Warum müssen Dialyse-Patienten an ein Gerät angeschlossen werden?

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2 Antworten

Die Nieren eines Dialysepatienten funktionieren nicht mehr, deshalb sammelt sich alles, was sonst im Urin ist, im Körper an, also Wasser, Elektrolyte, Harnstoff, Harnsäure und noch ein paar andere Stoffe. Diese müssen entfernt werden, sonst gibt es eine tödliche Vergiftung.

Nieren arbeiten mit Osmose und das wird bei der Dialyse nachempfunden. Dafür braucht man das Blut des Patienten, dort befinden sich ja auch die giftigen Stoffe. Man nimmt zwei dicke Nadeln, die in ein spezielles Gefäss (Shunt)gestochen werden. Daran wird ein Schlauchsystem angeschlossen. Das Blut fließt aus der einen Nadel in das System, wird im Dialysator gereinigt und fließt durch das System durch die andere Nadel zurück in den Körper. Im Dialysator fließt das Blut durch extrem feine Röhrchen, die von einer Flüssigkeit mit niedriger Konzentration von Elektrolyten umspült werden. Dadurch wandern die giftigen Stoffe aus dem Blut in die Flüssigkeit. Wasser aus dem Körper wird zusätzlich durch einen Unterdruck entzogen.

Die Behandlung dauert 4-8h und muss dreimal pro Woche gemacht werden, damit der Dialysepatient überleben kann.

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Kommentar von Wahnsinn13
25.02.2016, 13:12

Das ist doch kein Leben mehr, schreckliche Prozedur. 

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Jeden zweiten Tag erfolgt über dieses Gerät eine "Blutwäsche" weil diese Funktion über die Nieren nicht mehr ausreichend vorgenommen werden können.

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