Frage von Skydiver7, 26

Warum Mathe Uni-Skripte/Bücher tausendmal komplizierter als irgendeine gute Mathe Seite?

Ich verstehe das nicht, warum muss das so kompliziert gemacht werden, sei es die Erklärung, die Formel, die Beispiele. Auf irgendeiner guten Mathe Seite werden Mathematische Sachverhalte tausendmal leichter und besser erklärt. Warum?

Antwort
von hypergerd, 3

Vollkommen richtig erkannt! Das liegt 

a) an der Sprache und 

b) an den Abkürzungen.

Es gibt Manager, die können einfachste Grundrechenarten mit

https://de.wikipedia.org/wiki/Denglisch

und anderen scheinbar komplizierten Begriffen zukleistern, dass man den primitiven Algorithmus dahinter nicht mehr erkennt.

Viele Professoren und deren Bücher kürzen extrem ab! Statt sauber logisch ein n-Dimensionales Array aufzuschreiben (was jeder Informatiker sofort erkennt), werden Abgekürzte Symbole verwendet wie z.B.:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tensor

und

https://de.wikipedia.org/wiki/Mannigfaltigkeit

Ein schönes Beispiel wo sogar in der Schule abgekürzt wird, ist die

partielle Integration auch Produktintegration. Die meisten kennen nur die abgekürzte Form 

https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/c176124cdfaa5346c7d29177...

Auf der linken Seite stehen aber normalerweise nur die gegebenen Variablen und Funktionen -> deshalb sieht die exakte Schreibweise etwas länger aus:

http://www.gerdlamprecht.de/Integral_Substitutionen.html

§A2d in grüner Farbe -> zwar etwas länger, dafür aber vom Algorithmus so einfach, dass stures Abarbeiten Schritt für Schritt machbar ist ( selbst für  Computerprogramme).

Das geht soweit, dass man die komplette Elektrotechnik (für die man etwa 6 Jahre studiert) in 4 kurze Gleichungen komprimieren kann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Maxwell-Gleichungen

der "Rest" kann daraus hergeleitet werden :-)

Dann gibt es noch Symbole, die nicht eindeutig sind:

x!! könnte Fakultät(Fakultät(x)) sein, ist aber meist

https://en.wikipedia.org/wiki/Double_factorial

Oder: x# wird von 2 Quellen unterschiedlich benutzt:

http://www.lamprechts.de/gerd/php/Formeln/Formel-8.png

Oder die Faktorielle: es gibt steigende und fallende und je nach Prof. (Autor)

ist es mal das Pochhammer-Symbol und mal ... siehe:

http://www.lamprechts.de/gerd/php/Formeln/Formel73.png

Für Leute, die nur in ihrer Teilwelt arbeiten und ihre Symbole verwenden, ist alles klar und einfach. Für andere, die aus anderen Bereichen kommen oder viele Teilgebiete verbinden, muss erst eine eindeutige Sprache her, um es klarer, eindeutig und logisch zu machen.

http://www.lamprechts.de/gerd/php/RechnerMitUmkehrfunktion.php )

Antwort
von tommy40629, 4

Mir hat zum Beginn meines Mathestudiums ein anderer Student, der jetzt mir gut den Master hat, gesagt, dass das wir früher ist.

Früher haben die Reichen und Schönen fransözisch gesprochen, damit das einfache Volk sie nicht verstanden hat.

Mathe ist ansich nicht schwer, ABER es ist das Fach, was man künstlich extrem aufblasen kann und unbeschreiblich schwer machen kann.

Bei uns sind z. B. von 50 Mathestudenten bisher 2 mit dem Batchelording nach Hause gegangen.

Es gibt auch Profs, nach deren Vorlesungen geht man nach Hause und muss kaum noch was lernen. Bei anderen Profs. hat man 0% verstanden.

Ich muss nach einigen Jahren dem Student von oben zustimmen, dass es viele Profs. gibt, die Mathematik mit Absicht richtig schön schwer machen.

Das wiederum wird von anderen Profs. bemängelt, weil so sehr viel Nachwuchs quasi zum Klo runter gespült wird.

Wir hatten z. B. im Mathestudium im 1. Semester keine Logik o. ä. es war entsprechend super mega heftig schwer.

Jetzt hat ein Prof. fast das ganze 1. Semester nur Logik gelesen und komischerweise ist dieser Prof. einer der beliebtesten an der Fakultät, bei ihm versteht man selbst schwere Kost.

Also ich glaube nicht mehr daran, dass es Zufall ist, wenn man ein Anallllysis Buch aufschlägt und meint man hat gerade einen Tritt von einem Pferd bekommen, das ist wirklich böswillige Absicht!

Antwort
von Thor1889, 16

Das liegt an der Herleitung und dem Beweisen, dass das, was der/die Prof oder Author*in beschreibt, richtig ist.

Auf den Internetseiten oder aber auch YouTube wird Grundsätzlich gesagt: "Das, was ich hier mache ist richtig, das hat schonmal irgendwer bewiesen." und deswegen fällt viel "blabla" weg und es erscheint dir (mir auch) sehr viel verständlicher.

Kommentar von tommy40629 ,

Und ein guter Prof. bekommt das Aha-Erlebnis auch MIT Beweisen und Formalismus hin.

Aber für so eine Aussage wird man auf Matheforen als Ketzer verbrannt.

Kommentar von Thor1889 ,

Haha :D
ich als Ing. beschränke mein Mathe aufs Geringste. da ich nix herleite, was in zig Büchern steht ... Aber du hast recht Manche Mathematiker sind etwas eigenartig was das angeht ;)

Antwort
von BridgeWay, 15

Der Verlag des Buches hat die Zeichnungen und Aufgaben selbst geschrieben. Internetseiten vereinfachen solche Aufgaben ganz einfach für Menschen die hilfe brauchen und nicht zurecht kommen. Nehmen wir als Beispiel ein Gedicht von einem bekannten Dichter. Das Gedichz verstehst du nicht und googelst es dann. Daraufhin werden dir -zig Zusammenfassungen erscheinen die dir alles erklären.

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