Frage von Jerichmed, 69

Warum muss man sich krankenversichern?

Wozu gibt es in Deutschland Krankenkassen und warum muss man sich versichern? Warum zahlt nicht einfach der Staat die ganzen Behandlungskosten?

Arbeitet man zahlt der AG die Versicherung, ist man Selbstständig zahlt man selbst, ist man arbeitslos zahlt der Staat, also versichert ist wirklich JEDER. Durch Abschaffung der 200 Krankenkassen würde man 40 Milliarden Euro sparen, und wir würden zwar mehr Steuern zahlen, aber indirekt VIEL WENIGER.

Antwort
von RudiRatlos67, 8

Wozu gibt es in Deutschland Krankenkassen und warum muss man sich
versichern? Warum zahlt nicht einfach der Staat die ganzen
Behandlungskosten?

Das Prinzip wäre durchaus machbar.....
Dafür müssten wir dann alle 14,6 % mehr von unserem Einkommen abgeben, anstatt so wie es Heute ist nur 7,3 % plus Mehrbeitrag. Die anderen 7,3 % zahlt nämlich der Arbeitgeber aus eigener Tasche bei jedem der einen Job hat (auch für Geringverdiener zahlen Arbeitgeber einen Obulus an die Knappschaftliche Krankenkasse)

Antwort
von FordPrefect, 15

Weil - wie man beispielhaft in UK sehen kann - dieses System noch schlechter für alle Anspruchsberechtigten funktioniert. Warum kommen wohl soo viele Patienten aus UK nach D, NL, F etc., um nicht wochen- oder monatelang auf eine OP warten zu müssen? Die Fachkliniken im Norden wären ohne diese Zusatzpatienten zum Teil schlecht ausgelastet...


Antwort
von implying, 13

ich würde mal behaupten, dass das deshalb sinn macht, damit der staat nicht darüber entscheidet wer krank ist, und wer nicht. guck dir mal an wie die mit manchen sozialleistungen rumhardern... und dann stell dir vor du willst ne behandlung vom staat bezahlt haben. bis der papierkram erledigt wäre bist du längst tot.

Antwort
von derkletterer, 4

Zerst einmal sollte man beachten, dass das deutsche Gesundheitssystem eins der besten ist, die es auf diesem Planeten gibt. Insofern sollten wir uns schon mal glücklich schätzen! ABER du hast aus meiner Sicht vollkommen recht. Eine derartig hohe Zahl an gesetzlichen Krankenkassen und dann noch die Privaten dazu, ist vollkommen unnötig. Die gesetliche KK an sich wird natürlich benötigt, da das ja quasi schon die "staatliche Stelle" für die Verwahtlung der Gelder für das Gesundheitsystem ist. Die ziehen ja nicht nur Beiträge ein und feiern Parties. Aber sinnvoll wäre die Abschaffung der privaten Versicherungen. PKV sind unsolidarisch und alles andere als sozial. Private Zusatzversicherungen wären für mich ok.

Und dann sollte man die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen auf eine minimale Anzahl schrumpfen. Aus Verwaltungsgründen kann es schon Sinn machen drei oder vier Versicherungen zu haben, aber nicht mehrere hundert. Aber die Idee ist nicht neu. Das Problem ist, dass man dafür ersteinmal eine Heerschar von Lobbyisten aufknüpfen müßte, oder zumindest Lobbyismus unter Strafe stellen.

Antwort
von Herb3472, 6

Da die Kosten staatlicher Institutionen hauptsächlich durch exorbitant hohe Personalkosten gekennzeichnet sind (jede Partei versucht schließlich die Spielfiguren ihrer Macht entsprechend zu positionieren) glaube ich eher an eine Kostenexplosion denn an eine Kostenersparnis.

Antwort
von Omikron6, 10

"Arbeitet man zahlt der AG die Versicherung."

Falsch. Der Arbeitgeber führt lediglich die Krankenversicherungsbeiträge ab. Von dem abgeführetn Betrag zahlst du die Hälfte, der dir vom Lohn abgezogen wird.

Antwort
von MrMiles, 11

Eigentlich zahlt man immer zu einem Teil selbst, egal in welcher von den 3 von dir beschriebenen Formen man lebt. Als AN trägt man immer einen Anteil. Als Arbeitsloser wird die KH mit ins Arbeitslosengeld einberechnet.

Im jetzigen Model hat man die Wahl. Ein staatliches Model würde ein Monopol darstellen.

Antwort
von Silverhead2010, 5

Arbeitet man, zahlt der AG die Versicherung?

Wo?

Also ich zahl ca. 14% Krankenkassenbeitrag.

Du musst dich in Deutschland nicht krankenversichern, wenn du das absolut nicht willst.

Dann zahlst du dich halt dämlich, wenn doch mal was ist beim Arzt...und zahlst die Behandlung bar.

Kommentar von FordPrefect ,

Du musst dich in Deutschland nicht krankenversichern, wenn du das absolut nicht willst.

Warum wird das bloß immer noch kolportiert, obwohl wir seit 2007 eine Krankenversicherungspflicht in D haben? Tatsächlich ist *jeder* in D mit Wohnsitz gemeldete versichert (s. u.a. § 5 SGB V). Nur zahlen viele ihre Beiträge nicht respektive haben es bis heute versäumt, sich bei der für sie zuständigen KK zu melden.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

@FordPerfect

das ist leider nicht ganz richtig..... Es ist längst nicht jeder in Deutschland krankenversichert, trotz der seit 2008 ! ! ! bestehenden Krankenversicherungspflicht.
Richtig ist; jeder der einen festen Wohnsitz in Deutschland hat, ist auch krankenversichert, wobei ich da auch nicht hundertprozent sicher bin. Das system ist jedenfalls noch nicht 100% wasserdicht.

Kommentar von FordPrefect ,

Es ist längst nicht jeder in Deutschland krankenversichert,

Da irrst du dich. Tatsächlich *ist* jeder versichert, nur muss sich jeder bei der Versicherung selbst melden, bei der er zuletzt versichert war. Da es in D kein Gesamtregister aller Versicherten gibt, kann der VR gar nicht wissen, ob Person A nun zwischenzeitlich woanders versichert ist oder kraft Gesetz wieder bei ihm selbst.

Wer sich wegen Beistandsrückständen nicht selbst meldet, fällt auch solange nicht auf, wie er nicht plötzlich entweder aufgrund Statuswechsels oder medizinischem Notfalls einen Versicherungsnachweis beibringen muss.

Antwort
von schleudermaxe, 13

... man muß, und dies ist auch gut so. Warum aber viele für andere mitbezahlen müssen, verstehe wer will. Meinen MdB habe ich auf den Topf gesetzt, Ergebnis: Ist eben so.

Meine Familie würden sich auch freuen, für so rd. 50 EUR/Monat komplett abgesichert zu sein, so wie die, die der "Staat" sponsert.

Kommentar von PatrickLassan ,

Warum aber viele für andere mitbezahlen müssen, verstehe wer will.

Das ist bei jeder Versicherung so.

#solidargemeinschaft

Kommentar von Herb3472 ,

Warum aber viele für andere mitbezahlen müssen, verstehe wer will. Meinen MdB habe ich auf den Topf gesetzt, Ergebnis: Ist eben so.

Dann kannst Du nur hoffen, nicht ernsthaft krank zu werden - denn dann wäre Dein Topf sehr schnell aufgebraucht. Du hast offensichtlich keine Ahnung, was z.B. manche Krebsbehandlungen, Operationen oder Behandlungen von chronisch erkrankten Menschen kosten.





Kommentar von schleudermaxe ,

Nun einmal nicht so kühn, wenn denn die Kasse einen bestimmten solidarischen Satz benötigt, warum darf der Gesetzgeber davon abweichend der Kasse andere Weisung geben?

Es gibt einen Beitragsatz und weit, wirklich weit darunter, wird vom Staat bezahlt für die Hartzer und Migranten und Kinder nicht einmal der Verwaltungskostenanteil. Tolle Wurst, es sind ja nur einige Millionen solcher Mitglieder und für jeden fehlt so rd. 200 EUR den Kassen..

Antwort
von grubenschmalz, 8

Warum zahlt nicht einfach der Staat die ganzen Behandlungskosten?

Weil der Staat nicht allen Mist organisieren muss. Zudem ist Konkurrenz immer gut.

Antwort
von robi187, 7

wir elben in eine sozialen marktwirschaft?

und nicht in einer planwirtschaft? denn die sind nicht so erfogreich wie wenn alles seinen freien markt hat? (leider ist das kartellamt nicht so wache wie es sein sollte)

Kommentar von RudiRatlos67 ,

also ich habe da ganz schwer die Vermutung das Du da irgendwas verwechselst... Das Eine hat mit dem Anderen nicht mal das Geringste zu tun.

Kommentar von robi187 ,

wenn man sagt der staat soll was übernehmen? dann frag mal VWL-er. die verstehen was ich da geschrieben habe?

Antwort
von Herb3472, 10

Durch Abschaffung der 200 Krankenkassen würde man 40 Milliarden Euro sparen

Wie kommst Du auf diesen Betrag?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten