Frage von einsamerWolf2, 54

warum merke ich plötzlich das Schule doch nichtsmehr ist?

ich bin schon erwachsen und wollt eig Abi nachholen, merke nach einen Monat das Schule aber rein garnix für mich ist. Warum merkt man sowas so schnell, wenn man älter ist??

Antwort
von Dhalwim, 16

Eigentlich ganz einfach. Eine Schule hat viele Merkmale die eigentlich nur für Kinder gedacht sind (oder zumindest der Großteil der Schulen). Dies hat ihren Ursprung in der Geschichte wo Preußen das erste mal eine "Schule" und ein "Schulsystem" erfand. Es ging damals aber nur zweitrangig um Bildung, der erste Faktor war ja, dass Kinder "gehorsam" erlernten, sollten sie später als Soldaten genau das, nur tun was ihnen gesagt wird.

Vielleicht hast du den Stress satt (weil manche Lehrer ja ein riesen Theater wegen einer Nichtigkeit machen, Ich erlebe es auch täglich), oder du willst einfach nicht, weil du ja so gesehen schon den Großteil der Sachen kennst.

Warum man das merkt wenn man älter ist, da gibt es so viele verschiedene Gründe. Da könnte man eine Liste daraus machen. Bis dahin.

LG Dhalwim ;) :D

Antwort
von Kuhlmann26, 10

Die Schule war noch nie etwas für Dich. Wenn man Dir in jungen Jahren nicht erzählt hätte, wie wichtig und toll die Schule ist, wenn man Dich nicht mit einer Zuckertüte und dem "Schon-groß-Sein" geködert hätte, wärst Du von alleine nie auf den Gedanken gekommen, in eine Schule zu gehen, um zu lernen.

Ein Großteil derjenigen, die behaupten gern in die Schule zu gehen, begründes das damit, dass sie Freunde treffen können. Nur ein sehr geringer Teil behauptet, sie gingen in der Schule, um zu lernen.

Die autoritären Strukturen in der Schule mutet man nur Kindern zu und das ist schlimm genug. Wer ist als Erwachsener schon gerne Zögling.

Das Abitur ist nichts, was DU für DEIN Leben brauchst. Den Zettel, auf dem dieses Wort steht, brauchen immer nur andere. Es ist wie mit dem Reisepass, den hast DU auch noch nie gebraucht.

Ein Beispiel: Eine junge Frau wollte in Deutschland Psychologie studieren, ihr Abidurchschnitt war aber "nicht gut" genug. Es genügte also ein Stück Papier, ihr die Fähigkeit abzusprechen, dieses Fach zu studieren. Heute ist sie Psychologin, weil sie das Studium in Österreich absolviert hat.

Es ist doch nicht von Gott gewollt, sondern Menschen gemacht, dass man irgendwelchen Abschlüssen hinterher hechelt, um die Berechtigung für einen bestimmten beruflichen Werdegang zu erlangen.

Irgendeine ärztliche Dachorganisation - ich habe vergessen, welche - hat die Forderung aufgestellt, man möge endlich diejenigen Medizin studieren lassen, die Ärzte werden wollen und nicht die mit dem besten Abidurchschnitt. Eine Universität im Süden Deutschlands verteilt jedes Jahr 12 Stipendien. Wichtigste Voraussetzung: Man muss in seinem Leben gescheitert sein. Die Schule abgebrochen haben, mit dem eigenen Unternehmen in die Pleite gegangen sein und ähnliches.

Woran man das als Erwachsener merkt? Wir sind lernende Wesen und machen Erfahrungen. Übrigens: das nachhaltigste Lernen findet unterbewusst statt. Und das auch schon bei Kindern. Man glaubt nur, ihnen diese Erfahrung ab einem bestimmten Alter austreiben zu müssen. Dazu sperrt man sie ein Jahrzehnt in der Schule ein.

Sorry, die Antwort ist ein bisschen länger geworden.

Gruß Matti

Antwort
von safur, 11

Klingt für mich eher nach Bequemlichkeit - sorry für die Kritik.

Ich weiß es ist kein einfacher Schritt aus der Berufstätigkeit zurück in die Schule zu gehen. Man hat sich einen Lebensstandard etabliert und weiß garnicht mehr wie Lernen geht :-)

Das ist aber noch lange kein Grund das aufzugeben, nutze es als Motivation. Fast in jedem Studium wird es dir mal so gehen

Antwort
von xzzzzl, 4

Vielleicht weil du seit langem nicht mehr in diesem Tagesablauf bist, also durchgehend zur Schule zu gehen, lernen etc. mir geht es genauso

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