Warum mögen so viele Leute Donald Trump?

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14 Antworten

Also viele Amerikaner finden ihn gut, weil er nicht zum Politikestablishment gehört und man glaubt, dass er eigene Berater holen wird, die ebenfalls nicht zum Establishment gehören.

Weiter finden es Amerikaner sehr attraktiv, wenn jemand seine Geschäftsideen einfach mal ausprobiert (selbst wenn er dabei scheitert, wird dies ihm nicht übel genommen sondern es wird als mutig angesehen).

Dann musst Du bedenken, dass es die Mauer zwischen den USA und Mexiko ja schon längst gibt, und alle Präsidenten zuvor sie sehr gut fanden. Aber diese Mauer hat viele Sicherheitslücken (gibt viele Dokus über die Mauer), so dass weiter Menschenhandel stattfindet. Außerdem würden sich die US-Amerikaner selbst schaden, weil der Bürgerkrieg in Mexiko vor allem durch texanische Waffen möglich sind, die heimlich über die Grenze geschmuggelt werden. Deshalb ist Trump auch dafür, dass die Mexikaner das selbst bezahlen, weil die Mexikaner so ihren Krieg in den Griff kriegen könnten, weil eben die Mafien in Mexiko keine neuen Waffen mehr bekämen...

Dann - aber hier hat er irgendwie keine klare Position - möchte er, dass weniger Kriege von den USA geführt werden, weil die regionalen Mächte Vorort genug Geld hätten Ihre Probleme in der Regel selbst zu lösen. So würde die USA einen Teil seiner Schulden zurück zahlen können, weil eben das BIP nicht mehr nur für Krieg rausgeworfen werden würde. Andererseits war Trump aber auch ein Befürworter ISIS auszulöschen.

Weiter möchte Trump, die 45 Millionen Menschen, die in den USA in Campingwagen leben müssen (nach der Wirtschaftskrise von 2008 haben viele Ihre Häuser verloren), zu mindestens die theoretische Chance auf einen Arbeitsplatz bekommen, wenn die USA entbürokratisiert werden würde. Das bedeutet z.B., dass Unternehmen nicht mehr riesige Abteilungen für die Verwaltung benötigen oder diese zu mindestens deutlich kleiner werden, dann kleinere und mittelständische Firmen bessere Überlebenschancen haben und durch gute innovative Ideen selbst sehr mächtig werden könnten (siehe Facebook). Wodurch wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden würde...

Was den Islam angeht, weiß Trump um die immense Angst der US-Amerikaner vor Anschlägen wie einem zweiten 11. September 2001. Solche Anschläge würden in seiner Präsidentschaft seine Macht und sein Ansehen kosten. Deshalb möchte er die Distanz zu muslimischen Menschen groß halten. Der Bau einer mexikanischen Mauer macht in diesem Zusammenhang auch Sinn, weil wenn ich in die USA wollte, würde ich über die mexikanische Grenze einwandern (und Terroristen würden das wohl auch tun).

Kurz: Trump verkauft Sicherheit, Unabhängigkeit und Frieden. Ob er davon auch nur eines umsetzen könnte, ist ungewiss, weil auch ein US-Präsident einen Senat, ein Repräsentantenhaus, ein Supreme Court und viele mächtige Politiker in den Bundesstaaten gegen sich haben kann.

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Ich denke, es wurde schon genug geschrieben hier, dennoch möcht ich noch kurz anmerken:
Wenn du Englisch verstehst (wenn auch ein bisschen), empfehle ich dir einen Ausschnitt aus der Sendung "Last Week Tonight with John Oliver" über Donald Trump: wie er Menschen anzieht aber auch, weshalb genau man sich vor ihm als potenziellen Präsidenten hüten sollte (ob es nun heisse Luft hinter seinen Worten ist oder schlimmeres).
In meinen Augen ein sehr aufschlussreiches Video, das einem die Thematik Trump gut näherbringt, ohne dabei völlig in Beleidigungen zu versinken. UND sehr unterhaltsam.
Gib bei YouTube "John Oliver Donald Trump" ein und du findest es auf Anhieb.

Viel Spass :)

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Sie fahren auf ihn ab und wählen ihn weil er (wie du schon schreibst) etwas gegen die Flüchtlingsproblematik (wovor viele Menschen am meisten Angst haben) unternehmen will. Ob er nun wirklich etwas gegen diese Menschen oder die Muslime hat kann ich nicht beurteilen aber er benutzt eben die Problematik um an Stimmen zu kommen, leider erfolgreich.

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Ganz einfach.

Die Medien haben einen riesigen Einfluss auf die Entscheidungsbildung und in den deutschen Medien wird er nur schlecht und als dumm dargestellt und es wird z.T. wirklich die Wahrheit verzerrt, sodass er bei den Deutschen, die ihn nur aus den deutschen Medien kennen, schlecht ankommt.

In Wirklichkeit ist er aber alles andere als dumm und seine Wahlkampftaktiken und wie er mit seiner Sprache Menschen beeinflussen kann ist unglaublich und besser als bei allen anderen Politikern. Er ist ein phänomenales Genie darin, andere Menschen psychologisch zu beeinflussen. Die Amerikaner, die also auch seine Reden hören und nicht immer nur verzerrte Medien, bekommen also ein anderes Bild von ihm.

Und auch wenn er manche Schwachpunkte hat, ist er auch politisch längst nicht so unfähig, wie er in den deutschen Medien dargestellt wird.

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Kommentar von adabei
25.06.2016, 17:48

Niemand wünschst sich dieses "Genie", der von Weltpolitik wenig Ahnung hat, an der Spitze Amerikas, auch viele Republikaner nicht.

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Er spricht den Leuten mit irrationalen Stammtischsprüchen aus der Seele, die einen schwachen Bildungshintergrund haben und die sich von den "Eggheads" (liberale Gebildete) übervorteilt fühlen. Andere Leute fühlen sich von wirtschaftlichen Ausbeutern übervorteilt. Diese Leute spricht Sanders an.

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Ich glaube, er spricht deswegen so viele Wähler an, weil er einen komplett anderen Stil pflegt, als die Kandidaten bisher. Ob seine Positionen umsetzbar oder irgendwie vernünftig sind oder nicht, spielt dabei offenbar überhaupt keine Rolle.

Er kann sich als jemand präsentieren, der erfolgreich außerhalb des bestehenden Politikbetriebes ist und deswegen vorgeben kann, völlig neuen Wind zu bringen.

Außerdem spricht seine aggressive Rethorik jene an, die in den letzten Jahren sozial abgehängt wurden und nun endlich ein Ventil finden, um "denen da oben" mal die Meinung zu sagen. Ich würde sogar soweit gehen, dass seine Unterstützer wissen, dass er eigentlich der falsche Mann für den Job ist, ihnen aber die Vorstellung gefällt, der "politischen Elite" in Washington so einen Krawallmacher vor die Nase zu setzen, mit dem sie sich dann herumärgern muss.

Zusammengefasst: Trump spricht vor allem jene an, die sich im politischen Betrieb aus den verschiedensten überhaupt nicht mehr repräsentiert sehen (also auch nicht von der republikanischen unter Bush). Die klassischen Protestwähler also. Dass das so viele sind, zeigt, wie sehr die USA inzwischen sozial gespalten ist.

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Ist halt Stimmungsmache Hitler wurde ja auch gewählt

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Kommentar von Matermace
10.06.2016, 08:03

Aber nicht in einem 1vs1

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Das gleiche gilt auch bei uns, warum wählen hier einige die AFD?

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Ich sehe da die Ursache an der mangelnden Bildung des Durchschnittsamerikaners. Hast Du gewußt, dass jeder fünfte US-Amerikaner nicht richtig lesen und schreiben kann, das lässt tief blicken.

Wer nicht lesen kann, kann sich auch nicht richtig informieren, so einfach ist das und die glauben dann einfach, was ihnen da erzählt wird. lg Lilo

Wenn man sich so die Präsidentschaftskandidaten anschaut, graust es einem. Nicht einen von denen würde ich wählen. Wenn ich so überlege, welche Macht die ausüben können, wird einem geradezu Angst.

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Kommentar von Tasha
10.06.2016, 08:20

Können die wirklich nicht lesen (also haben Schwierigkeiten, Buchstaben zu Wörtern zusammenzusetzen) oder sind die einfach durch standardisierte Tests gefallen?

Ich habe mal eine der ersten PISA-Studien zu Gesicht bekommen, nach der es auch hieß, viele Schüler in Deutschland könnten nicht "lesen". Das Lesen bezog sich dann aber auf die Interpretation von Graphiken und Antworten zu Fragen über Fachtexte, die teilweise absichtlich missverständlich gestellt wurden, so dass man, auch wenn man die richtige Antwort kannte, leicht die falsche an kreuzen konnte. Nur leicht überspitzt formuliert waren Fragen der Art "Ein Bungalow hat rote Wände und gelbe Decken. Welche Farbe haben die Treppen?" (Bungalow hat keine Treppen. Wenn man aber gerade denkt, dass man die Farbe irgendwie ableiten können muss, also eher in die Richtung denkt "was passt den zu Rot und Gelb", geht man die Frage ja völlig falsch an. Und dann wird geschlussfolgert, dass man Probleme mit dem Leseverständnis hat, während man in Wahrheit eher Probleme mit dem Querdenken bzw. der Herangehensweise an solche Aufgaben hatte).

Daher bin ich bei solchen Aussagen immer skeptisch.

Ich habe mal ein Buch gelesen über eine amerikanische Lehrerin - Titel war "Small victories" von Samuel Freedman - und darin wurde von einer Lehrerin behauptet, dass einige der Schüler ihres Abschlussjahrgangs an der Highschool (in den 80ern) nicht lesen konnten. Wie kamen die denn bitte so weit? Mussten die nie etwas schreiben, in keinem Fach, nie einen Text lesen, Fragen beantworten in der Klausur usw.? Wie wurden die versetzt? Würde das nicht jemandem aufgefallen sein in all den Schuljahren?

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Kommentar von VieleGuteFahrer
11.06.2016, 16:28

99% der Leute dort können Lesen und Schreiben und teilweise schon früher als die deutschen Kinder..

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Wenn man sich die anderen Kandidaten mal anschaut verwunderts mich nicht, dass viele Trump wählen. Clinton ist auch völlig bescheuert.

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Kommentar von adabei
25.06.2016, 17:51

Hilary Clinton ist sicher immer noch das kleinere Übel.

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Ich glaube, dass es kein Geheimnis ist: Amerikaner spinnen, zum groessten Teil. ;-)

Ich bin Ami, habe aber lange Zeit in Deutschland gelebt.

Der durchschnittlicher Ami versteht Weltpolitik überhaupt nicht, ist gar nicht in der Weltgeschichte herumgereist, und hat Angst vor alles "fremd" ... und, und, und.

The Donald will diese Tatsachen ausbeuten.

Traurig, eigentlich.

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Kommentar von HansH41
10.06.2016, 08:38

Ein rührender Kommentar, du darfst so etwas schreiben.

Aber es gibt schon noch eine Elite in den USA, die gleicht das andere Ende aus.

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Interessante Frage - wenn ich wüsste, warum so viele Deutsche die AfD gut finden, dann würde ich sagen, dass das vielleicht in die gleiche Richtung geht, aber das verstehe ich leider auch nicht.

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Vergiss nicht wer die Mauer bezahlen soll, ich dachte erst der Typ wäre gnadenlose Satire. Ich kann Clinton zwar absolut nicht leiden, aber die ist wenigstens nicht komplett gestört. Am liebsten wär mir Sanders.

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