Frage von ArchAngelSvenja, 46

Warum macht mir mein Vater alles so schwer?

Ich verstehe meinen Vater einfach nicht. Als ich von der Schule ging 2014 (Weiterführende Schule, habe mein Fachabi gemacht) war ich plötzlich nicht mehr Krankenversichert. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, das ich ab dem 22. Lebensjahr nicht mehr in der Familienkasse bin, da es mir nie jemand gesagt hatte. Erst 1 Jahr später habe ich es erfahren, weil ich selbst bei der Krankenkasse war und sie mir sagten, das mein Vater die Beiträge nicht bezahlt hätte. Und mein Vater wusste das die ganze Zeit und hatte mir nichts gesagt.

Da ich aber leider keine Arbeit gefunden hatte, war ich auch nicht über diese Versichert und mein Vater musste für mich aufkommen. Er bezahlt mir jeden Monat 150 Euro, wovon ich meinen Laptop und mein Handy noch bezahlen muss. Also habe ich 110 im Monat, manchmal weniger, das ich schon oft überziehen musste um mit dem Essen klar zu kommen. Ok, ich darf weiterhin zuhause wohnen und muss keine Miete zahlen. Das ist sehr großzügig von meinem Vater. Dennoch. Er sagte erst, ich kann so lange bleiben wie ich will. Ein paar Monate später, sagte er mir, ich solle ausziehen, er will das Haus verkaufen. (Er wohnt auch nicht hier, sondern bei seiner neuen Freundin). Dann hieß es wieder ich kann bleiben, das würde ja eh noch dauern.

Dann soll ich Arbeit suchen und wieder ausziehen.... Als ich mich darum kümmerte, das ich ausziehen konnte (aber noch unter 25 bin und mein Vater ALG2 für mich beantragen muss), wollte er mir nicht helfen. Er wollte die Papiere nicht ausfüllen die ich besorgt hatte, was seine Finanzen angeht. Und wenn ich mich wo bewarb für eine Ausbildung, machte er es mir auch immer wieder schlecht, das mich niemand nehmen würde... Ich weiß einfach nicht was er von mir will. Jetzt will ich zu meinem Verlobten ziehen, und auch das versuchte mir mein Vater wieder schlecht zu machen, dass das nicht klappen wird und blah. Manchmal glaube ich, er will nicht das ich gehe, damit jemand sein Haus putzt und ich auf seinen Hund aufpasse... Aber ich werde ausziehen und mein Verlobter hilft mir dabei. Eigentlich ist es doch genau das, was er will. Also warum macht er mir immer alles kaputt und ändert ständig seine Meinung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von adianthum, 10

Warum dein Vater das macht?

Wahrscheilich sind ihm alle Menschen egal, ausser seiner eigenen Person. Es gibt Menschen die permanent Andere kleinmachen oder demütigen müssen, weil sie sich dann groß und stark fühlen.

Was er da mit dir abgezogen hat war unfair.

Dein Fehler dabei war, dass du ihm vertraut hast, obwohl du ihn mittlerweile besser kennen müsstest. Dieser Mensch hat nur seinen eigenen Vorteil im Sinn.

Löse dich von ihm und blicke nach vorne. Und vor allem: Höre nicht hin, wenn er dir irgendetwas schlecht reden will.

Und diese Geschichte möchte ich dir für deine Zukunft mit auf den Weg geben:

http://www.a-connect.de/ct2003/motivation.htm

Kommentar von ArchAngelSvenja ,

Das war eine süße Geschichte XD 

Ja, mittlerweile kenne ich ihn besser. Ich war als Kind ein richtiges Papakind, denn ich war geblendet. Er gab mir immer Geschenke, erlaubte mir mehr als meine Mutter und ich durfte machen was ich wollte. Aber wenn ich Probleme hatte, war er nie für mich da. Meine Mutter war die Einzige die mich immer beschützt hatte. Denn wenn ich ihm zu anstrengend wurde, war sie immer noch für mich da. Obwohl er genau das gleiche 20 Jahre lang mit ihr abgezogen hat, was er jetzt mit mir macht.

Ja, sobald ich ausziehen kann werde ich mich von ihm lösen. Dann überlege ich nochmal, ob er sich bessern kann und ich ihn weiter um mich haben möchte oder nicht.

Aber ich denke, sobald ich weg bin, wird er sich von selbst nicht mehr bei mir melden. Er meldet sich ja jetzt schon nicht mehr bei mir, nicht um mich zu fragen wie es mir geht. Nur wenn er was braucht.

Antwort
von DerHans, 26

Bis zum 23. Lebensjahr hättest du familienversichert sein können. Das muss man der Krankenkasse natürlich mitteilen.

Wenn natürlich dein Vater selbst keine Beiträge entrichtet hat, warst du auch nicht versichert. Allerdings ist in dem Fall der Vater der Beitragsschuldner.

Dass du von einer Versicherungspflicht nichts gewusst hast, ist wiederum kein Argument.

Du bist volljährig und hast jede Möglichkeit, dich zu informieren. Wenn du das nicht tust, ist das dein Problem.

Kommentar von ArchAngelSvenja ,

Nun, ich dachte das gilt bis zum 25. Lebensjahr. Jetzt weiß ich es besser. und ja, mein Vater musste die Schulden zurück zahlen. Es ist nur schade das er mir nicht sofort was davon erzählt hatte. Dann hätte ich mehr machen können.

Antwort
von Stadtreinigung, 22

Wenn dein Vater dir nicht Hilft,reiros seine Hilfe versagt,dann hast du die Möglichkeit bei jeder Behörder ( JC,SA usw. ) einen Antrag auf Amtshilfeersuch zu stellen,dann wird alles von Amtswegen ermittelt ohne dein zutun

Kommentar von ArchAngelSvenja ,

Ich war ja bereits beim Amt und hatte um Hilfe gebeten, zusammen mit meiner Mutter und meiner besten Freundin. Auch sie haben ihnen davon erzählt. Erst wollten sie mir nicht helfen, da mein Vater mir ja immer 150 Euro überweist und ich zuhause mietfrei wohnen darf. Erst später wollten sie mir Geld geben und mir helfen eine Wohnung zu finden, wenn mein Vater und ich nicht mehr zusammen wohnen. Das tun wir ja auch eigentlich nicht, aber offiziell ist er noch auf die Adresse dieses Hauses angemeldet. Es ist ja auch sein Haus, denn er hat meine Mutter nach der Scheidung ausgezahlt. Ihr zahlt er auch monatlich Unterhalt. Ich hatte mit ihm darüber gesprochen, aber er wollte sich nicht ummelden. Das würde ihm zu viel kosten.

Und so lange wir beide hier gemeldet sind, können sie nichts machen sagten sie. Aber jetzt scheint es besser zu werden, denn mein Verlobter nimmt mich in seine Bedarfsgemeinschaft auf und macht die ganze Papierarbeit für mich, da er das schon ein mal gemacht hatte ich sich damit auskennt.

So kann ich wohl noch dieses Jahr bei ihm einziehen und ich kann mir in seiner Stadt Arbeit suchen. Ich komme aus einem kleinen Dorf und die Arbeit ist recht weit weg in den großen Städten und ich habe leider kein Auto mehr. Bei ihm kann ich dann wenigstens mit Bus und Fahrrad fahren.

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