Frage von qwwww, 121

Warum müssen nur Männer in der Schweiz Wehrdienst leisten?

Die Frauen aber nicht! Ist das nicht Diskriminierung?

Antwort
von ApoRes, 81

Wenn dann ist das überhaupt nur Sexismus.
Ich weiß nicht in wie fern das möglich ist aber sicher kann eine Frau sich auch freiwillig melden für den Wehrdienst ebenso in Deutschland sollte sie sich benachteiligt fühlen. 

Generell ist der Beruf des Soldaten/tin immer noch in vielerlei Köpfe ein Männerberuf wobei ich in meiner Dienstzeit einige Frauen treffen durfte die selbst ihren Männlichen Kollegen imponiert haben. 

Von daher schade das es so ist aber genau kann das wohl nur euer Verteidigunsminister oder wie auch immer der heißen mag in der Schweiz beantworten. 

Kommentar von SchakKlusoh ,

NUR Sexismus. Cool. Das heißt, die Männer dürfen töten und getötet werden NUR aus Sexismus.

Hmmm, Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich bei den gefallenen Soldaten und Soldatinnen bedankt und deren Angehörigen ihr Beileid ausgedrückt. - In Afghanistan starb keine einzige deutsche Soldatin.

http://www.frau-ohne-welt.de/soldatinnen-und-soldaten/

Kommentar von ApoRes ,

Was möchtest du mir damit jetzt erzählen ? 
Das töten hat nichts mit Sexismus jedoch aber die Einschränkung der Berufsgruppe bzw der Pflicht gegenüber. 

Ich glaube ich habe lange genug gedient um mir eine solche Aussage erlauben zu dürfen. 
Und die Behauptung es wäre keine Frau in Afghanistan gestorben ist nur bedingt richtig. 

Antwort
von Bueskytter, 45

In der Schweiz ist die allgemeine Wehrpflicht gemäß Art. 59 der Bundesverfassung explizit nur für männliche Staatsbürger vorgesehen. Im Klartext steht dort: 

Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten. Wehrpflichtige Männer, die weder Militär- noch Ersatzdienst leisten, schulden die Ersatzabgabe (Art. 59 Abs. 3 BV)

Für Frauen ist der Militärdienst freiwillig (Art. 59 Abs. 3 BV)

Ich bezweifle, dass diese Praxis noch zeitgemäß ist. Aber solange es keinen grundlegenden politischen Wechsel in der Schweiz gibt, wird es wohl dabei bleiben. Das Bundesgericht hat in einem Urteil entschieden, dass die allgemeine Wehrpflicht für Männer nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt – rechtlich kann man dagegen also nichts machen. 

Antwort
von surfenohneende, 39

Weil

1. Politik immer noch im gesellschaftlichen Mittelalter ( 19. Jh ) ist

2. Weil Neo-"Feministen" heute nur noch für Frauen Rechte kämpfen & nicht mehr für Gleichberechtigung  ...  Männer haben keine solche Vertretung ( wie die "Feministen") die Beachtung durch die Politik findet findet & dramatisch die Opfer-Rolle spielt

Antwort
von Republican, 68

Ist das nicht Diskriminierung?

Nein, ist es nicht. 

Die im schweizerischen Milizsystem geltende allgemeine Wehrpflicht für Männer verstösst nicht gegen das Diskriminierungsverbot in der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art. 14 EMRK). Zu diesem Schluss gelangt das Bundesgericht im Falle eines dienstuntauglichen Mannes, der den Wehrpflichtersatz nicht bezahlen wollte, solange Frauen davon befreit sind.

Das Bundesgericht schreibt in der Urteilsbegründung, dass die Bundesverfassung eine allgemeine Pflicht zur Leistung von Militärdienst nur für Männer vor sehe (Art. 59 Abs. 1 BV). Für Frauen ist der Militärdienst freiwillig (Art. 59 Abs. 3 BV). (Quelle: http://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/frau-mann/gleichstel...)

Das Urteil ist zu begrüßen, denn es berücksichtigt die gesellschaftliche Realität. Frauen leisten noch immer den Löwenanteil aller unbezahlten sozialen Arbeit, sei es in der Familienarbeit, bei der Pflege von Angehörigen oder im Ehrenamt. Es ist daher gut, dass Frauen zum Militär können, es aber nicht müssen. 

Kommentar von Purphoros ,

Natürlich ist es eine Diskriminierung. Dass diese Diskriminierung vom Gesetz gedeckt wird, macht es eigentlich nur noch schlimmer.

Es ist auch absolut nicht sinnvoll, eine Ungerechtigkeit durch eine andere rechtzufertigen oder auszugleichen.

Kommentar von Republican ,

Ich halte die Wehrpflicht grundsätzlich nicht für sinnvoll. Bevor man Überlegungen anstellt, die Wehrpflicht auch auf Frauen auszudehnen, sollte man sich vielleicht Gedanken machen, diese gänzlich abzuschaffen. 

Kommentar von dadita ,

Natürlich ist es Diskriminierung. Keine Frau wird heute dazu gezwungen diese soziale Arbeit zu leisten und es gibt diverse (berechtigte) Bestrebungen von Seiten der Politik diese Ungleichverteilung zu ändern.

Dieses Urteil ist, wie alle Urteile des Bundesgerichtes im Bezug auf die perverse Wehrzwangsarbeit, eine Schande für dieses Gericht. 

Generell ist es absolut inakzeptabel dass ein zivilisierter Staat einen Teil seiner Jugend derart ausbeutet. Zwangsarbeit ist eines modernen Staates unwürdig. 

Antwort
von xo0ox, 31

Doch das ist Diskriminierung, aber da schreit keine Frau nach Gleichberechtigung, also interessiert das auch keinen.

Antwort
von istdaskritisch, 64

Nein, es ist Sexismus

Aber hey "Eine Frau kann gleichviel leisten wie ein mann, verdient aber weniger Lohn"

Ich zahl jedes jahr 400 Franken (oder 3 prozent meines Jahres gehaltes) weil ich nicht 2 Jahre meines lebens auf Soldat spielen verschwenden wollte und weil ich einen Penis habe

Kommentar von SchakKlusoh ,

Du hast Recht, daß es sexistisch ist.

Das Argument lautet: Männer sind weniger wert (weil sie keine Kinder bekommen) und deshalb ist es "nicht so schlimm", wenn sie sterben.

"Eine Frau kann gleichviel leisten wie ein mann, verdient aber weniger Lohn"


Das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern 2014 belief sich auf 15,1 Prozent (2012: 18,9%). 

http://www.equalpayday.ch/

Dieses Lohngefälle beruht darauf, daß Frauen im Durchschnitt weniger Geld verdienen als Männer. In diesem Durchschnitt ist nicht berücksichtigt, daß Frauen weniger Stunden arbeiten und in anderen Berufen arbeiten als Männer. Wenn man diese Unterschiede wegrechnet, bekommen Frauen für die gleiche Arbeit auch gleichen Lohn.

Die Statistik (und die daraus behauptete Lohndiskriminierung) beruht auf einem Äpfel-Birnen-Vergleich.

http://www.equalpayday.ch/fileadmin/user\_upload/2016/Argumentaire/2016\_EPD\_we...

Wenn man diese PDF durchliest, merkt man, daß zB. einfach alle Arten und Größen von Betrieben zusammengeworfen werden. Auch wird von "gleichwertiger" Arbeit (wer beurteilt dies?) und nicht von gleicher Arbeit gesprochen.

Einfach gesagt: Die Statistik ist politisch gefälscht.

Antwort
von dreamerdk, 61

das war ja immerhin in Deutschland auch bis vor wenigen Jahren so... na das ist ja so, als würdest du alle Männer zum Häkelunterricht bzw. Zopfflecht-Unterricht schicken^^

Antwort
von Idiealot, 58

Also bei der Riesenarmee der Schweizer...würde ich nun nicht so sehen. Aber die Schweizer sind auch die Einzigen die bei einer nuklearen Katastrophe rauslaufen und rufen "Was war das für ein Geräusch?"... *g*

Und wer einen Korkenzieher am Messer hat ist sowieso nur beschränkt vertrauenswürdig ;-))


Kommentar von xo0ox ,

Wenigstens bringen wir es fertig die komplette Bevölkerung unterzubringen im Falle einer nuklearen Katastrophe.

http://www.welt.de/politik/ausland/article13481396/Warum-bauen-die-Schweizer-so-...

Kommentar von Idiealot ,

Richtig. Sind ja nur ein paar^^

Antwort
von Odin17112013, 71

Warum kann ich dir leider nicht sagen aber es ist keine Diskriminierung

Kommentar von SchakKlusoh ,

Sagt wer?

Antwort
von Wopsel, 34

Weil Frauen beim Schießen umfallen!!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community