Warum müssen manche Personen beim Gericht unter Eid aussagen und "Ich schwöre" sagen?

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5 Antworten

*Eid



Eidesleistung; Eidesformel

(1) Der Eid mit religiöser Beteuerung wird in der Weise geleistet, dass der Richter die Eidesnorm mit der Eingangsformel:

"Sie schwören bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden"

vorspricht und der Schwurpflichtige darauf die Worte spricht (Eidesformel):

"Ich schwöre es, so wahr mir Gott helfe."

(2) Der Eid ohne religiöse Beteuerung wird in der Weise geleistet, dass der Richter die Eidesnorm mit der Eingangsformel:

"Sie schwören"

vorspricht und der Schwurpflichtige darauf die Worte spricht (Eidesformel):

"Ich schwöre es."

(3) Gibt der Schwurpflichtige an, dass er als Mitglied einer Religions- oder Bekenntnisgemeinschaft eine Beteuerungsformel dieser Gemeinschaft verwenden wolle, so kann er diese dem Eid anfügen.

(4) Der Schwörende soll bei der Eidesleistung die rechte Hand erheben.

(5) Sollen mehrere Personen gleichzeitig einen Eid leisten, so wird die Eidesformel von jedem Schwurpflichtigen einzeln gesprochen.


https://dejure.org/gesetze/ZPO/481.html


https://de.wikipedia.org/wiki/Eid



Der Eid (auch leiblicher Eid genannt) dient der persönlichen Bekräftigung einer Aussage.

Er verpflichtet zur Wahrheit (z. B. in Gerichtsverfahren) und zum Tragen der Konsequenzen (z. B. beim Fahneneid) der Eidaussage. Der Eid wird oft als bedingte Selbstverfluchung bezeichnet, da bei einem Eid mit religiöser Beteuerung eine Gottheit als Eideshelfer und als Rächer der Unwahrheit angerufen wird. Eide gibt es nicht nur in der europäischen Rechtstradition (z. B. bei den Griechen, Römern und Kelten), sondern auch in China, im alten Israel und bei zahlreichen ethnologisch untersuchtenindigenen Völkern. Der altgriechische Eid des Hippokrates verpflichtete Ärzte zur Einhaltung ihrer Berufspflichten und ethischer Prinzipien (u. a. die Kranken vor Schaden bewahren, die Pflicht zur Verschwiegenheit beachten).



§ 59 Strafprozessordnung:

Zeugen werden nur vereidigt, wenn es das Gericht wegen der ausschlaggebenden Bedeutung der Aussage oder zur Herbeiführung einer wahren Aussage nach seinem Ermessen für notwendig hält.





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Kommentar von CocoKiki2
28.06.2016, 15:44

ich schwör, voll gute antwort kater karlo.

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Kommentar von Groundwater
28.06.2016, 17:26

Sehr schön erkärt

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damit (Hin)Richter zur Wahrheit kommen, sonst gibts Fehlurteile

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§ 59 Strafprozessordnung:

"Zeugen werden nur vereidigt, wenn es das Gericht wegen der ausschlaggebenden Bedeutung der Aussage oder zur Herbeiführung einer wahren Aussage nach seinem Ermessen für notwendig hält."

Normalerweise wird nicht vereidigt.

Minderjährige dürfen nie vereidigt werden. Der Angeklagte und die Beteiligten an einer Straftat dürfen ebenfalls nicht vereidigt werden.

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Kommentar von uni1234
28.06.2016, 16:38

Stimmt nicht ganz. Nur vor dem Strafrichter dürfen Minderjährige nicht vereidigt werden. Beim Zivilgericht ist die Beeidung der Aussage ab dem vollendeten 16. Lebensjahr möglich (vgl. § 393 ZPO).

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"Ich schwöre, das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe."

den Eid durfte ich mal leisten :D

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Eit gibt es nicht, höchstens Eid.

Damit wird er verpflichtet die Wahrheit zu sagen. Sollte es sich später dann als Lüge heraus stellen, kann er entsprechend bestraft werden 

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