Warum liegt der Grenzwert bei Harnsäure im Blutbild so hoch?

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2 Antworten

Hallo,

mit steigendem Harnsäurewert steigt das Risiko einer Gicht-Erkrankung exponentiell. Allerdings heißt dies nicht, dass jeder mit einem HS-Wert > 6,8 zwangsläufig Gicht bekommt und behandelt werden muss; das Gegenteil ist der Fall. Viele Menschen leben mit erhöhten HS-Werten ohne jemals Gicht zu bekommen. Daher behandelt man nur Personen mit einem HS-Wert in riskanter Größe (also ab 8,2), bei allen anderen wartet man ab. Kommt es bei denen zu einem Gichtanfall, kann die  Behandlung immer noch begonnen werden.

Für mehr zu diesem Thema siehe http://gichtinfo.de/purin-und-harnsaeure/

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Die Harnsäure kristallisiert in aller Regel nicht im Blut sondern in der Synovia in den Gelenken. Das hängt mit dem Löslichkeitsprodukt zusammen. Dieses ist Temperaturabhängig.

Bei Kälte kommt es bei niedrigeren Konzentrationen zur kristallisation, bei wärme erst bei höheren. Da die Gelenke, vor allem das Großzehen Grundgelenk unter Umständen kälter sind als der rest des Körpers ist dieses Gelenk häufig betroffen.

Blut, welches sich in der Zirkulation befindet, kühlt in der Regel nicht so stark aus. Gemessen wird aber die Harnsäure im Blut.

Eine Anmerkung noch: Harnsäure wird nicht im Blutbild bestimmt. Bei einem Blutbild schaut man sich nur die Zellen an.

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Kommentar von DirkAdoo
13.06.2016, 13:19

Danke für die Korrektur des Begriffs Blutbild, aber kannst Du etwas zu meiner Frage sagen?

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