Alex247 am 27.06.2009 um 0:14 Uhr
Ich mag Fremdwörter, wenn man damit ein Wort besser ausdrücken kann, das es im Deutschen gar nicht oder nicht ganz genau so gibt. Aber warum benutzt z.B. mein Musiklehrer immer so gerne das Wort "determiniert"? Also z.B. "...davon wurden bestimmte Einflüsse determiniert...". Warum kann er nicht einfach "bestimmt" sagen? Das ist so ein schönes Wort! Und es drückt haargenau dasselbe aus. Und so macht er es stänig, und viele andere Leute auch. Warum nur???
Manche Leute stärken so ihr Ego und fühlen sich dann total überlegen....

Ist wie bei Spongebob "Ist der Finger oben wird man dich loben". Wer schlauer wirken will, der muss sich von den anderen abheben

Wenn ein Mensch nur mit hübschen Worten erstaunen kann, ist das meistens ein Indiz für ziemlich dünnen Inhalt.
So habe ich mal eine Rede von einem meiner Profs kommentiert. Ich wurde des Raumes verwiesen.
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. bekam aber Applaus.
Alex247 am 27. Juni 2009 00:20 Bist Du mutig, wie cool!!!!!!:-) War es auch dünner Inhalt? Mein Lehrer hat es voll drauf und ich hänge an seinen Lippen, deshalb finde ich es umso schlimmer, dass er so was nötig hat
Wandpilzchen am 27. Juni 2009 00:25 Das hat nichts mit Mut zu tun. Wenn ein Mensch dich mit aufgebauschten Worten ablenken will, verdient er eine Zurechtweisung.
Alex247 am 27. Juni 2009 00:29 Doch, finde ich schon, dass das sehr mutig ist. Viele Deiner Kommilitonen dachten vielleicht dasselbe, aber haben sich nicht getraut, es auszusprechen

Nun ja, der gute Mann hat studiert und will es jetzt zeigen.......

Die wollen sich damit wichtig machen und zeigen, wie ungemein gebildet sie sind. Wir hatten in der Arbeit auch manchmal Arbeitsanweisungen, da hätte ich fast ein Fremdwörterlexikon gebraucht, um zu verstehen, was die von mir wollten. Blödsinn!

weil sich viele,viele lehrer sehr ,sehr wichtig dadurch vorkommen.
Einfach nur kognitiv suboptimiert.
Glatteis am 27. Juni 2009 00:18 Ätsch, ich habs verstanden! ;)
Geht doch.

Manche wollen einfach nur schlauer wirken. Mein ehemaliger Lehrer (ein sehr toller Mensch) hat mir mal erklärt, dass die Lehrer damit versuchen, ihr Niveau etwas höher zu halten oder vielleicht, um die Schüler anzuregen, danach zu fragen, was das Wort bedeutet. So lernt man nebenbei immer was dazu ;)
Alex247 am 27. Juni 2009 00:20 ok, so habe ich das noch nicht gesehen, stimmt

Mit Fremdwörtern um sich schmeißen gilt als klug, und man läuft nicht Gefahr, gefragt zu werden, was dies oder jenes heiße. Alle werden so tun, als verstünden sie alles.

wahrscheinlich hat er halt einfach viel gelesen und solche fremdworte gehen einfach in den eigenen sprachschatz über.
für ihn ist determiniert halt genau das gleiche wie bestimmt, und mal wird er das eine und mal das andere benutzen.
nur für dich klingt es halt fremd.
jeder hat halt den sprachschatz der seinem bildungsgrad entspricht und es ist schwer, wenn überhaupt gewollt, davon abstand zu nehmen.
viel schlimmer ist es noch bei iuristen und medizinern, denen ihr fachspezifisches vokabular ja selbstverständlich erscheint und die sich dann wirklich anstrengen müssen der oma von nebenan einen sachverhalt auf kleinbürgerdeutsch nahe zu bringen.

wahrscheinlich hat er halt einfach viel gelesen und solche fremdworte gehen einfach in den eigenen sprachschatz über.
für ihn ist determiniert halt genau das gleiche wie bestimmt, und mal wird er das eine und mal das andere benutzen.
nur für dich klingt es halt fremd.
jeder hat halt den sprachschatz der seinem bildungsgrad entspricht und es ist schwer, wenn überhaupt gewollt, davon abstand zu nehmen.
viel schlimmer ist es noch bei iuristen und medizinern, denen ihr fachspezifisches vokabular ja selbstverständlich erscheint und die sich dann wirklich anstrengen müssen der oma von nebenan einen sachverhalt auf kleinbürgerdeutsch nahe zu bringen.

Mein Bekannter ist Chef von der Gemeindeprügungsanstalt in ... Er ist Dozent... und vermeidet Fremdwörter (außer es geht nicht anders, weil sie eingedeutscht sind), weil er möchte, dass ihn seine Zuhörer verstehen. Nur darum geht es. Alles andere ist Imponiergehabe. Es dient nicht einer guten Kommunikation.
Alex247 am 27. Juni 2009 00:25 das finde ich toll!
Siam1 am 27. Juni 2009 00:33 Korrektur... Gemeindeprüfungsanstalt. Ja, ich bewundere auch diese Person. Er ist ein Mensch ohne Allüren, authentisch, darum geht es, andere spüren es, er brauch kein Anzug, und geht ohne Krawatte zu den Vorlesungen, und strahlt durch seine Persönlichkeit.
Alex247 am 27. Juni 2009 00:39 das ist echt cool, schön, dass es solche typen gibt
Siam1 am 27. Juni 2009 00:42 eigentlich müsste er schon längst in Rente gehen, (nebenbei gesagt, er ist noch sehr attraktiv), aber er macht sehr gerne seine Arbeit. Selten, dass man so einem Menschen begegnet.

Er kann ja schlecht ein Schild um den Hals hängen mit der Aufschrift:Ich bin gebildeter als ihr anderen. Also macht er das auf diese Art. Ich persönlich halte es für eine Respektlosigkeit gegenüber dem jeweiligen Gesprächspartner, wenn man mit Fachjargon oder Fremdworten um sich wirft und so eine Distanz herzustelllen versucht.

Weil es sich intelligent anhört - man steht dann etwas höher als der Rest...
Ich finde es immer witzig, wenn ich in StarTrek höre, wie einfache Dinge mit Fremdwörtern sowas von futuristisch ausgedrückt werden... (wir fliegen jetzt los - ich initiiere die Startsequenz ...)

also ich hasse Fremdwörter, vor allen Dingen die vielen englischen Ausdrück in der "Computerwelt"

Imponiergehabe. Die Konkurrenz in die Knie zwingen. Eigentlich fast ein Urinstinkt.
Fremdwörter sind Wörter, die aus anderen Sprachen übernommen wurden. Hinsichtlich Lautstand, Betonung, Flexion, Wortbildung oder Schreibung der Zielsprache ist das Fremdwort (noch) unangepasst und wird daher oft als „fremd“ empfunden. Dies steht im Gegensatz zu der Charakteristik eines integrierteren Lehnworts, besonders wenn ein gebräuchliches Synonym in der Zielsprache fehlt. Beim Fremdwort sind sich Muttersprachler des anderssprachigen Ursprungs meist bewusst.
In der modernen Sprachwissenschaft wird die Unterscheidung zwischen „Fremd-“ und „Lehnwörtern“ abgelehnt, da es zu viele Zweifelsfälle gibt. Wie auch in vielen anderen Sprachen – vgl. franz. mots d'emprunt und engl. loanwords – wird deshalb allgemein nur von „Entlehnungen“ bzw. „Lehnwörtern“ gesprochen.
Die Quantitative Linguistik modelliert den Prozess der Übernahme von Fremd- und Lehnwörtern mit Hilfe des Sprachwandelgesetzes. Es zeigt sich immer wieder, dass Entlehnungsprozesse gesetzmäßig ablaufen. Dasselbe gilt für das Fremdwortspektrum, das eine Übersicht gibt, aus welchen Sprachen wie viele Wörter übernommen wurden.
Bella73 am 27. Juni 2009 00:21 Äh? Sorry, aber um diese Zeit kann mein Hirn sowas nicht mehr verarbeiten... :)
:D
Alex247 am 27. Juni 2009 00:24 ist eh keine antwort auf meine frage, und bei wiki kann ich selber nachlesen, aber trotzdem danke, ich denke, es war gut gemeint
Alex247 am 27. Juni 2009 00:22 Und welchen Sinn hat diese Wikipedia Kopie?
hatte ken bock was selbst zu schreibn wenn ich ehrlich bin
Lächerlich. Ich finde es so genug spannend, was er erzählt. Der Mann weiss viel und hat sowas eigentlich nicht nötig.
Denkt er auch so?!?!? Man weiß es nicht...
vielleicht hat er Komplexe, kann schon sein...
@alex: wieso fragst du dann so dumm wenn du alles besser weißt
Vielleicht wird er von seiner Mutter psychologisch immer klein gehalten - so muss er sich vor den kleinen dummen Schüler mit abgehobenen Wörtern behaupten...