Frage von lena1867, 16

Warum macht mich meditieren deprissiv?

Wenn ich meditiere, dann kann ich mir keinen schönen Ort vorstellen, weil ich alle Orte mit negativem verbinde. Und wenn ich es mir vorstelle fühle ich mich in der meditation einsam und alleine & iwie deprimiert es mich

Antwort
von Enzylexikon, 8

Ich habe ein paar Jahre Meditationserfahrung und werde daher versuchen dir bei deiner Frage etwas weiterzuhelfen.

Meditation und Depression

Wenn du bereits eine klinisch attestierte Depression hast und dich in Behandlung befindest. solltest du mit deinem Therapeuten darüber sprechen, ob Meditation bzw. welche Form von Meditation sinnvoll für dich ist.

Bei einer Meditation können nämlich verdrängte Bewusstseinsinhalte, etwa von traumatischen Erfahrungen, wieder ins Bewusstsein kommen, was zu einer so genannten Aktualisierung führen kann.

Wie gesagt, solltest du in Behandlung sein, sprich mit deinem Psychiater bzw. Psychotherapeuten darüber - denn Meditation ist kein Ersatz für eine Therapie.

Falls du längerfristige depressive Phasen hast, solltest du mit deinem Hausarzt darüber sprechen. Er kann dich dann an einen Psychiater überweisen, der eine möglicherweise vorhandene Depression diagnostizieren kann.

Solltest du eine Depression vermuten, oder bereits diagnostiziert sein, würde ich von Meditation abraten, bis dieser Umstand medizinisch geklärt ist.

Für den Fall, dass du gesund bist, bzw. dein Therapeut die Meditation als sinnvoll erachtet, habe ich noch etwas mehr geschrieben:

Was ist Meditation?

Meditation ist nach meinem Verständnis ein Zustand entspannter Achtsamkeit, also weder schläfrige Trance, noch angespannte Konzentration.

Alle möglichen Techniken sind somit lediglich Hilfsmittel, um diesen Zustand  zu unterstützen - denn letztlich können wir jede Tätigkeit meditativ üben.

Es geht also nicht darum, etwas zu erreichen - denn mit jedem Gedanken wie "ich muss ruhiger werden", fördert man nur seine innere Unruhe.

Also kein Leistungsdenken, alles ist gut so, wie es ist.

Formen der Meditation

Es gibt verschiedene Techniken zur Meditation. Das was du dort beschreibst, klingt nach einer so genannten "geführten Meditation", bei der man der Stimme eines Sprechers folgt und eine Art geistige Reise macht.

Es kann gut sein, dass dir diese Form der Meditation nicht zusagt, und du mit einer anderen Form der Meditation besser klar kommst.

Ich selbst empfehle Anfängern gerne buddhistische Achtsamkeitsmeditation, weil sie nicht mit komplizierten Phantasievorstellungen arbeitet, sondern sich auf einfache Dinge, wie Körperwahrnehmung und Atmung richtet.

Hier habe ich ein Beispielvideo einer geleiteten Achtsamkeitsmeditation, bei der man eigentlich sofort mitmachen kann, sobald man entspannt, aufrecht sitzt;

Aber hier noch einmal der Hinweis: Wenn bei dir der Verdacht einer psychischen Erkrankung besteht, kläre das erst einmal ab.

Du kannst aber beispielsweise auch meditativ gehen, oder putzen, du bist nicht auf das Sitzen beschränkt. Alles was deine entspannte Achtsamkeit entwickelt, ist gut.

Solltest du noch weitere Fragen haben, helfe ich gerne weiter.

Antwort
von NewKemroy, 6

... vielleicht, weil Du angestrengt daran interessiert bist heil zu werden. Also negative Gedanken los werden zu wollen. Aber um heil werden zu können muss man erstmal krank (depressiv) sein.

Also könnte es sein, dass Dich einfach der Gedanke. "Ich, in wenigen Tagen gesund," krank macht?

Versuche doch ohne Erwartungen oder Befürchtungen die Meditation zu praktizieren. Und konzentriere Dich auf ein einzelnes kleines Objekt und verzichte auf jegliche Bilder-Reisen. Üblicherweise nimmt man, wenn man sich auf die Atmung konzentriert den Bereich an den Nasenlöchern, wo man die Luft daran vorbeistreichen spürt und richtet unentwegt seine Aufmerksamkeit auf diesen Punkt.

Antwort
von Sisalka, 7

Beim Meditieren denkst du eigentlich an gar nichts. Aber das dürfte nicht das wirkliche Problem sein.

Beim Meditieren bist du ganz bei dir selber. Es kommt dann alles an die Oberfläche, was sonst unter dem Alltag verborgen bleibt. Die Herausforderung ist, dir - mit Abstand - anzusehen, welche Gefühle da hoch kommen. Sie anzunehmen, sie so zu nehmen wie sie sind. Dir selber zu vergeben, wenn du Dinge wahrnimmst, die dich noch an der Vergangenheit festhalten. 

Wenn etwas an die Oberfläche kommt, bei dem du das Gefühlt hast, dass dich zu sehr überwältigt, dann solltest du dir Hilfe holen - um mit diesem speziellen Thema zu arbeiten. Geht zwar auch durch Meditation, aber das kann dauern und du brauchst es dir ja nicht schwerer zu machen als es sein muss.

Übrigens gibt es viele Arten von Meditation. Probier doch mal ein paar andere (Walking-Meditation, mit Musik und was immer du findest, was dir gefällt und gut tut). Du kannst auch über ein Wort meditieren, z.B. Alleinsein. Mit All(em)-eins-ein....

Antwort
von Lilipout, 16

Stell dir einfach belebte Orte vor, wie einen Marktplatz oder so und beobachte was die Leute tun

Kommentar von lena1867 ,

Macht mich auch deprissiv und gubt mir auch keine Frieden oderso

Kommentar von Lilipout ,

hilft es wenn du dih auf den Boden legst und dir einfach vorstellst dass alle deine Sorgen und so von der Schwerkraft in den Boden gezogen werden

Antwort
von HeyichbinLea, 16

Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass du mit deiner momentanen Lebenslage nicht zufrieden bist und deswegen alles ins Negative ziehst?:)
Weil es kann ja nicht sein, dass man alles 💩 findet. Ich zum Beispiel finde Orte, wo es Toiletten gibt sehr toll, da man sich dort erleichtern kann

Gruß Lea❤

Kommentar von lena1867 ,

Ja und deswegen will ich ja Meditation machen, weil das ja gegen negative Gedanken hilft

Kommentar von HeyichbinLea ,

Vorschlag: meditiere einfach nicht, dann wirst du nicht depressiv wenn du dir keine schönen Orte vorstellen kannst, dann bringt es nichts oder sei flexibel und meditiere an verschiedenen Orten vielleicht gibt dir das ein anderes Gefühl

Kommentar von HeyichbinLea ,

oder die Meditation ist einfach nichts für dich, versuche andere Sachen, um deine negativen Gedanken weg zu bekommen wie Yoga oder treibe allgemein Sport, hilft mir auch immer, da dann ja Glückshormone freigegeben werden

Antwort
von Meditation, 4

Wie meditierst Du denn?

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