Frage von Katjablabla, 21

Warum müssen bei Dipolmolekülen die polare Bindung und die räumliche Struktur gelten?

Ich muss für die Schule einen kleinen Vortrag vorbereiten mit Fragen, die und unsere Lehrerin gegeben hat. Und bei der Aufgabe "Verdeutliche an den Beispielen (ich habe auf einem Blatt Wasser, methan und Kohlenstoffdioxid), dass zwei Bedingungen gelten müssen (polare Bindung und die räumliche Struktur)." Ich verstehe es einfach nicht 😭 Kann es jemand für dumme erklären? 🙈

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Adamantan, 3

Hey,

zuerst einmal müssen die zwei Atome, die an der Bindung beteiligt sind,
unterschiedliche Elektronegativitästwerte haben. Wenn beide Atome "gleich
stark an den Elektronen ziehen", bildet sich ja keine polare Bindung aus.
Im H2, H-H, sind beide Atome mit gleicher Elektronegativität ausgestattet, das
Molekül und die Bindung selbst sind unpolar.

Somit ist das Molekül H-Cl polar. Die beiden Atome haben stark
unterschiedliche EN-Werte.

Das alleine reicht aber noch nicht: In CO2, also

O=C=O

hast Du zwei polare Bindungen - da das Molekül aber linear ist, heben sich
deren Effekte wieder auf. Das ist, als zögen an einem Baum auf gegenüberliegenden
Seiten gleich starke Menschen an Seilen. Der Baum wird dadurch nicht kippen, da
sich die Wirkung jeweils aufhebt.

Ich hoffe, meine Ausführungen sind Dir klar?

Kommentar von Adamantan ,

Mithin ist die zweite Bedingung, dass die Struktur des Moleküls so ist, dass sich die Effekte der polaren Bindungen nicht aufheben

Expertenantwort
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 7

Damit du ein Dipol erhälst, müssen folgende Bedingungen gelten:

1. Es müssen polare Atombindungen existieren. Ohne eine polare Atombindung gibt es auch keine partiellen Ladungen.

2. Die Schwerpunkte der positiven und negativen Partialladungen dürfen nicht zusammenfallen. Siehe CO2 oder Methan, wo die Ladungsschwerpunkte zusammenfallen, sodass diese Moleküle keine Dipole sind.

Antwort
von wrnxxx, 4

polare Bindung: Die Atome müssen an das Molekül gebunden sein, also Salze, die ein Ionengitter besitzen, zählen nicht.

räumliche Struktur: der Schwerpunkt der Ladungen darf sich nicht überlagern, dann handelt es sich um ein Dipolmolekül

Wasser ist ja gewinkel, Sauerstoff negativ geladen und Wasserstoff positiv. Der negative Ladungsschwerpunkt liegt also genau auf dem Sauerstoff. Der positive Ladungsschwerpunkt liegt genau in der Mitte zwischen den 2 Wasserstoffatomen. Beide Ladungsschwerpunkte sind zueinander verschoben, also ist das Molekül auf der einen Seite etwas positiv, auf der anderen Seite etwas negativ geladen. Dadurch entsteht der Dipol

Bei den anderen beiden Molekülen ist das nicht der Fall.

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