Warum leitet folgendes Experiment keinen Strom?

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4 Antworten

Du hast recht und auch nicht.

In diesem Fall würde tatsächlich Strom fließen, aber nur der kurzzeitig. Denn am Plus­pol sammeln sich Cl⁻-Ionen, die dann in der Lösung fehlen.  Die nun positiv geladene Lösung zieht die Cl⁻-Ionen wie ein zweiter Plus­pol an, und es stellt sich ein Gleich­gewicht ein, in dem kein Strom mehr fließt. Ebenso mit um­gekehrt­em Vor­zeichen an der anderen Elektrode.

Ein solcher Versuchsaufbau wäre also eine Art Kondensator, in dem man Ladungs­trennung erzeugt und durch die angelegte Spannung stabil hält.

(Ich bin nicht Experte für sowas. Wenn ich mich irre, dann wird es schon jemand richtigstellen)

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Kommentar von Quecksilberatom
26.12.2015, 22:55

Das klingt ganz gut!, mal auf andere Antworten warten ...

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Deine Beschreibung ist sehr schwach und enthält Fehler.

Vielleicht hast du eine KochsalzLÖSUNG. Wenn das der Fall sein sollte, wandern tatsächlich Cl- Ionen zur Anode, wo sie zu Chlor oxidiert werden. Zur Kathode bewegen sich zwar die Na+ Ionen, aber sie werden nicht reduziert, sondern die H-Atome des Wassers und die spärlich vorhandenen H+ Ionen aus der Autoprotolyse. Das hängt von der angelegten Spannung und von der Stromdichte ab. Bei geringen Spannungen und geringer Stromdichte sind es eher die H+ Ionen. 

Dem Elektronenstrom im Kabel entspricht daher der Ionenstrom in der Lösung. Wenn du nun die Elektrden isolierst, kann kein Ionenstrom mehr stattfinden. Du kannst es dir vielleicht vorstellen, wenn du annimmst, es fände zunächst eine Reaktion an den Elektroden statt. Dann hättest du die Gegenionen in der Lösung, welche ein so großes entgegengerichtetes Potential aufbauen, dass keine Redoxreaktion mehr stattfinden kann, da die positive Ladung der Na+ Ionen an der Anode die Cl- Ionen an der Abscheidung hindern und an der Kathode umgekehrt die negative Ladung die Elektronen "abstößt".

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Kommentar von Quecksilberatom
31.12.2015, 18:17

Wenn ich fähig wäre eine perfekte Beschreibung zu liefern, müsste ich hier nicht um Rat bitten.

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Ohne Membran hast du ein konstantes elektrisches Feld zwischen Anode und Kathode und mittendrin frei bewegliche Ladungsträger  -> Strom kann fliessen.

Mit Membran hast du in deiner Flüssigkeit frei bewegliche Ladungsträger aber kein elektrisches Feld. Das gesamte elektrische Felde ist in der Membran konzentriert - dort gibts aber keine Ladungsträger - > kein Strom.

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Der Stromfluss in der Lösung ist ein Ionenfluss. Wenn die Membran die Ionen nicht durchlässt, kann der Strom nicht fließen.

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Kommentar von Quecksilberatom
26.12.2015, 22:51

Die Ionen müssen ja nur zu einer der beiden Elektroden. Die andere kann denen egal sein. 

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