soweit duchoptimiert ist.

Ein eigener Lebensansatz ist nicht nur ungewiss, sondern auch unbequem, unsicher und garantiert erstmal ineffizient.

Es gibt Abwechslung, aber nur in dem Rahmen, der uns vorgegeben wird.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja ich denke ähnlich, ich verstehe dich gut ^^
Man lebt einfach so.. man ist einfach da.. und lebt so 80 bis 90 jahre und steckt da so viel anstrengung rein und dann wars das.. es ist einfach zu ende... alles weg...
Als hätte man in einem spiel einfach einen spielstand gelöscht.. ^^ einfach auf löschen geklickt.. ^^
Die erinnerung an dich mögen eine zeit noch bleiben.. aber die sind auch irgendwann weg.. xD
Ja echt komisch :/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Yusaii
01.02.2016, 02:03

achjaaa xD die frage.. wieso man da so viel anstrengung reinsteckt.. bin ich mir auch nicht sicher ^^ es ist einfach so.. (aber mit diesen worte das ist einfach so.. kann ich mich selber nicht mit abfinden...^^)

0