Frage von GustavGans01 07.10.2007

Warum nehmen so viele Leute die Artikel aus der Bildzeitung für bare Münze?

  • Antwort von evistie 07.10.2007
    15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vermutlich wirst Du nicht viele Beiträge von BILD-Lesern bekommen - die Tendenz hier und überhaupt ist doch eindeutig: Wer BILD liest, ist blöd! Und wer will schon als blöd dastehen?

    Dann will ich mal den Anfang machen. Ja, ich lese regelmäßig die BILD - online. Allerdings, das gebe ich zu, eher um mich zu unterhalten als mich zu BILDen. Ich lese darüber hinaus eine (papierne) Tageszeitung und informiere mich über das Weltgeschehen per Nachrichtensendungen. Und - ich glaube keinem alles! Ich will damit sagen, dass man bei allem seinen kritischen Verstand nebenher laufen lassen sollte - ob nun bei BILD, FAZ, ... oder Berichterstattung im Fernsehen. Wie soll ich mir sonst eine eigene Meinung bilden? Von daher fühle ich mich von einer Zeitung wie BILD weder bevormundet, manipuliert noch gar "verdorben". Ich brauche es auch nicht als Beweis meines hohen Intellekts ;o), die BILD nicht zu lesen! Mögen mich doch andere halten, für was sie wollen.

    Polarfuchs hat es sehr schön auf den Punkt gebracht, was den Erfolg der BILD ausmacht. Man sollte akzeptieren, dass genau das vielen Menschen genügt, um "mitreden" zu können.

  • Antwort von polarfuchs 07.10.2007
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weil es bequem ist, statt sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Artikel sind kurz gehalten, viele Bilder, die die Emotionen ansprechen und immer das "Neueste" aus der Ecke Klatsch. Die Zeitung wird am meisten auf dem Weg von und zur Arbeit gelesen und bietet eben seichte Kost, verzichtet ganz Politik und Wirtschaft, Börse. Ausserdem bedient sie am besten die Neugier und Sensationslust der Menschen. Alles Gründe, die tagtäglich zu beobachten sind, wenn zu Hauf Schaulustige am Unfallort sind, oder Gerüchte in die Welt gesetzt werden.

  • Antwort von Raimund1 07.10.2007
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Altes Chinesiches Sprichwort sagt:

    Grosse Schrift = Grosse Wahrheit

    ;-)

  • Antwort von YuLy42 07.10.2007
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    weil viele menschen zu bequem zum nachdenken sind. genauso könnte man fragen: warum wurde george w. bush wiedergewählt, obwohl er beim ersten mal durch wahlbetrug zur macht kam?

    was kann man dagegen tun? allen bildlesern mit internet-anschluss mal diese seite zeigen:

    http://www.bildblog.de/

    vielleicht hilfts ja ein kleines bisschen...

  • Antwort von MarcoPolo 07.10.2007
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich halte es genau so wie Konrad Adenauer beim Spiegel anno dazumal heute mit der Bild-Zeitung: "Dat Drecksblatt lese ick nich." Und dir evistie muss ich schon sagen: Dass du dich regelmässig der "Unterhaltung" wegen von Bild für blöd verkaufen lässt, dir dessen auch noch bewusst bist (!), dieses hier sogar eingestehst und dafür auch noch Geld bezahlst ... sorry dann tust mir ganz einfach leid.

  • Antwort von Knowledge 07.10.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Na, die beste Begründung ist doch der BILD-Werbespruch: "BILD dir deine Meinung". Das sagt doch alles. Lass dir deine Meinung bilden; dann brauchst du nicht selbst darüber nachzudenken. Manche der Leser können ja nicht mal denken.

  • Antwort von Mismid 07.10.2007
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Meist ist immer etwas Wahrheit an den Geschichten die in der Bild stehen, auch wenn es selten genau so ist wie es dort geschrieben steht. So ist es auch mit den Hurricans auf Mallorca. Es gab tatsächlich schwere Unwetter auf Mallorca, aber es war kein Hurrican. Es klingt wohl nicht immer jede Meldung spekatulär genug und so werden oft die Worte etwas ausschweifender verändert ohne zu prüfen ob sich dadurch vielleicht der Sinn des Artikels ändert. Dies ist in der Presse und Fernsehen aber allgemein so, da nicht jder Journalist jede Meldung überprüft, überprüfen will oder kann. So gibt es auch keinerlei Gewähr, daß auch wenn etwas in allen Zeitungen erscheint daß es auch wirklich so zutraf. Allein wenn man selbst bei einer Sache dabei war, kann man sich einigermaßen sicher sein. Dies merkt man wenn etwas erelbt hat, von dem später in der Presse berichtet wird. Ich habe selten erlebt, daß diese Berichte 100% richtig waren, bzw. das wichtigste auch wirklich so beschrieben wurde. Prinzipiell kann man sich nie sicher sein daß eine Meldung stimmt oder nicht etwas weggelassen oder zensiert wurde, vielleicht weil es auch staatlich so angeordnet oder vertuscht wird. Dies gilt für alle Medien

  • Antwort von demosthenes 07.10.2007
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn man seine Informationen ausschliesslich aus der Bild-Zeitung bezieht - was gerade bei Lesern dieses Blattes nicht selten sein dürfte - dann hat man sicher noch nie gelesen, dass das Blatt häufig die Unwahrheit schreibt.

  • Antwort von RolfHoegemann 07.10.2007
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Viele nehmen das, was in der Zeitung/in den Nachrichten steht/gesendet wird für bare Münze - egal, welches Medium gelesen/gesehen wird, weil sie denken: "Wenn es nicht wahr wäre -oder zumindest ein bischen- dann würde es ja hier nicht geschrieben sein/gesendet werden."

    Ich glaube auch der 'normalen' Tageszeitung nicht und den überregionalen ebenfalls nicht.

    Für mich ist die BILD eine Zeitung mit Unterhaltungswert, die einen recht informativen Lokalbezug hat und ich lese sie regelmässig, weil auch mein Partner sie liest. Aber ich lese ebenfalls regelmässig unsere Stuttgarter Zeitungen und online manche andere.

    Also evistie hat m.E. völlig recht!

  • Antwort von Eisenmann 23.02.2008

    Die Artikel in der Bildzeitung sind in den meisten Fällen wahr und haben sich tatsächlich zugetragen. Man kann der Bild-Zeitung in 99 Prozent der Fälle nicht vorwerfen, dass sie lügt. Die Bild-Zeitung wird häufig überschätzt, denn sie schöpft aus den gleichen Nachrichtenquellen wie jede andere Tageszeitung auch. Allerdings wählen die Redakteure häufiger als bei herkömmlichen Zeitungen dann "blutige" Geschichten für den überregionalen Teil aus. Ein spektakulärer Unfall in der Provinz, beispielsweise in Creglingen in Baden-Württemberg wird beispielsweise im überregionalen Teil der Südwest Presse, der größten baden-württembergischen Abonnementszeitung, mit einer Meldung ohne Bild verwertet, in der Bild-Zeitung kann er, je nach vorliegendem Bildmaterial auch schon mal mit zwei Bildern und 50 Zeilen Text erscheinen. Die Bild-Redaktionen in den einzelnen Landeshauptstädten reichern häufig Meldungen, die über DPA oder DPA-Landesdienste an alle Medien gestreut werden, mit eigenen Recherchen an, sie versuchen, z.B. Namen von Unfallopfern heraus zu bekommen oder bei Suizidfällen. Eine seriöse Tageszeitung wie die Südwest Presse würde zum Beispiel nie so sensationsheischend über einen Suizid mit einem Jugendlichen berichten wie die Bild-Zeitung. Das widerspricht der journalistischen Ethik und die Bild-Zeitung wurde auch schon mehrfach vom Presserat deswegen abgemahnt.

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