Frage von Simong666, 1.020

Warum müssen manche Menschen immer versuchen anderen Leuten Ihre Religion aufzuzwingen?

Ich sehe das überall, auch hier auf GF.net dass Leute immer andere davon überzeugen wollen das Ihr Glaube oder eben Ihr Unglaube der einzig Wahre sind.

Warum denken viele, dass Sie anderen Leuten Ihre Religion aufdrücken müssen? Es spielt doch schlussendlich keine Rolle was man glaubt, sei man nun Atheist, Christ, Jude, Moslem, Pastafari oder Hindu. Es ist doch vollkommen unabhängig davon ob jemand ein guter oder ein schlechter Mensch ist.

Also, warum gibt es ständig Menschen die anderen Ihre Religion, bzw Ihren Unglauben aufdrücken müssen, was bringt das diesen Menschen.
Warum lässt man andersgläubige nicht einfach so leben wie sie wollen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Suboptimierer, 334

Das ist eine sehr gute Frage, die sich aber nicht nur auf den Bereich Religion beschränkt. Ständig liest man, welche Meinung über Flüchtlinge die beste zu sein hat. Bei politischen Fragen wird oft in dieselbe Trickkiste gegriffen.

Das sind i. d. R. keine richtigen Fragen, sondern rhetorische. Leider sind viele Fragesteller so geschickt, dass sie ihr Statement in einer legitimen Frage kleiden können.

Die Gründe sind unterschiedlich. Bei manchen ist es eine Abwehrreaktion, weil sie sich selber angegriffen fühlen. Manchen gehen die Argumente für ihre Religon aus oder können nichts gegen die Argumente gegen ihre Religion entgegnen. Manche sind wirklich davon überzeugt, dass es das beste für jeden wär, den eigenen Glauben anzunehmen. Bei manchen hat die Religion an sich einen bekehrenden, missionierenden Charakter. Manche denken vielleicht, sie wären gute Menschen, wenn sie eine gute Religion unter das Volk bringen; sie helfen quasi bei der Erlösung.

Wenn jemanden so eine Frage nicht interessiert, hat er zwei Möglichkeiten: Er ignoriert sie oder er setzt sich damit auseinander, springt also auf die "Provokation" an.

Ich meine, wenn jemand sich selber für den größten halten würde, dann gibt es doch genauso diejenigen, die sich denken "Lass den mal labern." und diejenigen, die darauf anspringen und unbedingt das Gegenteil beweisen müssen.

Das Phänomen gibt es in anderen Bereichen auch.

Kommentar von Fregrin ,

" Das ist eine sehr gute Frage, die sich aber nicht nur auf den Bereich Religion beschränkt."
+1

Antwort
von OnkelSchorsch, 553

Versuche, andere Menschen zum eigenen Glauben zu zwingen, sind meines Erachtens stets Ausdrücke eigener Glaubenszweifel.

Mit dem Versuch, andere zu überzeugen, wollen diese Eiferer eigentlich nur ihre eigene Unsicherheit überspielen.

Wer ruhig, sicher und gelassen in seinem Glauben steht, akzeptiert andere Glaubensansichten ohne Probleme und wird auch nicht versuchen, anderen Leuten seine eigenen Ansichten aufzudrängen.

Antwort
von Andrastor, 459

Religiöse Eiferer finden sehr oft Bestätigung darin andere zu überzeugen. Die Verbreitung ihres Glaubens bestätigt sie darin Recht zu haben, denn wenn sie nicht Recht hätten, dann hätte sich der Gesprächspartner ja nicht überzeugen lassen.

Außerdem motivieren die meisten Religionsgrundlagen (Bibel, Koran) dazu andere zu missionieren. Klar, die religiöse Gemeinschaft kann nur mit vielen Mitgliedern mächtig sein und mehr Mitglieder bedeuten mehr Macht und Geld für die klerikale Gemeinde.

Was Atheisten betrifft, gibt es sicher auch viele, welche ebenfalls Bestätigung für ihre Person darin finden andere zu überzeugen, aber ebenfalls viele, wenn nicht mehr, deren Ziel es ist andere zu belehren und ihnen die Augen zu öffnen.

Kommentar von earnest ,

Auch "belehren" finde ich keine gute Idee, Andrastor. Eine Belehrung ist immer "von-oben-herab".

Antwort
von Dhalwim, 34

Hallo Simon666

Das was du meinst ist Fanatismus, denn es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Frommheit und Fanatismus. Ein Fanatiker ist sogesehen besessen von der eigenen Ideologie (oder eben Religion), dass dieser daran sich klammert und auch strikt daran hält, als sei es eine Pflicht.

Solange nicht übertrieben wird ist es in Ordnung, denn egal wie man die Dinge sieht, die Realität lässt sich davon nicht beeindrucken. Es ist nur so, wenn der eine A sagt und der andere sagt B, dann widersprechen diese einander und das empfinden beide als Problem und "lösen" dieses nicht mit Worten sondern mit Gefechten.

Wenn dieser jemand denkt, er muss anderen seinen Glauben aufzwingen, dann ist es hier in der Realität im falschen Film, denn Ich selbst glaube daran, dass Gott uns einen freien Willen lässt was wir tun und lassen.

Und der Mensch nutzt diesen freien Willen, jedenfalls solange ihn andere Menschen lassen. Denn Zwang führt letzten endes nie zu etwas gutem, egal welche Absicht dahinter steckt. Es ist ja auch schließlich ein Unterschied, ob Ich Andersgläubiger sage oder Ungläubiger.

Und um zu sagen ob es eine Rolle spielt was du bist, da muss Ich dir leider widersprechen denn um zu sagen, es spielt sehr wohl eine Rolle ob und an was du glaubst, nämlich FÜR DICH SELBST spielt es eine wesentliche Rolle,

es gab auch Atheisten die immer wieder meinen Glauben hinterfragten. (Ich bin Römisch-Katholisch und es gab immer wieder dieselben nervigen Fragen, zum Beispiel die Leidfrage Gottes.) Hoffe Ich konnte deine Frage beantworten.

LG Dhalwim ;) :D

Antwort
von catchan, 134

Ich glaube hier spielen ein paar Faktoren eine Rolle:

1. Ein starkes Schwarz-Weiß-Denken:

Gläubige sind beispielsweise allle dumm, homophob und frauenfeindlich. Atheisten wiederum sind alle unmoralische Menschen.

Dass es unter jeder Gruppe solche und solche Menschen gibt wird dabei außer Acht gelassen.

2. Eine gewisse Unsicherheit im eigenen Glauben (egal ob Glaube oder Unglaube)

3. Die persönliche Überzeugung, den anderen Menschen zu helfen. Natürlich wird dabei außer Acht gelassen, dass ein anderer Mensch einen anderen Weg braucht.

Jetzt ist aber der Missionar auch nicht immer gleich der Missionar.  Da gibt es noch den anderen Typen.

4. Hass auf andere Gruppen.

Missionierung in dem Sinne, dass man die andere Gruppe auslöscht. Diese Art von Menschen haben auch oftmals nicht nur ein Problem mit Andersgläubige, sondern auch mit anderen Gruppen. Mir ist desöfteren aufgefallen, dass Leute, die sich stark gegen eine Gruppe positionieren auch oftmals Probleme mit anderen Gruppen haben.

Desweiteren ist zu beachten, dass Missionieren nicht nur im Religionsbereich zu finden ist. Zum Beispiel findet man auch Veganer und Fleischessern, die andere von ihrer Lebensweise zu überzeugen versuchen.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich an deiner Frage nichts Missionierendes finde, wie andere hier geschrieben haben.

Antwort
von BlauerSitzsack, 187

★ [12] Weil viele damit aufgewachsen sind und sich gar nichts anderes vorstellen können, als an das zu glauben, an was sie eben glauben. Es macht sie wütend, traurig, oder enttäuscht sie, wenn andere nicht der gleichen Meinung sind, dafür sollte man sie aber nicht verurteilen.

Stell dir einfach vor, du hasst Tunfischpizza, doch dein bester Kumpel verdrückt sie jeden Tag. Dann sagst du: "Wie kann man das nur essen?"

Wow, war das eine schechte Metapha.....

Manchen "schmeckt" der Glaube an Gott eben und anderen nicht und das ist völlig ok. Auch mit dem Aufzwingen hab ich mich mittlerweile abgefunden, das macht man ja nicht nur beim Glauben, sondern allgemein wenn man von was überzeugt ist.

"Hey, das neue I Phone ist besser, kauf dir das"

"Hey, du siehst voll ka**e aus, style dich mal um"

"Hey, ich mag Angela Merkel nicht, warum magst du sie?" <--- Jedem das seine!

Hoffe ich konnte dir helfen, habs zumindest versucht.

Antwort
von Undsonstso, 245

Ich sage mal, wer den Absolutheitsanspruch für seine Ansichten gepachtet meint, hat bezüglich seiner Persönlichkeit einige Defizite und ist für Fanatismus empfänglich bzw. lebt Verbal-Fanatismus.

Antwort
von danhof, 162

Ich spreche mal aus meiner christlichen Sicht.

Ich war früher "ungläubig", also eigentlich eher indifferent. Das heißt, ich glaubte irgendwie an nichts. Vielleicht gibt es einen Gott, wer weiß.

Vor ca. 8 Jahren hab ich mich dann zum Christentum bekehrt. Meine Frau und ich sind in einer evangelischen Freikirche (Baptisten).

Der Grund dafür, warum ich gern mit anderen über den Glauben spreche und am liebsten jedem Jesus näherbringen will ist, dass ich selbst jahrelang gesucht habe, und dass sich für mich seit meinem Christsein einiges einfach geklärt hat. Ich muss nicht mehr jedem Zeitgeist, jeder Mode hinterher rennen. Ich habe Antworten gefunden, die mich frei gemacht haben. Und ich habe eine Hoffnung auf die Ewigkeit, denn Jesus will uns beschenken – ohne Vorbedingungen.

Außerdem steht auch in der Bibel "Macht zu Jüngern alle Völker", sprich, erzählt allen von der guten Botschaft.

Ein Prediger hat es mal so gesagt: "Stell dir vor, Du bist auf einem riesigen Schiff, das unterzugehen droht. Alles rennt panisch durch die Gegend. Und DU weißt, wo die Rettungsboote sind. Warum solltest Du dieses Wissen für dich behalten?"

Also kurz zusammengefasst: Christen brennen für Jesus, Gott, die Bibel. Sie wollen, dass ihre Freunde dieses Gefühl auch kennenlernen, dass sie gerettet werden. Und die Bibel ermutigt Christen ebenfalls zum Weitergeben der frohen Kunde.

ABER: Wenn ich merke, dass sich jemand nicht für diese Themen interessiert, dann lasse ich ihn auch in Ruhe.

Kommentar von sarahj ,

seh' es mal so: wenn einer auf Droge ist, die ihm subjektiv den "totalen Durchblick" verschafft (und er ehrlich glaubt, darin eine spirituelle Wahrheit erkannt zu haben), wärst Du nicht auch genervt oder gar angeekelt, wenn er Dich ständig zu Drogenkonsum überreden wollte?
Gut wenn er dann (wie Du) damit aufhört. Aber viele werden immer penetranter...

Kommentar von danhof ,

Ja, aber es gibt immer solche und solche. Ich kenne auch extrem aufdringliche und beleidigende Atheisten - aber hier zum Glück nicht :-)

Antwort
von Herzenslogiker, 197

Es gibt nur eine wirksame Methode, andere zu überzeugen:

Rede nur, wenn du gefragt wirst. Aber lebe so, daß man dich fragt.

Alles andere ist unfruchtbares Missionieren. Wer das tut, beweist damit nur, daß er das, was er anderen beibringen will - meistens gegen deren Willen - selbst noch nicht lebt.

Noch eine passende Redewendung: Wenn der Schüler bereit ist kommt der Lehrer. Kann man wunderbar 'rumdrehen: Wenn der Lehrer bereit ist, kommen die Schüler. (Gesetz der Anziehung). Wenn noch keine Schüler kommen, sollte sich der "Lehrer" zurückhalten. Kann er oder tut er das nicht, liegt Fanatismus, Besserwisserei, Missionierenwollen u. ä. vor.

Antwort
von kiniro, 146

Versuchen können diese Menschen es gerne bei mir - viel Erfolg werden sie nicht haben.

Ich habe mich vor einigen Jahren mehr oder weniger regelmäßig mit den Zeugen Jehovas unterhalten.
Dabei aber stets freundlich klar gemacht, dass ich nichts von irgendeiner Religion halte.

Es mag Menschen geben, die ihre Kraft darin finden - ich gehöre nicht dazu.

Ebenso wenig sage ich anderen "ich finde es blöd, dass du einer Religion angehörst, einem Gott nachrennst".
Wenn es mir zu viel wird mit dem Thema, kommt ein "weißt du - es interessiert mich nicht".

Zum Aufzwingen müssen generell frage ich mich, wie viel eigene Meinung diese Menschen in ihren jungen Jahren gegenüber Erwachsenen haben durften.
Meine unwissenschaftliche These: wer in einem eher intoleranten "nur meine Meinung zähl"-Umfeld aufwuchs, hat es schwerer Toleranz zu entwickeln.

Antwort
von pinkyitalycsb, 217

Meiner Ansicht nach kann heutzutage kein Mensch mehr anderen Leuten seine Religion aufzwingen!

Das schließt aber nicht aus, dass man sich nicht in Ruhe darüber unterhalten und auch gegensätzliche Meinungen austauschen kann, genauso wie auch über andere Themen! Wo bliebe denn sonst die zwischenmenschliche Kommunikation?

Religion ist mehr als ein Glaube! Sie prägt unsere Lebenseinstellung und unser Verhalten und kann gar nicht geheimgehalten werden. Eigentlich sollte doch auch jeder neugierig sein zu erfahren, wie und warum andere Menschen vielleicht anders denken, was ja nicht dazu führen muss, selbst diese Denkweise oder Religion zu übernehmen.

Andererseits ist es auch nicht ausgeschlossen, sich aus reinem Interesse näher mit etwas Neuem zu beschäftigen, daraus zu lernen und vielleicht doch teilweise etwas davon anzunehmen. Aber das sollte ohne jeglichen Zwang von jedem selbst ausgehen!

Übrigens sehe ich hier auf GF zwar Kritik, aber keine Art von Zwang, etwas akzeptieren zu müssen, was ich nicht schon selbst glaube! Es ist doch aber völlig richtig, dass jeder zu seiner Meinung und zu seinem Glauben oder Nicht-Glauben steht!

Antwort
von zippo1970, 101

Warum lässt man andersgläubige nicht einfach so leben wie Sie wollen?


Tja gute Frage..... Du hast das schon richtig beobachtet. Ich seh das hier auch öfter.....

Ich vermute es ist der selbe Grund, warum sich Atheisten hier auch gerne über den Glauben anderer "lustig" machen, bzw. gläubigen Menschen hier oft, Bildung und Intelligenz abgesprochen, oder Naivität unterstellt wird.

Ist ja ein ganz einfacher psychologischer Vorgang. Wenn ich andere Menschen abwerte, bzw. meine Meinung als die "einzig Wahre" hinstelle, werte ich mich selbst "auf".

Ein Verhalten, dass psychologisch, auf mangelndes Selbstbewusstsein, oder sogar Minderwertigkeitskomplexe schließen lässt.

Aber du hast vollkommen Recht..... ein etwas enspannterer Umgang miteinander, wenn es um religiöse Themen geht, täte uns allen gut. Und eine etwas selbstkritische Reflexion, bevor ich etwas poste, kann ja auch, uns allen, nicht schaden.

LG :-)

Antwort
von Lennister, 34

Es ist zunächst einfach eine grundlegende menschliche Verhaltensweise, andere von der eigenen Meinung überzeugen zu wollen. 

Je nachdem, wie wichtig einem diese Meinung ist, was für ein Charakter man ist(d.h. wie gut man mit abweichenden Meinungen umgehen kann) und wie überzeugt man von einer Meinung ist, kann dieses Verhalten aber auch überhand nehmen.

Das führt im weniger schlimmen Fall zu den Phänomenen, die du beschrieben hast: Fundamentalistische Gläubige bzw. Atheisten, die jedem ihre Meinung aufdrücken wollen. Im schlimmsten Fall führt das zu Gewalt gegen Andersdenkende. 

Antwort
von Fantho, 143

Menschen sind keine Roboter, somit gibt es diverse Gründe ihrer Motivation: Vom einfachen Erzählen bishin zur Übertreibung, von Sachlichkeit bishin zur Persönlichkeit, sprich persönlichen Angriffen, von Mutmaßungen, Wissen bishin zu Unsinn, von Wissensvermittlung bishin zu Oktroyierung usw. usf.

Doch das ist alles nur menschlich, auch wenn es mal hin und wieder einem aufstößt...

Was ich nicht nachvollziehen kann, sind Menschen, die sich freiwillig in ein Thema hineinklinken und sich dann hinterher über 'übermotivierte' User beschweren...

Gruß Fantho

Antwort
von TimeosciIlator, 164

Sowas macht ja nicht jeder. Es handelt sich dabei um eine Minorität. Diejenigen, die so etwas tun sind auch häufig bei anderen Themen schrecklich bestimmend. Wollen immer nur das, was ihnen selber vorschwebt und achten kaum auf das, was das Gegenüber eigentlich möchte. Irgendwann lernt jeder mal solche Individuen im Laufe seines Lebens kennen :-(

Und eine Gruppe, die die meisten wohl kennen, ist ganz besonders hartnäckig... --> http://www.manfred-gebhard.de/Hahn.jpg

Warum sie das machen ?

Es steckt in ihnen ein gewisser Fanatismus. Sie bilden sich ein, sie wären berufen alle bekehren zu müssen. Das lässt ihnen keine Ruhe. Interessant ist dann immer wie schwer zugänglich sie selber für andere Themen sind. Kannst ja mal ausprobieren, wie enttäuscht sie reagieren, wenn sie mal wieder von ihren großen "weltbewegenden" Dingen erzählen und Du dann geschickt mit einer Brücke auf ein anderes Thema leitest. So als hätte man ihnen ihr Lieblingsfresschen weggerissen^^.  Ein Beispiel:

Fanatiker:

"Du solltest diesen Glauben haben ! Person xy hat ihn schließlich doch auch !"

Du:

"Mag sein, dass Person xy ebenfalls diesen Glauben hat, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Person xy gerne Rockkonzerte besucht..."
:)

Antwort
von hertajess, 226

Für mich persönlich 

Wir Menschen kommen nicht fertig entwickelt auf die Welt. Um uns tatsächlich frei entwickeln zu können brauchen wir entsprechenden Freiraum. Gerade auch im nichtstofflichen Bereich. 

Bleibe ich mal da stehen. 

Leider ist es weit verbreitet schon den kleinsten Kindern ein schablonenhaftes Verhalten aufzuzwingen. Das fängt mit den Stillzeiten an, geht hinüber zur Bestimmung wann das Baby bzw. Kleinkind ein Recht auf Fürsorgeerlebnis hat und wann nicht - hier gehen manche auf internationaler Ebene tätigen Pädagogen dann schon von Folter aus und berufen sich in ihren Veröffentlichungen auf neuronale Messungen die den Nachweis erbringen - was ich nicht recherchiert habe

Das setzt sich dann fort in der Ich-Entwicklungsphase die viele immer noch als Trotz-Phase bezeichnen. 

Auf diese Weise werden existentielle Ängste ankonditioniert die Alles was außerhalb der andressierten Schablone stattfindet unbewusst gesteuert angreifen. Werden solche Vorgänge bewusst wahrgenommen besteht die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen die Verhaltensweise beibehalten zu wollen oder abzulegen. Im letzteren Fall ist es durchaus kein einfacher und in der Regel langwieriger Prozess. 

Nach dieser Phase beginnt die Entdeckung des eigenen Denkvermögens. Auch hier greifen "dank" Erziehung wieder Mechanismen gravierend ein. Glücklich darf sich schätzen wer schon früh vorgelebt bekam dass Irren menschlich ist, es keine Fehler gibt sondern Handlungen die einladen sich selbst zu korrigieren, Handlungen die einladen dazu lernen zu wollen. 

Wer gelernt hat dass es im Leben keine Probleme gibt sondern nur Aufgabenstellungen die auf ihre Lösungen warten wurde mit einem - für mich - großen Vorteil ausgestattet. 

Und wessen Kindheit dann auch noch vielfältigste Möglichkeiten hatten die eigene Persönlichkeit frei entdecken zu können - im nichtstofflichen aber auch im stofflichen Sinne - braucht wahrscheinlich nicht missionieren.

Noch ein Zitat aus Wikipedia:

Mission (aus lateinisch mittere ‚entsenden‘, ‚schicken‘; missio ‚Sendung‘, ‚Auftrag‘) steht für

Jo. Und dann kommt die Pubertät. Es ist einfacher mit einem Auftrag ausgestattet sich losschicken zu lassen als Rangordnungskämpfe auszutragen, die Welt der Erwachsenen zu erforschen um sie hinterfragen und infrage stellen zu können. 

Und die Menschen sind nun mal nicht alle mit den gleichen Energien ausgestattet. Für einige ist es schlicht lebensbedrohlich ohne Schablonen leben zu müssen. 

Kommentar von Kuppelwieser ,

Das das liest sich sehr gelahrt, doch würde ich konstatieren: Thema umgangen 5 !

Kommentar von hertajess ,

Nö. Nur der Versuch andere Erwachsene darauf aufmerksam zu machen dass auch wir nur von der Erwachsenenwelt geprägt wurden. 

Denn mich stoßen solche Fragen ab die sich lesen als handele es sich bei der nachwachsenden Generation nicht um unsere Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder sondern um ein fremdes Volk. Ein fremdes Volk welches in eigener und nur in eigener Verantwortung handelt. 

Antwort
von keineideekeinei, 116

religion spielt, komischwerweise immernoch, in der politik ne ziemliche rolle


sonst müsste ich nicht dienstags in der schule bleiben um in ethik zu gehen sondern hätte ethik in der 3ten anstatt religion (etwas das von jedem privat ausgeübt werden kann.. wärend ethik wirklich jeden betrifft) ...


ausserdem gibt es "regeln" von religiösen und nicht religiösen

wenn jemand regeln erfindet und dir immer und immer wieder sagt das du in die hölle kommst wenn du diese regeln nicht befolgst, dann möchtest du alles dafür tun das so viele leute sich an deine regeln halten wie möglich

natürlich gibt es innerhalb religionen dan nochmal millionen von auslegungen sodass manche die regeln locker nehmen, da sie denken das ihr gott gutmütig ist, wärend andere ihre regeln streng nehmen müssen, da ihr gott ein aloch ist

nicht-religiöse haben diese regeln nicht und können sie selber bestimmen... viele haben dann die regel "du kannst machen was du willst solange du niemandem weh tust" nach der ich z.b. lebe...


Antwort
von Omnivore08, 235

Mir hat noch keiner versucht sein Glauben aufzuzwingen. Liegt vielleicht daran, dass ich ein harter Kern bin und an solche mytischen Märchen eben nicht glaube.

Andererseits liest man oft von Gläubigen "Beweise" und solche Dinge,....als wenn es Fakt wäre. Da kann ich immer nur mit dem Kopf schütteln ^^

Kommentar von danhof ,

Siehst Du @earnest. Solche Beiträge meine ich :-)

Kommentar von earnest ,

Könntest du bitte diese Bemerkung erläutern, danhof?

Kommentar von earnest ,

Ich warte immer noch, danhof ...

Kommentar von PlueschTiger ,

Mir hat noch keiner versucht sein Glauben aufzuzwingen.

Versuchen Veganer und Co das nicht ständig und erfolglos? Du kennst doch die amüsanten Redeschlachten. Am ende ist aber eh alles Käse, was bei den Schlachten Raus kommt. :) der alles andere als Vegan ist

Andererseits liest man oft von Gläubigen "Beweise" und solche Dinge,....als wenn es Fakt wäre. Da kann ich immer nur mit dem Kopf schütteln ^^

Du willst doch nicht etwa an einem fast 2000 Jahre alten Schinken zweifeln, an dem Schon dutzende rumgeschrieben haben oder an die vielen Ernährungsblogs und was nicht noch alles. Wie kannst du nur? :)

Kommentar von Omnivore08 ,

Versuchen Veganer und Co das nicht ständig und erfolglos?

naja jaa....sie versuchen mir immer ihre Propagandafilme unter die Nase zu reiben. Ab und zu kommt es auch noch vor, dass wir angeblich  Kubikmeter an Wasser verbrauchen für 1kg Fleisch.

Also...ja...die Religionsthesen der Veganer versucht man mir schon beizubringen....dabei kenn ich eigentlich nahezu alle ^^

Du kennst doch die amüsanten Redeschlachten.

Och....zu genüge ^^

Am ende ist aber eh alles Käse

Veganer Käse? ^^

Du willst doch nicht etwa an einem fast 2000 Jahre alten Schinken
zweifeln, an dem Schon dutzende rumgeschrieben haben oder an die vielen Ernährungsblogs und was nicht noch alles. Wie kannst du nur

hehe....ich kann auch eine Internetseite aufmachen und verbreiten, dass Lichtnahrung das gesündeste der Welt ist! :)

PS: 2000 jahre alter Schinken ^^ Sowas rühre ich nicht mal als ungläubiger Mischköstler an ^^

Antwort
von earnest, 205

Das ist eine gute Frage. 

Das "Missionieren" wird hier immer und ausschließlich von den Fundis getätigt. Auch gern: von frisch konvertierten Fundis. Sie sammeln dann mit verbiestertem Eifer Glaubens-Fleißkärtchen - als Fahrscheine fürs Paradies.

Vereinzelt gibt es auch unter den Atheisten Missionierer.

Für die Frage nach den Gründen für solches Verhalten müßten wir wohl in die Psyche der Missionierenden eintauchen. Bei den Konvertiten finde ich die Gründe zumeist recht klar. Das geht nach dem Muster: "Die größten Kritiker der Elche - waren früher selber welche." Man macht also den alten Glauben schlecht, damit die neue Überzeugung umso strahlender rüberkommt. Damit rechtfertigt man im Nachhinein die eigene Entscheidung und fixiert sie mit dem möglichen Zugewinn neuer Konvertiten. Damit sind mögliche nachträgliche Zweifel erledigt.

Meine Vermutung: Je verunsicherter das Ego des Konvertiten, desto größer dessen Missionierungsbedürfnis.

Die atheistischen Missionierer bei GF treten nach meiner Beobachtung meist als Reaktion auf Glaubens-Fundis auf den Plan.

Gruß, earnest

Kommentar von danhof ,

Also für Christen gilt der erste Absatz nicht. "Glaubens-Fleißkärtchen fürs Paradies" gibt es nicht. Weder gedruckt, noch virtuell.

Die Bibel sagt: "Glaube an Gott und du wirst gerettet" - nicht mehr. Glauben, das Geschenk der Vergebung annehmen und schon hast Du das Ticket ins Paradies.

Das verwechseln viele sehr gerne. Man nennt es "Werksgerechtigkeit". Will heißen: "Ich muss nur genug Gutes tun, dann komm ich in den Himmel.". Das ist eben Quark.

Was DANACH kommt ("Glaube ohne Taten ist sinnlos" etc.) steht auf einem ganz anderen Blatt und gehört hier nicht hin.

Ich glaube nicht, dass wir Fundis eine Psychomacke wie oben beschrieben haben. Vielmehr sind für mich zwei Punkte entscheidend:

– Ich merke, dass Christsein mir gut tut und will, dass andere das auch erfahren. Besonders dann, wenn ich merke, dass in ihren Leben was falsch läuft und sie selbst nicht zufrieden sind. Die Bibel hat so viele schöne Antworten auf Fragen, die sich seit 3.000 Jahren nicht geändert haben - 21. Jahrhundert mit aller Technik und Wissenschaft hin oder her. Die Grundprobleme des Menschen sind immer dieselben: Hass, (enttäuschte) Liebe, Gier, Armut, Krankheit, Neid und Missgunst, ...

– In der Bibel selbst wird dazu aufgerufen, das Wort weiterzugeben.

(Natürlich nicht mit Gewalt)

Ich habe übrigens nicht den Eindruck, dass die Atheisten nur als Reaktion auf Glaubens-Fundis auftreten. Oft genug sehe ich völlig überzogene, beleidigende und herabwürdigende Antworten, die völlig ohne Not entstanden sind (überspitzt: Frage: Warum glauben Menschen an Gott. Antwort: Weil sie bescheuert sind und einen Gehirnschaden haben).

Ich halte mich da an ein witziges Bild, das ich kürzlich sah. Darauf war eine "gemischte" Gruppe von ein paar Leuten abgebildet, die in der Kneipe saß und sich offenbar nett unterhielt. Darunter stand: "Du kannst mit Christen und Atheisten und Moslems und Juden Spaß haben - aber nicht mit A***löchern". Das fand ich richtig gut :-)

Kommentar von earnest ,

Ich habe nicht von ALLEN Christen geschrieben, danhof, sondern von Fundis. Von Fundis aller Schattierungen.

Und christliche Fundis, die hier immer wieder missionieren, könnte ich dir aus der Hand eine stattliche Anzahl nennen.

Und um solche Menschen ging es, um missionierende Fundis - nicht um die, die sich möglicherweise im stillen Kämmerlein als Fundamentalisten sehen.

Kommentar von Bambi201264 ,

Immer immer wieder sehr, sehr gerne von mir gelesen, Deine Antworten, @earnest :)

Kommentar von Etter ,

"Ich merke, dass Christsein mir gut tut und will, dass andere das auch erfahren."

Und da hätten wir schonmal einen Fehler.

Antwort
von Trashtom, 137

Das liegt daran, dass es relativ schwierig ist seinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen. Unsere Sicht der Dinge, die wir uns während unseres Lebens angeeignet haben, ist unsere Realität. 

Bei der Gottesfrage ist es ganz extrem: Die Atheisten glauben nicht und Argumente von Religionisten klingen oft so absurd und lächerlich, dass man irgendwie das Gegenüber wie ein kleines Kind "aufklären" - ihm helfen - will. 

Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt - die Religionisten sind überzeugt und Argumente von Atheisten klingen (wahrscheinlich) genauso absurd und lächerlich (da ja die eigene Realität in Frage gestellt wird).

Irgendwie denkt jeder, der andere verschwendet sein Leben mit/ohne Gott und will demjenigen sogar helfen - das würde ich als dieses ständige missionieren bezeichnen. Natürlich gibt es da auch noch "kommerzielles" Missionieren von den Religionen -  aber das ist ein anderes Thema.

Antwort
von Etter, 134

Einer der Gründe ist aus meiner Sicht Angst. Angst davor dass der Glaube nicht richtig ist, dass man nicht in den Himmel kommt, dass vielleicht eine andere Religion recht hat und man u.U. in der Hölle landet, davor dass man vll. sein Leben verschwendet hat.

Es ist der eigentliche eigene Zweifel am Glauben.

Kommentar von danhof ,

Das ist unlogisch.

Warum sollte ich andere von meinem Glauben überzeugen wollen, wenn ich selbst nicht daran glaube?

Kommentar von Bambi201264 ,

Nein, eigentlich ist es ganz logisch. Nehmen wir mal als Beispiele das Christentum und den Islam. Wir glauben an "unseren" Gott und sie glauben an "ihren" Allah. Beide behaupten jeweils, "ihr" Gott/Allah sei der einzige wahre Gott.

Wenn es nur einen einzigen Gott/Allah gibt, folgt daraus entweder, dass Gott = Allah (das wäre natürlich optimal, werden aber sicher alle Christen und Moslems abstreiten) (ich glaube das eigentlich, wenn ich überhaupt irgendwas glaube), oder dass nur einer von beiden der wahre Gott/Allah ist.

In dem Fall würden die jeweils anderen in die Hölle kommen, weil sie ja nicht an den einzig wahren geglaubt hatten.

Ist irgendwie kompliziert. Aber nicht unlogisch...

Kommentar von Etter ,

Das was Bambi201264 geschrieben hat ;)

Antwort
von Sonja66, 150

Religion (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“) ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte und damit verbundene heilige Objekte ist, die nicht im Sinne der Wissenschaftstheorie bewiesen werden können, sondern nur im Wege individueller intuitiver Erfahrung.
Quelle: Wikipedia

Menschen mit Hang zum Missionieren haben durchaus Sehnsucht nach Glaube und Religio(n) und sollten sich natürlich mit ihren Aussagen an andere zuerst sich selbst beehren, sich selbst gewissenhaft berücksichtigen ;-), aber es ist ihnen wohl unbewusst.
Sie wissen nicht genau, nach was sie sich sehnen.
So versuchen sie es im Außen, über andere.....

Dann also aus Hilflosigkeit und Unwissenheit?, aber der Drang und die Sehnsucht drängen doch......, also muss ja was machen......

Vielleicht ergeht es ihnen so?:

Das Glück ist keine leichte Sache:
Es ist schwer, es in uns selbst, und unmöglich, es anderswo zu finden.

Nicolas Chamfort

Antwort
von Whitekliffs, 41

Das hat mich auch schon oft gewundert. Jedesmal wenn jemand eine Frage über den Glauben stellt, wird sie von Atheisten beantwortet.

Mit grossem Eifer bemühen sie sich, anderen Menschen ihren Glauben auszureden. Warum?

Kommentar von Simong666 ,

Ich gebe dir natürlich Recht, ich empfinde Atheistisch missionieren als genau so schlimm wie Religiöses. Ich finde man sollte jeden Glauben akzeptieren, solange er einen glücklich macht und keine Gesetzte verletzt, gibt es doch daran nichts auszusetzen.

Kommentar von earnest ,

Thema verfehlt? 

Atheismus ist kein Glauben, sondern Abwesenheit von Glauben. 

Du scheinst übrigens ein sehr "eigenes" Verständnis von "Aufzwingen" zu haben. 

Es ist klar, daß es Fundamentalisten mißfällt, wenn sich andere kritisch zu fundamentalistischen Thesen äußern - seien es Atheisten, Agnostiker, Andersgläubige oder liberalere Vertreter von Glaubensrichtungen.

Hier berührt sich deine Äußerung mit dem Versuch von erzkonservativen "GF-Muslimen", allen anderen nach Möglichkeit den Mund zu verbieten. 

Wie gut, daß GF eine Plattform ist, auf der JEDER antworten kann. Auch wenn das manchem nicht gefällt.

Kommentar von Netie ,

Auch wenn der leise Zwang dahinter steht, dass es allen gefallen muss.

Antwort
von joergbauer, 174

Gibt es Gott oder nicht? Das ist letztlich die Frage die wirklich wichtig ist. Und beides (das JA des Glaubenden und das NEIN des Ungläubigen) hat sicherlich dann auch Konsequenzen für das eigene Leben. Für einen Gläubigen stellt sich dann noch die Frage, wer oder was die Wahrheit ist? Nicht zwangsläufig welche Religion man für richtig hält. An einen verstaatlichten Glauben (durch die Kirchen repräsentiert) zu glauben, und einer Religion angehören, ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit dem Glauben an Gott. Es gibt nur den einen Gott und es gibt einen Teufel.

Jesus hat seinerzeit den Pharisäern und Schriftgelehrten gehörig die Meinung gesagt, weil sie meinten das Monopol für Rechtgläubigkeit zu besitzen. So wie das auch heute noch der Fall ist. Aber das ist eben nicht so. Glaube bezieht sich auf eine Person, nicht auf eine Institution oder eine Religion. Und ich meine allein in Jesus Christus (Gottes Sohn) die Antwort gefunden zu haben (Johannes 3,16; 14,8).

ER ist der Urheber des Heils indem Jesus sein Leben am Kreuz gab zur Vergebung der Sünden. ER ist der (einzige) Weg zu Gott und zum ewigen Leben im Himmel. Warum ich das sage? Weil die Bibel die Christen auffordert das Evangelium zu verkünden. Wie man das macht, ist sicherlich eine andere Frage.

Kommentar von earnest ,

Ja, gibt es nur "den einen Gott"? Und "einen Teufel"?

Der Fragesteller hat gefragt, warum so viele User hier "missionieren". Und nun tust du das Gleiche ...

Kommentar von Hater4Life ,
Gibt es Gott oder nicht? Das ist letztlich die Frage die wirklich wichtig ist.

Nicht unbedingt. Auch wenn ich überhaupt nicht an irgendeinen "Gott" oder so nen Quatsch glaube, selbst WENN es so wäre, dass es so etwas gibt, wäre dieser "Gott" ein ziemlich minderwertiges Wesen, welches scheinbar spaß daran hat, seine Schöpfungen leiden zu sehen, irrsinnige Regeln aufzudrängen und ihnen keinen eindeutigen Beweis seiner Existenz zu bieten. Ernsthaft, solch ein Wesen würde ich so lange für lächerlich halten, bis es mir persönlich erzählt, wieso es so handelt.

Kommentar von danhof ,

Du lässt dich ja von vornherein nicht darauf ein: "Gott oder so nen Quatsch" - damit ist doch schon alles gesagt.

Also gut, versuch mich zu überzeugen davon, dass die widerlich hässliche, kotzgrüne Tapete viel schöner in unser Wohnzimmer passt.

Wenn Du nicht glauben willst, ist das ja OK. Aber deshalb musst Du doch nicht den Glauben, Gott und vor allem die Gläubigen gleich so herabwürdigen, oder?

Wie würde es dir gefallen, wenn ich den Spieß umdrehte? Wenn ich sagte, Atheisten sind derart dämlich, weil sie keine Werte haben und in ihr Leben einfach keine Struktur bringen. Weil sie so arrogant sind zu glauben, alles sei durch Zufall entstanden.

Meinst Du, das würde einer anständigen Diskussion helfen?

Kommentar von Fantho ,

Beleidigungen sind erbärmlich und dürftig, aber solche ohne einer Begründung sind noch schlimmer...

wäre dieser "Gott" ein ziemlich minderwertiges Wesen

Weshalb 'minderwertig' und in welchem Vergleich?

welches scheinbar spaß daran hat, seine Schöpfungen leiden zu sehen

Wie kommst Du darauf? Auf der einen Seite kennst Du ihn nicht, aber lässt Dich auf der anderen Seite herab, Dir ein Urteil über ein Dir unbekanntes Wesen zu erlauben. Wie würdest Du solch ein Verhalten, welches Du hier vorweist, bezeichnen? 

irrsinnige Regeln aufzudrängen

Welche bitte? Nächstenliebe, Feindesliebe, Eigenliebe? Sind die Regeln in einem Buch nicht auch menschlichen sprich 'priesterlichen' Gedanken entsprungen?

und ihnen keinen eindeutigen Beweis seiner Existenz zu bieten.

Unterschied Glaube - Wissen ist Dir schon geläufig, oder? Gott wird sich niemals hier auf Erden im Außen zu erkennen geben und sich beweisen lassen, denn es geht letztendlich um Glaube...Und das hat sehr triftige Gründe...

Ernsthaft, solch ein Wesen würde ich so lange für lächerlich halten

Spiegeleffekt?

Gruß Fantho

Kommentar von Hater4Life ,
Weshalb 'minderwertig' und in welchem Vergleich?

Im Vergleich zu moderner, menschlicher Ethik. z.B. Homosexualität wäre dafür ein Beispiel, laut der Bibel schlecht, verbietet gleichgeschlechtliche Ehe etc. , keine Spur von meiner Meinung nach moderneren Moralvorstellungen (letztendlich ist jede Form von Moralvorstellung subjektiv. Dennoch hab ich bis jetzt von noch keinem wirklich sinnvollen Argument gehört, weshalb so etwas wie die gleichgeschlechtliche Ehe unmoralisch sein soll)

Wie kommst Du darauf? Auf der einen Seite kennst Du ihn nicht, aber
lässt Dich auf der anderen Seite herab, Dir ein Urteil über ein Dir
unbekanntes Wesen zu erlauben. Wie würdest Du solch ein Verhalten,
welches Du hier vorweist, bezeichnen? 

Nehmen wir die geschätzten 25 Millionen Menschen, die "Gott" in der Bibel umgebracht haben soll. Des weiteren ist die reine Existenz von Leid und Bösem schon ein Argument für sich. Hat schon leicht sadistische Züge.

Welche bitte? Nächstenliebe, Feindesliebe, Eigenliebe? Sind die Regeln
in einem Buch nicht auch menschlichen sprich 'priesterlichen' Gedanken
entsprungen?

Soll die Bibel nicht "Gottes Wort" sein? Wenn nicht, wieso sollten die Gedanken von Priestern damals heute noch eine hörere Relevanz haben als die Ethik modernerer Philosophen?

Und mit Regeln hab ich z.B. http://www.jaisiyaram.de/blog/religion/10850-22-verrueckte-und-grausame-regeln-i... gemeint. (Hab nicht so viel Zeit gerade, deshalb ist dies nur ein Link zu ein paar guten Beispielen)

Unterschied Glaube - Wissen ist Dir schon geläufig, oder? Gott wird sich
niemals hier auf Erden im Außen zu erkennen geben und sich beweisen
lassen, denn es geht letztendlich um Glaube...Und das hat sehr triftige
Gründe...

Wenn ein "Gott" will, dass seine Regeln befolgt werden, wir ihn ehren etc. , wieso sollte er dann an den Glauben appellieren? Besonders im Bezug auf die ganzen anderen Religionen oder darauf, dass man ja angeblich in die Hölle kommt, wenn man sich widersetzt, obwohl ich da auch sagen würde, dass fast jeder rational denkende Mensch mir zustimmen würde, wenn ich sage, dass man jemanden nicht wirklich für etwas bestrafen kann, von dem er keine Chance hatte, zu wissen, ob es überhaupt stimmt (ob es die richtigen Regeln sind).

Kommentar von DerBuddha ,

auch ungläubige menschen leben ein gutes und friedliches leben........es ist immer der denkfehler von gläubigen, dass die ganzen "menschlichen" hilfsorganisationen nur durch glauben an gott entstanden sind..........es gibt auch atheistische vereine, die genauso hart und menschlich an sozialen projekten arbeiten..........

jesus war ein radikaler terrorist, der zudem anführer einer weltuntergangssekte war und viele seiner märchen, die in der bibel über ihn stehen sind schon längst widerlegt.............zudem sagt er offen auch, dass er nicht gekommen ist um frieden zu bringen sondern das schwert und zwietracht !!!

das alte testament zeigt zudem ein monster und kriegstreiber..............und ich gebe euch mal einen guten rat:

schreibt mal auf ein blatt papier die ganzen eigenschaften auf, die ihr immer einem teufel zuschreibt und dann setzt mal die eigenschaften dagegen, die euren gott so schön im alten testament beschreiben..............ihr werdet was erstaunliches feststellen, denn der im alten testament beschriebene gott wäre eigentlich der teufel selbst !!!!

Antwort
von 1988Ritter, 22

Ich sehe in der krampfhaften Missionierungswut hauptsächlich Zweifel an der eigenen Entscheidung.

In meinen Augen versucht man über die Zugewinnung oder Begründung neuer Gläubiger / Fans die eigene Position zu stärken.

Ich bin orthodoxer Christ, und ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen von meinem Glauben überzeugen wollen. Ich lebe meinen Glauben selbstbewusst und konsequent, und wenn dies jemanden gefällt, dann kann er mich gerne als lebendes Beispiel oder Orientierungshilfe nehmen. Damit hat es sich dann aber auch.

Menschen die da mit leuchtenden Augen hechelnd den wahren Glauben vermitteln wollen, die kann ich einfach nicht ernst nehmen. 

Wenn ich auf der Autobahn fahre, dann sehe ich welches Auto mich komfortabel überholt, und dabei alleine durch sein Erscheinungsbild mein Interesse weckt, da brauch mir dann keiner erzählen der Lada ist das einzig wahre Auto eines letzten und einzigen Propheten. Die Karre hat mich noch nie überholt, und ist in meinen Augen Schrott.

Antwort
von vonGizycki, 265

Gruß Dich Simong666!

Zum Aufzwingen gehören immer zwei Parteien. Die eine die es versucht und die andere, die dies in sich zulässt.

Jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen, damit muss man umgehen lernen.

Religion ist aber nicht gleich Religion. 

Ganz unabhängig davon, was geglaubt wird, ist Religion etwas Universelles, weil sie die Antwort auf die Fragen geben will:

Woher komme ich? Wohin gehe ich?
Warum muss ich sterben? Muss es das Leid auf dieser Erde geben? Was
ist der Sinn des Bösen im Menschen? Was ist der Sinn des Lebens?

Alle anderen, die feste Lehren besitzen und deren Anhänger da zu bringen zu glauben, das nur so ihr Seelenheil erreichbar sei, sind dogmatische Glaubenskonstrukte wie etwas das Christentum, der Islam, der Hinduismus, das Judentum, der Buddhismus, Shintoismus und andere. Das viele glauben, und selbst die Erfahrung machten (die aber keineswegs als objektiv gelten und oft psychische Rationalisierungen sind. Deshalb versuchen die Anhänger anderen diese Glaubensinhalte schmackhaft zu machen und Mission ist oft deren religiöser Auftrag, welche mit den Inhalten ihrer religiösen Schriften begründet wird. Das hat selbstverständlich totalitären Charakter und ist meiner Meinung nach nicht duldbar und zwar im Sinne, das man sich selbst diesen Missionsbemühungen widersetzt. Und wenn versucht wird, hier bei gutefrage.net psychisch labile Menschen in der Weise zu manipulieren, muss sich durch alle die aufrechter Gesinnung sind und das hier mitbekommen Einhalt geboten werden. Allerdings erst, nachdem man ein Wissen über das Wesen der verbreiteten Glaubensinhalte bekommen hat, sonst tut man Unrecht. Und die Form ist natürlich zu waren und man muss argumentieren und das auch durchaus sehr deutlich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rationalisierung\_(Psychologie)

Glaubensinhalte, die nicht vorschreiben wie man zu fühlen, zu denken und zu handeln hat, sind dogmenfrei im Sinne einer freien Religion. Hier ist alles anders. Die eben beschriebenen Charaktere gelten dort nicht. Freie Religion ist der Aufklärung verpflichtet, der Demokratie und den Menschenrechten, der Freiheit, der Toleranz und der Wissenschaft und vor allem der Freiheit der Seele. Es gibt auch dort Gemeinschaften, die diese Grundlagen im religiösen Sinne als verpflichtend ansehen.

Zwei Beispiele:

http://www.freireligioese-pfalz.de/was-sind-grundsaetze-freier-religion-.html

https://www.unitarier.de/unitarier/wer-wir-sind/grundgedanken/erlaeuterung/

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Kommentar von Hegemon ,

Sie wie Du hier gerade missionierst, willst Du offensichtlich den Inhalt der Frage gar nicht verstehen. Das ist peinlich.

Kommentar von vonGizycki ,

An Hegemon!

Ich habe hier Fakten aufgezählt und nicht missioniert. Das ist etwas ganz anderes! Ich stelle Beispiele ein, damit sich jeder ein eigenes Urteil bilden kann. Und ich habe klar beantwortet, worin der Mechanismus besteht, der nachgefragt wurde.

Und das ist keine Mission! Offenbart hast du keine Ahnung was das ist.

Ich bitte diese Formulierung zu beachten. Beachte das Fettgedruckte. 

Zitat:

Und wenn versucht wird, hier bei gutefrage.net psychisch labile Menschen in der Weise zu manipulieren,(Anm.: wie oben in meiner ersten Antwort beschrieben) muss durch alle, die aufrechter Gesinnung sind und das hier mitbekommen Einhalt geboten werden. Allerdings erst, nachdem man ein Wissen über das Wesen der verbreiteten Glaubensinhalte bekommen hat, sonst tut man Unrecht."

Könnte da bei Dir möglicherweise Nachholbedarf bestehen? Dieser Verdacht drängt sich mir da auf.

Kommentar von vonGizycki ,

Oder Du hast Ahnung und sagst es deshalb so.

Kommentar von vonGizycki ,

Kleine Korrektur wegen Schreibfehler:

Das viele glauben und selbst die Erfahrung machten (die aber keineswegs als objektiv gelten und oft psychische Rationalisierungen sind), dass deren Glauben einzig und allein das Heil bringt, veranlasst die Anhänger dazu, anderen diese Glaubensinhalte schmackhaft zu machen und Mission ist oft deren religiöser Auftrag, welche mit den Inhalten ihrer religiösen Schriften begründet wird. 

Antwort
von Mewchen, 138

Ganz einfach. Eines der Grundprinzipien für viele Anhänger einer Religion ist es, diese auch zu "verkünden". Ist einer der Hauptaufträge in religiösen Schriften. Da ist es doch nur logisch, wenn sie genau das tun.

Kommentar von Fantho ,

Das ist so schon richtig, aber in der Frage ging es vielmehr um Missionierung und das Aufzwingen religiöser Ansichten und Glaubensbekenntnisse...

Also in einer härteren 'Gangart', als von Dir beschrieben ;-)

Gruß Fantho

Kommentar von Mewchen ,

Scheinbar handeln viele nach dem Motto "Der Zweck heiligt die Mittel" und in deren Augen geht es ja um nichtsgeringeres als die Errettung deiner Seele.

Antwort
von 2012infrage, 184

Das gehört zur menschlichen Natur. Das ist nicht nur bei der Religion so. Eine Clique, die raucht, versucht auch andere zum Rauchen zu verführen, oder Trinken oder Kiffen oder... 'Mach mit, schau, wie cool wir sind.. sei auch cool.' Und es funktioniert ja auch oft, der Gruppendruck ist enorm. Einer, der dann eine Freundin hat und nun mit dieser mehr Zeit verbringen will, der wird "bearbeitet", 'komm mit uns, häng doch nicht ständig nur mit ihr rum....' Und so geht das im Leben weiter. Jeder will jeden auf seine Schiene ziehen, das sind teilweise sehr subtile Abläufe. Wenn man darum weiß, dann erkennt man sie.  Bei der Religion ist es klarer ersichtlich, da das geschichtlich gesehen, auch in Kriegen gemündet hat. 

LG

Antwort
von Hardware02, 76

Du versuchst doch SELBER auch gerade, andere von deiner gottlosen Haltung zu überzeugen. Findest du das gut? Ich nicht.

Kommentar von Simong666 ,

Nein ich sehe das überhaupt nicht so. Ich hat mit dieser Frage in kleinster Weise vor irgendjemanden von meiner Haltung zu überzeugen.

Ich persönlich empfinde es nebenbei auch als genau so schlimm wenn Atheisten, krankhaft versuchen Gläubige von Ihrer Ansicht zu überzeugen.

Das einzige gegen das ich mich hier ausspreche ist das Missionieren. Ich finde persönlich das jeder glauben sollte an was er möchte. Solange er damit niemandes Rechte verletzt, und glücklich ist gibt es doch daran nichts auszusetzen. 

Antwort
von Andrastor, 19

Religionen lehren den Gläubigen dass es gut ist die eigenen Religion zu verbreiten. Wer der Religion angehört ist auserlesen, etwas besonderes. Wer der Religion angehört darf ins Paradies, alle anderen kommen in die Hölle (u.o.ä.).

Wer jemanden vom eigenen Glauben überzeugen kann, sichert sich Pluspunkte auf dem imaginären Pass, der dann vor dem Tor zum Paradies kontrolliert wird.

Weiters ist Gott für jede Person etwas anderes. Jede/r Gläubige schmiedet sich seine eigene Interpretation von Gott, welche in Wahrheit jedoch nur ein Abbild der Person selber ist und zwar ein Abbild, welches perfekt ist. Also so, wie die Person selber wäre, wäre sie Gott.

Dieses Abbild wird zu einem Über-Ich, einem Schulterengel, welcher tatsächlich mit der Person reden kann, denn da das Über-Ich ein Teil der menschlichen Psyche ist, weiß es alles über den Menschen und weiß (instinktiv) was das Richtige für den Menschen ist.

Zusätzlich gibt es "Tipps" wie der Mensch es schaffen kann, dieser perfekten Version seiner selbst ähnlicher zu werden.

Eine Kritik an Gott, wird somit zu einer Kritik an der Person. Andersherum ist ein überzeugter Nichtgläubiger, eine unglaubliche Bestätigung für den/die Gläubigen. Denn wie sollte der/die Gläubige im Unrecht sein, wenn er/sie es geschafft hat jemandem den eigenen Glauben zu vermitteln?

Atheisten sehen die Welt wie sie wirklich ist. Sie wollen in erster Linie belehren. Den Menschen die Logikfehler und Ungereimtheiten in ihrem Glauben aufzeigen und die Augen öffnen für wissenschaftliche Erkenntnisse und Fortschritt.

Natürlich gibt es auch bei den Atheisten Ausreißer, welche missionieren, anstatt belehren wollen, aber die sind eher die Ausnahme.

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