Frage von Furzer, 97

Warum muss ein Beamter oder ein Selbstständiger eigentlich privat krankenversichert sein?

Antwort
von kevin1905, 47

Nein.

Kann beide halten wie sie möchten. Beide Personengruppen sich versicherungsfrei (§ 6 SGB V) in der gesetzlichen Krankenversicherung und damit auch in der Pflegeversicherung.

Es steht ihnen also die Wahl des Systems offen.

Antwort
von Dickie59, 37

Hallo,

für den beamten macht die GKV keinen Sinn, da der Dienstherr sich an den Beiträgen dann nicht beteiligt.

Außerdem hat der PKV Versicherer eine Annahmezwang, mit max. 30% Risikozuschlag wegen Vorerkrankungen, damit fährt der Beamte immer noch besser, da er auch von besseren Behandlungsmethoden profitiert, die des SGB V (GKV Leistungen) sind gesetzlich gedeckelt oder eingeschränkt.

Beim Selbständigen soll der Berater so manches mal auf das Geschäft verzichten und lieber eine gute GKV mit Krankentagegeld (dann gesetzlich/ohne Gesundheitsprüfung oder privat), entsprechend der Entwicklung der Situation empfehlen.

Beste Grüße

Dickie59

Kommentar von basiswissen ,

Der Annahmezwang im Sinne der Öffnungsklausel wird aber einerseits nicht von allen Gesellschaften angeboten und gilt auch dann nur bei Erstverbeamtung. Außerdem hat diese Aussage gar nichts mit der Beantwortung dieser Frage zu tun. Wenn du so etwas hineinbringst dann gibt es bitte so wieder wie es auch korrekt ist.

Kommentar von Dickie59 ,

in der Tat ist es so, dass nicht alle Gesellschaften diese Öffnungsklausel anbieten, aber du bringst es auf den Punkt, wieviel Fachlichkeit muss man auf die Frage geben? Wann ist der Punkt der allgemeinen nicht zu weitgehenden Antwort erreicht? Ich denke mit dem Begriff "Öffnungsklausel" gehen wir tiefer in den fachlichen Bereich, der nicht gefragt war. Dennoch bleibt der Vorteil des Bematen zur Beantwortung gewahrt, für den einfacheren Begriff "Annahmezwang" ... einverstanden?

Kommentar von Apolon ,

@Dickie59,

wenn man in einem Forum Fachbegriffe verwendet, sollte man aber schon darauf achten, dass die Erläuterungen dazu richtig sind.

 Außerdem hat der PKV Versicherer eine Annahmezwang, mit max. 30% Risikozuschlag wegen Vorerkrankungen,

Und dies ist so pauschal falsch.

Nur in besonderen Fällen ist diese Beamten-Öffnungsklausel anzuwenden. Bedeutet sie gilt nicht immer!

Kommentar von Dickie59 ,

Danke für den Hinweis, der Fachbegriff beginnt für mich mit dem Hinweis Öffnungsklausel...

Antwort
von basiswissen, 28

Er MUSS nicht.... Er kann sich auch "freiwillig" in der GKV versichern. Ob das lohnt ist eine ganz andere Sache, das muss jeder für sich prüfen und entscheiden.

Antwort
von asdundab, 61

Er kann auch gesetzlich versichert sein, wenn er vorher noch nie privat versichert war. Aber eine GK lohnt sich in diesem Fall kaum.

Kommentar von Furzer ,

Warum lohnt die sich nicht? Das ist ja meine Frage.

Kommentar von asdundab ,

Weil da gesetzlich bei diesem Einkommen erheblich teuerer als privat ist, bei fast gleicher Leistung.

Kommentar von michi57319 ,

Quatsch. Alles eine Frage des Einkommens. Wenn man gründet, ist kein Geld für die PKV da.

Kommentar von Griesuh ,

asdundab: wo hast du denn diese Binsenweisheit her?

mache dich einmal über die freiwillige GKV schlau bevor du hier so einen Quarkerzählst.

Du kommst in der GKV freiwilligversichert besser weg als in der PKV.

Kommentar von asdundab ,

Ja klar, aber i.a.R. ist das Einkommen Selbstäntiger nach kurzer Zeit höher als des eines Arbeitnehmers, und somit auch die GK teuerer, da sie sich nach dem Einkommen berechnet, das ja zum großen Teil auch für laufende Kosten der Firma draufgeht, deshalb ist die PKV hier meisst billiger als die GK.

Kommentar von michi57319 ,

In jungen Jahren mag das stimmen, in der Lebensmitte ist man mit der GKV deutlich besser dran. Die PKV nimmt dann so saftige Aufschläge, daß das alles nicht bezahlbar ist. Und nicht bleibt. Als Negativbeispiel sehe ich ja die Beiträge meines 72-jährigen Vaters, der sich als selbständiger Handwerker irgendwann mal von der GKV verabschiedet hat. Es gibt Fehler, die nicht generationsübergreifend wiederholt werden müssen. Die PKV ist auch für junge Menschen deshalb kritisch zu sehen, weil die Tendenz in Richtung Grundversicherung für alle geht.

Kommentar von kevin1905 ,

Aber eine GK lohnt sich in diesem Fall kaum.

Für Beamte bin ich weitestgehend bei dir, bei Selbständigen muss man das etwas differenzierter betrachten.

Über 40, Vorerkrankungen und nicht arbeitende Familienangehörigen? Dann wäre PKV eine ganz dumme Entscheidung!

Antwort
von michi57319, 49

Ich bin selbständig, aber freiwillig gesetzlich versichert. Aus guten Gründen!

PKV = zu teuer und zu unsicher.

GKV + Zusatzversicherungen ist günstiger und besser.

Kommentar von basiswissen ,

Das ist ein gutes Beispiel dafür dass jeder seine eigene Entscheidung treffen muss. Ich persönlich kann zwar nicht nachvollziehen was an der PKV zu unsicher ist, aber ich musste diese Entscheidung für mich in dieser Form ja auch nicht treffen.

Kommentar von michi57319 ,

Ich bin vorbelastet und müßte in der PKV horrende Zusatzbeiträge zahlen. Da ich auch nicht absehen kann, wie sich das System weiterhin verschlechtert, denn das tut es, bin ich in der GKV deutlich besser aufgehoben.

Kommentar von Dickie59 ,

deshalb hattest du die Möglichkeit in der GKV zu verbleiben, aber ehrlich: nur wer sich mit den Leistungen des SGB V (GKV) und Leistungskatalogen der PKV auseinandersetzt weiß, wieviel Leistungen mehr ein Privatversicherte bekommt.

Und bezogen auf die Leistungen:

die GKV hat sich seit den 70zigern Jahren in den Beiträgen, im Verhältnis bezogen auf die Beitragsbemessungsgrenze, um ein vielfaches mehr - bei vollzogenen Leistungsabbau - erhöht...

Dennoch ist es gut, das es die GKV gibt, und das die Kindern "noch" in der Familienversicherung kostenlos mitversichert werden können....

Kommentar von Apolon ,

 Ich bin selbständig, aber freiwillig gesetzlich versichert. Aus guten Gründen!

Da muss ich dir aber widersprechen.

Man sollte hier allerdings auch darauf hinweisen, dass es auf das Eintrittsalter in die PkV/GKV ankommt / auf das. mtl. Einkommen / auf die Familienverhältnisse (wer muss mitversichert werden) und natürlich auch auf den Gesundheitszustand.

So mal kurze Infos zu mir - Selbständig seit meinen 28 Lebensjahr in der PKV und habe mtl. die ersparten Beiträge in eine Altersversorgung eingezahlt.

Ab Rentenbeginn, wird meine PKV durch meine private Altersversorgung bezahlt und mit dem Rest kann ich noch einmal pro Jahr einen schönen Urlaub verbringen.

Kommentar von michi57319 ,

Ich war als Angestellte schon mal in der PKV, kenne das System also. Selbständige wurde ich mit 37 Jahren. Wer ist da noch kerngesund? DAS war der absolut ausschlaggebende Punkt, weil ich die immens hohen Monatsbeiträge überhaupt nicht hätte bezahlen können. Sie wären doppelt so hoch gewesen, wie die GKV. Ich habe keine Kinder.

Antwort
von Pangaea, 37

Weil es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht gibt. Man kann aber auch freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sein. http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherungspflicht/

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