Frage von Jipslica, 14

Warum muss Ehegatte nicht zustimmen, wenn auf eine vermietete Liegenschaft eine Hypothek aufgenommen wird?

In der Schweiz muss der Ehegatte bei der Aufnahme einer Hypothek nur zustimmen, wenn die Hypothek auf die Liegenschaft aufgenommen wird, in der die Eheleute wohnen. Wenn zb. der Ehemann eine Hypothek auf ein Vermietetes Objekt aufnimmt, bei dem er Alleineigentümer ist muss die Ehefrau nicht zustimmen, er kann also Schulden machen, ohne dass die Frau dies mitbekommt. Wäre das Objekt jedoch nicht vermietet, müsste die Ehefrau der Hypothek zustimmen. Warum ist das so, die Schulden gehören dann ja trotzdem beiden (Ehestand mit Errungenschaftsbeteiligung)?

Antwort
von Detlef32, 9

Durch die Aufnahme einer Hypothek verändert sich am Vermögensstand erst mal nix. Das Objekt wird belastet = negativ und das Konto wird erhöht also positiv. Also im Sinne einer Bilanz der Errungenschaftsbeteiligung hat sich  nichts geändert.

Es scheint so zu sein, dass das eigengenutzte Haus in der CH ein besonderes Gut ist (wahrscheinlich von früher damit nicht weinende Waisen auf der Strasse sitzen). In D muss nur der Eigentümer zustimmen. Und das erscheint mir doch sehr viel besser zur modernen Lebensform zu passen.

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