WeissVogel am 23.01.2009 um 14:21 Uhr
Warum machen sich Menschen so viele Gedanken, ob ein spezielles Gericht "gesund" ist oder nicht? Da der Mensch sich doch nicht nur von diesem einen ernährt, würde es doch auch gar nicht ins Gewicht fallen, wenn da einmal etwas enthalten ist, was nicht so gesund ist - er ißt das doch höchstens 2 bis 3x im Jahr.
Haben wir verlernt zu genießen, verlernt die Sinnlichkeit des Essens zu begreifen und sind durch Überinformation zu kulinarischen Angsthasen geworden?
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Habe zu dem Thema schon sehr gute Argumentationen gehört, die ich so nicht rüberbringen kann.
Ich selbst sündige zwar auch selten einmal, aber eigtl. halte ich die Frage für bedenklich.
Bestimmt haben die meisten schon von vergleichen gehört mit dem Auto, dem Haustier usw. Genauso, wie diese Dinge bei Falscher "Behandlung" Leistungsfähigkeit und Stabiliät/Lebensdauer einbüßen passiert das beim Menschen.
Wieso soll ich mich den Vergiften oder meinem Organismus essentielle Dinge vorenthalten etc.
Alkohol und Nikotin fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, weil sie als Gifte eingestugft werden. Statt mich einmal die Woche zu betrinken kann ich auch einmal die Woche 10 mg Cyanid nehmen. Kommt auf das selbe hinaus.
Essen hat eine sehr starke pschychologische Bedeutung. Unzufriedene Menschen ernähren sich i.d.R(!) ungesünder, als glückliche, ausgeglichene Menschen. Essen erweckt ein Gefühl von Geborgenheit, Wärme 'zu Hause'. Glückshormone werden ausgeschüttet. Die langfristigen Folgen sind - resultierend aus dem ungesundem Körper (Hormonhaushalt gestört, mangelnde geistige+körperliche Fitness) usw. Ein ausgeglichener Körper/Geist, der eine richtige Ernährung 'gelernt' hat - hat auch automatisch ein anderes Geschmacksempfinden etwickelt. Und sendet dem Bewusstsein, was er wirklich braucht (auf den Körper hören) (Manche Leute Ekeln sich vor McDoof-Produkten. Andere lieben sie)-> Bewusster/achtsamer Konsum.Spekulationen, inwieweit mann Essen mit anderen Drogen vergleichen kann, überlasse ich anderen.
Wie gesagt - ich selbst "sündige" auch manchmal. Es gibt jedoch andere Möglichkeiten sich die Befriedigung zu holen, die sich viele frustrierte Menschen im Essen holen.

Wenn "die Sinnlichkeit des Essens" meinen Cholesterinspiegel in die Höhe treibt, dann habe ich bald "die Sinnlichkeit einer Krankheit". Also doch besser gesund ernähren. Denn das kann sehr gut schmecken.
WeissVogel am 23. Januar 2009 14:31 Du wirst ja doch nicht immer Dinge essen, die den Cholesterinspiegel erhöhen. Ich glaube, wenn man nicht immer hinterfragt, ob das, was man ißt gesund ist, kann man sich auch "gesund" ernähren - man nimmt doch nicht mit jedem "Ding" das man ißt schädigende Inhaltsstoffe zu sich.
muss es doch nicht, wer sagt denn das?
WeissVogel am 23. Januar 2009 14:23 Ich kam wegen der "Sauerbraten-Frage" von eben auf meine Frage... http://www.gutefrage.net/frage/ist-sauerbraten-gesund
ja ich glaube wir haben die sinnlichkeit fürs essen verloren.wie oft wird zwischendurch "schnell" was gegessen,unterwegs fast food,abends vordem fernseher....
D.H.!

Ich glaube, ein Umschwenken zu "alles muss gesund sein" passiert ohnehin nur im Extremfall und nachdem man sich dauerhaft zu ungesund ernährt und entsprechend an Gewicht zugelegt hat - in jedem anderen fall geht es nur um Ausgewogenheit. Sinnlichkeit sollte dabei so oder so nicht verloren gehen, da gebe ich dir vollkommen recht. Und sofern du kein Problem mit deiner Figur bzw. mit deiner Gesundheit hast, wird dir wohl auch niemand einen Schweinsbraten madig reden - und wer's doch tut, will doch eher sein eigenes Gewissen beruhigen, ähnlich ehemaligen Rauchern, die von einem Moment auf den anderen (und nicht zuletzt, weil sie es ja GESCHAFFT haben) jede Zigarette verdammen...

Ich habe 2 Kinder, und ich kann nicht sagen, das wir uns immer gesund ernähren. Bei uns kommt alles auf den Tisch, was uns schmeckt. Sicher gibt es bei uns auch viel Obst und Gemüse, aber nicht um uns gesund zu ernähren, sondern weils einfach nur schmeckt.
Schönes Beispiel.
Man kann sich halt auch von Obst, Gemüse etc. entwöhnen. Dan schmeckst nicht mehr.
Umgekehrt gehts auch. Mann kann den Körper soweit bringen, dass er die "richtigen" Signale ans Hirn sendet.
D.H. Der Körper, wenn er richtig funktioniert sagt dem Bewusstsein: gutes Essen schmeckt gut.
Ich denke, es ist mehr die Völlerei, die uns fett und krank macht, nicht die einzelne Speise, die man auch genießen darf.
ist was drann d.h.!
Wir essen was uns schmeckt. Komischerweise sind wir alle mehr oder weniger gesund.
Wie war das:
jeder 2. Deutsche ist Übergewichtig? Sagen wir mal 1/3 ist dann sehr ("ungesundt") Übergewichtig.
schonmal was von 'Zivilisationskrankheiten' gehört? Viele Davon resultieren aus oder hängen zusammen mit falscher Ernährung.
==> Dein "alle" kann sich nicht auf mehr als 1/4 aller Deutschen beziehen.

damit dir nicht schlecht wird und du krank wirst!!!!
WeissVogel am 23. Januar 2009 14:25 Ich habe mich immer von dem ernährt, was mir schmeckt und habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ob es gesund ist oder nicht - und bin trotz meines hohen Alters noch immer kerngesund, alle Körperwerte stimmen und ich war nie im Krankenhaus - außer bei der Geburt meiner Kinder.
Maxi98 am 1. Februar 2009 15:07 und bei ihrer geburt
letzteres trifft es wohl genau. man lässt sich zu viel angs durch die medien einjagen und weis selbst nicht mehr, was man nun beruhigt essen kann und was nicht.
Es liegt an einem selbst, ob er sich die Mühe machen will rauszufinden, wie er das beste aus seinem Leben machen kann.
Ein erweitertes Wissen über Ernährung und Fitness gehört für mich unbedingt dazu.

Dein letzter Satz trifft voll und ganz auch meine Meinung - das ist m.E. der Dreh und Angelpunkt des "Problemes"

Essen muss erst mal schmecken! Was nützt die gesündeste Mahlzeit, wenn ich sie nicht anrühre, weil sie nicht schmeckt?
Es gibt Kinder die MÖGEN keine Getränke, außer Cola, Fanta usw.
Oder die Überhaupt kein Gemüse mögen.
"Was nützt die gesündeste Mahlzeit, wenn ich sie nicht anrühre, weil sie nicht schmeckt?" >> wenn Dir weder Gemüse noch Obsts schmeckt, solltest du diese Trotzdem Essen. Du kannst dich daran gewöhnen oder die Zubereitung ändern. zB selbsgemachten Katschup, statt Tomaten. Bananen-Milchshake, statt Banane putr etc.

Ich glaube schon, dass wir gelernt haben zu genießen. Das zeigt deine Frage, weil für viele Leute "Genuss" was mit ungesund, maßlos, fettig, süß, Nervengiften (Tabak, Kaffee, Kakao und Alkohol werden als Genussmittel bezeichnet, obwohl sie nur "Gift" und nichts wirklich Genussvolles enthalten) zu tun hat. Für mich bedeutet jedoch Genuss, etwas zu essen, was meinem Körper gut tut und meine Geschmacksnerven anspricht, nicht überlastet oder ihnen etwas vortäuscht, z.B, mit künstlichen Geschmacksverstärkern. Natürlich esse ich auch mal etwas Ungeundes, aber Obst ist für mich mittlerweile mindestens genauso lecker geworden, wie es Schoolade für mich früher war. Manchmal esse ich tagelang keine Süßigkeiten und mir fehlt nichts.