Frage von HerrUnsichtbar, 99

Warum macht man einen Unterschied zwischen Menschen und allen anderen Tieren und warum stellt der Mensch sich über die Tiere?

Der Mensch zählt eigentlich genauso zu den Tieren, wie es jeder Hund, oder jede Katze tut. Aber warum unterscheidet man dennoch zwischen Mensch und Tier? Und warum wird der Mensch als wichtiger eingeordnet? Fürs Ökosystem ist der Mensch sogar verdammt unwichtig. Jedes Lebewesen der Welt könnte ohne Menschen ohne irgendwelche Einschränkungen weiterleben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hyaene, 20

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass der Mensch ebenfalls zu den Tieren gehört. Schließlich sind wir keine Aliens oder was auch immer.  ;-)

Wir haben den Überlebensinstinkt, den Fortpflanzungsinstinkt, den Mutterinstinkt, den Instinkt besser, als unsere Mitmenschen zu sein uvm...

Und! Das ist  typisch für jede Tierart! Wir halten uns für das Höchste und sind der Meinung, dass wir über allen anderen stehen, was auch natürlich ist. ;-)

Natürlich gibt es aber auch noch neben uns weitere Tierarten, welche "instinktübergreifend" denken und handeln können. Das sind neben uns Menschen, die Tiere, welche ein Selbstbewusstsein besitzen (Spiegeltest). 

Beispiele hierfür: 

Delfine, Menschenaffen, Schweine, meine Hyänen uvm.

Mit "Instinktübergreifend" meine ich, dass Tierarten richtige Packte untereinander schließen können. Trauer empfinden, wenn zum Beispiel jemand gestorben ist und auch richtige Emotionen besitzen, wie zum Beispiel; Hass, Neid, Eifersucht und natürlich auch Liebe. 
Sprich, sie können kognitiv denken.

Jedes Lebewesen der Welt könnte ohne Menschen ohne irgendwelche Einschränkungen weiterleben.

Das könnte es aber auch ohne Tiger, Pinguin, Braunbär oder was weiß ich. Schließlich sind wir ebenso nur eine unter vielen Tierarten. ;-) Auch Biber, Heuschrecken, zu viele Rehe - die dann vom "Förster in Zaum gehalten" werden - können die Umwelt mehr, als schädigen. Klar, dass der Mensch einer der größten Parasiten der Erde ist und es ihn auch in einer viel zu hohen Population gibt, kann man wohl nicht abstreiten. Aber dennoch versuchen einige Menschen das Schlechte, was der Mensch und auch andere Tiere getan haben, wieder gut zu machen.

 

Kommentar von HerrUnsichtbar ,

Ohne Bienen oder Plankton zum Beispiel wären einige Lebewesen ganz schön aufgeschmissen. :)

Kommentar von Hyaene ,

Danke für den Stern. ☺

Beim Plankton fängt "es" meines Wissens sogar an. Der Satz, "Das Leben kommt aus dem Wasser"  ist eben nicht von ungefähr. 😉

Antwort
von Schuhu, 52

Wenn der Hund könnte, würde er sich wahrscheinlich über den Menschen stellen, genauso wie das Krokdodil, der Kea und der Koalabär. Menschen zumindest neigen dazu, die Gruppe, zu der sie gehören, als etwas Besonderes zu betrachten.

Antwort
von kleinefrechemau, 34

Diese Einordnung hat der Mensch vorgenommen, eine Katze würde da garantiert widersprechen, wenn sie könnte, ein Hund vielleicht auch, aber der ordnet sich eher unter. Die Menschheit leidet an an Komplexen, sonst hätte sie es nicht nötig, sich über andere Lebewesen zu stellen. Bezeichnen könnte man das als Gotteskomplex, der Mensch WILL unbedingt mehr sein als ein Tier und erschafft deshalb Mythen, wie z.B. in der Bibel, da gibt es eine Stelle, in der Gott den Menschen sagt, dass sie sich die Tiere untertan machen sollen.

So kann der Mensch auch ganz einfach sein Verhalten gegenüber den Tieren rechtfertigen, Gott wollte es ja so. Inzwischen widersprechen da aber viele Tierschützer vehement, denn auch z.B. Menschenaffen besitzen ein Bewusstsein, können sich selbst im Spiegel erkennen und sogar die Zeichensprache erlernen.

Es stellen sich also nicht alle Menschen über Tiere, es gibt durchaus Menschen, die die gleichen Rechte für Orang-Utans wie für Menschen fordern, also kein Missbrauch mehr als Versuchstier usw. Ich glaube ja, der Mensch versucht, indem er sich gottgleich vorstellt, seine Angst vor dem Tode zu umgehen, denn das ist es, was den Mensch vom Tier wirklich unterscheidet: Der Mensch weiß, dass er sterben muss und macht sich darüber viele, vielleicht auch zu viele Gedanken. Eine Katze lebt im Hier und Heute, die wird nicht depressiv und jammert rum und erfindet Geschichten, weil sie nicht ewig lebt.

Da der Mensch diese Einordnung vorgenommen hat und ich selbst als Krone der Schöpfung sehen will, ordnet er sich eben selbst als wichtiger als andere Lebewesen ein - Egoismus dient ja zum Teil auch dem Überleben. Interessant wäre allerdings, was passieren würde, wenn hier tatsächlich einmal Außerirdische eintreffen würden, die intelligenter als wir sind. Denn nach menschlicher Logik hätten dann die "höheren Wesen" auch das Recht, uns als Nahrung zu nutzen, denn für sie wären wir nichts anderes als die Tiere heute für viele Menschen.

Antwort
von Daoga, 43

Weil dem Mensch allein Bewußtsein, Verstand, Gefühle, Kultur, die Benutzung von Werkzeug etc. zugeordnet wird. Jahrhundertelang wurde das Menschsein sogar Menschen mit "falscher" Hautfarbe, "falscher" Religion, Frauen, Behinderten abgesprochen, zur Zeit streitet man sich darum, ob Menschenaffen nicht auch Menschenrechte genießen sollten, zumindest was Einsperren, schmerhafte Experimente etc. angeht, während andere Tiere rechtlich immer noch als reine "Sachen" gelten, auch wenn man ihnen inzwischen sowas wie z. B. die Fähigkeit der Schmerzempfindung und damit ein Recht auf Schutz vor unnötigen Qualen zugesteht. Die Sache ist also in Bewegung

Kommentar von HerrUnsichtbar ,

Immerhin machen wir Fortschritte. :)

Kommentar von Soldier79 ,

Damit sollte es dann auch gut sein.

Antwort
von gottesanbeterin, 32

"Der Mensch" stellt sich keineswegs selbst über die Tiere, er steht einfach darüber, ob es ihm nun bewusst ist, oder nicht.

Viele Menschen nehmen halt diese, ihre Verantwortung für ihre "höhere" Position nicht wahr, und viele von ihnen missbrauchen diese Position.

Es gibt ja zum Beispiel auch viele, viel zu viele Mütter, die ihre Kinder nicht beschützen, sondern vernachlässigen; trotzdem ist die Mutterschaft eine wunderbare und erfüllende Aufgabe; man muss sie eben wahrnehmen (können), diese Aufgabe.

Antwort
von Suboptimierer, 40

Wir grenzen uns als Menschen ab, weil wir Menschen sind. 

Wären wir Nilpferde, würden wir Nilpferde von Tieren unterscheiden und Menschen wären ganz normale Tiere.

Antwort
von PlueschTiger, 8

Das liegt unteranderem daran weil in der Bibel eine Falsche Übersetzung benutzt wird. Laut der heißt es, das der Mensch sich das Tier untertan machen soll, kann oder darf. Doch wenn es richtig übersetzt wird, heißt es sie sind Gleichberechtigt. Wenn man natürlich soll eine Übersetzung ließt macht man sich doch gern zum König der Welt und übernimmt auch als nicht Christ dieses denken.

Antwort
von Grautvornix, 33

Weil es niemanden gibt der eine andere Einteilung machen kann , oder will.

Antwort
von Mignon2, 41

Kennst du irgendein Tier, das wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen hat und diese anwendet? Welches Tier kann zum Mond fahren? Welches Tier hat die höhere Mathematik erfunden bzw. versteht sie? Welche Tiersprache ist so hoch entwickelt wie diejenige der Menschen? Welches Tier hat den Buchdruck, das Rad, Flugzeuge, Autos usw erfunden?

Kommentar von HerrUnsichtbar ,

Das macht den Mensch nicht wichtiger.

Kommentar von Mignon2 ,

Es unterscheidet ihn aber von den Tieren.

Kommentar von HerrUnsichtbar ,

Delfine wären, was Intelligenz angeht, auch dazu in der Lage, nur ihr Dasein als Meeressäuger hindert sie daran.

Kommentar von kleinefrechemau ,

Delfine sind noch dazu die netteren Lebewesen :) Und Herr Unsichtbar hat völlig Recht, hätten Delfine Hände, mit denen sie etwas konstruieren könnten, würden sie das wohl auch tun, denn die notwendige Intelligenzdazu besitzen sie.

Kommentar von Grautvornix ,

Wer weiß denn ob die Delphine das überhaupt wollen?

Kommentar von GanMar ,

Vielleicht nicht wichtiger, aber das ist eben genau das, was Menschen von Tieren unterscheidet.

Und die Art und Weise der Einteilung unterliegt dem, der die Einteilung vornimmt. Man könnte Hosenknöpfe einerseits nach Farben, andererseits aber auch nach Größen sortieren. Da kann nun jeder selbst entscheiden, welchen Knopf er in welche Schublade wirft. Und Menschen haben sich eben entschlossen, eine Schublade für Menschen und eine für Tiere zu haben. Man könnte auch nach Lebewesen mit nackter Haut, Fell, Federn und Schuppen sortieren. Oder nach Größe und Gewicht.

Das ganze nennt man übrigens Taxonomie oder Klassifizierungsmethode. Man legt Klassen fest und sortiert die einzelnen Elemente ein. Und die Klassen werden entsprechend der Anforderung festgelegt.

Kommentar von kleinefrechemau ,

Ameisen sind wahre Meisterarchitekten UND sie melken Läuse, außerdem sind sie in Staaten organisiert. Menschenaffen haben Werkzeuge erfunden und Krähen nutzen den Verkehr an Ampeln, um sich Nüsse von Autos knacken zu lassen und sich den Inhalt zu holen, wenn der Verkehr steht.

Dass die Tiere nicht zum Mond fliegen, hat nichts zu heißen, denn seien wir mal ehrlich: dort herrscht eine lebensfeindliche Atmosphäre. Meiner Meinung nach ist der Mensch gerade darum das dümmste aller Lebewesen, weil es das einzige ist, dass seinen eigenen Lebensraum zerstört. Die Entwicklung von Waffen, die die ganze Erde vernichten können, ist für mich kein Zeichen von Intelligenz, sondern von Idiotie, ebenso wie die Hoffnung, einen neuen Planeten zu besiedeln, sobald wir den hier völlig vergiftet haben.

Sowohl bei mathematischen als auch bei geographischen Berechnungen sind uns alle Tiere weit voraus. Setz mal einen Hund im Wald aus, der findet den Weg heim, die meisten Menschenkinder jedoch nicht. Oder schau dir an, wie ein Tier Fische fangen kann, die können die Lichtbrechung des Wassers miteinberechnen. Kein Mensch hat es je geschafft, eine Tiersprache zu lernen, aber Menschenaffen können die Zeichensprache lernen.

Nur weil der Mensch dazu in der Lage ist, viele Sachen zu entwickeln oder zu denken, die teilweise völlig hirnverbrannt sind, ist er noch lange nicht die Krone der Schöpfung.

Kommentar von Grautvornix ,

So ist es, ich hab mal einen Vogel beobachtet, der bekam "Essen auf Räder".

Es war Sommer, ein Vogelnest befand sich unter einem Tankstellendach.

Immer wenn ein Auto zum Tanken kam, hat er die Insektenleichen am Kühler eingesammelt.

Es war eine Tankstelle in Autobahnnähe, und dieser Vogel hat nicht etwa alle Tanksäulen besucht, sondern nur die nächstgelegende.

Er hat gewartet bis wieder ein Auto an "seine" Säule kam.

Ich war so fasziniert, das ich es über eine Stunde angesehen habe, er ist nie an eine andere Säule geflogen, auch nicht nach 5 oder 10 Minuten wenn niemand kam aber andere Säulen belegt waren.

Hätte sich wahrscheinlich überfressen wenn er alle abgegrast hätte.

Wir wissen noch lange nicht alles über Tiere!

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