markusros am 17.10.2006 um 13:54 Uhr
Oder wird das jetzt nur genauer diagnostiziert? Oder sind die Diagnosen gar fragwürdig? Unsere beiden Kinder haben die Unverträglichkeit angeblich.
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Hallo markusros,
es gibt zwei Erscheinungsformen von Laktoseintoleranz. Eine davon ist erblich, so dass es nicht verwunderlich ist, dass beide Kinder betroffen sind.
Die andere Erscheinungsform, nämlich erworbene Laktoseintoleranz lässt schon auf eine geänderte Lebensweise schließen. Die Entstehung kann z.B. durch hohe Dosierungen von Antibiotika gefördert werden, und diese gab es früher nun mal nicht.
Nähere Info: http://www.labor-enders.de/161.0.html
Viele Grüße
Uta
(goodmood)
Das kommt auch auf die Art der Unverträglichkeit an. Es gibt:
primärer Lactasemangel – die Enzymaktivität nimmt mit zunehmendem Alter ab. Lactose intolerant ist jemand, der auf 10 g Lactose mit Durchfall reagiert.
Sekundärer Lactasemangel – tritt als Folge von Krankheiten des Dünndarmes auf, die die Schleimhaut angreifen, in der die Lactase produziert wird. Das kommt bei Zöliakie, der Getreide-Eiweiß-Unverträglichkeit vor aber auch bei Morbus Crohn und Reizdarm, bei dem die Schmerzen keine Ursache erkennen lassen aber durch hormonell verursachte Regulationsstörungen des Dünndarmes die Lactase-Produktion nicht ausreicht.
Angeborener Lactasemangel (äußerst selten) – führt bereits beim Säugling durch die Muttermilch zu Durchfällen und muß mit Spezialmilchen behandelt werden.

Der Menschen ist von der Evolution her bis etwa 12 Jahre in der Lage Milch (Menschenmilch) zu verwerten,
danach werden die dafür notwendigen Stoffe nicht mehr produziert.
Milch von anderen Lebewesen hat nicht die gleiche Zusammensetzung wie Menschenmilch,
ist daher nicht optimal für uns geeignet.
Das in der Kuhmilch enthaltene Calcium können wir auch nicht verwerten,
weil wir gleichzeitig Magnesium brauchen, und davon ist zu wenig drinnen.
Weiters übersäuern wir wesentlich mehr, weil wir mehr Stress haben
(das fängt schon im Kindergarten an), mehr Umweltgifte (Luft, Wasser, Nahrung, ...), ...
Elektrosmog ist ein weiterer bedeutender Stressfaktor.
Weil wir von Haus aus mehr Übersäuert sind, meldet sich der Körper früher,
wenn dem Körper Stoffe (Kuhmilch) zugeführt werden, die für Ihn nicht optimal sind.
Freundliche Grüße Pieringer Josef josef.pieringer@aon.at
markusros am 30. November 2006 15:16 Danke für die gute Antwort